Definition und historischer Wandel der Erziehung
Erziehung umfasst zielgerichtete Handlungen, die darauf abzielen, die Dispositionen anderer Menschen zu verbessern oder als wertvoll beurteilbar zu machen. Diese sozialen Handlungen sollen psychische Dispositionen verbessern, erhalten oder beseitigen, müssen aber nicht zwingend gelingen.
Der Erziehungsprozess ist bewusst gestaltet und bedient sich gezielter Mittel und Maßnahmen. Dazu gehören das Arrangieren lernförderlicher Umgebungen und die Unterstützung des zu Erziehenden, selbstverantwortlich zu leben – immer im Kontext der Gesellschaft und des institutionellen Rahmens.
Im Erziehung im Wandel der Zeit Zeitstrahl sehen wir deutliche Veränderungen: In der Nachkriegszeit herrschten strenge Hierarchien und autoritäre Erziehungsmethoden vor. Die Erziehungsziele waren Fleiß, Leistung und Unterordnung. Anfang der 70er Jahre folgte eine Abkehr vom Kleinbürgertum mit Forderungen nach Selbstbestimmung und Individualität. Heute verbinden wir Elemente beider Epochen und legen Wert auf Erfolg, Ehrgeiz und Flexibilität bei gleichzeitiger Verhandlungsbereitschaft.
💡 Gut zu wissen: Die Erziehung in der Nachkriegszeit war stark geprägt von den Erfahrungen des Krieges und dem Wunsch nach Sicherheit und Ordnung – ein deutlicher Kontrast zur antiautoritären Bewegung der 70er Jahre!









