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Wilhelm Heitmeyer

Wilhelm Heitmeyer

 Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld mit dem Schwerpunkt
Sozialisation, spezialisiert auf Forschungen zu Gewal

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Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld mit dem Schwerpunkt Sozialisation, spezialisiert auf Forschungen zu Gewalt 1996 - 2013: Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld Wilhelm Heitmeyer (1945) ,,Der sozialpsychologische Desintegrationsansatz“ Die Theorie von Heitmeyer ist die Theorie sozialer Desintegration, um Gewalt, Rechtsextremismus und ethnisch-kulturelle Konflikte zu erklären Kerngedanke Heitmeyer begründet Gewaltentstehung durch gesellschaftliche Prozesse. Er geht davon aus, dass es Lebensbedingungen gibt, die die Gewaltbereitschaft strukturell erhöhen -> er entwickelte das Desintegrations-Verunsicherungs- Gewalt-Konzept Individualisierung bedeutet bei ihm, dass sich das Individuum aus seinen vorgegeben Fixierungen löst, seine eigene Biografie schafft und somit sein eigener Gestalter wird Den Prozess der Individualisierung beeinflussen unsere Marktgesellschaft mit seinen Konsumgütern, Medien, die Berufswahl und die Bildung ➜ Dadurch können Entscheidungszwänge und Entscheidungsfreiheiten entstehen und somit auch Entscheidungsdruck (Ambivalenz) ● ● Entscheidungsdruck -> muss Individuum individuell für sich bewältigen Wenn dies nicht gelingt, kommt es zur Desintegration, die Schattenseite der Individualisierung Die drei verschiedenen Desintegrationspotentiale 1. Desintegrationspotential „Auflösung oder Gefährdung von sozialen Beziehungen und Vergemeinschaftungsformen" Auflösen von traditionellen Familie Strukturen (Instabilität der Familie) Rapide Veränderungen in der Familienkonstellation weniger Interaktion mit Geschwistern und familiäre Krisen Vergleiche mit Gleichaltrigen Konkurrenzkampf, Anforderungen der Gesellschaft, Bindungsängste ● Emotionale Desintegration Fehlende Anerkennung 2. Desintegrationspotential „Auflösung oder Gefährdung der Werte und Normen" Traditionen gehen verloren -> Unsicherheit Individuum ist Kritik ausgesetzt -> Werte und Normen individueller ausrichten ● Individuen sind mit ihren Problemen alleine -> Probleme werden immer individueller 3. Desintegrationspotential „Auflösung oder...

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Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen“ Individuen werden unsicherer in ihrer Wahl werden (z.B. Politik) mangelnde Teilnahme an gesellschaftlichen Institutionen Es kann zu Probleme im späteren Leben kommen (kein Ausbildungsplatz) Verunsicherung Wann tritt Verunsicherung auf? ● ● stimulierende Verunsicherung paralysierende Verunsicherung das Individuum fühlt sich gelähmt und glaubt dass Problem nicht lösen zu können kann zu hilflosen und sinnlosen Handlung führen überwältigende Verunsicherung Auslöser für Gewalt ● Ursachen für Gewalt Gewalt entsteht dann, wenn Desintegrationserfahrungen mit anderen Faktoren vermittelt werden, z.B. das Gefühl der Nicht-Anerkennung, der Orientierungslosigkeit, der Machtlosigkeit, der Benachteiligung etc. ● ● Unlösbarkeit, Versagen Unberechenbarkeit bei zukünftigen Ereignissen & Anforderungen Diskrepanz zwischen Selbstwert & Erwartungen Unerklärbarkeit, z.B. für Ausgrenzung ● Die vier Formen von Gewalt (bei einer negativen Individualisierung) Als mögliches Resultat dieser Verunsicherung kann dann die letztendliche Gewalt auftreten die expressive / personale Gewalt Ziel: Aufmerksamkeit und Anerkennung das Individuum versucht das Problem konstruktiv zu lösen aktiver und konstruktiver Umgang mit dem Problem ● ● die instrumentelle / strukturelle Gewalt Gewalt als Mittel zum Zweck Bewusste Gewalt um eine bessere Position in der Gruppe zu erlangen ● Schlägerei, Folter, Raubüberfall ● hohes Maße von Integration auf einer Ebene kann Desintegrationserfahrungen auf anderen Ebene kompensieren, eine Kopplung von Desntegrationserfahrungen auf mehreren Ebenen verstärkt Wahrscheinlichkeit dysfunktionaler Problemverarbeitung Zunahme von Desintegrations- & Verunsicherungspotenzialen Gewalterfahrungen -> Gewalt als Lösung von Problemen ● Individuum möchte seine Einzigartigkeit darstellen Mobbing, Amoklauf, Schlägerei, Messerattacke Gegen ein beliebiges Opfer, um Aufmerksamkeit zu erlangen (unkalkulierbar) die regressive Gewalt Sündenbock für eigene Unzufriedenheit gegen Minderheiten Gegen ein gezieltes Opfer mit geplanten Folgen, zur Problemlösung genutzt Zielt auf Vorteile Einzelner (kalkulierbar) politische Motive gegen Minderheiten Rassismus, Nationalsozialismus, Krieg, Schlachten Gegen nationale, ethnische Kategorien, um Desintegrationspotenziale aufzulösen Zielt auf Abgrenzung, Ausgrenzung von Gruppen die autoaggressive Gewalt Gewalt gegen sich selbst, Selbstverletzung Gewalt die gegen sich selbst gerichtet ist (wenn es keinen anderen Ausweg gibt) Ritzen, Selbstmord, Essstörungen, Drogen, Nägelkauen Zielt auf Zerstörung der eigenen Unversehrtheit

