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Zusammenfassung zu Erik Erikson

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Eriksons psychosoziales Phasenmodell baut auf Freuds Entwicklungsmodell auf, erweitert aber dessen Umfang und Inhalt, indem er es u

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ERIKSON Eriksons psychosoziales Phasenmodell baut auf Freuds Entwicklungsmodell auf, erweitert aber dessen Umfang und Inhalt, indem er es um drei weitere Phasen, die sich auf das Erwachsenenalter beziehen, ergänzt. Zusätzlich ergänzt er es um soziale Aspekte und interpretiert die Persönlichkeitsentwicklung somit auch psychosozial. Nach Erikson entwickelt sich die Persönlichkeit gemäß dem epigenetischen Prinzip, wonach die Entwicklung des Menschen inneren Entwicklungsgesetzen gehorche und in einer bestimmten Reihe von aufeinander aufbauenden Stufen erfolgt. Kerngedanken: - das Phasenmodell besteht aus 8 Phasen, wobei in jeder Phase typische Kernkonflikte auftreten, die mit Krisen verbunden sind, welche zum Ende der jeweiligen Phase zu einer Lösung kommen. Die Bewältigung dieser Krisen ist entwicklungsfördernd. - konstruktive Bewältigung phasentypischer Krise → Erwerb von Kompetenzen, die für weitere Persönlichkeitsentwicklung positiv sind (& umgekehrt!) - optimaler Durchlauf von Entwicklungsphasen nicht möglich, aber auch nicht wünschenswert positiven Komponenten sollten allerdings in jeder Phase möglichst stark überwiegen - Persönlichkeit entwickelt sich immer im Kontext sozialer Beziehungen → Mensch tritt mit anderen Personen in wechselseitige Beziehungen - zentraler Aspekt: Identitätsentwicklung (Identität= Kontinuität des Selbsterlebens) (lebenslanger Prozess) -> Gestaltung einer guten KiTa Qualitätsmerkmal kleine Gruppen stabile/ kontinuierliche Bezugspersonen liebevolle, fürsorgliche Zuwendung der Erzieherinnen Eingewöhnungsphase Gutes/ kooperatives Verhältnis zwischen Eltern und BetreuerInnen kleinkindgerechte und entwicklungsangemessene Raumausstattung (Innen- und Außenbereich) altersgemäße Spielmaterialien Regeln (Verbote, Gebote) Qualifikation der ErzieherInnen (Ausbildung/ Fortbildungen) Begründung BetreuerInnen können sich um die individuellen Bedürfnisse der Kinder kümmern; Kinder sind abhängig von Bezugspersonen (z. B. bei der Nahrungsaufnahme) → durch „Bekommen" und „Nehmen" entwickelt das...

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Kind Urvertrauen Kinder bauen sichere Bindung zu Bezugspersonen auf, wenn Bindung stabil/ verlässlich ist →→ Urvertrauen häufiger Personenwechsel → Urmisstrauen Urvertrauen für Selbstwertgefühl und spätere Beziehungsfähigkeit der Kinder wichtig Urvertrauen Kind wird in seinen Autonomiebestrebungen unterstützt plötzlicher Entzug der Mutter sowie zu lange Trennungen vom Elternhaus Urmisstrauen Kind wird mit Umgebung und neuen Betreuungspersonen ohne Verlustangst langsam vertraut gemacht ermöglicht angstfreie Eingewöhnung in der Kinderkrippe; Kinder erfahren Betreuerinnen als Erweiterung der Familie → Urvertrauen Kinder können sich selbstständig fortbewegen: Platz zum Spielen, sichere Umgebung, Bewegungsfreiräume → Förderung der Autonomie Sanitäranlagen: Kinder sind fähig, Darm/Blase zu kontrollieren und können somit Entleerung oder Zurückhaltung selbstständig bestimmen Förderung der entwicklungsgerechten Bewegungsabläufe → Autonomie Koordiniertes Zugreifen und Loslassen ermöglichen Schnuller, Beißringe etc. → orale Bedürfnisbefriedigung Sandkasten, Knete etc. anale Bedürfnisbefriedigung Kind muss lernen, sich