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 fernen am Erfolg
Operantes konditionieren nach Thorndike
Das Lernen am Erfolg, auch Lernen durch Versuch und Irrtum genannt geht auf Edward

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Ausführliche ausarbeitung zum Thema operantes Konditionen. Gut als Klausur/Abitur Vorbereitung

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fernen am Erfolg Operantes konditionieren nach Thorndike Das Lernen am Erfolg, auch Lernen durch Versuch und Irrtum genannt geht auf Edward Lee Thorndike zurück. Thorndick entdeckte, dass ein zufällig erfolgreiches Verhalten beibehalten wird, während erfolglose Verhaltensweisen allmählich abnehmen und schließlich gar nicht mehr gezeigt werden. Mit Lernen am Erfolg werden alle Lernprozesse bezeichnet, in deren Verlauf ein zufälliges Verhalten beibehalten wird, wärend erfolglose Verhaltensweisen allmählich abnehmen und schließlich gar nicht mehr gezeigt werden thorndikes katze Thorndike konstruierte den sogenannten 'Problemkasten', ein Gefängnis für Katzen. In diesem Problemkasten befanden sich einige Hebel. Einer dieser Hebel öffnete durch einen intelligenten Mechanismus die Tür. Es wurde dem Tier ermöglicht, durch das Betätigen dieses Hebels aus dem Gefängnis zu entkommen und an das Futter zu gelangen, welches Thorndike bei seinen Versuchen vor den Käfig stellte, um der Katze einen Anreiz zu bieten, aus dem Gefängnis zu entkommen. Sobald Thorndike eine Katze in den Käfig setzte, beschwerte sich das Tier über den Freiheitsentzug durch Kreischen, Kratzen und Beißen. Wahllos versuchte die Katze sich aus dem Käfig zu befreien, wobei das Futter anscheinend nur eine untergeordnete Rolle spielte - es schien als wäre es dem Tier wichtiger, sich aus der Gefangenschaft zu befreien. Nach einiger Zeit betätigte das Tier zufällig den richtigen Hebel und gelangte in die Freiheit. Bei jedem weiteren Versuch gelang es der Katze immer schneller, den richtigen...

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Hebel zu betätigen und in Freiheit bzw. zu dem Futter zu gelangen. Nach einigen Wiederholungen betätigte das Tier den Hebel sofort, nachdem sie in den Käfig gesperrt wurde. Durch das Futter wurde die Handlung (eigene Befreiung) verstärkt. gesetz der bereitschaft! Gelernt wird nur, wenn im Organismus eine Bereitschaft zum lernen vorhanden ist. Diese inst dann gegebne, wenn ein Bedürfnis vorliegt: wenn das Individuum einen angehnemen Zustand herstellt bzw. aufrechterhalten oder ein unangenhmen Zusatnd beseitigen bzw. vermeiden bzw. beende will. Prinzip des versuchs und irrtums Das Individuum probiert verschiedene Verhaltensweisen aus um zum Ziel zu kommen. effektgesetz Aus einer Fülle von praktizierten Verhaltensweisen werden auf dauer nur solche wieder gezeigt, die für den Organismus befreidigende Konsequenzen nach sich ziehen; diejenigen Verhaltensweisen, die keine befreidigenden Konsequenzen zur folge haben, werden nicht wieder gezeigt. frequenz gesetz Das zum Erfolg führende Verhalten wird erst durch eine gewisse Häufigkeit an übung bzw. Wiederholung erlernt, durch mangelnde Übung und Wiederholung wird es abgebaut und verlernt Das Effektgesetz und Das Frequenzgesetz sind nicht unabhänig voneienader: Weder Erfolg ohne übung noch übung ohne Erfolg führen zu einem dauerhaften Lernergebnis. Der Mensch muss aslo nicht nur einmal, sondern mehrmals mit einer bestimmten Verhaltensweise zu Ziel kommen, damit diese erlernt und gefestigt wird. lernen durch Verstärkung Operantes Konditionieren nach Skinner Skinner untersuchte das Effektgesetz von Thorndike genauer und