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Epoche der Empfindsamkeit

Epoche der Empfindsamkeit

 MOTIVE:
Empfindung, Gefühl, Herz, Freundschaft
THEMEN:
Verehrung der Natur als göttliche Schöpfung, in ihre Ursprünglichkeit und Vielfalt
B

Epoche der Empfindsamkeit

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xKatly

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+ Vergleich von Gedicht Ganymed und Prometheus Göthe Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen

 

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MOTIVE: Empfindung, Gefühl, Herz, Freundschaft THEMEN: Verehrung der Natur als göttliche Schöpfung, in ihre Ursprünglichkeit und Vielfalt Betonung der Gefühle Aufgehen in Liebe und Freundschaft Friedenslieben und Menschenfreundlichkeit SPRACHE: Epoche der Empfindsamkeit (ca. 1740-1780) außergewöhnlich sprachschöpferisch (ausdrucksstarke Adjektive wie ,,zärtlich", ,,lieblich“, „Gemüt", ...) metaphorische Gefühlsausdrücke Ausrufe, Ellipse, ... LITERATUR: autobiografisches Schreiben Briefroman bürgerliche Trauerspiele BEISPIELE: Johann Wolfgang Goethe: Leiden des jungen Werthers Friedrich Gottlieb Klopstock: Der Messias Sophie von La Rache: Geschichte des Fräuleins von Sternheim (Briefroman) MAIFEST-JOHANN WOLFGANG GOETHE A) romantisch, zB. ,,Wie lieb' ich dich!" (V. 21) verspielt, entzückt von der Natur, zB. ,,So golden schön" (V.14) heiter, erfreut, glücklich, zB. „Und Freud' und Wonne" (V. 7) verträumt ,,Gesang und Luft / Und Morgenblumen / den Himmelsduft" (V.26-28) euphorisch wegen Interjektionen, zB. ,,O Erd', o Sonne!" (V.11) B) Von Vers 1 bis 8 beschreibt das lyrische Ich seine Umgebung, es sind alles subjektive Wahrnehmungen und er personifiziert die Naturelemente. In der dritten und vierten Strophe verbindet es seine Gefühle mit der Natur. Strophe fünf und sechs nennt der lyrische Sprecher den Auslöser seiner Liebesgefühle und betont immer wieder, wie sehr er seine Geliebte liebt. In der siebten Strophe nutzt er eine Tiermetaphorik und in den letzten beiden Strophen bezieht der lyrische Ich nur auf sich und seine Geliebte. Dadurch wird der Fokus auf seine Gefühle gelegt. → Meiner Meinung nach trifft Aussage B zu diesem Gedicht, da auf mich es...

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eher eine ruhige, ausgefüllte und verträumte Wirkung erreicht. Zwar drücken die Interjektionen eine gewisse Euphorie aus, aber trotzdem lassen sich die Naturbeschreibungen von der Liebe nicht trennen. Beide gehören zusammen, weil ich mir ich sicher bin, dass ohne die Liebesgefühle das lyrische Ich die Natur nicht so beschreiben würde. C) Es liegt kein Metrum vor, zumindest keins, dass sich klar identifizieren lässt. Vermutlich weil das lyrische Ich von so vielen verschiedenen Gefühlen in diesem Moment übermannt wird und durch das Gefühlschaos innerlich eine Unruhe verspürt. Zudem sind Gefühle nichts Rationales, somit sollte man sie auch nicht in einem Reim oder in einem Metrum pressen, weil sie so an Wirkung verliert. Je nachdem welches Wort im zweiten Vers betont wird, wird entweder der lyrische Sprecher oder die Natur im Vordergrund gestellt. Da beide Hauptrollen in diesem Gedicht sind, wären beide Betonungen korrekt. POLITISCHER PROTEST IM STURM UND DRANG Gottfried August Bürger übt mit dem Gedicht „Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen" direkte Kritik an dem Adel und klagt diesen an, seine Position willkürlichen auszunutzen. Durch die immer sich wiederholende rhetorische Fragen ,,Wer bist du" (V.1, V.4, V.7) wird die Position des Fürsten in Frage gestellt. Der Bauer hinterfragt zudem die Unterdrückung des Volkes durch den Herrscher. Er macht deutlich, dass das Leben eines Bauern als weniger wertig gilt, als das eines Fürsten und zeigt, dass Bauern kaum Rechte haben. (Vgl. V. 1 – 6) In der dritten Strophe beschreibt der Bauer, wie der Fürst auf die Jagd zieht. Er drückt damit aus, wie der Fürst sich auf Kosten seines Volkes vergnügt. Der Bauer verspürt auch ein Furcht, da er sich mit dem Wild vergleicht. (Vgl. V. 9) In der nächsten Strophe wird nochmals hervorgehoben, dass auch der Fürst gewissermaßen von seinem Untertan abhängig ist, da der Fürst das Brot des Bauern regelrecht ,,verschlingt". (V.11) In Strophe fünf kritisiert der Bauer den Fürsten dafür, dass er im Gegensatz zu ihm nicht ständig arbeiten muss: ,,Hast du nicht den Erntetag durchschwitzt“ (V. 14). Für den Bauern bedeutet diese Tatsache, dass der Fürst eigentlich gar kein Recht auf das Brot haben dürfte. Er hat es sich durch seinen ,,Fleiß" (V. 15) erarbeitet, deshalb sollte es auch allein ihm zustehen. Die letzte Strophe des Gedichtes wirkt sehr spöttisch, aufgrund des Ausrufs „Ha!“ (V.16) Das lyrische Ich klagt den Fürsten an und stellt fest, dass dieser wohl kaum „Obrigkeit von Gott“ (V. 16) sein könne, da er statt ,,Segen“ zu „spenden“ (V. 17) das Volk ausbeutet und beraubt. Die Konsequenz dieser Anklage ist, dass sich absolutistische Herrscher keineswegs mit Gott vergleichen lassen. Die letzte Zeile des Gedichtes ist besonders direkt und abwertend. Mit „Du nicht von Gott, Tyrann!" (V. 18) macht das lyrische Ich seine Abneigung gegenüber dem Fürsten deutlich. Im Großen und Ganzen merkt man, dass der Bauer den Fürsten nicht als seinen Herrscher sieht, auch wenn in der Überschrift ,,durchlauchtigen“ steht, sondern als Tyrannen. Da er ihn zudem duzt und das ganze Gedicht einen spöttischen Unterton aufweist, wird die Respektlosigkeit, die der Bauer dem Fürsten erweist, auch deutlich.