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Helga Novak - „Schlittenfahren“, Personenkonstellation, Analyse und Interpretation

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11/12/10

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Helga Novak - „Schlittenfahren“, Personenkonstellation, Analyse und Interpretation

 Helga Novak
Schlittenfahren (1968)
Das Eigenheim steht in einem Garten. Der Garten ist groß. Durch den Garten fließt ein Bach.
Im Garten st
 Helga Novak
Schlittenfahren (1968)
Das Eigenheim steht in einem Garten. Der Garten ist groß. Durch den Garten fließt ein Bach.
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- Personenkonstellation - sprachliche Gestaltung in Stichworten - Analyse und Interpretation in einem zusammenhängenderm Text, 12Punkte

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Helga Novak Schlittenfahren (1968) Das Eigenheim steht in einem Garten. Der Garten ist groß. Durch den Garten fließt ein Bach. Im Garten stehen zwei Kinder. Das eine der Kinder kann noch nicht sprechen. Das andere Kind ist größer. Sie sitzen auf einem Schlitten. Das kleinere Kind weint. Das größere sagt, gib den Schlitten her. Das kleinere weint. Es schreit. 05.10.21 Aus dem Haus tritt ein Mann. Er sagt, wer brüllt, kommt rein. Er geht in das Haus zurück. Die Tür fällt hinter ihm zu. Das kleinere Kind schreit. Der Mann erscheint wieder in der Haustür. Er sagt, komm rein. Na wird's bald. Du kommst rein. Nix. Wer brüllt, kommt rein. Komm rein. fehlende Satzzeichen Emotionslosigkeit, Monotonie Der Mann geht hinein. Die Tür klappt Das kleinere Kind hält die Schnur des Schlittens fest. Es schluchzt. Der Mann öffnet die Haustür. Er sagt, du darfst Schlitten fahren, aber nicht brüllen. Wer brüllt, kommt rein. Ja. Ja. Jaaa. Schluß jetzt. Das größere Kind sagt, Andreas will immer allein fahren. Der Mann sagt, wer brüllt, kommt rein. Ob er nun Andreas heißt oder sonstwie. Er macht die Tür zu. Das größere Kind nimmt dem kleineren den Schlitten weg. Das kleinere Kind schluchzt, quietscht, jault, quengelt. Der Mann tritt aus dem Haus. Das größere Kind gibt dem kleineren den Schlitten zurück. Das kleinere Kind setzt sich auf den Schlitten. Es...

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rodelt. Der Mann sieht in den Himmel. Der Himmel ist blau. Die Sonne ist groß und rot. Es ist kalt. Der Mann pfeift laut. Er geht wieder ins Haus zurück. Er macht die Tür hinter sich zu. Abfall Das größere Kind ruft, Vati, Vati, Vati, Andreas gibt den Schlitten nicht mehr her. persönlichen Die Haustür geht auf. Der Mann steckt den Kopf heraus. Er sagt, wer brüllt, kommt rein. Die Interesse/ Tür geht zu. Beziehung Das größere Kind ruft, Vati, Vativativati, Vaaatiii, jetzt ist Andreas in den Bach gefallen. Die Haustür öffnet sich einen Spalt breit. Eine Männerstimme ruft, wie oft soll ich das noch sagen, wer brüllt, kommt rein. 1) Lies die Kurzgeschichte von Helga Novak aufmerksam durch und fassende Kernaussage kurz zusammen. 2) Wer sind die handelnden Personen, in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? a. Wie lässt sich die Beziehung der Protagonisten zueinander beschreiben? Was sind Gründe für diese Beziehung? 