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Pädagogik - Freud Psychoanalytik

Pädagogik - Freud Psychoanalytik

 1. Klausur-Leistungskurs
Aufgabenstellung:
Thema: Pädagogisches Denken und Handeln auf der Grundlage psychoanalytischer
Theorieansätze nach

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Klausur: Psychoanalytische Theoriansätze nach Sigmund Freud Mit Erwartungshorizont

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1. Klausur-Leistungskurs Aufgabenstellung: Thema: Pädagogisches Denken und Handeln auf der Grundlage psychoanalytischer Theorieansätze nach Sigmund Freud Datum: 28.09.2020 Zeit: 9:55-12:35 Uhr 1. Beschreiben Sie das problematische Verhalten Bettys, welches die Eltern dazu veranlasst hat, ihre Tochter in eine Therapie zu schicken. Zusammenfassung 2. Erklären Sie das Verhalten Bettys unter Einbezug Ihrer fachtheoretischen Kenntnisse über die psychoanalytischen Theorieansätze nach Sigmund Freud. Theoretische Einführung + Analyse Fazit 3. Entwickeln Sie auf Basis Ihrer Fachkenntnisse- und auch unter Einbezug des psychosozialen Erklärungsmodells nach Erikson konkrete Handlungsvorschläge, um Bettys zukünftige Entwicklung positiv zu beeinflussen. Beurteilen Sie dabei abschließend auch die Erfolgschancen Ihrer Maßnahmen. 0 Materialgrundlage: Kriterien, Theoretische Einführung, Handlungsvorschläge. kritisches Fazit Auszug 1: Anneliese Ude-Pestel (Hg.): Betty - Protokoll einer Therapie. Dtv 1991. Auszug 2: Marlen Berg (Hg.): Psychoanalyse und Erziehung. 2007. (gekürzt und leicht verändert). Viel Erfolg!! 5 10 15 20 25 30 35 40 Auszug 1: Betty - Protokoll einer Therapie Anneliese Ude-Pestel Betty ist kaum sechs Jahre alt und leidet doch schwer an sich selbst und ihrer kleinen Welt, die aus Vater, Mutter, dem zwei-jährigen Bruder Sebastian und dem Kindermädchen Lisa besteht. Aber auch diese leiden unter Betty. ,,Was ist nur los mit Betty?", so fragt mich Bettys Mutter im ersten Elterngespräch, ,,dieses Kind zerrt an meinen Nerven, erschöpft meine Geduld und nimmt mir die letzten Energien. Nicht einmal des Nachts gibt sie Ruhe, raubt mir meinen Schlaf, weil sie zwischen den Eltern liegen will. In der letzten Zeit bettet...

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sie sich vor unsere Schlafzimmertür, weil ich ihr verboten habe, zu uns zu kommen. Am Tage macht die um nichts schreckliche Szenen, wirft sich vor Wut auf die Erde, schreit und schlägt mit dem Kopf auf den Fußboden, so als ob sie sich selbst Schmerzen zufügen wollte. Sie reißt sich die Haare aus, zieht sich die Kleider vom Leib, will nackt herumlaufen, weil es ihr zu heiß sei. Ihren kleinen Bruder hasst sie, unkontrolliert schlägt sie auf ihn ein, so dass man ihn schützen muss. Sie ist lieblos mit ihren Puppen, mit denen sie nicht spielt, sie nur hässlich macht und ihnen die Augen ausdrückt. Auch von mir will Betty keinerlei Zärtlichkeit... Sie will keine geben und keine nehmen. Sie ist gefühlskalt. Wir fragen uns oft, ist dieses Kind noch normal?" Weitere Auffälligkeiten Bettys sind Essschwierigkeiten, starke Ekelgefühle beim Essen, Stuhlverstopfung, sehr langes Daumenlutschen. [...] Die Mutter berichtet, dass sie im Wochenbett¹ vom Tod ihrer Stiefmutter erfuhr, an der sie sehr gehangen habe. Sie sei dadurch körperlich und seelisch zusammengebrochen und habe unter Depressionen gelitten. Es konnte zu keiner rechten Freude am Kind kommen. ,,Ich hatte keine Kraft, konnte es auch nicht stillen. Ich war in den ersten zwei Jahren völlig überfordert, da ich auch für den Haushalt meines Vaters sorgen musste. Erst als Betty neun Monate alt