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Gedichtsanalyse Carpe Diem

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Carpe Diem (1826) Martin Opitz, von Hanna Krein
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Gedichtsanalyse Carpe Diem Martin Opitz Fließtext

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22:07 Dienstag 14. Sept. will ich in den süssen Saft, Deutsch graben. Gedichtsanalyse Carpe Diem (1826) Martin Opitz, von Hanna Krein 18 %0 Lebensbejahung, Ausschweifung, Genuss, Hedonismus. Wir gehen zur Schule. Wir machen unsere Aufgaben, wir lernen. Wir alle versuchen doch unser Leben in vollen Zügen auszuschöpfen. Doch ist dieses ganze Lernen wirklich seinen Aufwand wert?! Es ist doch für unsere Zukunft, es bestimmt unsere Karrierelaufbahn und allgemein unser ganzes späteres Sein. Später. Weit in der Zukunft auf die wir Tag für Tag hinarbeiten, verschiebt sich das Später weiter. Nun sitze ich also hier, vor meinen Aufgaben die mein spätestens Sein ein Stück weit bestimmen werden und unterbewusst lebe ich somit jeden Tag nur in der Zukunft. Solle ich nicht eher im jetzt leben. Das Leben genießen. Sollen wir alle mal unseren Lifestyle neu ausrichten. Mal ein bisschen entspannen und uns vielleicht auf neue Art und Weisen besinnen?! Martin Opitz behandelt genau dieses Fragekonzept in seinem 1824 erschienenen Gedicht ,,Carpe Diem". Du lebst nur ein Mal. Dieses so typische Barockmotiv bietet den Leser schon zu Beginn einen kleinen Vorgeschmack für das was noch kommen soll. Denn Memento Mori (gedenke den Tod) und Vanitas (die Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit) spielten zur Zeit des Barocks gerade bei der unteren Bevölkerungsschicht eine große Rolle. Die allgemeine Herausforderung des Lebens weckte die Frage in ihnen warum sie...

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überhaupt leben. Was macht das Leben schon lebenswert? Hier ab diesen Punkt kommt nun also Carpe Diem hinzu. Denn, du lebst nur ein Mal. Schöpfe das Leben doch aus. Hab Spaß, Triff dich mit deinen Freunden und wende dich von deinen Problemen ab. Das fünf strophige Gedicht also, welches je acht Verse hat, wurde von Opitz nun also im vierhebigen Trochäus verfasst, welche ein umarmendes Reimschema bilden. Dieses wiederum spiegelt sich in den Kadenzen wieder welche in der Reihenfolge weibliche, männlich, männlich, weiblich vor zu finden sind. Auch der zeitliche Kontext ist nicht außen vor zu lassen. Der 30 jährige Krieg welcher schon seit sechs Jahren wütet macht die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht gerade leichter, sondern bringt eher das zu vermutende kommende Ende in Sicht. Im Folgendem werde ich nun also das Gedicht ,,Carpe Diem" im Bezug auf die Motive des Barocks analysieren, die stylistischen Mittel aufzeigen, den Geschichtlichen 22:07 Dienstag 14. Sept. Deutsch 18 %0 Ang auf die Motive nicht her lysieren, die tylistischen Kontext mit einbeziehen und somit auch versuchen das Gedicht zu interpretieren. Im Allgemeinen erstmal fängt es in der ersten Strophe damit an, dass das Lyrische Ich erkennt, dass es sein Leben lang nichts getan hat was ihm wirklich Spaß macht. Daraufhin möchte es sich neu besinnen und bis in die zweite Strophe hin sucht es seinen Sinn nun also in der Natur. Zu der ich später nochmal mehr sagen werde. Die dritte Strophe nun handelt also nun davon das es seine Sorgen und Probleme ertrinken möchte, was sich bis in die fünfte Strophe zwar durchzieht, doch in der Vierten thematisiert es noch eher den Geiz der Menschen und das es selbst nicht so ist und in der Fünften schlussendlich, spricht er nochmals von den Freuden des irdischen Lebens, doch endet dann jedoch auch relativ unerwartet. In der ersten Stophe lässt Opitz das Lyrische Ich von Plato sprechen, einem griechischen Philosophen der als Lyrisches Du Auftritt. Plato ist nicht mehr existent, nur noch seine Werke und Theorien welche das Lyrische Ich vermutlich studiert hat. Die direkte Anrede Platos zumindest, lässt schließen dass es sehr vertraut mit den Werken und Theorien sein muss und eventuell auch einen persönlichen