bestimmten Ordnungsregeln unterzuordnen. altersgemäße Sauberkeitserziehung (zu rigide Regeln → Scham und Zweifel) ErzieherInnen als Experten für die kindliche Entwicklung können Entwicklungsbedürfnissen gerecht werden und diese fördern kritische Würdigung: + Beachtung des sozialen Einflusses auf die Entwicklung + betrachtet die Entwicklung der gesamten Lebensspanne. + Fokus: psychisch gesunde Persönlichkeit + zeigt auf, dass extreme einseitige Orientierungen immer problematische Folgen haben - fehlende Wissenschaftlichkeit (empirische Nachprüfbarkeit?) - Übertonung des sozialen Einflusses - keine Berücksichtigung kultureller Unterschiede - Modell bietet Orientierung aber keine erzieherischen Rezepte - nicht frei von kulturellen Einstellungen (Erwachsenenalter) pädagogische Relevanz: - das Modell legt offen, wie folgenreich bestimmte erzieherische Einstellungen und Verhaltensweisen für Kinder sind. - welche psychischen Strukturen Menschen ausbilden, ist auch das Resultat ihrer Erfahrungen im Erziehungsprozess durch negativen Krisenpole entsteht eine „innere Unruhe" im Kind, was die positive Folge haben kann, dass es eigene Aktivitäten entwickelt → Bezug zu Piaget ,,Disäquilibrium" - Das psychosoziale Entwicklungsmodell Krisenpole Aufgaben/ Beschäftigungen Mögliche Krisenereignisse/ auftretende Gefahren Unterstützung/ Förderung durch Bezugspersonen für positive Bewältigung Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen (ca. 0-1,5 Jahre) - Nahrungsaufnahme - Entwicklung motorischer Fähigkeiten - Gewinnung emotionaler Stabilität - Störungen bei der Nahrungsaufnahme - Krankheit, Verletzung Ablehnung durch die wichtigste Kontaktperson - Verlustängste - Konzentrationsprobleme - Verschlossenheit, Uneinigkeit - kein Selbstvertrauen - zu starkes Ur-Vertrauen oder Ur- Misstrauen - Qualität der Mutter-Kind- Beziehung: Betreuung/Freiraum vs alleine lassen - mit neuen Situationen bekannt machen aber auch Grenzen setzen - Ur-Vertrauen/Ur-Misstrauen fördern (nicht sofort bei Schreien hingehen) Autonomie vs. Scham & Zweifel (ca. 1,5-3 Jahre) - Laufen, Sprechen - Entwicklung eines Unabhängigkeitsgefühls (Autonomie) Anpassung an die Sozialisationsforderungen (erste Regeln, Verbote,etc.) - Muskelkontrolle (v.a. des Afters) - Verletzungen des Körpers - Konflikt mit der wichtigsten Bezugsperson - übersteigerte Fürsorge - Reinlichkeitserziehung usw. - zu starke Autonomie oder Regeln - Selbstzweifel - altersangemessene Forderungen/ Konsequenzen/Regeln (z.B. Kein Nachtisch) - Ermutigung, Zuspruch, Unterstützung (Loben, Mutter zeigt wie etwas geht: Vorbild) - mit Sublimierung arbeiten Initiative vs. Schuldgefühl (ca. 3-6 Jahre) - Erlernen der Körperbegriffe und Kennenlernen der Geschlechtsunterschiede - Erlernen der kulturellen Werte und die Entwicklung eines Gefühls für „richtig oder falsch" (auch schon in der 2. Phase) - Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen (Familie,Gleichaltrige..) - Konflikt mit Erziehern/Eltern: frühe sexuelle Spiele - Konflikt mit Erzieher/Eltern/ Gleichaltrigen: Konkurrenzverhalten - zu starkke Schuldgefühle - introvertiert -> - keine/wenig Schuldgefühle-> keine Moral/Regelbewusstsein Fehler zulassen (gilt für alle Phasen) - Aufklärung über Gefühle/Verhalten Kontakt mit Gleichaltrigen (Kindergarten-> Offenheit) - Neugier fördern (das Kind einfach mal machen lassen) Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl (ca. 6-12 Jahre) - Meistern der schulischen Fächer - Entwicklung von Lernfähigkeiten und dem Vermögen, Probleme zu lösen - Aufbau von Beziehungen