Deutsch /

Sprachvarelitäten Abiturzusammenfassung

Sprachvarelitäten Abiturzusammenfassung

 ALLGEMEIN/ DEFINITION
-> Modifizierung oder Erweiterung der Standardsprache
○ (Standardsprache= allgemein verbindlich, einheitlich durch Re

Sprachvarelitäten Abiturzusammenfassung

user profile picture

julia

151 Followers

Teilen

Speichern

96

 

11/12/13

Lernzettel

Gliederung der Sprache; Dialekt; Soziolekt: Ethnolekt; Jugendsprache; Kiezdeutsch; Kanak Sprak

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

ALLGEMEIN/ DEFINITION -> Modifizierung oder Erweiterung der Standardsprache ○ (Standardsprache= allgemein verbindlich, einheitlich durch Regeln, hauptsächlich Nutzung im öffentlichen Raum) Sprachvarelitäten • können in allen Ebenen einer Sprache von der Standardsprache abweichen Sprache ist anpassungsfähig/Verwandelbar Gemein/Hochsprache Nichtregional/ Die überregionale Standartsprache x nähert sich langsam der Umgangssprache x eher eine geschriebene als gesprochene. Sprache x lange Entwicklung X x festgelegt in grammatischen, stilistischen und orthografischen Normen * Schließen sich langsam dem Sprachgebrauch an GLIEDERUNG DER SPRACHE Gliederung der Sprache * große geograpfische Unterschiede X was Wortschatz und Aussprache angeht. Die Hundart -Dialekte xkleinere geograpfische Variationen Die regionale Umgangssprache xalteste Form der Sprache x Aussprache und Wortschatz wechseln stark von Dialekt zu Dialekt (o. von Ort zu Ort) x begrenzle Reichweile x wird haupsächlich gesprochen x Die Aussprache enthält viele Assimilationen und Abschwächungen x Der Wortschatz ist teilweise differenzierter und konkreter x Menschen die reine Hundart ist stark zurückgegangen L>doch gewisse Renaissance der Mundarten. HOCH-/ STANDARDSPRACHE -> aus Dialekten entwickelt -> geeignet für komplexe und abstrakte Sachverhalte -> überregionale Kommunikation * zwischen Hund- und Standartsprache, x unterschiedliche Entwicklung in Teilen Deutschlands * auch die Umgangssprache wird hauptsächlich gesprochen xaberregional verständlich x weist unterschiedliche landschaftliche Züge auf bezüglich der Herkunft des Sprechers L> Intonation ↳> regionale Färbung des Aussprache L> Gebrauch von sein oder haben L> wortgeograpfische Unterschiede in Wörtern und Ausdrucken-> regionale Varianten der Gemeinsprache x Tendenz steigend vom überlandschaftlichen. Ausgleich im Wortgebrauch DIALEKT -> ein Dialekt ist eine lokale oder regionale Sprachvarelität (regional begrenzt) • kann sich auf allen Ebenen (Satzbau, Grammatik, Wortschatz,...) von Standardsprache unterscheiden • Vereinfachung der Kommunikation...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

