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Jahre 1928-32

Jahre 1928-32

 Weltwirtschaftskrise 1929
• Zusammenbruch New Yorker Börse im Oktober 1929 (,,Schwarzer Freitag")
>> Kündigung der kurzfristigen ausländisc

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Charlotte Fischer

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Weltwirtschaftskrise 1929 • Zusammenbruch New Yorker Börse im Oktober 1929 (,,Schwarzer Freitag") >> Kündigung der kurzfristigen ausländischen Kredite (diese unterstützten insbesondere Wirtschaft in Europa >> Zusammenbruch vieler Banken und Unternehmen >> Entwicklung der Finanzkrise in USA zu globaler Krise aufgrund der Globalisierung Auswirkungen in Weimarer Republik >> ansteigende Arbeitslosigkeit. >> steigende Staatsschulden (Arbeitslosenversicherung konnte Zahlungen für Arbeitslose nicht aufbringen) >> innenpolitische Instabilität (Regierungskoalition zerbrach im März 1930 wegen Streit um Young-Plan und Arbeitslosenversicherung) Weltwirtschaftskrise 1929 – Beginn des Scheiterns der Weimarer Republik?! >> 27.03.1930: Auflösung der republiknahen ,,Großen Koalition" (SPD, Zentrum, DDP und DVP) >> letzte parlamentarische Mehrheit der Weimarer Republik -> Zeit der Präsidialkabinette begann ab April 1930: April 1930 Mai 1932: Kabinett Brüning Juni 1932 Dezember 1932: Kabinett Papen • Dezember 1932 - Januar 1933: Kabinett Schleicher ● ● • 1931: Bündnis zwischen NSDAP und DNVP zur Harzburger Front >> Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten gegen das zweite Kabinett Brüning Radikalisierung de politischen Klimas durch ansteigende soziale Not, hervorgerufen durch Weltwirtschaftskrise >> u.a. durch NSDAP und KPD >> militanter Straßenterror durch SA und Roten Frontkämpferbund April 1932: Verbot der SA (,,Sturmabteilung ,,) (SA: 400.000 Mitglieder) >> dadurch keine Verhinderung des militanten Straßenterrors weitere Wahlerfolge der KPD (u.a. Hamburg) und NSDAP (u.a. Hessen, Mecklenburg-Schwerin) auf Länderebene bis 1932 . ● Art. 54 (Weimarer Verfassung) • sowohl der Reichskanzler, als auch die Reichsminister müssen zurücktreten, wenn der Reichstag ihnen das Vertrauen entzieht Eine Menschenmenge versammelt sich nach dem Börsencrash von 1929...

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an der Wall Street Reichsregierung Funktion Präsidialkabinette bringt umstrittene Gesetzesvorlage im Reichstag ein Internationaler Finanzkreislauf 1924-1931/32 6 regiert bis zur Neuwahl 60 Tage praktisch unkontrolliert mit Notverordnung USA Kriegsschulden Reichstag 2 lehnt Gesetzesvorlage ab 4 verlangt gemäß Art. 54 die Aufhebung der Notverordnung Kredite (10,3 Mrd. RM langfristig 10,3 Mrd. RM kurzfristig) Alliierte Staat April 1930 Mai 1932: Kabinett Brüning • Wahlerfolge der NSDAP bereits ab Dezember 1929 (Thüringen) auf Länderebene Deflationspolitik Brünings->Löhne und Preise wurden gesenkt, um deutsche Produkte auf dem Weltmarkt billiger zu machen und den Export anzukurbeln • Deflation => Wertsteigerung des Geldes Wenn Preisniveau sinkt -> Güter werden günstiger • Tolerierungspolitik der SPD >> Gefahr der erneuten Reichstagsauflösung - und Neuwahl mit dem Ausgang einer starken NSDAP und Hitler als Reichskanzler >> Tolerieren von Brüning als Reichskanzler der SPD, um weitere Reichstagsauflösungen zu vermeiden >> zusammen mit anderen Parteien (wie Zentrum, DDP, DVP, etc.) sorgte die SPD dafür, dass Regierung Brünings