Bezug zu diesen hat. Trotzdem taucht dieser nicht nochmal auf. Das Lyrische Ich hat sich von ihm abgewendet um nicht mehr studieren zu müssen sondern ab nun an das Leben zu genießen. Gerade der vierte Vers ,,Es ist Zeit hinauszuschauen", betont nochmals das Carpe Diem Motiv. Nun kommt das Lyrische Ich also zu dem Punkt an dem es einen anderen Weg einzuschlagen versucht. Die Natur kann somit hier in seinem Fall auf zwei Weisen gedeutet werden. Auf der einen Seite haben wir die Verse sechs bis acht in denen das Lyrische Ich in die Natur geht um den Kopf frei zu bekommen. Es versucht das Leben zu genießen. Die Natur ist etwas greifbares, etwas reales und die Enjabements drücken dessen Fortbestand nochmals aus. Doch auf der anderen Seite zählt es einfach nur relativ prost auf das dort ,,schöne Blumen stehen" (vgl. Vers 7) und Fischer Netze stellen" (Vers 8). Hier ist keine Andeutung auf einen persönlichen Bezug vorzufinden und die indirekten, leicht versteckten Vanitas und Memento Mori Motive durch das Wasser lassen einen erst nach exaktem Verstehen des Lesens erkennen, was der Autor uns sagen will. Von Bedeutung sind nun die Verse fünf, elf, zwölf und 14. Die Personifizierung der Quelle als ,,frisch" ist hier im Prinzip doppelt gemoppelt, denn welche Quellen sind schon trüb?! Natürlich gibt es immer mal wieder welche, doch diese so logische bildliche Sprache zaubert dem Leser sofort ein positives Bild in den Kopf, doch diese Quellen führen in tiefere Gewässer. Sie sind die Ursprünge für Flüsse, welche wiederum in den Meeren enden. Der Bach in Vers elf nun symbolisiert also den Lebensweg von uns allen. Jeder Lebensweg endet gleich. Jeder Bach, Fluss endet in größeren Gewässern und genau so enden auch wir in etwas Größerem, nämlich der Ewigkeit. Hier wird also auch ein kleiner Bezug zum 22:07 Dienstag 14. Sept. eren Gewäss der Ewigkeit. Hier Transzendentem aufgefasst und das nochmals das Vanitas Motiv mit eingebaut, denn in Elf und Zwölf macht das weiterfließen deutlich, dass das unaufhaltsame Vergehen beständig bleibt. Zudem bewirkt das Lyrische,,wir" in den Versen zwölf bis 14 das der Leser mit in das Gedicht einbezogen wird, denn er wird darauf angesprochen das es um die Vergänglichkeit aller Menschen geht. In der dritten Strophe nun taucht ein ,,Junger" auf. Dieser soll für das Lyrische Ich und dessen Freunde ein Fest organisieren. Auch bis in die vierte Strophe ziehen sich die imperativen Aufforderungen an den ,,Junger", welche übertragen auch Aufforderungen an den Leser sind, sein Leben zu genießend zu feiern. Diese ganzen Ausschweifungen des vorher, ja gesagt verklemmten Lyrischen Ichs zu dem jetzt so hedonistischen lassen nur wenig Platz für die Probleme, welche nur kurz als Klimax im 20igstem Vers auftauchen. Die Laster die die Menschen mit sich schleppen sind mittlerweile Alltag geworden. Zudem verlieren sie durch das täglich" in Vers 21 an Bedeutung und es lässt sich schließen, dass es in der Gesellschaft im 19. Jahrhundert es nicht wert war sich den Problemen zu sehr hinzugeben. Stattdessen betäubten sie ihren Schmerz im Trinken, wie es uns der 19. Vers zeigt. In der vierten Strophe nun haben wir ja wie bereits erwähnt zunächst einmal die Aufforderungen an den ,,Junger", beziehungsweise uns selbst, doch das Lyrische Ich sagt auch das es lieber satt zu Bett geht (vgl. Verse 28-32) als sich das Geld für schlechte Zeiten aufzuheben. Durch den gewählten Schreibstiel Opitz wirkt es zudem so, als ob das Lyrische Ich jene Leute verabscheut. In der letzten Strophe nun sagt das Lyrische Ich aus, dass es Freuden am irdischen Genuss gefunden hat (vgl. Verse 33-36) und etwas Wichtiges für sich erkannt hat. Es geht ihm nicht darum ein großes Erbe aufzubauen, sondern die Zeit zu genießen (vgl. Vers 37). Die so extreme Wende vom wenn man so will „Denker zum Säufer", nähert sich langsam dem Ende, doch an genau dieses möchte das Lyrische Ich eigentlich garnicht denken. Die ersten sechs Jahre des 30 jährigen Krieges bereiten ihm vermutlich Sorgen und es möchte nicht alleine sein. ,,Will mit andern lustig sein" (Vers 39) und auch das umarmende