war, bekam ich meine erste Hilfe. Sicherlich hat Betty von mir in den ersten Jahren zu wenig Liebe empfangen, andererseits bin ich oft zu dem Kind gegangen, weil es mir in meinem schlechten Zustand Trost gegeben hat." Die Reinlichkeitserziehung hatte die Mutter schon mit 7 Monaten begonnen, so dass Betty schon mit 1,5 Jahren sauber war. Allerdings musste die Mutter ihr später noch oft Klapse geben, da Betty anfing, ihren Urin in Puppentassen zu füllen und über den Teppich zu gießen. Auf die Frage, wie die Trotzphase² ausgesehen habe, antwortet die Mutter: ,,In der Trotzphase lebt sie heute noch, Wir beide leben in einem ständigen Kampf miteinander. Es geht fast immer um Kleiderfragen. Beispiel: Als Betty drei Jahre alt war, machten wir Urlaub auf Mallorca und wollten mit einem Schiffchen fahren. Betty sollte ein Matrosenkleid anziehen, sie wollte aber lieber eine alte Hose anziehen. Während der ganzen Reise hat sie geschrien [...]. Sie war einfach nicht zu beruhigen." Und was hat Betty nun angezogen? Das Matrosenkleidchen oder die Hose?" ,,Das Matrosenkleid natürlich!" Zwang der Mutter Man kommt wieder auf die häusliche Situation zu sprechen und erfährt, dass die Familie bereits vier Kindermädchen hatte. Dazu die Mutter: ,,Aber ich bin doch auch noch viel zuhause, ich habe zwar meine Praxis, doch ich übe sie zuhause aus, so dass mich die Kinder in der Nähe wissen." ,,Aber ist eine Störung für Ihre Arbeit als Rechtsanwältin nicht sehr belastend?" „Das ist es ja eben", erwidert Mutler nur am die Mutter spontan. ,,Ich fühle mich oft auch ganz zerrissen. Dann muss ich einfach mal wegfahren, allein oder mit meinem Mann zusammen." Das kann ich schon verstehen", bemerke ich, „dann kommen sie erholter und ausgeglichener zurück. Doch die Kinder sind dann allein mit dem arbeiten, off weg 4 45 50 55 Mädchen." Der Vater fragt: ,,Aber muss man denn sein ganzes Leben von morgens bis abends für die Kinder da sein?" Ich warte eine Weile, lasse bewusst die Frage länger im Raum stehen und frage dann zurück: ,,Wie viele Stunden haben Sie denn für Betty in dieser Woche gehabt?" Der Vater denkt nach und gibt dann zur Antwort: ,,Wenn ich ehrlich bin, ... keine... ich habe sie kaum gesehen." Auszug 2: Der Fall Betty Marlen Berg Betty wirkt sehr egoistisch bzw. besitzergreifend, da sie ihre Zeit bzw. Stunde mit niemandem teilen will und Eifersucht gegenüber anderen Kindern äußert. Das Kind missbilligt zudem das Öffnen der Fenster, aus Angst, dass jemand hinein steigen könnte. Sie legt ein sehr herrisches und kommandierendes Verhalten an den Tag und äußert gegenüber der Therapeutin Kritik bezüglich deren Aussehens und macht ihr entsprechend Vorschriften. Häufig sagt sie der Therapeutin auch, sie würde sie hassen. In den ersten Sitzungen und Monaten fallen zudem folgende Verhaltensweisen auf: Betty trinkt aus der Nuckelflasche, nascht zahlreiche Bonbons/ Süßigkeiten, geht mit viel Freude auf Töpfchen und spricht stolz über ihre Ausscheidungsprodukte. Demgegenüber zeigt sie einen gewissen Waschzwang, da sie sich mit großem Eifer reinlich wäscht. Dieser Vorgang dauert oft lange und die Wahl des saubersten" Handtuches zieht sich in die Länge. Die ersten Begegnungen mit der Therapeutin sind von einer körperlichen Distanziert geprägt und das Kind vermeidet Berührungen. 1 Ein Wochenbett dient der Mutter und dem Kind zur Erholung nach der Entbindung. 2 Ca. im 2.