zu Gleichaltrigen, Lehrern und unbekannten Erwachsenen - Entwicklung einer Selbstkontrolle und einer Frustrationstoleranz - Lernschwierigkeiten in der Schule - Konflikte mit Gleichaltrigen, Lehrern, Schulwechsel - Unfähigkeit, Konflikte zu Lösen - zu hohe/geringe Frustrationstoleranz - Versagenängste - nicht kritikfähig - Wiederholung mit dem Kind zur Verbesserung (HAs mit Eltern, Lernzeit i.d. Schule) - Training von Kompetenzen (z.B. Frustrationstoleranz-> Konsequenzen bei Regeln; Konflikte provozieren) - Lob für gute Leistungen (Feedback) - Motivation/individuelle Förderungen - keine Überforderung aber auch keine Unterforderung Das psychosoziale Entwicklungsmodell Krisenpole Aufgaben/ Beschäftigungen Mögliche Krisenereignisse/ auftretende Gefahren Unterstützung/ Förderung durch Bezugspersonen für positive Bewältigung Identität vs. Identitätsdiffusion (ca. 12-18 Jahre) - Anpassung an die Veränderungen des Körpers und an neue Gefühle - allmähliche Unabhängigkeit von - Erforschung intimer Beziehungen - Erforschung beruflicher Möglichkeiten Erziehungsberechtigten - Infragestellung der Werte/Entwicklung einer - Aufnahme eines Berufs Lebensphilosophie - Menstruation - Geschlechtsverkehr ungewollte Schwangerschaft - Schulabschluss, Aufnahme eines Studiums - Konflikt mit den Eltern über persönliche Gewohnheiten und einem eigenen Lebensstil - Trennung vom Freund oder von der Freundin - berufliche Unschlüssigkeit - Schwierigkeiten bei der ersten Anstellung - Erfolg/Misserfolg in Ausbildung/Sport - Identitätsdiffusion - Überforderung aufgrund der Erwartungen der Gesellschaft - Orientierungslosigkeit - Kontakt zu Gleichaltrigen, Jugend ausleben lassen - Moratorium schaffen - Freiräume/angemessene Regeln (z. B. längere Ausgehzeiten) - Zurückhaltung/Aufklärung/Unterstützung bei der Sexualitätsfindung - Möglichkeiten zeigen, was man nach der Schule machen kann und bei der Wahl unterstützen Intimität vs. Isolation (ca. 18-34 Jahre) - Partnerwahl - Lernen, mit Partner zu leben - Gründung einer Familie (oder auch nicht) - Entwicklung elterlicher Fähigkeiten - umfassende Entwicklung des persönlichen Lebensstils im sozialen Zusammenhang - Abgewiesenwerden von potentiellen Partnern - außereheliche Affären; Trennung, Scheidung - Ungewollte Schwangerschaft; Unfähigkeit, Kinder zu bekommen, Geburt eines Kindes - Disziplinschwierigkeiten mit den Kindern - Krankheit der Kinder - Unfähigkeit, mit den Anforderungen der Elternrolle fertig zu werden - Eintritt in den Wehrdienst/Zivildienst Ausbildungsschwierigkeiten; kein Abschluss; Unfähigkeit, einen zufriedenstellenden Beruf zu finden; schlechte berufliche Leistungen - Erwerb eines Eigenheims; finanzielle Schwierigkeiten; Konflikte zwischen Familie und Beruf; Stress - Gefahr der Isolierung; Einsamkeit-> Unfähigkeit, sich auf intime Beziehungen einzulassen - Gespräche/Kommunikation mit Vertrauenspersonen (Freunde/Familie ggf. Therapeut) - soziales Engagement/Arbeiten (Kontakte knüpfen, z.B. Beitritt in Vereine) - Phasen nachholen, um sich selbst zu finden Generativität vs. Stagnation (ca. 35-50 Jahre) - Anpassung an die Veränderung der Kinder (z. B. Erwachsenwerden) - Übernahme neuer Verantwortung (z. B. für die eigenen älter werdenden Eltern) - Überprüfung früherer Entscheidungen (Ehepartner, Laufbahn, Kinder) & erneute Auseinandersetzung mit früheren Themen (Identität, Vertrauen) - Veränderungen in der Lebensstruktur angesichts anderer Verpflichtungen in der Familie und im Beruf - Bewusstsein, dass alles vergänglich ist; chronische Krankheit (bei sich oder