untereinander in der Region ● • Kann die Kommunikation mit ,,Außenstehenden" erschweren • Fördert die Identitätsbindung an die Region • Verlieren immer mehr an Bedeutung und Anwendung (auch durch soziale Medien) • Menschen auf dem Land sprechen häufiger Dialekte als in der Stadt • Dialekte sprechen kann man nicht mit dem Bildungsniveau verbinden VERWENDUNG VON DIALEKTEN Pro • Tradition • Heimatgefühl • Betrifft ein Teil der Identität einer Person • Dialekt als verbindendes Element zwischen den Menschen -> Zugehörigkeit zu einer Gruppe Persönliche Bezüge, Erinnerungen usw. • Mehr Verständnis für die eigene Sprache -> zweite Sprache (innere Mehrsprachigkeit) • Verständnis für andere Sprachen wird gefördert • Dialekte sterben aus und müssen deswegen gefördert werden Contra/ Probleme • nicht salonfähig • Vorurteile Schwierigkeiten von anderen verstanden zu werden • Dialekt wird von anderen schlecht geredet und nicht akzeptiert"/ abgewertet • Andauernde Ausdrucksbeschwernis • Kommunikationsschwierigkeiten im Berufsleben/ Probleme bei der Jobsuche • Verlust der gemeinsamen Sprache (andere Grammatik usw.), durch wenig Gebrauch der Standardsprache Anpassungsschwierigkeiten • Gefahr des nicht Wechselns zwischen Standarddeutsch und Dialekt GRÜNDE FÜR DE RÜCKGANG DER DIALEKTE Kein Verständnis, nicht mal zwischen geographisch nahen Orten • Industrielles Erbe geht zurück (z. B. Bergbau) -> Vokabular • In modernen Gegenden geht der Dialekt automatisch zurück, ○ man spricht ihn überwiegend nur noch an einheimischen Orten • Viele müssen sich zwischen nur Hochdeutsch oder nur Dialekt entscheiden O ZB. durch das Berufsleben -> Sprachgebrauch einer gesellschaftlich abgegrenzten Gruppe • nicht örtlich begrenzt! • Es gibt so viele Soziolekte, wie es soziale Gruppen gibt Verwendung von bestimmten Wörter, die nur in bestimmten Gruppen verstanden wird Identifizierung & Gemeinschaftsgefühl mit sozialer Gruppe SOZIOLEKT • Durch äußere Einflüsse geprägt wie z.B. den sozialen Medien • Bereichert den Wortschatz einer Sprache FUNKTION VON SOZIOLEKTEN • Gruppenzugehörigkeit wird hervor gehoben • Hilft bei der Identitätsfindung durch die Förderung der Gruppenidentität ETHNOLEKT -> Als Ethnolekt bezeichnet man eine Sprachvarietät, die innerhalb einer Sprache von einer ethnisch ,,fremden" Gruppe verwendet wird 2. Sekundärer Ethnolekt 1. Primärer Ethnolekt ○ z.B. Türkendeutsch, da es innerhalb der Sprache Deutsch von einer „fremden" Gruppe (hier Türken) verwendet wird ○ Dient zum Unterhaltungszweck durch z.B. Comedy-Sendungen • Es ist die Art und Weise wie der primäre Ethnolekt durch die Medien verbreitet/ aufgegriffen wird 3. Tertiäre Ethnolekt ○ Fließt in den Sprachgebrauch der Sprecher-/ innen ein, der in den Medien präsentierter sekundärer Ethnolekt Direkter Sprachkontakt Primärer Ethnolekt Ethnolekt (Kiezdeutsch) Sozialer Wandel Arbeitsmigration 60er Jahre Öffnung der Gesellschaft 90er Jahre VORTEILE JUGENDSPRACHE MERKMALE • Erweiterung der Standardsprache ● Abgrenzung von Erwachsenen • Abkürzungen & Bedeutungsverschiebungen ● Anglizismen (englische Sprache) Gruppenzusammengehörigkeit wird verstärkt • Stärkt Gruppenidentität Hilft bei eigener Identitätsbildung NACHTEILE • wird nicht von allen verstanden (leicht missverstanden) Sorge, das das Standarddeutsch verlernt wird ETHNOLEKT: Sprechstil einer ethnischen Minderheit Medial vermittelt ↑ ● der gesamten Sprachgemeinschaft Sekundärer Ethnolekt Keine 1:1-Abbildung zugänglich Beeinflussung der Wahrnehmung -> Sprechweisen bzw. Sprachliche Muster und Merkmale, ○ die unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Altersstufen und unter verschiedenen Kommunikationsbedingungen verwenden oder verwendet haben Beurteilung des Ethnolekts Sprachbewusstsein der Gesellschaft Tertiärer Ethnolekt⇒ Reproduktion Funktion von Medien: → Thematisierung des Wandels Verarbeitung in Alltagskommunikation • Sondersprachliche Grußformeln ○ was geht, Alter Steigerung von Wörtern o Endsauer Metaphorische Sprechweise • Hurensohn; Spasti Elliptische Sprechweise Alltagsrassismsus? (z.B. Erkan und Stefan) • Fußhupe= kleiner Hund O • Kopf-/ Schwanzwörter ● Alk= Alkohol Usw. ... -> Sprachvariante, die vermehrt unter Jugendlichen in Wohngebieten mit einem höheren Bevölkerungsanteil an mehrsprachigen Sprechern gesprochen wird MERKMALE gilt oft als falsches, reduziertes Deutsch • Kiezdeustch wird in multiethnischen Wohngebieten gesprochen ○ Daher wird Kiezdeutsch als Sprechweise sozial schwächerer wahrgenommen o Und damit als schlechtes Deutsch abgewertet • Wird typischerweise von Jugendlichen gesprochen -> somit bekommt Kiezdeustch eine schlechte Kritik GRAMMATISCHE BESONDERHEITEN systematische Neuerungen in der Grammatik, Wortschatz und Aussprache -> z.B. aus Ich wird Isch • Neue Funktionswörter -> z. B. wie lassma und musstu KIEZDEUTSCH Zusammenziehungen -> z.B. wie ischwör Arg. gegen Kiezdeutsch • Die Mittelschichten zögern, Bewerber mit Kiezdeustch einzustellen • Eine legitime grammatische Innovation • Jugendliche gewöhnen sich schnell an die Sprache • Funktioniert bislang nur als mündliches Kontaktmedium • Jugendliche können zwischen dem Slang und dem Hochdeutsch wechseln • Eine Abkoppelung von den Normen der Standartsprache für bildungsferneren Schichten • Problematisch ist die doppelseitige Halbsprachigkeit ARGUMENTE GEGEN UND FÜR KIEZDEUTSCH • Es muss deutlich gemacht werden, dass durch eine Einführung in Schulen, im Unterricht die Normen für Hochdeutsch gelten Verwechslung des grammatischen Geschlechts Verwechslung der Präpositionen • Veränderter Satzbau ● • Neue Fremdwörter • Verkürzte Sätze • Einfluss von anderen Sprachen Kritisierte Gegenposition • Kiezdeustch sollte Teil des Grammatikunterrichtes zu werden, damit Jugendliche eher bereit wären, sich mit dem Standartdeutsch zu beschäftigen Damit Schüler korrektes Hochdeutsch lernen, sollte Kiezdeustch Teil des Unterrichts werden • Der Sprachwandel gewinnt an Fahrt . Dadurch funktioniert eine Verständigung zwischen Menschen, die kaum Deutsch sprechen • Durch eine Einführung in Schulen, sollten die Schüler sich lieber mit Hochdeutsch beschäftigen Anerkennung einer neuen Form von Zweisprachigkeit ● In Schutz nehmen von Kiezdeutsch ● ● Kiezdeutsch als wertvolle Jugendsprache ,,Urbaner Dialekt" ,,legitime grammatische Innovation" vom Rang des Standarddeutsches Kiezdeutsch soll Teil des Grammatikunterrichts werden Vielfalt und Vereinfachungen für den Ethnolekt Sprechenden Legitime grammatische Innovationen Ist ein Laboratorium, in dem stetig neue Varianten und Formen entwickelt werden Kiezdeutsch soll Teil des Grammatikunterrichts werden Verständigung zwischen Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben Anerkennung als neue Form der Zweisprachigkeit