bei Abstimmungen keine Niederlage erlitt • Bilanz: Reichspräsident 3 erlässt auf Wunsch der Regierung die Gesetzesvorlage als Notverordnung nach Art. 48 >> Reichstag verlor faktisch nicht nur seine demokratische Kontrollfunktion gegenüber der Regierung, sondern wurde als Zentrum der Gesetzgebung zunehmend funktionslos 5 löst nach Art. 25 den Reichstag auf, setzt Notverordnung wieder in Kraft Deutschland >> Regierung über Notverordnung führte zu immer seltener Zusammenkunft des Reichstages >> Ansehen des Parlamentarismus schwand >> Aushöhlung des Parlamentarismus erleichterte Errichtung der Diktatur Hitlers deutsche Banken langfristige Kredite Staats- haushalt Reparationen (insgesamt: 132 Mrd. Geldmark, geleistet bis 1932: 20,781 Mrd.) Maßnahmen Reduzierung der Staats- ausgaben, Kürzung von Löhnen, Zurückführung des Preisniveaus (Deflation) Wirtschaft Steuern Versuch der Weiterzahlung der Reparationen, Verzicht auf Abwertung der Mark, Appell an Regierungen auf Moratorium Ziele Die Sparmaßnahmen der Regierung Brüning - Ziele und Folgen (Deflationspolitik) 13.09.21 Gesundung der Wirtschaft im Sinne der klassischen Wirtschaftstheorie. Ende der Reparations- verpflichtungen, auch durch Inkaufnahme eines zu hohen Markkurses Folgen Verschärfung der Krise in Deutschland auch durch Abzug von ausländischen. Krediten, steigende Arbeitslosigkeit Bewusste Verschärfung der Krise in Deutschland, Ende der Reparationszahlungen (Hoover-Moratorium) Moratorium: Übereinkunft zwischen Gläubiger und Schuldner, den Schuldendienst vorläufig zu unterlassen oder aufzuschieben. Aufstieg der NSDAP zur Massenbewegung Straffe Organisation der Partei, paramilitärische Verbände (SA, SS) Finanzielle Millionenunterstützung durch viele Industrielle und Bankiers (z.B. Kirrdorf, Flick, Vögler, Schacht, Thyssen)/ Aufstieg der NSDAP Demagogische Versprechungen „Brechung der Zinsknechtschaft" Gemeinnutz vor Eigennutz!" Gegen raffendes Kapital!" „Enteignung von Warenhäusem!" Anwachsen sozialer Not u. Arbeitslosigkeit (Weltwirtschaftskrise) 1928 2,6% 1930 18,3% Juni 1932 37,4% Uneinigkeit der politischen Linken (SPD/Parlamentarisches System <-> KPD/Rätesystem) Unterschätzung der faschistischen Gefahr Ängste vor kommunistischem System, besonders in den Mittelschichten Nationalistische und antisemitische Traditionen. in der Gesellschaft, Angst vor Überfremdung" Antirepublikanische Haltung großer Teile der Beamten, Richter, Polizei, Reichswehr und der Eliten • Weltwirtschaftskrise 1929 -> wirtschaftliche und soziale Not der Bevölkerung .. Kampagne gegen Young-Plan 1929/30 -> gescheiterter Volksentscheid gegen den Young-Plan -> trotzdem: Steigerung der Popularität von Hitler und der NSDAP Unterstützung durch konservative Presse (Alfred Hugenberg/DNVP ● • Präsidialkabinette 1930-1932 Deflationspolitik Brünings 1930-1932 >> Tolerierungspolitik der SPD • finanzielle Unterstützung der NSDAP durch Industrielle und Bankiers • Propaganda (u.a. moderner Wahlkampf Hitlers mit Luftschiffen und Flugzeugen, massenwirksame Großveranstaltungen) -> demagogische Versprechen („Austritt aus Versailler Vertrag", ,,keine Arbeitslosigkeit"). • Rolle Hindenburgs und dessen Notverordnungspolitik (Art. 48 der Weimarer Verfassung) • 1931: Bündnis zwischen NSDAP und DNVP zur Harzburger Front -> Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten gegen das zweite Kabinett Brüning • keine parlamentarische Mehrheit für republiktragende Parteien Unterschätzung der Gefahr der radikalen Parteien -> kein Aufruf zum Generalstreik etc. • antirepublikanische Haltung der Bevölkerung (Beamte, Richter, usw.) • Dolchstoßlegende ● • Agitation gegenüber dem Versailler Vertrag 0-1720 0-1720 111 Der Mann aus dem Volk - von den HITLER Deutschland th Anhängern zum ,,Führer" stilisiert. Hitler umringt von SA- Männern und Publikum. Foto von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann, München 1930. 