Deutsch /

Analyse "Es sehnt sich ewig dieser Geist"

Analyse "Es sehnt sich ewig dieser Geist"

 Analyse ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist"
In dem Sonett ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist“ aus der Epoche der Romantik, welches von
August

Analyse "Es sehnt sich ewig dieser Geist"

L

Luca

105 Followers

Teilen

Speichern

24

 

11/12

Klausur

Ausführliche Analyse des Sonetts "Es sehnt sich ewig dieser Geist" von August von Platem

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Analyse ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist" In dem Sonett ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist“ aus der Epoche der Romantik, welches von August von Platen verfasst und 1826 veröffentlicht wurde, geht es um die prinzipielle Heimatlosigkeit eines unruhigen Geistes, der in jedem Land Hass zu fürchten hat. Als Deutungsanalyse könnte man zu Beginn der Analyse formulieren, dass eine Person von Zwiespalt durchtrieben ist und seinem Vaterland kritisch gegenübersteht. Das Gedicht besteht aus zwei Quartetten und zwei Terzetten, es handelt sich somit um ein Sonett. Das Reimschema lässt sich in Strophe eins und zwei als umarmender Reim (abba) und in Strophe drei und vier als Kreuzreim (cdcd) identifizieren. Dabei lässt sich ein erster Kontrast zwischen den Quartetten und den Terzetten erkennen. Weiterhin sind die Reime jeweils Strophenübergreifend. Als Metrum lässt sich ein fünfhebiger Jambus erkennen. Außerdem ist das Gedicht im Zeilenstil fasst. Die erste Strophe handelt von einem Geist, welcher unfähig ist lange an einem Ort zu verweilen, selbst wenn er im Paradies wäre. Strophe zwei behandelt die Beweggründe des Geistes und die Leichtigkeit, mit der er seine Heimat aufgibt. Die dritte Strophe befasst sich mit der schlechten Auffassung des Vaterlands, ausgehend vom lyrischen Ich. In der vierten Strophe schlägt das lyrische Ich vor, das Vaterland zu verlassen und dadurch nicht länger unter Machthabern zu leiden. Beim lyrischen Ich handelt es sich...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