Deutsch /

Sprachvarelitäten Abiturzusammenfassung

Sprachvarelitäten Abiturzusammenfassung

user profile picture

julia

151 Followers
 

11/12/13

Lernzettel

Dieser Inhalt ist nur in der Knowunity App verfügbar.

 ALLGEMEIN/ DEFINITION
-> Modifizierung oder Erweiterung der Standardsprache
○ (Standardsprache= allgemein verbindlich, einheitlich durch Re

App öffnen

Gliederung der Sprache; Dialekt; Soziolekt: Ethnolekt; Jugendsprache; Kiezdeutsch; Kanak Sprak

Ähnliche Knows

user profile picture

1

Soziolekte Dialekte

Know Soziolekte Dialekte  thumbnail

5

 

13

L

5

Sprachwandel, Sprachvarietäten

Know Sprachwandel, Sprachvarietäten thumbnail

91

 

11/12

user profile picture

2

Erhöht der ausschließlich normgerechte Gebrauch von Standardsprache die Zukunftchance von Jugendlichen

Know Erhöht der ausschließlich normgerechte Gebrauch von Standardsprache die Zukunftchance von Jugendlichen  thumbnail

24

 

11/12/13

user profile picture

1

Sprachvarietäten

Know Sprachvarietäten thumbnail

249

 

11/12/10

ALLGEMEIN/ DEFINITION -> Modifizierung oder Erweiterung der Standardsprache ○ (Standardsprache= allgemein verbindlich, einheitlich durch Regeln, hauptsächlich Nutzung im öffentlichen Raum) Sprachvarelitäten • können in allen Ebenen einer Sprache von der Standardsprache abweichen Sprache ist anpassungsfähig/Verwandelbar Gemein/Hochsprache Nichtregional/ Die überregionale Standartsprache x nähert sich langsam der Umgangssprache x eher eine geschriebene als gesprochene. Sprache x lange Entwicklung X x festgelegt in grammatischen, stilistischen und orthografischen Normen * Schließen sich langsam dem Sprachgebrauch an GLIEDERUNG DER SPRACHE Gliederung der Sprache * große geograpfische Unterschiede X was Wortschatz und Aussprache angeht. Die Hundart -Dialekte xkleinere geograpfische Variationen Die regionale Umgangssprache xalteste Form der Sprache x Aussprache und Wortschatz wechseln stark von Dialekt zu Dialekt (o. von Ort zu Ort) x begrenzle Reichweile x wird haupsächlich gesprochen x Die Aussprache enthält viele Assimilationen und Abschwächungen x Der Wortschatz ist teilweise differenzierter und konkreter x Menschen die reine Hundart ist stark zurückgegangen L>doch gewisse Renaissance der Mundarten. HOCH-/ STANDARDSPRACHE -> aus Dialekten entwickelt -> geeignet für komplexe und abstrakte Sachverhalte -> überregionale Kommunikation * zwischen Hund- und Standartsprache, x unterschiedliche Entwicklung in Teilen Deutschlands * auch die Umgangssprache wird hauptsächlich gesprochen xaberregional verständlich x weist unterschiedliche landschaftliche Züge auf bezüglich der Herkunft des Sprechers L> Intonation ↳> regionale Färbung des Aussprache L> Gebrauch von sein oder haben L> wortgeograpfische Unterschiede in Wörtern und Ausdrucken-> regionale Varianten der Gemeinsprache x Tendenz steigend vom überlandschaftlichen. Ausgleich im Wortgebrauch DIALEKT -> ein Dialekt ist eine lokale oder regionale Sprachvarelität (regional begrenzt) • kann sich auf allen Ebenen (Satzbau, Grammatik, Wortschatz,...) von Standardsprache unterscheiden • Vereinfachung der Kommunikation...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