versuchte es weiteruentwickeln. Er begründete das Lernen durch Verstärkung, auch Verstärkungslernen genannt. definition: Bei der operanten Konditionierung (englisch: Operant Conditioning) wird Einfluss auf die Auftrittshäufigkeit einer Verhaltensweise genommen. Erwünschte Verhaltensweisen werden durch angenehme Konsequenzen (Positive Verstärkung) bzw. durch das Ausbleiben unangenehmer Konsequenzen (Negative Verstärkung) belohnt. Unerwünschte Verhaltensweisen werden durch unangenehme Konsequenzen (Positive Bestrafung) bzw. durch das Ausbleiben angenehmer Konsequenzen (Negative Bestrafung) unterdrückt. Verstärker Bei der operanten Konditionierung gibt es vier Möglichkeiten ein Verhalten zu verstärken bzw. zu bestrafen. Dadurch wird ein Individuum konditioniert, ein Verhalten häufiger bzw. seltener zu zeigen. Die folgenden Begriffe haben im Zusammenhang mit der operanten Konditionierung diese Bedeutung: Positiv Vorhanden # Angenehm Negativ = Abwesend # Unangenehm Angenehme Konsequenz = Appetetiv # Positiv Unangenehme Konsequenz - Aversiv * Negativ = Verstarkung Bei einer Verstärkung (englisch reinforcement) soll ein erwünschtes Verhalten häufiger gezeigt werden. Um das zu erreichen, hast du bei der operanten Konditionierung zwei Möglichkeiten. Positive Verstärkung: Das erwünschte Verhalten belohnst du mit einer angenehmen Konsequenz, indem du dem Individuum zum Beispiel Geld oder Nahrung gibst. Aber auch Achtung und Anerkennung können als positive Verstärker wirken. Negative Verstärkung: Du belohnst ein erwünschtes Verhalten, indem die aversiven Konsequenzen ausbleiben, wenn die Verhaltensweise gezeigt wird. Du entfernst zum Beispiel extremen Lärm oder grelles Licht vom Individuum. bestrafung Durch eine Bestrafung (englisch punishment) möchtest du ein unerwünschtes Verhalten unterdrücken. Auch hier hast du wieder zwei Möglichkeiten. Positive Bestrafung. Du kannst das unerwünschte Verhalten bestrafen, indem dieser Verhaltensweise eine unangenehme Konsequenz folgt. Das Individuum wird zum Beispiel extremen Lärm ausgesetzt oder ein Kind bekommt Hausarrest. Negative Bestrafung. Das unerwünschte Verhalten kannst du auch unterdrücken, indem eine angenehme Konsequenz auf das Verhalten hin ausbleibt. Du kannst dem Individuum zum Beispiel Nahrung wegnehmen oder es nicht mehr begrüßen. kontigenz Schema Darstellen kannst du die vier möglichen Konsequenzen der operanten Konditionierung anhand eines sogenannten Kontingenzschemas. Hier sind die angenehmen und die unangenehmen Konsequenzen, ihr hinzufügen oder ihr entfernen und die Wirkung dargestellt. Das sieht dann so aus: Kontingenzschema der operanten Konditionierung Die Skinnerbox ist ein Käfig, worin sich später eine Ratte befindet. Im Käfig ist ein Hebel angebracht, den die Ratte drücken kann. Außerdem gibt es eine Vorrichtung für Futter, eine Lampe und einen Boden, der unter Strom gesetzt werden kann. angenehme Konsequenz Konsequenz dargeboten Konsequenz fällt weg positive Verstärkung negative Bestrafung (Entzugsbestrafung) unangenehme positive Bestrafung Konsequenz Skinnerbox (Burrhus Frederic Skinner) Das Law of effect hat Brrrhus Frederic Skinner aufgegriffen und daraus die operante Konditionierung entwickelt. Dazu hat er die sogenannte Skinnerbox entworfen. Licht (Präsentationsbestrafung) Hebel Futtervorrichtung negative Verstärkung Skinnerbox elektrischer Boden Positive Verstärkung: Die Ratte bekommt immer, wenn sie den Hebel betätigt (Verhalten), Futter (Angenehme Konsequenz). Dadurch zeigt sie das Verhalten häufiger. Negative Verstärkung: Der Käfigboden der Ratte steht ständig unter Strom. Wenn