Reimschema welches diese Situation unterstützt, dass das Lyrische Ich im Kreis seiner Freunde sein möchte, bauen irgendwie eine Art Spannung auf, die durch dem letzten, endgültigen, 40. Vers niedergerissen wird. Denn so sagt es, dass es doch alleine sterben muss (vgl. Vers 40). Boom. Es ist irgendwie wie ein Schlag ins Gesicht. Diese Antithetik kommt auf einmal wie als dem Nichts und lässt uns Leser vor folgender offener Frage stehen: war dieser Carpe Diem Grundsatz und Lifestyle vielleicht doch etwas zu viel?! Deutsch en 18 %0 Sollen wir jetzt also doch weiter in die Schule gehen, weiter lernen?! Ich glaube wir müssen ein gesundes Mittelmaß finden, ein Leben führen in dem wir natürlich uns immer wieder weiter bilden, aber zugleich auch Spaß haben können. An Opitz sehen wir das er eine ganz andere Vorgehensweise als zum Beispiel 22:10 Dienstag 14. Sept. zugl Spaß haben können Upitz wir das er eine ganz andere Vorgehensweis Gryphius hat. Er schreibt nicht über viel Schmerz und Leid, sondern von alltäglichen Situationen der Menschheit, welche wir auch heute noch auf unsere Gegenwart beziehen können. Er schenkt uns somit einen keinen Denkanstoß an Carpe Diem, doch Achtung, übertreibt es nicht.;) Deutsch 17% 0 Nebenbei bemerkt wirft Opitz am Rande aber auch noch so die Frage ob das Lyrische Ich vielleicht nur die ganze Zeit so getan hat als würde es diesen Lifestyle leben auf. Denn vielleicht hat es ja nur so getan als ob und erst am Ende sehen wir ja einen seiner tiefsten Gedanken, und wir fragen uns nun also ob wir nicht auch oft so sind. Tun wir auch nicht oftmals so als würden wir wer sein wer wir garnicht sind. Jemand der cool und gelassen, oder total schlau auf andere wirkt, vielleicht sind wir ja manchmal wirklich so, doch wenn wir mal ehrlich sind ist das meiste doch sowieso nur alles Fassade.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Deutsch 18 %0 Ang auf die Motive nicht her lysieren, die tylistischen Kontext mit einbeziehen und somit auch versuchen das Gedicht zu interpretieren. Im Allgemeinen erstmal fängt es in der ersten Strophe damit an, dass das Lyrische Ich erkennt, dass es sein Leben lang nichts getan hat was ihm wirklich Spaß macht. Daraufhin möchte es sich neu besinnen und bis in die zweite Strophe hin sucht es seinen Sinn nun also in der Natur. Zu der ich später nochmal mehr sagen werde. Die dritte Strophe nun handelt also nun davon das es seine Sorgen und Probleme ertrinken möchte, was sich bis in die fünfte Strophe zwar durchzieht, doch in der Vierten thematisiert es noch eher den Geiz der Menschen und das es selbst nicht so ist und in der Fünften schlussendlich, spricht er nochmals von den Freuden des irdischen Lebens, doch endet dann jedoch auch relativ unerwartet. In der ersten Stophe lässt Opitz das Lyrische Ich von Plato sprechen, einem griechischen Philosophen der als Lyrisches Du Auftritt. Plato ist nicht mehr existent, nur noch seine Werke und Theorien welche das Lyrische Ich vermutlich studiert hat. Die direkte Anrede Platos zumindest, lässt schließen dass es sehr vertraut mit den Werken und Theorien sein muss und eventuell auch einen persönlichen Bezug zu diesen hat. Trotzdem taucht dieser nicht nochmal auf. Das Lyrische Ich hat sich von ihm abgewendet um nicht mehr studieren zu müssen sondern ab nun an das Leben zu genießen. Gerade der vierte Vers ,,Es ist Zeit hinauszuschauen", betont nochmals das Carpe Diem Motiv. Nun kommt das Lyrische Ich also zu dem Punkt an dem es einen anderen Weg einzuschlagen versucht. Die Natur kann somit hier in seinem Fall auf zwei Weisen gedeutet werden. Auf der einen Seite haben wir die Verse sechs bis acht in denen das Lyrische Ich in die Natur geht um den Kopf frei zu bekommen. Es versucht das Leben zu genießen. Die Natur ist etwas greifbares, etwas reales und die Enjabements drücken dessen Fortbestand nochmals aus. Doch auf der anderen Seite zählt es einfach nur relativ prost auf das dort ,,schöne Blumen stehen" (vgl. Vers 7) und Fischer Netze stellen" (Vers 8). Hier ist keine Andeutung auf einen persönlichen Bezug vorzufinden und die indirekten, leicht versteckten