in den Quartetten um eine beteiligte Person, welche in den Terzetten zu einem außenstehenden Betrachter wird, welcher Lösungsvorschlage, für die in den Quartetten genannten Probleme liefert. Der erste Vers, welcher mit dem Titel übereinstimmt, enthält eine Hyperbel („,ewig" V.1), welche das Leid des Geistes deutlich macht. Durch die Worte ,,sehnt“ und „Weite" (V. 1) wird dabei die Sehnsucht nach Freiheit und einem sicheren Ort aufgezeigt. Weiterhin bekräftigt die Wiederholung in Vers zwei „fürder, immer fürder“ das in Vers eins angesprochene Leid des Geistes. Das lyrische Ich, welches in der dritten Person von dem Geist spricht, beschließt künftig nach der „Weite“ (V. 1) zu suchen und dies nicht aufzugeben. Im dritten Vers beginnt das lyrische Ich von sich in der ersten Person zu sprechen. Es schließt, durch die Metapher ,„,an einer Scholle kleben“ (V. 3) aus, jemals gänzlich an einem Ort zu verweilen. Das lyrische Ich beschreibt sich dadurch als unruhig. Dies bekräftigt es in Vers vier, durch die Verwendung des Konjunktivs und der Metapher „ein Eden“ (V. 4), wodurch deutlich wird, dass es selbst im Paradies nicht lange bleiben würde. Hier wird außerdem ein Bezug zum Alten Testament der Bibel und somit zu Gott hergestellt. Die zweite Strophe beginnt mit den Worten „mein Geist" (V. 5), wodurch deutlich wird, dass der Geist, von dem in Strophe eins gesprochen wird, der Geist des lyrischen Ichs ist. Dieser Geist wird durch die Personifikation in demselben Vers „bewegt von innerlichem Streite" (V. 5) als eigenständige Person beschrieben, welche über das lyrische Ich bestimmt und es in seinem Handeln beeinflusst. Dies bekräftigt der nachfolgende Vers (V. 6) in dem der Geist wieder personifiziert wird („empfand“ V. 6). Zudem wird die Stärke der Gefühle des Geistes durch die Hyperbel „so sehr“ (V. 6) beschrieben. Durch die Beschreibung „diesem kurzen Leben" (V. 6) kann man davon ausgehen, dass das lyrische Ich jung ist. Die Personifikationen in dieser Strophe bewirken, dass sich das lyrische Ich von seinem Geist entfernt und die Verantwortung für sein Handeln und seine Entscheidungen abgibt. Die Verse sieben und acht bilden einen Kontrast durch die Worte „leicht“ (V. 7) und „schwer" (V. 8). Das lyrische Ich sagt aus, dass es dem Geist leichtfalle, seine Heimat zu verlassen (V. 7), es jedoch schwer sei eine neue Heimat zu finden. Die Wortwahl in Strophe drei erweckt die Aufmerksamkeit des Lesers und baut Spannung auf (,,doch“ V. 9, ,,auch“ V. 10, „wenn“ V. 11). Die Hyperbel in Vers neun ,,voller Seele" (V. 9) zeigt auf, dass es sich um einen starken Hass handeln muss. Außerdem unterscheidet das lyrische Ich an dieser Stelle zwischen dem Geist und der Seele. Weiterhin wird nicht explizit gesagt, was ,,das Schlechte" (V. 9) ist, sondern als Verallgemeinerung verwendet. Der zehnte Vers ist im Zusammenhang mit Vers neun paradox, da gesagt wird, dass derjenige verjagt wird, der ,,das Schlechte" hasst. Dies impliziert, dass man das Schlechte“ akzeptieren oder gar lieben muss, um in der Heimat einen Platz zu finden (vgl. V. 9+10), da „das Schlechte“ vom „Volk der Knechte" (V. 11) geliebt wird. Hier wird die negative Einstellung des lyrischen Ichs zu seiner Heimat deutlich. Dies wird durch die Verwendung negativ konnotierter Nomen (z. B. V. 9: ,,hasst“, „das Schlechte", V. 11: „Knechte“) verstärkt. Hier wird der Kontrast zwischen den Quartetten und den Terzetten deutlich, da in den Quartetten positive konnotierte Nomen (z. B: V. 4: „Eden“) verwendet werden. Außerdem lässt sich die Angst des lyrischen Ichs vor Ablehnung in der alten, sowie in einer neuen Heimat erkennen. In der letzten Strophe schlägt das lyrische Ich vor, das Vaterland zu verlassen (V. 12) und somit der Angst vor dem verjagt werden (vgl. V. 10f) zu entgehen, Weiterhin sei dies die beste Alternative um den, durch die Metapher „kindischen Geschlechte" (V.13) beschriebenen, unreifen Machthabern des Vaterlands (V. 13) und deren Hass und Strafen (V. 14) zu entgehen. Nach ausgiebiger Analyse bestätigt sich die anfängliche Deutungshypothese. Das lyrische Ich ist ein unruhiger Geist, welcher nicht lange an einem Ort verweilen kann, jedoch gleichzeitig Hass an jedem Ort befürchtet. Außerdem gibt es einen politischen Aspekt, da die Machthaber des Vaterlands als unreif dargestellt werden. August von Platen appelliert durch das Gedicht an den Leser, das Vaterland zu verlassen. Das Sonett ist untypisch für die Epoche der Romantik. Es lassen sich kaum romantische Motive finden. Einzig der Bezug zu Gott und die Sehnsucht nach der Weite sind typisch für die Romantik. Luca Schmidt 945 Wörter

Deutsch /

Analyse "Es sehnt sich ewig dieser Geist"

L

Luca  

Follow

105 Followers

 Analyse ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist"
In dem Sonett ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist“ aus der Epoche der Romantik, welches von
August

App öffnen

Ausführliche Analyse des Sonetts "Es sehnt sich ewig dieser Geist" von August von Platem