die Ratte jetzt den Hebel drückt (Verhalten), geht der Strom aus (unangenehme Konsequenz bleibt aus). Sie verhält sich öfter so. Positive Bestrafung. Die Ratte bekommt immer einen Stromschlag (Unangenehme Konsequenz), wenn sie den Hebel (Verhalten) drückt. Das führt dazu, dass sie das Verhalten seltener zeigt. Negative Bestrafung: Die vierte Möglichkeit hat Skinner nicht durchgeführt, dabei würde der Ratte immer das Futter weggenommen werden (angenehme Konsequenz bleibt aus), wenn sie den Hebel (Verhalten) drückt. Sie vermeidet daraufhin das Verhalten. Im nächsten Schritt hat er einer Ratte jetzt noch beigebracht, dass sei nur dann Futter bekommt (Angenehme Konsequenz), wenn sie den Hebel drückt (Verhalten), während die Lampe im Käfig leuchtet (Stimulus). Du kannst also ein Verhalten auch an eine bestimmte Bedienung oder Situation knüpfen. Die Skinnerbox ist ein wichtiges Beispiel für das operante Konditionieren, schauen wir uns jetzt an, was du im allgemeinen zu den Verstärkern bei der operanten Konditionierung wissen solltest. Zeitliches auftreten der verstarker Grundsätzlich können Verstärker können unterschiedlich oft auftreten. Häufig wird ein Verstärkerplan verwendet. Dabei kannst du die folgenden Methoden unterscheiden. Kontinuierliche Verstärker / Immer-Verstärker: Jedes Mal, wenn das erwünschte Verhalten auftritt, belohnst du es. Bei dieser Art der Verstärkung lernt das Individuum zwar schnell und zeigt das Verhalten häufig. Es verlernt es allerdings auch genauso schnell wieder. Beispiel: Du wirst für jeden Handgriff im Haushalt gelobt. Intermittierende Verstärkung / Manchmal-Verstärkung / Partielle Verstärkung: Hier wird das Verhalten nur hin und wieder verstärkt. Dadurch dauert das operante Lernen zwar länger, aber es ist auch nachhaltiger. Das erwünschte Verhalten wird als längerfristig häufiger gezeigt. Beispiel: Du sag einer Köchin, dass das Essen heute besonders gut geschmeckt hat. Die intermittierende Verstärkung kannst du nochmal gliedern in: Quotenverstärkung: Es wird zum Beispiel jedes 10. Mal das erwünschte Veralten verstärkt. Intervallverstärkung: Es wird zum Beispiel pro Stunde drei Mal verstärkt, wenn du das Individuum also in den ersten zehn Minuten drei Mal lobst, dann darfst du es die restlichen 50 Minuten nicht mehr loben. art der verstarker Als Verstärker können verschiedene Gegenstände und Handlungen dienen. Du kannst bei der operanten Konditionierung nochmal wie folgt unterscheiden: Primäre Verstärker. Sie befriedigen physiologische Bedürfnisse, wie Nahrung oder Trinken. Sekundäre Verstärker. Sie sind nicht lebensnotwendig. Du hast bereits gelernt, dass sie erstrebenswert sind wie Lob, gute Noten, die Erlaubnis oder Befugnis für etwas. Materielle Verstärker: Dazu zählst du alle Gegenstände, die mit materiellem Aufwand verbunden sind wie Blumen und Schokolade, aber auch Geld und Gehalt. Handlungsverstärker: Du belohnst mit einer angenehmen Tätigkeit, wie einem Kinobesuch oder mit andere Freizeitaktivitäten. Soziale Verstärker: Belohnung durch angenehmen zwischenmenschlichen Kontakt, wie Lob, Beifall, Anlächeln oder Anerkennung. primäre Verstärker Arten von Verstärker Kino sekundäre Verstärker Handlungsverstärker materielle Verstärker soziale Verstärker (w:)))) Wirksamkeit der Verstarker Die einzelnen möglichen Verstärker sind unterschiedlich wirksam. Das heißt, dass durch einen Verstärker ein Individuum die Verhaltensweise schneller lernt als mit einem anderen Verstärker. Die Wirksamkeit des Verstärkers der operanten Konditionierung ist von Folgendem abhängig: Person (Bsp. ein Schoko-Liebhaber freut sich über eine