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Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld mit dem Schwerpunkt Sozialisation, spezialisiert auf Forschungen zu Gewalt 1996 - 2013: Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld Wilhelm Heitmeyer (1945) ,,Der sozialpsychologische Desintegrationsansatz“ Die Theorie von Heitmeyer ist die Theorie sozialer Desintegration, um Gewalt, Rechtsextremismus und ethnisch-kulturelle Konflikte zu erklären Kerngedanke Heitmeyer begründet Gewaltentstehung durch gesellschaftliche Prozesse. Er geht davon aus, dass es Lebensbedingungen gibt, die die Gewaltbereitschaft strukturell erhöhen -> er entwickelte das Desintegrations-Verunsicherungs- Gewalt-Konzept Individualisierung bedeutet bei ihm, dass sich das Individuum aus seinen vorgegeben Fixierungen löst, seine eigene Biografie schafft und somit sein eigener Gestalter wird Den Prozess der Individualisierung beeinflussen unsere Marktgesellschaft mit seinen Konsumgütern, Medien, die Berufswahl und die Bildung ➜ Dadurch können Entscheidungszwänge und Entscheidungsfreiheiten entstehen und somit auch Entscheidungsdruck (Ambivalenz) ● ● Entscheidungsdruck -> muss Individuum individuell für sich bewältigen Wenn dies nicht gelingt, kommt es zur Desintegration, die Schattenseite der Individualisierung Die drei verschiedenen Desintegrationspotentiale 1. Desintegrationspotential „Auflösung oder Gefährdung von sozialen Beziehungen und Vergemeinschaftungsformen" Auflösen von traditionellen Familie Strukturen (Instabilität der Familie) Rapide Veränderungen in der Familienkonstellation weniger Interaktion mit Geschwistern und familiäre Krisen Vergleiche mit Gleichaltrigen Konkurrenzkampf, Anforderungen der Gesellschaft, Bindungsängste ● Emotionale Desintegration Fehlende Anerkennung 2. Desintegrationspotential „Auflösung oder Gefährdung der Werte und Normen" Traditionen gehen verloren -> Unsicherheit Individuum ist Kritik ausgesetzt -> Werte und Normen individueller ausrichten ● Individuen sind mit ihren Problemen alleine -> Probleme werden immer individueller 3. Desintegrationspotential „Auflösung oder...

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Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen“ Individuen werden unsicherer in ihrer Wahl werden (z.B. Politik) mangelnde Teilnahme an gesellschaftlichen Institutionen Es kann zu Probleme im späteren Leben kommen (kein Ausbildungsplatz) Verunsicherung Wann tritt Verunsicherung auf? ● ● stimulierende Verunsicherung paralysierende Verunsicherung das Individuum fühlt sich gelähmt und glaubt dass Problem nicht lösen zu können kann zu hilflosen und sinnlosen Handlung führen überwältigende Verunsicherung Auslöser für Gewalt ● Ursachen für Gewalt Gewalt entsteht dann, wenn Desintegrationserfahrungen mit anderen Faktoren vermittelt werden, z.B. das Gefühl der Nicht-Anerkennung, der Orientierungslosigkeit, der Machtlosigkeit, der Benachteiligung etc. ● ● Unlösbarkeit, Versagen Unberechenbarkeit bei zukünftigen Ereignissen & Anforderungen Diskrepanz zwischen Selbstwert & Erwartungen Unerklärbarkeit, z.B. für Ausgrenzung ● Die vier Formen von Gewalt (bei einer negativen Individualisierung) Als mögliches Resultat dieser Verunsicherung kann dann die letztendliche Gewalt auftreten die expressive / personale Gewalt Ziel: Aufmerksamkeit und Anerkennung das Individuum versucht das Problem konstruktiv zu lösen aktiver und konstruktiver Umgang mit dem Problem ● ● die instrumentelle / strukturelle Gewalt Gewalt als Mittel zum Zweck Bewusste Gewalt um eine bessere Position in der Gruppe zu erlangen ● Schlägerei, Folter, Raubüberfall ● hohes Maße von Integration auf einer Ebene kann Desintegrationserfahrungen auf anderen Ebene kompensieren, eine Kopplung von Desntegrationserfahrungen auf mehreren Ebenen verstärkt Wahrscheinlichkeit dysfunktionaler Problemverarbeitung Zunahme von Desintegrations- & Verunsicherungspotenzialen Gewalterfahrungen -> Gewalt als Lösung von Problemen ● Individuum möchte seine Einzigartigkeit darstellen Mobbing, Amoklauf, Schlägerei, Messerattacke Gegen ein beliebiges Opfer, um Aufmerksamkeit zu erlangen (unkalkulierbar) die regressive Gewalt Sündenbock für eigene Unzufriedenheit gegen Minderheiten Gegen ein gezieltes Opfer mit geplanten Folgen, zur Problemlösung genutzt Zielt auf Vorteile Einzelner (kalkulierbar) politische Motive gegen Minderheiten Rassismus, Nationalsozialismus, Krieg, Schlachten Gegen nationale, ethnische Kategorien, um Desintegrationspotenziale aufzulösen Zielt auf Abgrenzung, Ausgrenzung von Gruppen die autoaggressive Gewalt Gewalt gegen sich selbst, Selbstverletzung Gewalt die gegen sich selbst gerichtet ist (wenn es keinen anderen Ausweg gibt) Ritzen, Selbstmord, Essstörungen, Drogen, Nägelkauen Zielt auf Zerstörung der eigenen Unversehrtheit