-4. Lebensjahr zeigt sich die Trotzphase eines Kindes, die von stärkerer Gegenwehr geprägt es. Das Kind versucht vermehrt, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Expansionsdiang autonomes Erlunden ● • Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud Aufgabe 1: Beschreiben Sie das problematische Verhalten Bettys, welches die Eltern dazu veranlasst hat, ihre Tochter in eine Therapie zu schicken. Erreicht: Name: Der Prüfling... ... formuliert einen Einleitungssatz, z. B. Das vorliegende Fallbeispiel „Betty" ist in zwei Auszüge gegliedert, die 1991 von Anneliese Ude- Pestel und 2007 von Marlen Berg veröffentlicht wurden. Die darin beschriebene sechsjährige Betty treibt ihre Familie aufgrund ihrer aggressiven Verhaltensweisen gegen sich selbst und ihre Therapiestelle wendet. Familienmitglieder in den Wahnsinn, weshalb sich die Mutter nun hilfesuchend an eine • ... beschreibt das problematische Verhalten Bettys in etwa wie folgt: ● Kindermädchen Lisa zusammen. Betty ist sechs Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihrem zweijährigen Bruder sowie dem Die Mutter sucht die Therapie auf, da Betty ihr tags und nachts die Nerven raubt: Sie will zwischen den Eltern schlafen und legt sich nach dem Verbot vor deren Schlafzimmertür, sie wirft sich vor Wut auf den Boden, reißt sich die Haare raus und will nackt herumlaufen. Auch ihren jüngeren Bruder hasst und schlägt sie. • Betty erscheint der Mutter insgesamt gefühlskalt, denn von ihr möchte sie keine Zärtlichkeit. Die Mutter berichtet weiterhin, dass sie bei Bettys Geburt keine Freude an dem kleinen Stiefmutter zu bekämpfen hatte. Mädchen empfinden konnte, da sie zeitgleich unter Depressionen den Verlust ihrer eigenen ... formuliert eine Einleitung/ Überleitung ... führt zunächst in die theoretischen Grundlagen ein, unter Berücksichtigung folgender Aspekte: Sie fühlte sich in Bettys ersten beiden Lebensjahren mit der Situation überfordert, konnte Betty nicht stillen und gibt zu, dass Betty sicher mehr Liebe hätte erfahren sollen, wenngleich sie das Kind zum eigenen Trost häufiger aufsuchte. Die Reinlichkeitserziehung ließ die Mutter früh einsetzen, mit 1,5 Jahren war Betty sauber. Die Mutter berichtet aber auch von Situationen, in denen sie Betty später noch Klapse geben musste, weil diese mit ihrem Urin spielte und ihn über den Teppich kippte. Weiterhin geht aus dem Bericht der Mutter hervor, dass bereits vier Kindermädchen in der Familie tätig waren, die Mutter selbst aber von zuhause aus arbeitet und ebenfalls häufig anwesend sei, sie sich aber manchmal in dieser Situation überfordert fühlt und alleine oder mit ihrem Mann für einige Tage verreist. Zudem scheint Betty ihren Vater kaum zu sehen. Der zweite Auszug zeigt weitere problematische Verhaltensweisen Bettys, besitzergreifende und eifersüchtige Züge und zu hoher Konsum von Süßigkeiten sowie einem ausgeprägten Waschzwang. wie Der Therapeutin gegenüber äußert sie sich weiterhin häufiger herablassend, kommandierend und körperlich distanziert. Grundannahmen der Psychoanalyse (Triebsteuerung, psychische Determiniertheit, topologisches Modell) Instanzenmodell ICH-Schwäche inkl. Verschiedener Formen Abwehrmechanismen Phasenmodell psychosexueller Entwicklung ... analysiert anschließend den Fall Betty in etwa wie folgt: Bettys Mutter berichtet, dass sie bei der Geburt des Mädchens unter dem Verlust ihrer eigenen Stiefmutter litt und sich deshalb kaum an dem Kind erfreuen konnte. Ihr fehlte die Kraft Betty zu stillen und sie gesteht ein, dass das Mädchen zu wenig Liebe bekam, sie sich ihr aber hin und wieder zuwandte, wenn sie eigenen Trost suchte. Später setzte sie immer wieder 1 22 Gesamtpunktzahl Aufgabe 1 Aufgabe 2: Erklären Sie das Verhalten Bettys unter Einbezug Ihrer fachtheoretischen Kenntnisse über die psychoanalytischen Theorieansätze nach Sigmund Freud. Der Prüfling... 