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Der Verlorene von Treichel Interpretation

Der Verlorene von Treichel Interpretation

 Lilly Ehrenberg
sg
12.09.2020
Interpretation der Verlorene
Der Roman „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich Treichel spielt in der
Nachkriegszeit

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Lilly Ehrenberg sg 12.09.2020 Interpretation der Verlorene Der Roman „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich Treichel spielt in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges und thematisiert eine von der Flucht zerrüttete Familie. Das Traumata, um den Verlust des ersten Sohnes Arnold auf der Flucht, können die Eltern nicht überwinden, so dass der Ich-Erzähler in einem emotionslosen, kalten Haushalt aufwächst. Vielerlei Faktoren führen zu einer Verdrängungstaktik. Diese Textstelle thematisiert die gemeinsamen Sonntags-Ausflüge der Familie. So dienen die Ausflüge als Pflichtprogramm, um eine Routine herzustellen und die Schuld zu bewältigen, indem sie den Sonntag ehren. Krampfhaft versuchen die Eltern das perfekte Familienbild in der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. So ist die Teilnahme ihres Sohnes für die Eltern eigentlich nicht von großer Bedeutung. Sie ignorieren seine Abneigung zu den Ausflügen und zwingen ihn immer wieder sie zu begleiten. Selbst bei seine Psychosomatischen Reaktion, wie Übelkeit und Erbrechen, zeigen sie keinerlei Fürsorglichkeit oder Zuneigung. Im Gegenteil sind sie beschämt, wenn ihr Sohn sich öffentlich übergeben muss. Er wird emotional vernachlässigt. Seine Krankheit scheint sich mit dem Wohlstandswachstum seines Vaters zu verschlimmern. Da seine Eltern eitel sind und ihren neu erworbenen Wohlstand nach außen tragen wollen, erwirbt der Vater immer neuere, teurere Autos. Desto neuer das Auto, desto schlimmer die Reaktion des namenlosen Ich-Erzählers. Wiedermal wir das Bild nach Außen, die Eitelkeit und der Stolz der Familie über das Wohl des Sohnes...

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gestellt. Als die Eltern schließlich kapitulieren und ihren Sohn zu Hause lassen, ist das für ihn die glücklichste Zeit seiner gesamten Kindheit. Er fühlt sich frei und zufrieden, sobald seine Eltern gegangen sind. Dies zeigt das vergiftete Familienverhältnis auf und welcher Druck auf dem Ich-Erzähler lastet. Allgemein scheint der Ich-Erzähler eher ein Einzelgänger zu sein, da Freunde gar nicht erwähnt werden. Der Ich-Erzähler geht sogar so weit zu behaupten, dass seine Eltern unfähig sind Glück zu empfinden oder Freude zu vermitteln. Dies lässt sich auf das Traumata zurückführen, welches die Eltern, während ihre Flucht erlebt haben. Ihr Verdrängungsverhalten und die gespeicherten Erinnerungen an das Trauma sorgen dafür, dass sich der Ich-Erzähler ungeliebt und vernachlässigt fühlt. Jene Aufmerksamkeit, die Arnold noch immer bekommt, ersehnt er sich ebenso. Aus diesem Grund entwickelt der Ich- Erzähler Eifersucht auf Arnold und seinen Platz in der Familie. Es geht sogar soweit, dass er sich schließlich wünscht sein Bruder wäre tot geblieben und nicht bloß verschwunden. Der Textabschnitt ist in drei Sinnabschnitte gegliedert. Die traumatische Vergangenheit der Eltern um Arnold, die Abneigung zu den Ausflügen und schließlich die Kapitulation der Eltern. Die Erzählperspektive ist homodiegetisch, so dass bloß die Gefühle und Gedanken des Ich-Erzählers bekannt sind. Die Geschichte verläuft zunehmend achronologisch, da Zeitsprünge und Rückblenden, in Form von Erinnerungen, vorkommen. Diese Mitsicht, interne Fokalisierung, ermöglich die Lilly Ehrenberg sg 12.09.2020 Identifiklation mit dem Erzähler. Außerdem ist der gesamte Roman eine Zeitraffung, welche die Teenagerzeit des Ich-Erzählers berichtet. Die Sprache ist einfach und schlicht gehalten. Durch Wortwiederholung in bestimmten Abschnitten werden besondere Begriffe, Gefühle und Personen hervorgehoben. Zwar wechselt die Erzählperspektive nicht, jedoch gibt es viele Beschreibungen und indirekte Rede von anderen Charakteren.