untereinander in der Region ● • Kann die Kommunikation mit ,,Außenstehenden" erschweren • Fördert die Identitätsbindung an die Region • Verlieren immer mehr an Bedeutung und Anwendung (auch durch soziale Medien) • Menschen auf dem Land sprechen häufiger Dialekte als in der Stadt • Dialekte sprechen kann man nicht mit dem Bildungsniveau verbinden VERWENDUNG VON DIALEKTEN Pro • Tradition • Heimatgefühl • Betrifft ein Teil der Identität einer Person • Dialekt als verbindendes Element zwischen den Menschen -> Zugehörigkeit zu einer Gruppe Persönliche Bezüge, Erinnerungen usw. • Mehr Verständnis für die eigene Sprache -> zweite Sprache (innere Mehrsprachigkeit) • Verständnis für andere Sprachen wird gefördert • Dialekte sterben aus und müssen deswegen gefördert werden Contra/ Probleme • nicht salonfähig • Vorurteile Schwierigkeiten von anderen verstanden zu werden • Dialekt wird von anderen schlecht geredet und nicht akzeptiert"/ abgewertet • Andauernde Ausdrucksbeschwernis • Kommunikationsschwierigkeiten im Berufsleben/ Probleme bei der Jobsuche • Verlust der gemeinsamen Sprache (andere Grammatik usw.), durch wenig Gebrauch der Standardsprache Anpassungsschwierigkeiten • Gefahr des nicht Wechselns zwischen Standarddeutsch und Dialekt GRÜNDE FÜR DE RÜCKGANG DER DIALEKTE Kein Verständnis, nicht mal zwischen geographisch nahen Orten • Industrielles Erbe geht zurück (z. B. Bergbau) -> Vokabular • In modernen Gegenden geht der Dialekt automatisch zurück, ○ man spricht ihn überwiegend nur noch an einheimischen Orten • Viele müssen sich zwischen nur Hochdeutsch oder nur Dialekt entscheiden O ZB. durch das Berufsleben -> Sprachgebrauch einer gesellschaftlich abgegrenzten Gruppe • nicht örtlich begrenzt! • Es gibt so viele Soziolekte, wie es soziale Gruppen gibt Verwendung von bestimmten Wörter, die nur in bestimmten Gruppen verstanden wird Identifizierung & Gemeinschaftsgefühl mit sozialer Gruppe SOZIOLEKT • Durch äußere Einflüsse geprägt wie z.B. den sozialen Medien • Bereichert den Wortschatz einer Sprache FUNKTION VON SOZIOLEKTEN • Gruppenzugehörigkeit wird hervor gehoben • Hilft bei der Identitätsfindung durch die Förderung der Gruppenidentität ETHNOLEKT -> Als Ethnolekt bezeichnet man eine Sprachvarietät, die innerhalb einer Sprache von einer ethnisch ,,fremden" Gruppe verwendet wird 2. Sekundärer Ethnolekt 1. Primärer Ethnolekt ○ z.B. Türkendeutsch, da es innerhalb der Sprache Deutsch von einer „fremden" Gruppe (hier Türken) verwendet wird ○ Dient zum Unterhaltungszweck durch z.B. Comedy-Sendungen • Es ist die Art und Weise wie der primäre Ethnolekt durch die Medien verbreitet/ aufgegriffen wird 3. Tertiäre Ethnolekt ○ Fließt in den Sprachgebrauch der Sprecher-/ innen ein, der in den Medien präsentierter sekundärer Ethnolekt Direkter Sprachkontakt Primärer Ethnolekt Ethnolekt (Kiezdeutsch) Sozialer Wandel Arbeitsmigration 60er Jahre Öffnung der Gesellschaft 90er Jahre VORTEILE JUGENDSPRACHE MERKMALE • Erweiterung der Standardsprache ● Abgrenzung von Erwachsenen • Abkürzungen & Bedeutungsverschiebungen ● Anglizismen (englische Sprache) Gruppenzusammengehörigkeit wird verstärkt • Stärkt Gruppenidentität Hilft bei eigener Identitätsbildung NACHTEILE • wird nicht von allen verstanden (leicht missverstanden) Sorge, das das Standarddeutsch verlernt wird ETHNOLEKT: Sprechstil einer ethnischen Minderheit Medial vermittelt ↑ ● der gesamten Sprachgemeinschaft Sekundärer Ethnolekt Keine 1:1-Abbildung zugänglich Beeinflussung der Wahrnehmung -> Sprechweisen bzw. Sprachliche Muster und Merkmale, ○ die unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Altersstufen und unter verschiedenen Kommunikationsbedingungen verwenden oder verwendet haben Beurteilung des Ethnolekts Sprachbewusstsein der Gesellschaft Tertiärer Ethnolekt⇒ Reproduktion Funktion von Medien: → Thematisierung des Wandels Verarbeitung in Alltagskommunikation • Sondersprachliche Grußformeln ○ was geht, Alter Steigerung von Wörtern o Endsauer Metaphorische Sprechweise • Hurensohn; Spasti Elliptische Sprechweise Alltagsrassismsus? (z.B. Erkan und Stefan) • Fußhupe= kleiner Hund O • Kopf-/ Schwanzwörter ● Alk= Alkohol Usw. ... -> Sprachvariante, die vermehrt unter Jugendlichen in Wohngebieten mit einem höheren Bevölkerungsanteil an mehrsprachigen Sprechern gesprochen wird MERKMALE gilt oft als falsches, reduziertes Deutsch • Kiezdeustch wird in multiethnischen Wohngebieten gesprochen ○ Daher wird Kiezdeutsch als Sprechweise sozial schwächerer wahrgenommen o Und damit als schlechtes Deutsch abgewertet • Wird typischerweise von Jugendlichen gesprochen -> somit bekommt Kiezdeustch eine schlechte Kritik GRAMMATISCHE BESONDERHEITEN systematische Neuerungen in der Grammatik, Wortschatz und Aussprache -> z.B. aus Ich wird Isch • Neue Funktionswörter -> z. B. wie lassma und musstu KIEZDEUTSCH Zusammenziehungen -> z.B. wie ischwör Arg. gegen Kiezdeutsch • Die Mittelschichten zögern, Bewerber mit Kiezdeustch einzustellen • Eine legitime grammatische Innovation • Jugendliche gewöhnen sich schnell an die Sprache • Funktioniert bislang nur als mündliches Kontaktmedium • Jugendliche können zwischen dem Slang und dem Hochdeutsch wechseln • Eine Abkoppelung von den Normen der Standartsprache für bildungsferneren Schichten • Problematisch ist die doppelseitige Halbsprachigkeit ARGUMENTE GEGEN UND FÜR KIEZDEUTSCH • Es muss deutlich gemacht werden, dass durch eine Einführung in Schulen, im Unterricht die Normen für Hochdeutsch gelten Verwechslung des grammatischen Geschlechts Verwechslung der Präpositionen • Veränderter Satzbau ● • Neue Fremdwörter • Verkürzte Sätze • Einfluss von anderen Sprachen Kritisierte Gegenposition • Kiezdeustch sollte Teil des Grammatikunterrichtes zu werden, damit Jugendliche eher bereit wären, sich mit dem Standartdeutsch zu beschäftigen Damit Schüler korrektes Hochdeutsch lernen, sollte Kiezdeustch Teil des Unterrichts werden • Der Sprachwandel gewinnt an Fahrt . Dadurch funktioniert eine Verständigung zwischen Menschen, die kaum Deutsch sprechen • Durch eine Einführung in Schulen, sollten die Schüler sich lieber mit Hochdeutsch beschäftigen Anerkennung einer neuen Form von Zweisprachigkeit ● In Schutz nehmen von Kiezdeutsch ● ● Kiezdeutsch als wertvolle Jugendsprache ,,Urbaner Dialekt" ,,legitime grammatische Innovation" vom Rang des Standarddeutsches Kiezdeutsch soll Teil des Grammatikunterrichts werden Vielfalt und Vereinfachungen für den Ethnolekt Sprechenden Legitime grammatische Innovationen Ist ein Laboratorium, in dem stetig neue Varianten und Formen entwickelt werden Kiezdeutsch soll Teil des Grammatikunterrichts werden Verständigung zwischen Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben Anerkennung als neue Form der Zweisprachigkeit