Tafel Schokolade stärker als jemand, der keine Süßigkeiten mag) Situation (Bsp. Wenn du gerade schon eine Tafel Schokolade als Belohnung bekommen hast, freust du dich über eine zweite deutlich weniger) Kultur und Sozialisation (Bsp. Prestige und Reichtum ist zum Beispiel in den unterschiedlichen Kulturen und in den unterschiedlichen sozialen Schichten unterschiedlich angesehen) Lobende Person (Bsp. Du freust dich mehr, wenn du von deinem Trainer gelobt wirst als wenn dich jemand lobt, der weniger Erfahrung hat) Zeit (Bsp. Wenn du eine Tafel Schokolade für eine bestimmte Verhaltensweise bekommst, bringt es mehr, wenn du sie unmittelbar nach den Verhalten bekommst, als wenn sie dir ein Jahr später überreicht wird) Häufigkeit des Verhaltens Extinktion & spontane Erholung Verstärkungs- phase Löschung spontane Erholung Zeit extinktion/spontane erholung Wenn eine Verhaltensweise einmal gelernt ist, bleibt die Belohnung häufig aus. Das führt aber zur Extinktion (=Löschung) der Verhaltensweise. Das heißt also, dass du die erlernte Verhaltensweise wieder „verlernst„. Das erwünschte Verhalten wird dadurch seltener gezeigt, wenn es nicht mehr belohnt wird. Person Shaping Die operante Konditionierung wird beim sogenannten Shaping angewandt. Darunter verstehst du die stufenweise Annäherung an eine erwünschte komplexere Verhaltensweise. Die Methode wird häufig bei der Dressur von Tieren verwendet. Du möchtest zum Beispiel deinem Pferd durch Shaping beibringen, dass es über eine größere Entfernung zu dir kommt, wenn du es rufst. Dazu stellst du dich als erstes nur einen Meter vom Pferd weg und rufst es. Wenn es kommt, lobst du es. Das führst du ein paar Mal so durch, bis es immer zu dir geht. Als nächstes entfernst du dich etwas weiter und machst das gleiche. Mit der Zeit vergrößerst du dann Schritt für Schritt den Abstand. Du lobst das Pferd jetzt nur noch, wenn es mit großem Abstand zu dir kommt. 1 Wirksamkeit der Verstärker 3 Lobende Person vs. 1m 010 Es kann aber auch sein, dass die Verhaltensweise ohne Verstärkung erst mal übermäßig auftritt, weil die angenehmen Konsequenzen so ungeduldig eingefordert werden. Nach einiger Zeit legt sich aber auch das und die Verhaltensweise wird nicht mehr absichtlich gezeigt. 5m Situation Eine andere Möglichkeit, wie ein Individuum das ausbleiben eines Verstärkers auffassen kann, ist, dass es als Bestrafung interpretiert wird. Dadurch wird das Verhalten noch schneller „verlernt". Unabhängig davon, wie die Extinktion verläuft, tritt häufig dieses Phänomen auf: Das Verhalten wird nach einiger Zeit einfach trotzdem spontan und grundlos wieder gezeigt, ohne dass es nochmal verstärkt wurde. Nimmt dann aber auch wieder ab. Das nennst du spontane Erholung. Zeit VS. Kultur & Sozialisation Shaping 2 Belohnung 4 Belohnung

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Hebel zu betätigen und in Freiheit bzw. zu dem Futter zu gelangen. Nach einigen Wiederholungen betätigte das Tier den Hebel sofort, nachdem sie in den Käfig gesperrt wurde. Durch das Futter wurde die Handlung (eigene Befreiung) verstärkt. gesetz der bereitschaft! Gelernt wird nur, wenn im Organismus eine Bereitschaft zum lernen vorhanden ist. Diese inst dann gegebne, wenn ein Bedürfnis vorliegt: wenn das Individuum einen angehnemen Zustand herstellt bzw. aufrechterhalten oder ein unangenhmen Zusatnd beseitigen bzw. vermeiden bzw. beende will. Prinzip des versuchs und irrtums Das Individuum probiert verschiedene Verhaltensweisen aus um zum Ziel zu kommen. effektgesetz Aus einer Fülle von praktizierten Verhaltensweisen werden auf dauer nur solche wieder