Partner) - Wechseljahre - Abgewiesenwerden von rebellierenden Kindern, die in der Pubertät sind - Trennung vom Kind - ist für die älter werdenden Eltern vorgesorgt? - Tod oder längere Krankheit der Eltern - berufliche Rückschläge; Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen, beruflich bedingter Umzug, Arbeitslosigkeit - Bewusstwerdung einiger Diskrepanzen zwischen den Lebenszielen und dem Erreichten - Bedauern früherer Entscheidungen: nicht geheiratet zu haben, keine Kinder bekommen zu haben oder umgekehrt - Unzufriedenheit mit den erreichten Zielen - Bruch/Konflikt mit Vorgesetzten - Eheprobleme/außereheliche Probleme - Rückkehr ins Berufsleben (nach Elternzeit) - Tod eines/mehrer Freunde - positive Erlebnisse mit Kindern schaffen (auf den Neffen aufpassen) - Unterstützung der Familienmitglieder bei (ungewollter) Schwangerschaft - Verantwortungsgefühl für andere entwickeln (z. B. Haustiere) - Ersatzleistungen (soziale Berufe, Adoption) Integrität vs. Verzweiflung & Ekel (ca. ab 50 Jahre) - Anpassung an das Altern des Körpers - Vorbereitungen für den Ruhestand bzw. Umgang mit dem Ruhestand (neue Freizeitbeschäftigungen) - Entwicklung einer wechselseitig wertvollen Beziehung zu erwachsenen Kindern - Fertigwerden mit Tod (des Partners oder sich) - Unterstützung der älter werdenden Kinder, die selbst Eltern sind - Beurteilung der Vergangenheit und Zufriedenheit mit dem Leben - gesundheitliche Probleme (Krankheit, Behinderung) - veränderte Lebensumstände (z.B. Ruhestand, Verlegung des Wohnortes) - Konflikt mit erwachsenen Kindern - Tod des Ehepartners - Widerwillen gegen den Ruhestand; Schwierigkeiten, sich an den Ruhestand zu gewöhnen Trennung von beruflichen Rollen/Verpflichtungen - Vernachlässigung durch erwachsene Kinder - Tod der Freunde - - Erfahrung mit Einsamkeit - Lernschwierigkeiten, keine Fähigkeiten zur Lösung von Konflikten - Minderwertigkeitsgefühle - Unzufreidenheit/Zweifel Betreuung (Pflegeeinrichtung) - Vorbereitung auf Ruhestand (langsames Entwöhnen des Berufs) - neue Partnerschaften/Kontakte - Hilfe von Familie/Freunden Bezug zu Enkelkinder-> ggf. Phasen nachholen - Kontakt zu Gleichaltrigen; Austausch Theoriedarstellung: Erikson Die psychosoziale Entwicklung nach Erikson entwickelt sich gemäß dem epigenetischen Prinzip, wonach die Entwicklung des Menschen inneren Entwicklungsgesetzen gehorche und in einer bestimmten Reihe von acht aufeinander aufbauenden Phasen erfolgt. Die Phasen sind von Krisen begleitet, für die Erikson jeweils eine angemessene und eine unangemessene Lösung, sogenannte „Krisenpole“, benennt. Die Bewältigung dieser Krisen ist stets entwicklungsfördernd und für eine psychisch gesunde Persönlichkeit ist es wichtig, dass die Phasen tendenziell positiv abgeschlossen werden und eine Balance zwischen den Krisenpolen hergestellt wird. In der ersten Phase steht das Ur-Vertrauen dem Ur-Misstrauen gegenüber und es soll eine Balance zwischen diesen Polen hergestellt werden. In dieser Phase erwirbt der Säugling ein grundlegendes Gefühl von Sicherheit an seine Bezugsperson und baut eine sichere Bindung auf. Die Krisenpole der zweiten Phase lauten „Autonomie" gegen „Scham&Zweifel" (1,5-3). Das Kind lernt Laufen und Sprechen und entwickelt dadurch allmählich ein Unabhängigkeitsgefühl, was durch zu strenge Regeln und Tadel zu zu Gefühlen von Scham und Zweifel führen kann. Die dritte Phase lautet „Initiative gegen Schuldgefühl“ (3-6). Hierbei findet die Gewissensbildung statt; das Kind identifiziert sich mit den elterlichen Normen und Werten und entwickelt