Cracken und Reforming in der Erdölverarbeitung
Das Cracken ist ein wichtiger Schritt in der Erdölaufbereitung. Nachdem die kurzkettigen Kohlenwasserstoffe durch die fraktionierte Destillation abgetrennt wurden, wird das übrig gebliebene Schweröl mit 500°C heißen Schweröldämpfen in einen Reaktor mit Katalysatorperlen geleitet.
Example: Bei der Spaltung entstehen sehr reaktive Alkyl-Radikale mit jeweils einem ungepaarten Elektron. Diese Radikale entreißen anderen Molekülen H-Atome, wodurch kürzerkettige Kohlenwasserstoff-Moleküle entstehen.
Wenn ein Molekül sämtliche H-Atome verliert, bleibt elementarer Kohlenstoff in Form von Ruß zurück. Zerbricht ein Molekül an zwei Stellen, entsteht ein Diradikal. Wenn sich die Enden des Bruchstücks mit ungepaarten Elektronen verbinden, bilden sich ringförmige Moleküle, sogenannte Cycloalkane.
Highlight: Beim katalytischen Cracken können auch ungesättigte Kohlenwasserstoffe wie Alkene entstehen, wenn sich ungepaarte Elektronen an benachbarten C-Atomen befinden und eine C-C-Doppelbindung bilden.
Das Reforming ist ein weiterer wichtiger Prozess in der Erdölverarbeitung. Hierbei werden aus linearen Alkanmolekülen verzweigte Moleküle gebildet. Das Ziel des Reformings ist es, Kraftstoffe so zu verändern, dass sie eine höhere Klopffestigkeit besitzen.
Vocabulary: Isomere sind Verbindungen mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher Strukturformel.
Ein Beispiel für Isomere sind 3-Methylbut-1-en und Pent-1-en, beide mit der Summenformel C5H10.