2 3 2 3 2 3 1 1 2 10 Pkt. 2 Pkt. 2 Erreicht Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud verschiedene Kindermädchen ein. Betty befindet sich zu dieser Zeit in der oralen Phase, der Mund bildet die erogene Zone, die Triebbefriedigung findet über das Lutschen, Kauen, Beißen und im Besonderen über den Stillvorgang und mütterliche Zuwendung und Hautkontakt statt. In Bettys Fall ist von emotionaler Versagung auszugehen. Weiterhin wurde das Kind nicht gestillt. Betty hatte vermutlich auch unter der nur teilweisen Zuwendung der Mutter und wechselnden Kindermädchen zu leiden. Name: ➜In der Langzeitfolge entwickelt das Mädchen Essschwierigkeiten, Ekelgefühle und starkes Daumenlutschen, obwohl sie bereits sechs Jahre alt ist (Fixierungen und Regressionen in diese(r) Phase. Der zweite Auszug zeigt zudem, dass sie aus der Nuckelflasche trinkt und zahlreiche Bonbons isst. Auch dadurch zeigen sich Fixierungen in dieser Phase. ➜Betty verhält sich der Therapeutin gegenüber distanziert und meidet Berührungen. Auch zu sein. dies scheint eine Konsequenz aus der fehlenden Zuwendung der Mutter in der oralen Phase Über die Zeit der analen Phase (2.-3. Lebensjahr) berichtet die Mutter, dass sie schon mit der Reinlichkeitserziehung begonnen hat, als Betty sieben Monate alt ist und sie dadurch mit 1,5 Jahren bereits sauber ist. Sie erzählt auch, dass sie Betty Klapse verpasste, wenn sie trotz ihrer Reinlichkeit mit ihrem Urin spielte. ➜Freud zufolge befindet sich das Kind in der analen Phase, seine erogene Zone bilden die Ausscheidungsorgane, insbesondere der Anus. Das Kind erzielt seine Triebbefriedigung über schmerzhaft-lustvolles Zurückhalten und Abgeben der Ausscheidungsprodukte und eventuellem Spiel mit seinen" erzeugten Produkten. Eine ebenfalls große Rolle spielt der zunehmende Expansionsdrang der Kinder. Betty wurde für ihr Spiel mit den Ausscheidungsprodukten (körperlich) bestraft und dadurch auch ihr Expansionsdrang stark eingeschränkt. Die Reinlichkeitserziehung setzte ungeduldig und deutlich zu früh ein. ➜Das Mädchen leidet weiterhin an wechselnden Bezugspersonen und zuweilen Abwesenheit der Mutter/Eltern. Sowohl für diese, als auch die phallische Phase mangelt es dadurch an Bezugspersonen und harmonischem Familienklima. ➜Langzeitfolgen deuten auf hier auf Fixierungen und Regressionen hin. Betty verhält sich egoistisch und besitzergreifend, was auf das fehlende Lob der Eltern ihrer Eltern (Kot abgeben Geschenk) zurückzuführen ist. Die Regression äußert sich darin, dass Betty auch mit sechs Jahren und damit über die anale Phase hinaus weiterhin mit viel Freude auf das Töpfchen geht und mit Stolz auf ihre Ausscheidungsprodukte reagiert. Bettys phallische Phase (3.-6. Lebensjahr) verlief laut Bericht der Mutter bisher ebenfalls eher problematisch, sie berichtet, dass Betty ihr den Schlaf raubt, weil sie zwischen den Eltern schlafen möchte und auf das Verbot dazu so reagiert, dass sie sich vor die Schlafzimmertür legt. Weiterhin reißt sie sich die Kleider vom Leib und will nackt herumlaufen, hasst ihren Bruder und schlägt ihn und will keinerlei Zärtlichkeit von der Mutter. ➜Nach Freud befindet sich Bett mit ihrem Alter am Ende der phallischen Phase, in der die Genitalregion die erogene Zone bildet und das Kind beginnt, seine Geschlechtsorgane zu erkunden, Unterschiede zum anderen Geschlecht wahrzunehmen (Zeige- und Schautrieb, Kastrationskomplex/ Penisneid) und in den Ödipus-Komplex gerät. Dass Betty nackt herumlaufen will, liegt an ihrem Zeigetrieb, dass sie zwischen ihren Eltern schlafen