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Lilly Ehrenberg sg 12.09.2020 Interpretation der Verlorene Der Roman „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich Treichel spielt in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges und thematisiert eine von der Flucht zerrüttete Familie. Das Traumata, um den Verlust des ersten Sohnes Arnold auf der Flucht, können die Eltern nicht überwinden, so dass der Ich-Erzähler in einem emotionslosen, kalten Haushalt aufwächst. Vielerlei Faktoren führen zu einer Verdrängungstaktik. Diese Textstelle thematisiert die gemeinsamen Sonntags-Ausflüge der Familie. So dienen die Ausflüge als Pflichtprogramm, um eine Routine herzustellen und die Schuld zu bewältigen, indem sie den Sonntag ehren. Krampfhaft versuchen die Eltern das perfekte Familienbild in der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. So ist die Teilnahme ihres Sohnes für die Eltern eigentlich nicht von großer Bedeutung. Sie ignorieren seine Abneigung zu den Ausflügen und zwingen ihn immer wieder sie zu begleiten. Selbst bei seine Psychosomatischen Reaktion, wie Übelkeit und Erbrechen, zeigen sie keinerlei Fürsorglichkeit oder Zuneigung. Im Gegenteil sind sie beschämt, wenn ihr Sohn sich öffentlich übergeben muss. Er wird emotional vernachlässigt. Seine Krankheit scheint sich mit dem Wohlstandswachstum seines Vaters zu verschlimmern. Da seine Eltern eitel sind und ihren neu erworbenen Wohlstand nach außen tragen wollen, erwirbt der Vater immer neuere, teurere Autos. Desto neuer das Auto, desto schlimmer die Reaktion des namenlosen Ich-Erzählers. Wiedermal wir das Bild nach Außen, die Eitelkeit und der Stolz der Familie über das Wohl des Sohnes...

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gestellt. Als die Eltern schließlich kapitulieren und ihren Sohn zu Hause lassen, ist das für ihn die glücklichste Zeit seiner gesamten Kindheit. Er fühlt sich frei und zufrieden, sobald seine Eltern gegangen sind. Dies zeigt das vergiftete Familienverhältnis auf und welcher Druck auf dem Ich-Erzähler lastet. Allgemein scheint der Ich-Erzähler eher ein Einzelgänger zu sein, da Freunde gar nicht erwähnt werden. Der Ich-Erzähler geht sogar so weit zu behaupten, dass seine Eltern unfähig sind Glück zu empfinden oder Freude zu vermitteln. Dies lässt sich auf das Traumata zurückführen, welches die Eltern, während ihre Flucht erlebt haben. Ihr Verdrängungsverhalten und die gespeicherten Erinnerungen an das Trauma sorgen dafür, dass sich der Ich-Erzähler ungeliebt und vernachlässigt fühlt. Jene Aufmerksamkeit, die Arnold noch immer bekommt, ersehnt er sich ebenso. Aus diesem Grund entwickelt der Ich- Erzähler Eifersucht auf Arnold und seinen Platz in der Familie. Es geht sogar soweit, dass er sich schließlich wünscht sein Bruder wäre tot geblieben und nicht bloß verschwunden. Der Textabschnitt ist in drei Sinnabschnitte gegliedert. Die traumatische Vergangenheit der Eltern um Arnold, die Abneigung zu den Ausflügen und schließlich die Kapitulation der Eltern. Die Erzählperspektive ist homodiegetisch, so dass bloß die Gefühle und Gedanken des Ich-Erzählers bekannt sind. Die Geschichte verläuft zunehmend achronologisch, da Zeitsprünge und Rückblenden, in Form von Erinnerungen, vorkommen. Diese Mitsicht, interne Fokalisierung, ermöglich die Lilly Ehrenberg sg 12.09.2020 Identifiklation mit dem Erzähler. Außerdem ist der gesamte Roman eine Zeitraffung, welche die Teenagerzeit des Ich-Erzählers berichtet. Die Sprache ist einfach und schlicht gehalten. Durch Wortwiederholung in bestimmten Abschnitten werden besondere Begriffe, Gefühle und Personen hervorgehoben. Zwar wechselt die Erzählperspektive nicht, jedoch gibt es viele Beschreibungen und indirekte Rede von anderen Charakteren.