gezeigt, die für den Organismus befreidigende Konsequenzen nach sich ziehen; diejenigen Verhaltensweisen, die keine befreidigenden Konsequenzen zur folge haben, werden nicht wieder gezeigt. frequenz gesetz Das zum Erfolg führende Verhalten wird erst durch eine gewisse Häufigkeit an übung bzw. Wiederholung erlernt, durch mangelnde Übung und Wiederholung wird es abgebaut und verlernt Das Effektgesetz und Das Frequenzgesetz sind nicht unabhänig voneienader: Weder Erfolg ohne übung noch übung ohne Erfolg führen zu einem dauerhaften Lernergebnis. Der Mensch muss aslo nicht nur einmal, sondern mehrmals mit einer bestimmten Verhaltensweise zu Ziel kommen, damit diese erlernt und gefestigt wird. lernen durch Verstärkung Operantes Konditionieren nach Skinner Skinner untersuchte das Effektgesetz von Thorndike genauer und versuchte es weiteruentwickeln. Er begründete das Lernen durch Verstärkung, auch Verstärkungslernen genannt. definition: Bei der operanten Konditionierung (englisch: Operant Conditioning) wird Einfluss auf die Auftrittshäufigkeit einer Verhaltensweise genommen. Erwünschte Verhaltensweisen werden durch angenehme Konsequenzen (Positive Verstärkung) bzw. durch das Ausbleiben unangenehmer Konsequenzen (Negative Verstärkung) belohnt. Unerwünschte Verhaltensweisen werden durch unangenehme Konsequenzen (Positive Bestrafung) bzw. durch das Ausbleiben angenehmer Konsequenzen (Negative Bestrafung) unterdrückt. Verstärker Bei der operanten Konditionierung gibt es vier Möglichkeiten ein Verhalten zu verstärken bzw. zu bestrafen. Dadurch wird ein Individuum konditioniert, ein Verhalten häufiger bzw. seltener zu zeigen. Die folgenden Begriffe haben im Zusammenhang mit der operanten Konditionierung diese Bedeutung: Positiv Vorhanden # Angenehm Negativ = Abwesend # Unangenehm Angenehme Konsequenz = Appetetiv # Positiv Unangenehme Konsequenz - Aversiv * Negativ = Verstarkung Bei einer Verstärkung (englisch reinforcement) soll ein erwünschtes Verhalten häufiger gezeigt werden. Um das zu erreichen, hast du bei der operanten Konditionierung zwei Möglichkeiten. Positive Verstärkung: Das erwünschte Verhalten belohnst du mit einer angenehmen Konsequenz, indem du dem Individuum zum Beispiel Geld oder Nahrung gibst. Aber auch Achtung und Anerkennung können als positive Verstärker wirken. Negative Verstärkung: Du belohnst ein erwünschtes Verhalten, indem die aversiven Konsequenzen ausbleiben, wenn die Verhaltensweise gezeigt wird. Du entfernst zum Beispiel extremen Lärm oder grelles Licht vom Individuum. bestrafung Durch eine Bestrafung (englisch punishment) möchtest du ein unerwünschtes Verhalten unterdrücken. Auch hier hast du wieder zwei Möglichkeiten. Positive Bestrafung. Du kannst das unerwünschte Verhalten bestrafen, indem dieser Verhaltensweise eine unangenehme Konsequenz folgt. Das Individuum wird zum Beispiel extremen Lärm ausgesetzt oder ein Kind bekommt Hausarrest. Negative Bestrafung. Das unerwünschte Verhalten kannst du auch unterdrücken, indem eine angenehme Konsequenz auf das Verhalten hin ausbleibt. Du kannst dem Individuum zum Beispiel Nahrung wegnehmen oder es nicht mehr begrüßen. kontigenz Schema Darstellen kannst du die vier möglichen Konsequenzen der operanten Konditionierung anhand eines sogenannten Kontingenzschemas. Hier sind die angenehmen und die unangenehmen Konsequenzen, ihr hinzufügen oder ihr entfernen und die Wirkung dargestellt. Das sieht dann so aus: Kontingenzschema der operanten Konditionierung Die Skinnerbox ist ein Käfig, worin sich später eine Ratte befindet. Im Käfig ist ein Hebel angebracht, den die Ratte drücken kann. Außerdem