3) Untersuche die sprachliche Gestaltung der Kurzgeschichte. Personenkonstellation ● grofes Kind ● •Aufzählung •rethorische Frage Vater "Angst unverantwortlich will seine Ruhe genervt gleichgültig (aggressiv) / will Aufmerksamkeit · vorm Vater ein allgemein 4 köhles/angespanntes Verhältnis Angst vorm Vater wollen mit dem Schlitten fahren Bedürfnis- 4 Streit befriedigung kleines Kind (Andreas) Sprachliche Gestaltung Wortschatz: sehr einfach, keine Fremdwörter • keine schmückenden Adjektive → trocken, Adjektive nur för Unterscheidung von Kindern und Beschreibung Ort (auch einfach/knapp gehalten) standige Wiederholungen/Repetation. • wörtliche Rede: keine Anführungszeichen • durchgehende Parataxe (nur einmal ein Nebensatz) • Anaphern (₁, das größere Kind"... ", das kleinere Kind") • Klimax (Steigerung) • Parallelismus 30.09.21 04.10.21 Interpretation - Schlittenfahren" 13.10.21 Helga M. Novak war eine deutsch-isländische Schriftstellerin. Sie hieß eigentlich Maria Karlsdottir und ist 1935 in Berlin geboren und 2013 dort auch gestorben. 1968 verfasste sie die Kurzgeschichte „Schlittenfahren", die von zwei streitenden Kindern handelt. Den Vater scheint dies aber nicht zu interessieren. Die Überschrift ,,Schlittenfahren" spiegelt den Inhalt der Kurzgeschichte nur bedingt wider. Sie beschreibt eigentlich nur die Aktion der beiden Kinder. Die Geschichte beginnt damit, dass der Garten eines Hauses beschrieben wird (vgl. Z.1). Durch diesen Garten fließe ein Bach und zwei Kinder unterschiedlichen Alters sitzen auf einem Schlitten (vgl. Z.1-3). Das kleiner Kind, welches noch nicht sprechen kann, weint, da es alleine mit dem Schlittenfahren möchte (vgl. Z.3). Es wird ständig wiederholt, dass das kleinere Kind weine. So wird seine Hilflosigkeit gegenüber dem größeren Kind verdeutlicht. Schließlich tritt ein Mann aus dem Haus und meint, wer brülle, komme rein (vgl. Z.5). Hier wird nur von einem Mann gesprochen, eine nähere Verbindung zu den Kindern wird nicht genauer dargestellt und lässt den Mann unpersönlich wirken. Er möchte eigentlich nur seiner Ruhe haben und nimmt keine Rücksicht oder tröstet gar das kleinere Kind. Der Mann geht wieder ins Haus und lässt die Tür hinter sich zu fallen ohne nur zu versuchen den Streit zu schlichten (vgl. Z.5-6). So weint auch das kleinere Kind weiter und der Mann kommt wieder raus und befiehlt rein zu kommen, indem er wieder sagt, dass wer brülle reinkomme (vgl. Z.2-9). Diesmal scheint er jedoch ungeduldiger „Na wird's bald“ (Z.8) und wiederholt sich nochmal (vgl. Z.9), damit die Kinder merken, dass er endlich seine Ruhe haben will und geht wieder zurück ins Haus (vgl. Z.10). Die Tür, welche die emotionale Barriere zwischen Mann und Kinder darstellt, schließt sich hinter ihm (vgl. Z.10). Da der Mann wieder nur eine Leere Drohung ausgesprochen hat, geht kein Kind mit ins Haus. Infolgedessen überlässt das größere Kind dem kleiner den Schlitten, damit es aufhört zu weinen (vgl. Z.11). Nun fühlt sich der Mann wieder gestört: Das kleinere dürfe mit dem Schlitten fahren, aber nicht so laut dabei sein (vgl. Z.12-13). „Ja. Ja. Jaaa. Schluss jetzt" (Z.13-14) symbolisiert das Desinteresse an den Kindern. Daraufhin beschwert sich das größere Kind, dass sein kleiner Bruder, Andreas, welcher das erste Mal bei seinem Namen genannt wird, immer alleine mit dem Schlitten fahren will (vgl. Z.15). Erst jetzt kann der Leser erfassen, warum es überhaupt einen Konflikt gibt. Der Mann wiederholt seine leere Drohung (vgl. Z.16) und scheint weiterhin gleichgültig bezüglich