Grundlagen der Kostenrechnung und Gemeinkostenverteilung
Die Normalzuschlagsätze und Abweichungsursachen in der Kostenrechnung bilden ein komplexes System zur Kostenkalkulation. Einzelkosten können direkt einem Produkt zugeordnet werden, während Gemeinkosten für mehrere Kostenträger anfallen und eine indirekte Zurechnung erfordern.
Definition: Ist-Gemeinkosten sind die tatsächlich entstandenen Kosten einer Periode, während Normalgemeinkosten die verrechneten Durchschnittswerte darstellen.
Die Unterschiede zwischen Ist-Gemeinkosten und Normalgemeinkosten führen zu Über- oder Unterdeckungen. Eine Überdeckung entsteht, wenn die Normalkosten die Ist-Gemeinkosten übersteigen. Bei einer Unterdeckung verhält es sich umgekehrt. Diese Abweichungen können verschiedene Ursachen haben:
- Preisänderungen bei Materialien oder Betriebsmitteln
- Beschäftigungsschwankungen
- Investitionen in neue Anlagen
- Verbrauchsänderungen bei gleichbleibender Produktion
Hinweis: Die Beschäftigungsabweichung ist besonders kritisch, da sich Gemeinkosten bei Produktionsrückgang nicht proportional reduzieren.
Die Kritik an der Vollkostenrechnung und Gemeinkostenverteilung richtet sich hauptsächlich gegen die nicht verursachungsgerechte Verteilung der Gemeinkosten. Dies wird besonders problematisch, wenn der Gemeinkostenanteil im Verhältnis zu den Einzelkosten sehr hoch ist.











