Das sensomotorische Stadium nach Piaget
Das erste Stadium in Piagets kognitiver Entwicklung einfach erklärt ist das sensomotorische Stadium, das von der Geburt bis etwa 18-24 Monate andauert. In dieser Phase basiert die Intelligenz des Kindes hauptsächlich auf dem Zusammenspiel von Wahrnehmungseindrücken und motorischen Fähigkeiten.
Piaget unterteilt dieses Stadium in sechs Stufen:
- Übung angeborener Reflexmechanismen
- Primäre Kreisreaktionen
- Sekundäre Kreisreaktionen
- Koordination der erworbenen Handlungsschemata
- Tertiäre Kreisreaktionen
- Übergang zum symbolischen Denken
Beispiel: In der ersten Stufe passt ein Baby seinen Saugreflex von der Mutterbrust auf eine Flasche an, was die Differenzierung und Anpassung angeborener Reflexe zeigt.
In den späteren Stufen des sensomotorischen Stadiums entwickeln Kinder zunehmend komplexere Fähigkeiten:
- Sie bilden Gewohnheiten und wiederholen angenehme Handlungen (primäre Kreisreaktionen).
- Sie lernen, bestimmte Handlungen als Mittel zum Zweck einzusetzen (sekundäre Kreisreaktionen).
- Sie koordinieren verschiedene Handlungsschemata und wenden sie auf neue Situationen an.
- Sie entwickeln neue Handlungsschemata durch systematisches Ausprobieren (tertiäre Kreisreaktionen).
Highlight: Die Jean Piaget Theorie betont, dass Kinder in diesem Stadium aktive Lerner sind, die durch Interaktion mit ihrer Umwelt kognitive Strukturen aufbauen.





