Grundlagen der Säure-Base-Indikatoren
Ein Indikator ist im Wesentlichen eine schwache organische Säure, deren besonderes Merkmal ist, dass die Säureform eine andere Farbe als ihre korrespondierende Base hat. Ein klassisches Beispiel hierfür ist Lackmus, das in saurer Lösung rot und in basischer Lösung blau erscheint.
Chemisch betrachtet liegt folgendes Gleichgewicht vor: Hind + H₂O ⇌ H₃O⁺ + Ind⁻ (wobei Ind für den Indikator steht)
In sauren Lösungen verschiebt sich dieses Gleichgewicht nach links, wodurch die Farbe der Indikatorsäure sichtbar wird. In basischen Lösungen verschiebt es sich nach rechts, und die Farbe der Indikatorbase dominiert. Der Umschlagpunkt tritt ein, wenn die Konzentrationen von Säure und Base gleich sind (c(Hind) = c(Ind)), also wenn pH = pKₛ(Hind).
💡 Praxistipp: Bei einer Titration solltest du einen Indikator wählen, dessen Umschlagpunkt möglichst genau mit dem Äquivalenzpunkt übereinstimmt. Sonst wird dein Ergebnis ungenau!
Besonders bei der Säure-Base-Titration mit schwachen Säuren ist die Wahl des richtigen Indikators entscheidend, da der pH-Sprung am Äquivalenzpunkt nicht so ausgeprägt ist. Um den passenden Indikator zu bestimmen, musst du das entstehende Salz am Äquivalenzpunkt analysieren und den pH-Bereich ermitteln.