Vanitas und Memento Mori Motive durch das Wasser lassen einen erst nach exaktem Verstehen des Lesens erkennen, was der Autor uns sagen will. Von Bedeutung sind nun die Verse fünf, elf, zwölf und 14. Die Personifizierung der Quelle als ,,frisch" ist hier im Prinzip doppelt gemoppelt, denn welche Quellen sind schon trüb?! Natürlich gibt es immer mal wieder welche, doch diese so logische bildliche Sprache zaubert dem Leser sofort ein positives Bild in den Kopf, doch diese Quellen führen in tiefere Gewässer. Sie sind die Ursprünge für Flüsse, welche wiederum in den Meeren enden. Der Bach in Vers elf nun symbolisiert also den Lebensweg von uns allen. Jeder Lebensweg endet gleich. 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Diese ganzen Ausschweifungen des vorher, ja gesagt verklemmten Lyrischen Ichs zu dem jetzt so hedonistischen lassen nur wenig Platz für die Probleme, welche nur kurz als Klimax im 20igstem Vers auftauchen. Die Laster die die Menschen mit sich schleppen sind mittlerweile Alltag geworden. Zudem verlieren sie durch das täglich" in Vers 21 an Bedeutung und es lässt sich schließen, dass es in der Gesellschaft im 19. Jahrhundert es nicht wert war sich den Problemen zu sehr hinzugeben. Stattdessen betäubten sie ihren Schmerz im Trinken, wie es uns der 19. Vers zeigt. In der vierten Strophe nun haben wir ja wie bereits erwähnt zunächst einmal die Aufforderungen an den ,,Junger", beziehungsweise uns selbst, doch das Lyrische Ich sagt auch das es lieber satt zu Bett geht (vgl. Verse 28-32) als sich das Geld für schlechte Zeiten aufzuheben. Durch den gewählten Schreibstiel Opitz wirkt es zudem so, als ob das Lyrische Ich jene Leute verabscheut. In der letzten Strophe nun sagt das Lyrische Ich aus, dass es Freuden am irdischen Genuss gefunden hat (vgl. Verse 33-36) und etwas Wichtiges für sich erkannt hat. Es geht ihm nicht darum ein großes Erbe aufzubauen, sondern die Zeit zu genießen (vgl. Vers 37). Die so extreme Wende vom wenn man so will „Denker zum Säufer", nähert sich langsam dem Ende, doch an genau dieses möchte das Lyrische Ich eigentlich garnicht denken. Die ersten sechs Jahre des 30 jährigen Krieges bereiten ihm vermutlich Sorgen und es möchte nicht alleine sein. ,,Will mit andern lustig sein" (Vers 39) und auch das umarmende Reimschema welches diese Situation unterstützt, dass das Lyrische Ich im Kreis seiner Freunde sein möchte, bauen irgendwie eine Art Spannung auf, die durch dem letzten, endgültigen, 40. Vers niedergerissen wird. Denn so sagt es, dass es doch alleine sterben muss (vgl. Vers 40). Boom. Es ist irgendwie wie ein Schlag ins Gesicht. Diese Antithetik kommt auf einmal wie als dem Nichts und lässt uns Leser vor folgender offener Frage stehen: war dieser Carpe Diem Grundsatz und Lifestyle vielleicht doch etwas zu viel?! Deutsch en 18 %0 Sollen wir jetzt also doch weiter in die Schule gehen, weiter lernen?! Ich glaube wir müssen ein gesundes Mittelmaß finden, ein Leben führen in dem wir natürlich uns immer wieder weiter bilden, aber zugleich auch Spaß haben können. An Opitz sehen wir das er eine ganz andere Vorgehensweise als zum Beispiel 22:10 Dienstag 14. Sept. zugl Spaß haben können Upitz wir das er eine ganz andere Vorgehensweis Gryphius hat. Er schreibt nicht über viel Schmerz und Leid, sondern von alltäglichen Situationen der Menschheit, welche wir auch heute noch auf unsere Gegenwart beziehen können. Er schenkt uns somit einen keinen Denkanstoß an Carpe Diem, doch Achtung, übertreibt es nicht.;) Deutsch 17% 0 Nebenbei bemerkt wirft Opitz am Rande aber auch noch so die Frage ob das Lyrische Ich vielleicht nur die ganze Zeit so getan hat als würde es diesen Lifestyle leben auf. Denn vielleicht hat es ja nur so getan als ob und erst am Ende sehen wir ja einen seiner tiefsten Gedanken, und wir fragen uns nun also ob wir nicht auch oft so sind. Tun wir auch nicht oftmals so als würden wir wer sein wer wir garnicht sind. Jemand der cool und gelassen, oder total schlau auf andere wirkt, vielleicht sind wir ja manchmal wirklich so, doch wenn wir mal ehrlich sind ist das meiste doch sowieso nur alles Fassade.