gibt es eine Vorrichtung für Futter, eine Lampe und einen Boden, der unter Strom gesetzt werden kann. angenehme Konsequenz Konsequenz dargeboten Konsequenz fällt weg positive Verstärkung negative Bestrafung (Entzugsbestrafung) unangenehme positive Bestrafung Konsequenz Skinnerbox (Burrhus Frederic Skinner) Das Law of effect hat Brrrhus Frederic Skinner aufgegriffen und daraus die operante Konditionierung entwickelt. Dazu hat er die sogenannte Skinnerbox entworfen. Licht (Präsentationsbestrafung) Hebel Futtervorrichtung negative Verstärkung Skinnerbox elektrischer Boden Positive Verstärkung: Die Ratte bekommt immer, wenn sie den Hebel betätigt (Verhalten), Futter (Angenehme Konsequenz). Dadurch zeigt sie das Verhalten häufiger. Negative Verstärkung: Der Käfigboden der Ratte steht ständig unter Strom. Wenn die Ratte jetzt den Hebel drückt (Verhalten), geht der Strom aus (unangenehme Konsequenz bleibt aus). Sie verhält sich öfter so. Positive Bestrafung. Die Ratte bekommt immer einen Stromschlag (Unangenehme Konsequenz), wenn sie den Hebel (Verhalten) drückt. Das führt dazu, dass sie das Verhalten seltener zeigt. Negative Bestrafung: Die vierte Möglichkeit hat Skinner nicht durchgeführt, dabei würde der Ratte immer das Futter weggenommen werden (angenehme Konsequenz bleibt aus), wenn sie den Hebel (Verhalten) drückt. Sie vermeidet daraufhin das Verhalten. Im nächsten Schritt hat er einer Ratte jetzt noch beigebracht, dass sei nur dann Futter bekommt (Angenehme Konsequenz), wenn sie den Hebel drückt (Verhalten), während die Lampe im Käfig leuchtet (Stimulus). Du kannst also ein Verhalten auch an eine bestimmte Bedienung oder Situation knüpfen. Die Skinnerbox ist ein wichtiges Beispiel für das operante Konditionieren, schauen wir uns jetzt an, was du im allgemeinen zu den Verstärkern bei der operanten Konditionierung wissen solltest. Zeitliches auftreten der verstarker Grundsätzlich können Verstärker können unterschiedlich oft auftreten. Häufig wird ein Verstärkerplan verwendet. Dabei kannst du die folgenden Methoden unterscheiden. Kontinuierliche Verstärker / Immer-Verstärker: Jedes Mal, wenn das erwünschte Verhalten auftritt, belohnst du es. Bei dieser Art der Verstärkung lernt das Individuum zwar schnell und zeigt das Verhalten häufig. Es verlernt es allerdings auch genauso schnell wieder. Beispiel: Du wirst für jeden Handgriff im Haushalt gelobt. Intermittierende Verstärkung / Manchmal-Verstärkung / Partielle Verstärkung: Hier wird das Verhalten nur hin und wieder verstärkt. Dadurch dauert das operante Lernen zwar länger, aber es ist auch nachhaltiger. Das erwünschte Verhalten wird als längerfristig häufiger gezeigt. Beispiel: Du sag einer Köchin, dass das Essen heute besonders gut geschmeckt hat. Die intermittierende Verstärkung kannst du nochmal gliedern in: Quotenverstärkung: Es wird zum Beispiel jedes 10. Mal das erwünschte Veralten verstärkt. Intervallverstärkung: Es wird zum Beispiel pro Stunde drei Mal verstärkt, wenn du das Individuum also in den ersten zehn Minuten drei Mal lobst, dann darfst du es die restlichen 50 Minuten nicht mehr loben. art der verstarker Als Verstärker können verschiedene Gegenstände und Handlungen dienen. Du kannst bei der operanten Konditionierung nochmal wie folgt unterscheiden: Primäre Verstärker. Sie befriedigen physiologische Bedürfnisse, wie Nahrung oder Trinken. Sekundäre Verstärker. Sie sind nicht lebensnotwendig. Du hast bereits gelernt, dass sie erstrebenswert sind wie Lob, gute Noten, die Erlaubnis oder Befugnis für etwas. Materielle Verstärker: Dazu zählst du alle Gegenstände, die mit materiellem