des Streits der Kinder zu sein. Durch das „sonstwie“ (Z.16) wird gezeigt, dass es ihm auch egal ist, wer die Kinder sind, ihm ist nur seine absolute Ruhe wichtig. Des Weiteren schließt er die Tür das erste Mal selbst und setzt die Drohung nicht um (vgl. Z.17). Jetzt nimmt das größere Kind dem Kleinen den Schlitten weg, da ihm die leeren Drohungen egal sind. So „schluchzt, quietsch, jault, quengelt“ (Z.18-19) Andreas und zeigt somit seine Hilflosigkeit. Als der Mann erneut aus dem Haus tritt, gibt das größere Kind den Schlitten zurück (vgl. Z.20). Die Anwesenheit des Mannes scheint auszureichen um den Konflikt zu lösen. Nachdem dieser sich zuerst von den Kindern und dem Konflikt distanziert hat, geht er aus der Tür raus und überwindet die emotionale Barriere zwischen sich und den Kindern. Trotzdem setzt er seine Drohung nicht um, obwohl die Kinder den nötigen Respekt hätten, seine Ansage zu befolgen. Nachdem dieser Konflikt gelöst scheint, ist der Mann fröhlich: Er bleibt einen Moment draußen stehen, schaut in den blauen Himmel und pfeift (vgl. Z.22). „Die Sonne ist groß und rot. Es ist kalt.“ (Z.22-23). Der Konflikt steht im Gegensatz zum schönen Wetter. Dadurch, dass der Mann erneut ins Haus geht und die Tür schließt, entsteht wieder emotionale Barriere zwischen ihm und den Kindern. Das größere Kind möchte auch mit dem Schlitten fahren und ruft zum ersten Mal ,,Vati" (Z.24). Es sieht keine andere Möglich keit als laut zu werden, um seinen Willen zu bekommen. Der Vater kommt jedoch nichtmal mehr aus der Tür raus, sondern steckt nur noch den Kopf heraus (vgl. Z. 25). So wird der emotionale Abstand nochmals vergrößert. Zudem spricht der Mann seine übliche Drohung aus (vgl. Z.25) und schließt die Tür (vgl. Z.26) Die emotionale Distanz ist wiederhergestellt. Nun erreicht die Kurzgeschichte ihren Höhepunkt: Das größere Kind ruft abermals nach seinem Vater, da Andreas in den Bach gefallen sei (vgl. Z.27). Obwohl diese Situation sehr ernst is, öffnet sich die Tür nur einen kleinen Spalt (vgl. Z.28). Die Hilferufe des Kindes werden ignoriert und der Vater ist offensichtlich genervt. Die rhetorische Frage, wie oft er seine Drohung noch aussprechen müsse, ist unnötig, da er sie sowieso nicht wahr macht. Zudem „ruft“ (Z.28) er das erste Mal zu den Kindern herüber, wodurch sich die Distanz innerhalb der Familie nochmals vergrößert. Es ist ein klarer Abfall der persönlichen Interesse gegenüber den Kinder zu erkennen. Des Weiteren besteht der Text aus einem einfachen Wortschatz und es werden keine Fremdworte oder schmückenden Adjektive verwendet. Adjektive dienen hier lediglich zur Unterscheidung der Kinder und zur Beschreibung des Ortes oder des Wetters. Der Himmel ist blau. Die Sonne ist groß und rot. Es ist kalt.“ (Z.22). Das lässt den Text, genauso wie die fehlenden Anführungszeichen, sehr trocken, monoton und gefühllos wirken. Dies zeigt auch der parataktische Satzbau. Es gibt nur einen Nebensatz. 22 Zusammenfassend kann man sagen, dass sich der Vater nicht für seine Kinder interessiert und die meiste Zeit genervt von ihnen ist. Dies wird durch viele Wiederholungen und den parataktischen Satzbau klar. Zudem fehlt auch die Kommunikation in der Familie. Fehlende Kommunikation verursacht oft Konflikte wie auch in dieser Kurzgeschichte. Letztendlich ist der Vater Schuld daran, dass sein Sohn in den Bach gefallen ist. Er hätte auf seine Kinder aufpassen oder seine Drohungen umsetzen müssen. 12p