möchte, hängt mit dem Ödipus-Komplex zusammen. Ihre Mutter wird zu ihrer Rivalin (deshalb meidet sie deren Zärtlichkeiten, befindet sich in einem ewigen Kampf" mit der Mutter), die Zuwendung richtet sich an den Vater, der aber kaum Zeit mit dem Mädchen wird. verbringt. Daher ist fraglich, ob Betty ihren Ödipus-Komplex überwunden hat/ überwinden 6 1 4 1 2 ... nennt weitere sachbezogene Aspekte, z. B. 2 ZP ➜Bettys Hass auf ihren Bruder könnte aus Konkurrenz um die Liebe der Eltern oder Max möglichem Penisneid resultieren. Die Regressionen in die orale und phallische Phase zeigen, dass sie um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern buhlt. 6 2 1 Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud ... stellt Bezüge zum Instanzenmodell her, z.B. Zum derzeitigen Zeitpunkt scheint Bettys ES stark ausgeprägt, sie widersetzt sich, verhält sich unangemessen, schlägt um sich, zieht sich die Haare raus etc. Möglicherweise entwickelt das Mädchen eine ICH-Schwäche, wenn ihre moralische Seite durch insbesondere die Erziehung künftig nicht stärker ausgeprägt wird und das Mädchen sich weiterhin häufig alleine oder im Kampf mit den Eltern befindet. 3 ... erkennt den Abwehrmechanismus der Projektion (Betty überträgt ihren Hass auf die Mutter und die Art, wie sie von dieser angesprochen wird, auf die Therapeutin (s. 2. Auszug) ... formuliert ein Fazit. Erkennt dabei, dass Bettys Verhalten in Bezug auf Freuds Theorieansätze zum Teil gewöhnlich ist, aber der Umgang der Eltern damit das problematische ist. Der Prüfling... ... formuliert eine Einleitung/ Fragestellung 3 Gesamtpunktzahl Aufgabe 2 41 Aufgabe 3: Entwickeln Sie auf Basis Ihrer Fachkenntnisse- und auch unter Einbezug des psychosozialen Erklärungsmodells nach Erikson-konkrete Handlungsvorschläge, um Bettys zukünftige Entwicklung positiv zu beeinflussen. Beurteilen Sie abschließend auch die Erfolgschancen Ihrer Maßnahmen. ... entwickelt in Anlehnung an die Einleitung/ Fragestellung Kriterien zur näheren Überprüfung, z.B. • Förderung des Zusammenhalts Bettys mit ihrem jüngeren Bruder, Minimierung ihrer Aggressivität Harmonisches Familienklima herstellen/ Umgang mit dem Ödipus-Konflikt verbessern Stärkere Förderung des moralischen Verhaltens (Über-Ich) Förderung ihres Werksinns in der Schulzeit mit dem Ziel der Sublimierung ● Name: ... führt kurz in die theoretischen Grundlagen zu Erikson ein, unter Berücksichtigung u.a. folgender Aspekte: ● ● • ● • Psychosoziales Modell (Einbezug sozialer Bezugspersonen) 8 Stadien, Benennung der ersten vier Stadien, Persönlichkeitsentwicklung Epigenetisches Prinzip Krisen im Fokus jedes Stadiums, Verhältnis psychosozialer Gesundheit gg. Psychosoziale Störung ... entwickelt ausgehend von den gewählten Kriterien und unter Berücksichtigung fachlicher Kenntnisse Handlungsoptionen, z.B.: Gemeinsame Interessen zwischen Betty und ihrem Bruder aber vor allem auch der Mutter finden, damit Betty mit den ihr verhassten Familienmitgliedern positive Ereignisse verbinden kann. Möglicherweise Sport zum Abbau ihrer Aggressionen Mehr Zeit für Betty, die Kinder mit in die Kurzurlaube nehmen. Betty mal was mit ihrem Vater unternehmen lassen. Ihren Wunsch, im elterlichen Bett zu schlafen, nicht so stark ablehnen, sondern behutsam mit der Situation umgehen. Dafür mehr Zeit am Tag mit dem Vater schaffen. Mutter sollte weniger strafend und mehr Vorbildfunktion einnehmen, verständnisvoll auf Bettys Abweisungen reagieren, es weiter versuchen, das Kind mit Dingen locken, die es gerne mag... Mehr Zeit mit der Familie fördert auch Bettys bisher schwach ausgebildetes Über-Ich. Strafen müssen transparent sein und deutlich artikuliert sein. Betty braucht Möglichkeiten, Initiative zu zeigen aber auch deutliche Grenzen in ihrem Verhalten. Mehr Lob für angemessenes Verhalten, insbesondere dem Bruder gegenüber. Gleichmäßigere Verteilung der Aufmerksamkeit, Betty muss spüren, dass sie von beiden Elternteilen geliebt wird (und zwar genauso stark, wie ihr Bruder). 