06.09.21 Fotomontage zu Hitlers erster Reichstagswahlversammlung im Juli 1930, Illustrierter Beobachter", Folge 32, 1930. Hitler über Deutschland. Propaganda für den einschwebenden ,,Messias", der im Wahljahr 1932 seine 148 Massenkundgebungen nur mittels Flugzeug bewerkstelligen konnte. Buchcover von 1932. Juni 1932 - Dezember 1932: Kabinett Papen • Wiederwahl Hindenburgs zum Reichstagspräsidenten im April 1932 Rücktritt Brünings am 01.Juni 1932 >> wirtschaftliche Erholung begann, Vertrauen in Republik aber erschüttert Berufung Franz von Papen zum neuen Reichskanzler (von Papen: ehemaliger Generalstabsoffizier ● ● >> ,,Kabinett der nationalen Konzentration" bestand im Wesentlichen aus parteilosen konservativen Beamten ohne politisches Mandat, darunter 7 Adlige (,,Kabinett der Barone"). >> neuer Reichswehrminister: General Kurt von Schleicher Kabinett allein von DNVP unterstützt Auflösung des Reichstages und Aufhebung des Verbotes der SA >> Ziel der Tolerierung des Kabinetts von Papens durch NSDAP Neuwahlen im Juli 1932 ● • ,,Preußenschlag" in Thüringen (20. Juni 1932) >> Absetzung der Minderheitsregierung in Thüringen (SPD, Zentrum, DDP), die durch Gewinne der NSDAP und KPD bei Landtagswahl keine Mehrheit besaßen, durch Hindenburg mithilfe Art. 48 >> Franz von Papen neuer Reichskommissar in Preußen (Preußen: größtes Bundesland in Weimarer Republik) • NSDAP: Gewinner der Reichstagswahl vom. 31.07.1932 >> Aufgabe der Tolerierungspolitik der SPD >> erneute Neuwahlen im November 1932 >> NSDAP erneut stärkste Kraft, aber mit leichten Stimmverlusten ● • Ziel Papens: autoritäres Präsidialkabinett ohne Mitwirkung des Reichstages = Verfassungsbruch - >> Absetzung vom Papens durch Hindenburg Dezember 1932 - Januar 1933: Kabinett Schleicher • nur von kurzer Dauer Überzeugung Hindenburgs durch Industrielle und Großgrundbesitzer Hitler zum Reichskanzler zu ernennen Bildung eines Kabinetts mit ausschließlich Erzkonservativen, die Mehrheit besaßen und NSDAP ,,zähmen" sollten 30.01.1933: Ernennung Hitlers zum Reichskanzler >> Scheitern des „Zähmungskonzepts" ● ● Das Zähmungskonzept – „Wir haben Hitler engagiert Das ,,Kabinett der Nationalen Konzentration", (v.l.n.r.): Arbeitsminister Franz Seldte (Stahlhelm), Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung Günther Gereke (DNVP), Finanzminister Johann Graf Schwerin von Krosigk (parteilos), Innenminister Wilhelm Frick (NSDAP), Reichswehrminister Werner von Blomberg (parteilos), Wirtschaftsminister (Alfred Hugenberg (DNVP), sitzend: Reichsminister ohne Geschäftsbereich sowie Reichskommissar für das preußische Innenministerium Hermann Göring (NSDAP), Reichskanzler Adolf Hitler (NSDAP) und der Stellvertreter des Reichskanzler Franz von Papen (parteilos)