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Personenkonstellation ● grofes Kind ● •Aufzählung •rethorische Frage Vater "Angst unverantwortlich will seine Ruhe genervt gleichgültig (aggressiv) / will Aufmerksamkeit · vorm Vater ein allgemein 4 köhles/angespanntes Verhältnis Angst vorm Vater wollen mit dem Schlitten fahren Bedürfnis- 4 Streit befriedigung kleines Kind (Andreas) Sprachliche Gestaltung Wortschatz: sehr einfach, keine Fremdwörter • keine schmückenden Adjektive → trocken, Adjektive nur för Unterscheidung von Kindern und Beschreibung Ort (auch einfach/knapp gehalten) standige Wiederholungen/Repetation. • wörtliche Rede: keine Anführungszeichen • durchgehende Parataxe (nur einmal ein Nebensatz) • Anaphern (₁, das größere Kind"... ", das kleinere Kind") • Klimax (Steigerung) • Parallelismus 30.09.21 04.10.21 Interpretation - Schlittenfahren" 13.10.21 Helga M. Novak war eine deutsch-isländische Schriftstellerin. Sie hieß eigentlich Maria Karlsdottir und ist 1935 in Berlin geboren und 2013 dort auch gestorben. 1968 verfasste sie die Kurzgeschichte „Schlittenfahren", die von zwei streitenden Kindern handelt. Den Vater scheint dies aber nicht zu interessieren. Die Überschrift ,,Schlittenfahren" spiegelt den Inhalt der Kurzgeschichte nur bedingt wider. Sie beschreibt eigentlich nur die Aktion der beiden Kinder. Die Geschichte beginnt damit, dass der Garten eines Hauses beschrieben wird (vgl. Z.1). Durch diesen Garten fließe ein Bach und zwei Kinder unterschiedlichen Alters sitzen auf einem Schlitten (vgl. Z.1-3). Das kleiner Kind, welches noch nicht sprechen kann, weint, da es alleine mit dem Schlittenfahren möchte (vgl. Z.3). Es wird ständig wiederholt, dass das kleinere Kind weine. So wird seine Hilflosigkeit gegenüber dem größeren Kind verdeutlicht. Schließlich tritt ein Mann aus dem Haus und meint, wer brülle, komme rein (vgl. Z.5). Hier wird nur von einem Mann gesprochen, eine nähere Verbindung zu den Kindern wird nicht genauer dargestellt und lässt den Mann unpersönlich wirken. Er möchte eigentlich nur seiner Ruhe haben und nimmt keine Rücksicht oder tröstet gar das kleinere Kind. Der Mann geht wieder ins Haus und lässt die Tür hinter sich zu fallen ohne nur zu versuchen den Streit zu schlichten (vgl. Z.5-6). So weint auch das kleinere Kind weiter und der Mann kommt wieder raus und befiehlt rein zu kommen, indem er wieder sagt, dass wer brülle reinkomme (vgl. Z.2-9). Diesmal scheint er jedoch ungeduldiger „Na wird's bald“ (Z.8) und wiederholt sich nochmal (vgl. Z.9), damit die Kinder merken, dass er endlich seine Ruhe haben will und geht wieder zurück ins Haus (vgl. Z.10). Die Tür, welche die emotionale Barriere zwischen Mann und Kinder darstellt, schließt sich hinter ihm (vgl. Z.10). Da der Mann wieder nur eine Leere Drohung ausgesprochen hat, geht kein Kind mit ins Haus. Infolgedessen überlässt das größere Kind dem kleiner den Schlitten, damit es aufhört zu weinen (vgl. Z.11). Nun fühlt sich der Mann wieder gestört: Das kleinere dürfe mit dem Schlitten fahren, aber nicht so laut dabei sein (vgl. Z.12-13). „Ja. Ja. Jaaa. Schluss jetzt" (Z.13-14) symbolisiert das Desinteresse an den Kindern. Daraufhin beschwert sich das größere Kind, dass sein kleiner Bruder, Andreas, welcher das erste Mal bei seinem Namen genannt