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Gewalt nach Heitmeyer

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Gewalt nach Heitmeyer

 Gewalt - Wilhelm Heitmeyer
Gewalt ist das (in-) direkte Einwirken auf einen Organismus mittels des Körpers,
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Gewalt - Wilhelm Heitmeyer Gewalt ist das (in-) direkte Einwirken auf einen Organismus mittels des Körpers, Gegenständen, verbal oder nonverbal, bei dem das Opfer geschädigt wird und eventuelle psychische oder physische Schäden davonträgt Wilhelm Heitmeyer ist Soziologe und forscht zu verschiedenen Gewaltsphänomenen in der Gesellschaft, wie z.B. Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit. Er entwickelte das Sozialisationsmodell, was beschreibt, wie Gewalt überhaupt entsteht. Das Sozialisationsmodell ist in 4 Punkte unterteilt. Man kann sich diese Punkte wie in einem Flussdiagramm vorstellen. Ganz oben steht die Individualisierung. Daraus folgen die Desintegrationspotentiale, die dann wiederum zu Verunsicherung führen können. Dies kann in einer Form von Gewalt enden. Mit der Individualisierung ist gemeint, dass jeder Mensch Gestalter seines eigenen Lebens ist. Daher nimmt immer mehr die Entscheidungsfähigkeit aber auch der Entscheidungszwang zu. Das Individuum muss also Verantwortung für die jeweilige Konsequenz der jeweiligen Entscheidung tragen können. Ein Einfluss darauf kann z.B. der Wunsch nach Steigerung der materiellen Lebensstandards sein. Bei dem Individualisierungsprozess gibt es aber auch einige Probleme. Zum Beispiel wird dadurch die soziale Ungleichheit nicht aufgelöst, sondern individualisiert. Außerdem resultiert durch das Überschneiden des Milleus ein Identitätsverlust Ziel dieses Individualisierungsprozesses ist neben einer emotionalen Sicherheit auch das Aufrechterhalten sozialer Mitgliedschaften und Beziehungen und das Aufbauen von Lebenskonzepten. Nach der Individualisierung folgen die Desintegrationserfahrungen. Dazu gehört zum Beispiel die Auflösung / Gefährdung sozialer Beziehung (beispielsweise in der Familie). Außerdem stellt...

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eine Auflösung 1 Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen ein Desintegrationspotential dar. Immer mehr Jugendliche halten sich nämlich nicht mehr an gemeinsame Werte und Normenvorstellungen und wenden sich so beispielsweise im Hinblick auf die Schule immer mehr von dem täglichen Unterrichtsbesuch ab. Ein weiteres Desintegrationspotential ist das räumliche Umfeld. Dieses kann nämlich im Individuum ein Gefühl von Machtlosigkeit und Orientierungslosigkeit auslösen. Eine Konsequenz dieser Desintegrationspotentiale kann die Verunsicherung sein. Sie ist gekennzeichnet durch eine emotionale Komponente und durch Handlungsunsicherheit. Diese Verunsicherung kann Als mögliches Resultat dieser Verunsicherung kann dann die letztendliche Gewalt auftreten. Die Gewalt wird von dem Individuum nämlich als Problemlösung gesehen. Die Gelichgültigkeit wird also größer und die Gewaltsoptionen steigen. Man unterscheidet hier zwischen 4 Formen von Gewalt. Die expressive, die instrumentelle, die regressive und die autoaggressive Gewalt. Die expressive Gewalt besagt, dass es dem Individuum darum geht, seine Einzigartigkeit zu repräsentieren. Die Opfer sind hier zweitrangig. Es wird also gehandelt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei der Instrumentellen Gewalt wird die Gewalt als Mittel zum Zweck angewendet. (Erpressung, Mobbing usw.) Sie ist also in dem Falle geplant und nicht willkürlich. Als regressive Gewalt bezeichnet man eine einbindende Gewalt, die Unsicherheits fördernde Aspekte kompensieren soll. Hier handelt das Individuum meistens politisch motiviert. Die letzte der vier Formen, die autoaggressive Gewalt, ist ein Begriff für Selbstverletzung. Heitmeyer definierte außerdem den Begriff der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Dies ist ein Begriff für eine abwertende Einstellung gegenüber Individuen aufgrund ihrer gewählten und zugewiesenen Gruppenzugehörigkeit. Mögliche Strategien der Gewaltprävention wären im verhaltensorientierten Ansatz die Leistungsförderung (fördert das Selbstbewusstsein) und das soziale Kompetenz Training und im verhältnisorientierten Ansatz ein soziales Schulklima, Partizipationsmöglichkeiten und soziale Netzwerke (soziale Kontakte). Je breiter das Erfahrungsspektrum und je vielfältiger die sinnlichen, motorischen, ästhetischen und intellektuellen Anregungsmöglichkeiten sind, die die Schule zur Verfügung stellt, desto besser sind die Voraussetzungen für eine Stärkung der Persönlichkeit der Jugendlichen und damit für eine Vermeidung von unkontrollierten Aggressionsimpulsen. -> je mehr Anregungsmöglichkeiten, desto weniger Aggression und desto mehr Selbstbewusstsein