Schuldgefühle, wenn es sich nicht so verhält, wie seine Eltern das wünschen. In der nächsten Phase sind Erfolgserlebnisse von großer Bedeutung für das Kind. Es hat einen „Werksinn“ und strebt demnach nach der Vergrößerung seiner intellektuellen und sozialen Kompetenzen. Hat das Kind nur wenige Erfolgserlebnisse, entwickelt es ein „Minderwertigkeitsgefühl, welches den negativen Krisenpol darstellt. Die Krisenpole der fünften Phase lauten „Identität gegen Identitätsdiffusion" (12-18). In dieser Phase müssen Jugendliche einen Kompromiss finden, zwischen was sie von sich selbst erwarten und dem, was die Umwelt von ihnen fordert. Im frühen Erwachsenenalter gehen Menschen partnerschaftliche Beziehungen ein und lassen sich auf körperliche und psychische Nähe ein. Gelingt ihnen dies nicht, entwickeln sie Gefühle von Einsamkeit und ziehen sich zurück. Somit steht die „Intimität" der „Isolation gegenüber. In der siebten Stufe ist die Generativität der Gegenspieler zur Stagnation. In dieser Phase sorgen Menschen für ihre Kinder oder andere Personen und erbringen Leistungen im Beruf. Kreisen sie sich nur um sich selbst, fehlen ihnen Impulse zur psychosozialen Weiterentwicklung. In der letzten Phase blicken Menschen auf ihr Leben zurück und stellen vergangene Entscheidungen in Frage und wägen ab, ob mit ihrem Leben zufrieden sind oder ob sie mit Bitterkeit darauf zurückblicken. Diese Phase nennt sich „Integrität gegen Verzweiflung&Ekel".

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ERIKSON Eriksons psychosoziales Phasenmodell baut auf Freuds Entwicklungsmodell auf, erweitert aber dessen Umfang und Inhalt, indem er es um drei weitere Phasen, die sich auf das Erwachsenenalter beziehen, ergänzt. Zusätzlich ergänzt er es um soziale Aspekte und interpretiert die Persönlichkeitsentwicklung somit auch psychosozial. Nach Erikson entwickelt sich die Persönlichkeit gemäß dem epigenetischen Prinzip, wonach die Entwicklung des Menschen inneren Entwicklungsgesetzen gehorche und in einer bestimmten Reihe von aufeinander aufbauenden Stufen erfolgt. Kerngedanken: - das Phasenmodell besteht aus 8 Phasen, wobei in jeder Phase typische Kernkonflikte auftreten, die mit Krisen verbunden sind, welche zum Ende der jeweiligen Phase zu einer Lösung kommen. Die Bewältigung dieser Krisen ist entwicklungsfördernd. - konstruktive Bewältigung phasentypischer Krise → Erwerb von Kompetenzen, die für weitere Persönlichkeitsentwicklung positiv sind (& umgekehrt!) - optimaler Durchlauf von Entwicklungsphasen nicht möglich, aber auch nicht wünschenswert positiven Komponenten sollten allerdings in jeder Phase möglichst stark überwiegen - Persönlichkeit entwickelt sich immer im Kontext sozialer Beziehungen → Mensch tritt mit anderen Personen in wechselseitige Beziehungen - zentraler Aspekt: Identitätsentwicklung (Identität= Kontinuität des Selbsterlebens) (lebenslanger Prozess) -> Gestaltung einer guten KiTa Qualitätsmerkmal kleine Gruppen stabile/ kontinuierliche Bezugspersonen liebevolle, fürsorgliche Zuwendung der Erzieherinnen Eingewöhnungsphase Gutes/ kooperatives Verhältnis zwischen Eltern und BetreuerInnen kleinkindgerechte und entwicklungsangemessene Raumausstattung (Innen- und Außenbereich) altersgemäße Spielmaterialien Regeln (Verbote, Gebote) Qualifikation der ErzieherInnen (Ausbildung/ Fortbildungen) Begründung BetreuerInnen können sich um die individuellen Bedürfnisse der Kinder kümmern; Kinder sind abhängig von Bezugspersonen (z. B. bei der Nahrungsaufnahme) → durch „Bekommen" und „Nehmen" entwickelt das...