wird, immer alleine mit dem Schlitten fahren will (vgl. Z.15). Erst jetzt kann der Leser erfassen, warum es überhaupt einen Konflikt gibt. Der Mann wiederholt seine leere Drohung (vgl. Z.16) und scheint weiterhin gleichgültig bezüglich des Streits der Kinder zu sein. Durch das „sonstwie“ (Z.16) wird gezeigt, dass es ihm auch egal ist, wer die Kinder sind, ihm ist nur seine absolute Ruhe wichtig. Des Weiteren schließt er die Tür das erste Mal selbst und setzt die Drohung nicht um (vgl. Z.17). Jetzt nimmt das größere Kind dem Kleinen den Schlitten weg, da ihm die leeren Drohungen egal sind. So „schluchzt, quietsch, jault, quengelt“ (Z.18-19) Andreas und zeigt somit seine Hilflosigkeit. Als der Mann erneut aus dem Haus tritt, gibt das größere Kind den Schlitten zurück (vgl. Z.20). Die Anwesenheit des Mannes scheint auszureichen um den Konflikt zu lösen. Nachdem dieser sich zuerst von den Kindern und dem Konflikt distanziert hat, geht er aus der Tür raus und überwindet die emotionale Barriere zwischen sich und den Kindern. Trotzdem setzt er seine Drohung nicht um, obwohl die Kinder den nötigen Respekt hätten, seine Ansage zu befolgen. Nachdem dieser Konflikt gelöst scheint, ist der Mann fröhlich: Er bleibt einen Moment draußen stehen, schaut in den blauen Himmel und pfeift (vgl. Z.22). „Die Sonne ist groß und rot. Es ist kalt.“ (Z.22-23). Der Konflikt steht im Gegensatz zum schönen Wetter. Dadurch, dass der Mann erneut ins Haus geht und die Tür schließt, entsteht wieder emotionale Barriere zwischen ihm und den Kindern. Das größere Kind möchte auch mit dem Schlitten fahren und ruft zum ersten Mal ,,Vati" (Z.24). Es sieht keine andere Möglich keit als laut zu werden, um seinen Willen zu bekommen. Der Vater kommt jedoch nichtmal mehr aus der Tür raus, sondern steckt nur noch den Kopf heraus (vgl. Z. 25). So wird der emotionale Abstand nochmals vergrößert. Zudem spricht der Mann seine übliche Drohung aus (vgl. Z.25) und schließt die Tür (vgl. Z.26) Die emotionale Distanz ist wiederhergestellt. Nun erreicht die Kurzgeschichte ihren Höhepunkt: Das größere Kind ruft abermals nach seinem Vater, da Andreas in den Bach gefallen sei (vgl. Z.27). Obwohl diese Situation sehr ernst is, öffnet sich die Tür nur einen kleinen Spalt (vgl. Z.28). Die Hilferufe des Kindes werden ignoriert und der Vater ist offensichtlich genervt. Die rhetorische Frage, wie oft er seine Drohung noch aussprechen müsse, ist unnötig, da er sie sowieso nicht wahr macht. Zudem „ruft“ (Z.28) er das erste Mal zu den Kindern herüber, wodurch sich die Distanz innerhalb der Familie nochmals vergrößert. Es ist ein klarer Abfall der persönlichen Interesse gegenüber den Kinder zu erkennen. Des Weiteren besteht der Text aus einem einfachen Wortschatz und es werden keine Fremdworte oder schmückenden Adjektive verwendet. Adjektive dienen hier lediglich zur Unterscheidung der Kinder und zur Beschreibung des Ortes oder des Wetters. Der Himmel ist blau. Die Sonne ist groß und rot. Es ist kalt.“ (Z.22). Das lässt den Text, genauso wie die fehlenden Anführungszeichen, sehr trocken, monoton und gefühllos wirken. Dies zeigt auch der parataktische Satzbau. Es gibt nur einen Nebensatz. 22 Zusammenfassend kann man sagen, dass sich der Vater nicht für seine Kinder interessiert und die meiste Zeit genervt von ihnen ist. 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