Ähnliche Knows

J

3

Letzte Rede einer vormals stolzen und gleich jetzt sterbenden Jungfrau (1638), Gedichtinterpretation

Know Letzte Rede einer vormals stolzen und gleich jetzt sterbenden Jungfrau (1638), Gedichtinterpretation thumbnail

14

 

11/10

user profile picture

1

Gedicht "An Deutschland" von Fleming

Know Gedicht "An Deutschland" von Fleming thumbnail

8

 

11/12/13

user profile picture

15

Gedichtsanalyse - Tränen des Vaterlandes (Andreas Gryphius)

Know Gedichtsanalyse - Tränen des Vaterlandes (Andreas Gryphius) thumbnail

9

 

11

user profile picture

3

Analyse "Der verspätete Wanderer": Joseph von Eichendorff

Know Analyse "Der verspätete Wanderer": Joseph von Eichendorff  thumbnail

83

 

12

Analyse ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist" In dem Sonett ,,Es sehnt sich ewig dieser Geist“ aus der Epoche der Romantik, welches von August von Platen verfasst und 1826 veröffentlicht wurde, geht es um die prinzipielle Heimatlosigkeit eines unruhigen Geistes, der in jedem Land Hass zu fürchten hat. Als Deutungsanalyse könnte man zu Beginn der Analyse formulieren, dass eine Person von Zwiespalt durchtrieben ist und seinem Vaterland kritisch gegenübersteht. Das Gedicht besteht aus zwei Quartetten und zwei Terzetten, es handelt sich somit um ein Sonett. Das Reimschema lässt sich in Strophe eins und zwei als umarmender Reim (abba) und in Strophe drei und vier als Kreuzreim (cdcd) identifizieren. Dabei lässt sich ein erster Kontrast zwischen den Quartetten und den Terzetten erkennen. Weiterhin sind die Reime jeweils Strophenübergreifend. Als Metrum lässt sich ein fünfhebiger Jambus erkennen. Außerdem ist das Gedicht im Zeilenstil fasst. Die erste Strophe handelt von einem Geist, welcher unfähig ist lange an einem Ort zu verweilen, selbst wenn er im Paradies wäre. Strophe zwei behandelt die Beweggründe des Geistes und die Leichtigkeit, mit der er seine Heimat aufgibt. Die dritte Strophe befasst sich mit der schlechten Auffassung des Vaterlands, ausgehend vom lyrischen Ich. In der vierten Strophe schlägt das lyrische Ich vor, das Vaterland zu verlassen und dadurch nicht länger unter Machthabern zu leiden. Beim lyrischen Ich handelt es sich...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