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Gewalt - Wilhelm Heitmeyer Gewalt ist das (in-) direkte Einwirken auf einen Organismus mittels des Körpers, Gegenständen, verbal oder nonverbal, bei dem das Opfer geschädigt wird und eventuelle psychische oder physische Schäden davonträgt Wilhelm Heitmeyer ist Soziologe und forscht zu verschiedenen Gewaltsphänomenen in der Gesellschaft, wie z.B. Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit. Er entwickelte das Sozialisationsmodell, was beschreibt, wie Gewalt überhaupt entsteht. Das Sozialisationsmodell ist in 4 Punkte unterteilt. Man kann sich diese Punkte wie in einem Flussdiagramm vorstellen. Ganz oben steht die Individualisierung. Daraus folgen die Desintegrationspotentiale, die dann wiederum zu Verunsicherung führen können. Dies kann in einer Form von Gewalt enden. Mit der Individualisierung ist gemeint, dass jeder Mensch Gestalter seines eigenen Lebens ist. Daher nimmt immer mehr die Entscheidungsfähigkeit aber auch der Entscheidungszwang zu. Das Individuum muss also Verantwortung für die jeweilige Konsequenz der jeweiligen Entscheidung tragen können. Ein Einfluss darauf kann z.B. der Wunsch nach Steigerung der materiellen Lebensstandards sein. Bei dem Individualisierungsprozess gibt es aber auch einige Probleme. Zum Beispiel wird dadurch die soziale Ungleichheit nicht aufgelöst, sondern individualisiert. Außerdem resultiert durch das Überschneiden des Milleus ein Identitätsverlust Ziel dieses Individualisierungsprozesses ist neben einer emotionalen Sicherheit auch das Aufrechterhalten sozialer Mitgliedschaften und Beziehungen und das Aufbauen von Lebenskonzepten. Nach der Individualisierung folgen die Desintegrationserfahrungen. Dazu gehört zum Beispiel die Auflösung / Gefährdung sozialer Beziehung (beispielsweise in der Familie). Außerdem stellt...

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eine Auflösung 1 Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen ein Desintegrationspotential dar. Immer mehr Jugendliche halten sich nämlich nicht mehr an gemeinsame Werte und Normenvorstellungen und wenden sich so beispielsweise im Hinblick auf die Schule immer mehr von dem täglichen Unterrichtsbesuch ab. Ein weiteres Desintegrationspotential ist das räumliche Umfeld. Dieses kann nämlich im Individuum ein Gefühl von Machtlosigkeit und Orientierungslosigkeit auslösen. Eine Konsequenz dieser Desintegrationspotentiale kann die Verunsicherung sein. Sie ist gekennzeichnet durch eine emotionale Komponente und durch Handlungsunsicherheit. Diese Verunsicherung kann Als mögliches Resultat dieser Verunsicherung kann dann die letztendliche Gewalt auftreten. Die Gewalt wird von dem Individuum nämlich als Problemlösung gesehen. Die Gelichgültigkeit wird also größer und die Gewaltsoptionen steigen. Man unterscheidet hier zwischen 4 Formen von Gewalt. Die expressive, die instrumentelle, die regressive und die autoaggressive Gewalt. Die expressive Gewalt besagt, dass es dem Individuum darum geht, seine Einzigartigkeit zu repräsentieren. Die Opfer sind hier zweitrangig. Es wird also gehandelt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei der Instrumentellen Gewalt wird die Gewalt als Mittel zum Zweck angewendet. (Erpressung, Mobbing usw.) Sie ist also in dem Falle geplant und nicht willkürlich. Als regressive Gewalt bezeichnet man eine einbindende Gewalt, die Unsicherheits fördernde Aspekte kompensieren soll. Hier handelt das Individuum meistens politisch motiviert. Die letzte der vier Formen, die autoaggressive Gewalt, ist ein Begriff für Selbstverletzung. Heitmeyer definierte außerdem den Begriff der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Dies ist ein Begriff für eine abwertende Einstellung gegenüber Individuen aufgrund ihrer gewählten und zugewiesenen Gruppenzugehörigkeit. Mögliche Strategien der Gewaltprävention wären im verhaltensorientierten Ansatz die Leistungsförderung (fördert das Selbstbewusstsein) und das soziale Kompetenz Training und im verhältnisorientierten Ansatz ein soziales Schulklima, Partizipationsmöglichkeiten und soziale Netzwerke (soziale Kontakte). Je breiter das Erfahrungsspektrum und je vielfältiger die sinnlichen, motorischen, ästhetischen und intellektuellen Anregungsmöglichkeiten sind, die die Schule zur Verfügung stellt, desto besser sind die Voraussetzungen für eine Stärkung der Persönlichkeit der Jugendlichen und damit für eine Vermeidung von unkontrollierten Aggressionsimpulsen. -> je mehr Anregungsmöglichkeiten, desto weniger Aggression und desto mehr Selbstbewusstsein