Grundlagen der Tiefenpsychologie
Stell dir vor, dein Gehirn wäre wie ein Eisberg - das meiste passiert unter der Oberfläche! Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass die meisten psychischen Prozesse unbewusst ablaufen und stark von vergangenen Erlebnissen geprägt sind.
Das Schichtenmodell teilt unser Bewusstsein in drei Bereiche: Das Bewusste (alles, was du gerade denkst und fühlst), das Vorbewusste (Erinnerungen, die du bei Bedarf abrufen kannst) und das Unbewusste (verdrängte Ängste und Wünsche, die trotzdem dein Verhalten beeinflussen).
Im Instanzenmodell kämpfen drei "Stimmen" in deinem Kopf: Das ES will sofortige Befriedigung (Lustprinzip), das ÜBER-ICH achtet auf Moral und Regeln (Moralitätsprinzip), und das ICH versucht zwischen beiden zu vermitteln und dabei realistisch zu bleiben.
Abwehrmechanismen sind unbewusste Tricks deines ICHs, um mit schwierigen Situationen umzugehen. Beispiele sind Verdrängung (unangenehme Erinnerungen "vergessen"), Projektion (eigene Probleme anderen zuschieben) oder Rationalisierung (logische Erklärungen für emotionale Entscheidungen finden).
Merktipp: Das ICH ist wie ein Diplomat, der zwischen den Forderungen des ES und des ÜBER-ICH vermitteln muss!