in den Quartetten um eine beteiligte Person, welche in den Terzetten zu einem außenstehenden Betrachter wird, welcher Lösungsvorschlage, für die in den Quartetten genannten Probleme liefert. Der erste Vers, welcher mit dem Titel übereinstimmt, enthält eine Hyperbel („,ewig" V.1), welche das Leid des Geistes deutlich macht. Durch die Worte ,,sehnt“ und „Weite" (V. 1) wird dabei die Sehnsucht nach Freiheit und einem sicheren Ort aufgezeigt. Weiterhin bekräftigt die Wiederholung in Vers zwei „fürder, immer fürder“ das in Vers eins angesprochene Leid des Geistes. Das lyrische Ich, welches in der dritten Person von dem Geist spricht, beschließt künftig nach der „Weite“ (V. 1) zu suchen und dies nicht aufzugeben. Im dritten Vers beginnt das lyrische Ich von sich in der ersten Person zu sprechen. Es schließt, durch die Metapher ,„,an einer Scholle kleben“ (V. 3) aus, jemals gänzlich an einem Ort zu verweilen. Das lyrische Ich beschreibt sich dadurch als unruhig. Dies bekräftigt es in Vers vier, durch die Verwendung des Konjunktivs und der Metapher „ein Eden“ (V. 4), wodurch deutlich wird, dass es selbst im Paradies nicht lange bleiben würde. Hier wird außerdem ein Bezug zum Alten Testament der Bibel und somit zu Gott hergestellt. Die zweite Strophe beginnt mit den Worten „mein Geist" (V. 5), wodurch deutlich wird, dass der Geist, von dem in Strophe eins gesprochen wird, der Geist des lyrischen Ichs ist. Dieser Geist wird durch die Personifikation in demselben Vers „bewegt von innerlichem Streite" (V. 5) als eigenständige Person beschrieben, welche über das lyrische Ich bestimmt und es in seinem Handeln beeinflusst. Dies bekräftigt der nachfolgende Vers (V. 6) in dem der Geist wieder personifiziert wird („empfand“ V. 6). Zudem wird die Stärke der Gefühle des Geistes durch die Hyperbel „so sehr“ (V. 6) beschrieben. Durch die Beschreibung „diesem kurzen Leben" (V. 6) kann man davon ausgehen, dass das lyrische Ich jung ist. Die Personifikationen in dieser Strophe bewirken, dass sich das lyrische Ich von seinem Geist entfernt und die Verantwortung für sein Handeln und seine Entscheidungen abgibt. Die Verse sieben und acht bilden einen Kontrast durch die Worte „leicht“ (V. 7) und „schwer" (V. 8). Das lyrische Ich sagt aus, dass es dem Geist leichtfalle, seine Heimat zu verlassen (V. 7), es jedoch schwer sei eine neue Heimat zu finden. Die Wortwahl in Strophe drei erweckt die Aufmerksamkeit des Lesers und baut Spannung auf (,,doch“ V. 9, ,,auch“ V. 10, „wenn“ V. 11). Die Hyperbel in Vers neun ,,voller Seele" (V. 9) zeigt auf, dass es sich um einen starken Hass handeln muss. Außerdem unterscheidet das lyrische Ich an dieser Stelle zwischen dem Geist und der Seele. Weiterhin wird nicht explizit gesagt, was ,,das Schlechte" (V. 9) ist, sondern als Verallgemeinerung verwendet. Der zehnte Vers ist im Zusammenhang mit Vers neun paradox, da gesagt wird, dass derjenige verjagt wird, der ,,das Schlechte" hasst. Dies impliziert, dass man das Schlechte“ akzeptieren oder gar lieben muss, um in der Heimat einen Platz zu finden (vgl. V. 9+10), da „das Schlechte“ vom „Volk der Knechte" (V. 11) geliebt wird. Hier wird die negative Einstellung des lyrischen Ichs zu seiner Heimat deutlich. Dies wird durch die Verwendung negativ konnotierter Nomen (z. B. V. 9: ,,hasst“, „das Schlechte", V. 11: „Knechte“) verstärkt. Hier wird der Kontrast zwischen den Quartetten und den Terzetten deutlich, da in den Quartetten positive konnotierte Nomen (z. B: V. 4: „Eden“) verwendet werden. Außerdem lässt sich die Angst des lyrischen Ichs vor Ablehnung in der alten, sowie in einer neuen Heimat erkennen. In der letzten Strophe schlägt das lyrische Ich vor, das Vaterland zu verlassen (V. 12) und somit der Angst vor dem verjagt werden (vgl. V. 10f) zu entgehen, Weiterhin sei dies die beste Alternative um den, durch die Metapher „kindischen Geschlechte" (V.13) beschriebenen, unreifen Machthabern des Vaterlands (V. 13) und deren Hass und Strafen (V. 14) zu entgehen. Nach ausgiebiger Analyse bestätigt sich die anfängliche Deutungshypothese. Das lyrische Ich ist ein unruhiger Geist, welcher nicht lange an einem Ort verweilen kann, jedoch gleichzeitig Hass an jedem Ort befürchtet. Außerdem gibt es einen politischen Aspekt, da die Machthaber des Vaterlands als unreif dargestellt werden. August von Platen appelliert durch das Gedicht an den Leser, das Vaterland zu verlassen. Das Sonett ist untypisch für die Epoche der Romantik. Es lassen sich kaum romantische Motive finden. Einzig der Bezug zu Gott und die Sehnsucht nach der Weite sind typisch für die Romantik. Luca Schmidt 945 Wörter