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RM kurzfristig) Alliierte Staat April 1930 Mai 1932: Kabinett Brüning • Wahlerfolge der NSDAP bereits ab Dezember 1929 (Thüringen) auf Länderebene Deflationspolitik Brünings->Löhne und Preise wurden gesenkt, um deutsche Produkte auf dem Weltmarkt billiger zu machen und den Export anzukurbeln • Deflation => Wertsteigerung des Geldes Wenn Preisniveau sinkt -> Güter werden günstiger • Tolerierungspolitik der SPD >> Gefahr der erneuten Reichstagsauflösung - und Neuwahl mit dem Ausgang einer starken NSDAP und Hitler als Reichskanzler >> Tolerieren von Brüning als Reichskanzler der SPD, um weitere Reichstagsauflösungen zu vermeiden >> zusammen mit anderen Parteien (wie Zentrum, DDP, DVP, etc.) sorgte die SPD dafür, dass Regierung Brünings bei Abstimmungen keine Niederlage erlitt • Bilanz: Reichspräsident 3 erlässt auf Wunsch der Regierung die Gesetzesvorlage als Notverordnung nach Art. 48 >> Reichstag verlor faktisch nicht nur seine demokratische Kontrollfunktion gegenüber der Regierung, sondern wurde als Zentrum der Gesetzgebung zunehmend funktionslos 5 löst nach Art. 25 den Reichstag auf, setzt Notverordnung wieder in Kraft Deutschland >> Regierung über Notverordnung führte zu immer seltener Zusammenkunft des Reichstages >> Ansehen des Parlamentarismus schwand >> Aushöhlung des Parlamentarismus erleichterte Errichtung der Diktatur Hitlers deutsche Banken langfristige Kredite Staats- haushalt Reparationen (insgesamt: 132 Mrd. Geldmark, geleistet bis 1932: 20,781 Mrd.) Maßnahmen Reduzierung der Staats- ausgaben, Kürzung von Löhnen, Zurückführung des Preisniveaus (Deflation) Wirtschaft Steuern Versuch der Weiterzahlung der Reparationen, Verzicht auf Abwertung der Mark, Appell an Regierungen auf Moratorium Ziele Die Sparmaßnahmen der Regierung Brüning - Ziele und Folgen (Deflationspolitik) 13.09.21 Gesundung der Wirtschaft im Sinne der klassischen Wirtschaftstheorie. Ende der Reparations- verpflichtungen, auch durch Inkaufnahme eines zu hohen Markkurses Folgen Verschärfung der Krise in Deutschland auch durch Abzug von ausländischen. Krediten, steigende Arbeitslosigkeit Bewusste Verschärfung der Krise in Deutschland, Ende der Reparationszahlungen (Hoover-Moratorium) Moratorium: Übereinkunft zwischen Gläubiger und Schuldner, den Schuldendienst vorläufig zu unterlassen oder aufzuschieben. Aufstieg der NSDAP zur Massenbewegung Straffe Organisation der Partei, paramilitärische Verbände (SA, SS) Finanzielle Millionenunterstützung durch viele Industrielle und Bankiers (z.B. Kirrdorf, Flick, Vögler, Schacht, Thyssen)/ Aufstieg der NSDAP Demagogische Versprechungen „Brechung der Zinsknechtschaft" Gemeinnutz vor Eigennutz!" Gegen raffendes Kapital!" „Enteignung von Warenhäusem!" Anwachsen sozialer Not u. Arbeitslosigkeit (Weltwirtschaftskrise) 1928 2,6% 1930 18,3% Juni 1932 37,4% Uneinigkeit der politischen Linken (SPD/Parlamentarisches System <-> KPD/Rätesystem) Unterschätzung der faschistischen Gefahr Ängste vor kommunistischem System, besonders in den Mittelschichten Nationalistische und antisemitische Traditionen. in der Gesellschaft, Angst vor Überfremdung" Antirepublikanische Haltung großer Teile der Beamten, Richter, Polizei, Reichswehr und der Eliten • Weltwirtschaftskrise 1929 -> wirtschaftliche und soziale Not der Bevölkerung .. Kampagne gegen Young-Plan 1929/30 -> gescheiterter Volksentscheid gegen den Young-Plan -> trotzdem: Steigerung der Popularität von Hitler und der NSDAP Unterstützung durch konservative Presse (Alfred Hugenberg/DNVP ● • Präsidialkabinette 1930-1932 Deflationspolitik Brünings 1930-1932 >> Tolerierungspolitik der SPD • finanzielle Unterstützung der NSDAP durch Industrielle und Bankiers • Propaganda (u.a. moderner Wahlkampf Hitlers mit Luftschiffen und Flugzeugen, massenwirksame Großveranstaltungen) -> demagogische Versprechen („Austritt aus Versailler Vertrag", ,,keine Arbeitslosigkeit"). • Rolle Hindenburgs und dessen Notverordnungspolitik (Art. 48 der Weimarer Verfassung) • 1931: Bündnis zwischen NSDAP und DNVP zur Harzburger Front -> Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten gegen das zweite Kabinett Brüning • keine parlamentarische Mehrheit für republiktragende Parteien Unterschätzung der Gefahr der radikalen Parteien -> kein Aufruf zum Generalstreik etc. • antirepublikanische Haltung der Bevölkerung (Beamte, Richter, usw.) • Dolchstoßlegende ● • Agitation gegenüber dem Versailler Vertrag 0-1720 0-1720 111 Der Mann aus dem Volk - von den HITLER Deutschland th Anhängern zum ,,Führer" stilisiert. 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Juni 1932 - Dezember 1932: Kabinett Papen • Wiederwahl Hindenburgs zum Reichstagspräsidenten im April 1932 Rücktritt Brünings am 01.Juni 1932 >> wirtschaftliche Erholung begann, Vertrauen in Republik aber erschüttert Berufung Franz von Papen zum neuen Reichskanzler (von Papen: ehemaliger Generalstabsoffizier ● ● >> ,,Kabinett der nationalen Konzentration" bestand im Wesentlichen aus parteilosen konservativen Beamten ohne politisches Mandat, darunter 7 Adlige (,,Kabinett der Barone"). >> neuer Reichswehrminister: General Kurt von Schleicher Kabinett allein von DNVP unterstützt Auflösung des Reichstages und Aufhebung des Verbotes der SA >> Ziel der Tolerierung des Kabinetts von Papens durch NSDAP Neuwahlen im Juli 1932 ● • ,,Preußenschlag" in Thüringen (20. Juni 1932) >> Absetzung der Minderheitsregierung in Thüringen (SPD, Zentrum, DDP), die durch Gewinne der NSDAP und KPD bei Landtagswahl keine Mehrheit besaßen, durch Hindenburg mithilfe Art. 48 >> Franz von Papen neuer Reichskommissar in Preußen (Preußen: größtes Bundesland in Weimarer Republik) • NSDAP: Gewinner der Reichstagswahl vom. 31.07.1932 >> Aufgabe der Tolerierungspolitik der SPD >> erneute Neuwahlen im November 1932 >> NSDAP erneut stärkste Kraft, aber mit leichten Stimmverlusten ● • Ziel Papens: autoritäres Präsidialkabinett ohne Mitwirkung des Reichstages = Verfassungsbruch - >> Absetzung vom Papens durch Hindenburg Dezember 1932 - Januar 1933: Kabinett Schleicher • nur von kurzer Dauer Überzeugung Hindenburgs durch Industrielle und Großgrundbesitzer Hitler zum Reichskanzler zu ernennen Bildung eines Kabinetts mit ausschließlich Erzkonservativen, die Mehrheit besaßen und NSDAP ,,zähmen" sollten 30.01.1933: Ernennung Hitlers zum Reichskanzler >> Scheitern des „Zähmungskonzepts" ● ● Das Zähmungskonzept – „Wir haben Hitler engagiert Das ,,Kabinett der Nationalen Konzentration", (v.l.n.r.): Arbeitsminister Franz Seldte (Stahlhelm), Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung Günther Gereke (DNVP), Finanzminister Johann Graf Schwerin von Krosigk (parteilos), Innenminister Wilhelm Frick (NSDAP), Reichswehrminister Werner von Blomberg (parteilos), Wirtschaftsminister (Alfred Hugenberg (DNVP), sitzend: Reichsminister ohne Geschäftsbereich sowie Reichskommissar für das preußische Innenministerium Hermann Göring (NSDAP), Reichskanzler Adolf Hitler (NSDAP) und der Stellvertreter des Reichskanzler Franz von Papen (parteilos)