Aufwand verbunden sind wie Blumen und Schokolade, aber auch Geld und Gehalt. Handlungsverstärker: Du belohnst mit einer angenehmen Tätigkeit, wie einem Kinobesuch oder mit andere Freizeitaktivitäten. Soziale Verstärker: Belohnung durch angenehmen zwischenmenschlichen Kontakt, wie Lob, Beifall, Anlächeln oder Anerkennung. primäre Verstärker Arten von Verstärker Kino sekundäre Verstärker Handlungsverstärker materielle Verstärker soziale Verstärker (w:)))) Wirksamkeit der Verstarker Die einzelnen möglichen Verstärker sind unterschiedlich wirksam. Das heißt, dass durch einen Verstärker ein Individuum die Verhaltensweise schneller lernt als mit einem anderen Verstärker. Die Wirksamkeit des Verstärkers der operanten Konditionierung ist von Folgendem abhängig: Person (Bsp. ein Schoko-Liebhaber freut sich über eine Tafel Schokolade stärker als jemand, der keine Süßigkeiten mag) Situation (Bsp. Wenn du gerade schon eine Tafel Schokolade als Belohnung bekommen hast, freust du dich über eine zweite deutlich weniger) Kultur und Sozialisation (Bsp. Prestige und Reichtum ist zum Beispiel in den unterschiedlichen Kulturen und in den unterschiedlichen sozialen Schichten unterschiedlich angesehen) Lobende Person (Bsp. Du freust dich mehr, wenn du von deinem Trainer gelobt wirst als wenn dich jemand lobt, der weniger Erfahrung hat) Zeit (Bsp. Wenn du eine Tafel Schokolade für eine bestimmte Verhaltensweise bekommst, bringt es mehr, wenn du sie unmittelbar nach den Verhalten bekommst, als wenn sie dir ein Jahr später überreicht wird) Häufigkeit des Verhaltens Extinktion & spontane Erholung Verstärkungs- phase Löschung spontane Erholung Zeit extinktion/spontane erholung Wenn eine Verhaltensweise einmal gelernt ist, bleibt die Belohnung häufig aus. Das führt aber zur Extinktion (=Löschung) der Verhaltensweise. Das heißt also, dass du die erlernte Verhaltensweise wieder „verlernst„. Das erwünschte Verhalten wird dadurch seltener gezeigt, wenn es nicht mehr belohnt wird. Person Shaping Die operante Konditionierung wird beim sogenannten Shaping angewandt. Darunter verstehst du die stufenweise Annäherung an eine erwünschte komplexere Verhaltensweise. Die Methode wird häufig bei der Dressur von Tieren verwendet. Du möchtest zum Beispiel deinem Pferd durch Shaping beibringen, dass es über eine größere Entfernung zu dir kommt, wenn du es rufst. Dazu stellst du dich als erstes nur einen Meter vom Pferd weg und rufst es. Wenn es kommt, lobst du es. Das führst du ein paar Mal so durch, bis es immer zu dir geht. Als nächstes entfernst du dich etwas weiter und machst das gleiche. Mit der Zeit vergrößerst du dann Schritt für Schritt den Abstand. Du lobst das Pferd jetzt nur noch, wenn es mit großem Abstand zu dir kommt. 1 Wirksamkeit der Verstärker 3 Lobende Person vs. 1m 010 Es kann aber auch sein, dass die Verhaltensweise ohne Verstärkung erst mal übermäßig auftritt, weil die angenehmen Konsequenzen so ungeduldig eingefordert werden. Nach einiger Zeit legt sich aber auch das und die Verhaltensweise wird nicht mehr absichtlich gezeigt. 5m Situation Eine andere Möglichkeit, wie ein Individuum das ausbleiben eines Verstärkers auffassen kann, ist, dass es als Bestrafung interpretiert wird. Dadurch wird das Verhalten noch schneller „verlernt". Unabhängig davon, wie die Extinktion verläuft, tritt häufig dieses Phänomen auf: Das Verhalten wird nach einiger Zeit einfach trotzdem spontan und grundlos wieder gezeigt, ohne dass es nochmal verstärkt wurde. Nimmt dann aber auch wieder ab. Das nennst du spontane Erholung. Zeit VS. Kultur & Sozialisation Shaping 2 Belohnung 4 Belohnung