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B. für die eigenen älter werdenden Eltern) - Überprüfung früherer Entscheidungen (Ehepartner, Laufbahn, Kinder) & erneute Auseinandersetzung mit früheren Themen (Identität, Vertrauen) - Veränderungen in der Lebensstruktur angesichts anderer Verpflichtungen in der Familie und im Beruf - Bewusstsein, dass alles vergänglich ist; chronische Krankheit (bei sich oder Partner) - Wechseljahre - Abgewiesenwerden von rebellierenden Kindern, die in der Pubertät sind - Trennung vom Kind - ist für die älter werdenden Eltern vorgesorgt? - Tod oder längere Krankheit der Eltern - berufliche Rückschläge; Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen, beruflich bedingter Umzug, Arbeitslosigkeit - Bewusstwerdung einiger Diskrepanzen zwischen den Lebenszielen und dem Erreichten - Bedauern früherer Entscheidungen: nicht geheiratet zu haben, keine Kinder bekommen zu haben oder umgekehrt - Unzufriedenheit mit den erreichten Zielen - Bruch/Konflikt mit Vorgesetzten - Eheprobleme/außereheliche Probleme - Rückkehr ins Berufsleben (nach Elternzeit) - Tod eines/mehrer Freunde - positive Erlebnisse mit Kindern schaffen (auf den Neffen aufpassen) - Unterstützung der Familienmitglieder bei (ungewollter) Schwangerschaft - Verantwortungsgefühl für andere entwickeln (z. B. Haustiere) - Ersatzleistungen (soziale Berufe, Adoption) Integrität vs. Verzweiflung & Ekel (ca. ab 50 Jahre) - Anpassung an das Altern des Körpers - Vorbereitungen für den Ruhestand bzw. Umgang mit dem Ruhestand (neue Freizeitbeschäftigungen) - Entwicklung einer wechselseitig wertvollen Beziehung zu erwachsenen Kindern - Fertigwerden mit Tod (des Partners oder sich) - Unterstützung der älter werdenden Kinder, die selbst Eltern sind - Beurteilung der Vergangenheit und Zufriedenheit mit dem Leben - gesundheitliche Probleme (Krankheit, Behinderung) - veränderte Lebensumstände (z.B. 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Die Phasen sind von Krisen begleitet, für die Erikson jeweils eine angemessene und eine unangemessene Lösung, sogenannte „Krisenpole“, benennt. Die Bewältigung dieser Krisen ist stets entwicklungsfördernd und für eine psychisch gesunde Persönlichkeit ist es wichtig, dass die Phasen tendenziell positiv abgeschlossen werden und eine Balance zwischen den Krisenpolen hergestellt wird. In der ersten Phase steht das Ur-Vertrauen dem Ur-Misstrauen gegenüber und es soll eine Balance zwischen diesen Polen hergestellt werden. In dieser Phase erwirbt der Säugling ein grundlegendes Gefühl von Sicherheit an seine Bezugsperson und baut eine sichere Bindung auf. Die Krisenpole der zweiten Phase lauten „Autonomie" gegen „Scham&Zweifel" (1,5-3). Das Kind lernt Laufen und Sprechen und entwickelt dadurch allmählich ein Unabhängigkeitsgefühl, was durch zu strenge Regeln und Tadel zu zu Gefühlen von Scham und Zweifel führen kann. Die dritte Phase lautet „Initiative gegen Schuldgefühl“ (3-6). Hierbei findet die Gewissensbildung statt; das Kind identifiziert sich mit den elterlichen Normen und Werten und entwickelt Schuldgefühle, wenn es sich nicht so verhält, wie seine Eltern das wünschen. In der nächsten Phase sind Erfolgserlebnisse von großer Bedeutung für das Kind. Es hat einen „Werksinn“ und strebt demnach nach der Vergrößerung seiner intellektuellen und sozialen Kompetenzen. Hat das Kind nur wenige Erfolgserlebnisse, entwickelt es ein „Minderwertigkeitsgefühl, welches den negativen Krisenpol darstellt. Die Krisenpole der fünften Phase lauten „Identität gegen Identitätsdiffusion" (12-18). In dieser Phase müssen Jugendliche einen Kompromiss finden, zwischen was sie von sich selbst erwarten und dem, was die Umwelt von ihnen fordert. Im frühen Erwachsenenalter gehen Menschen partnerschaftliche Beziehungen ein und lassen sich auf körperliche und psychische Nähe ein. Gelingt ihnen dies nicht, entwickeln sie Gefühle von Einsamkeit und ziehen sich zurück. 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