2 ZP Bettys schulische Stärken herausfinden und weiter fördern. Kontakt unter Gleichaltrigen/ finden von Freunden fördern und bestärken. Betty auch hieran deutlich machen, bei welchem Pkt. 2 4 5 Erreicht Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud Verhalten andere Kinder sie meiden würden und warum. Gleichzeitig ihre positiven Seiten und ihre Stärken (auch charakterlich) betonen. Dem Kind im Umgang mit Gleichaltrigen und schulischen Herausforderungen ein positives Selbstbild vermitteln... ... zieht ein beurteilendes Fazit, in dem die Chancen und Grenzen der Ideen abgewogen werden Darstellungsleistung (ca. 10%) ● ● ● führt seine Gedanken klar und schlüssig aus strukturiert seine Darstellung sachgerecht verwendet eine differenzierte und präzise Sprache (Fachsprache) gestaltet seine Arbeit formal ansprechend beachtet Rechtschreibung und Grammatik verwendet Textbelege und Zitate usw. ~ A-2 Name: 10 6 10

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[...] Die Mutter berichtet, dass sie im Wochenbett¹ vom Tod ihrer Stiefmutter erfuhr, an der sie sehr gehangen habe. Sie sei dadurch körperlich und seelisch zusammengebrochen und habe unter Depressionen gelitten. Es konnte zu keiner rechten Freude am Kind kommen. ,,Ich hatte keine Kraft, konnte es auch nicht stillen. Ich war in den ersten zwei Jahren völlig überfordert, da ich auch für den Haushalt meines Vaters sorgen musste. Erst als Betty neun Monate alt war, bekam ich meine erste Hilfe. Sicherlich hat Betty von mir in den ersten Jahren zu wenig Liebe empfangen, andererseits bin ich oft zu dem Kind gegangen, weil es mir in meinem schlechten Zustand Trost gegeben hat." Die Reinlichkeitserziehung hatte die Mutter schon mit 7 Monaten begonnen, so dass Betty schon mit 1,5 Jahren sauber war. Allerdings musste die Mutter ihr später noch oft Klapse geben, da Betty anfing, ihren Urin in Puppentassen zu füllen und über den Teppich zu gießen. Auf die Frage, wie die Trotzphase² ausgesehen habe, antwortet die Mutter: ,,In der Trotzphase lebt sie heute noch, Wir beide leben in einem ständigen Kampf miteinander. Es geht fast immer um Kleiderfragen. Beispiel: Als Betty drei Jahre alt war, machten wir Urlaub auf Mallorca und wollten mit einem Schiffchen fahren. Betty sollte ein Matrosenkleid anziehen, sie wollte aber lieber eine alte Hose anziehen. Während der ganzen Reise hat sie geschrien [...]. Sie war einfach nicht zu beruhigen." Und was hat Betty nun angezogen? Das Matrosenkleidchen oder die Hose?" ,,Das Matrosenkleid natürlich!" Zwang der Mutter Man kommt wieder auf die häusliche Situation zu sprechen und erfährt, dass die Familie bereits vier Kindermädchen hatte. Dazu die Mutter: ,,Aber ich bin doch auch noch viel zuhause, ich habe zwar meine Praxis, doch ich übe sie zuhause aus, so dass mich die Kinder in der Nähe wissen." ,,Aber ist eine Störung für Ihre Arbeit als Rechtsanwältin nicht sehr belastend?" „Das ist es ja eben", erwidert Mutler nur am die Mutter spontan. ,,Ich fühle mich oft auch ganz zerrissen. Dann muss ich einfach mal wegfahren, allein oder mit meinem Mann zusammen." Das kann ich schon verstehen", bemerke ich, „dann kommen sie erholter und ausgeglichener zurück. Doch die Kinder sind dann allein mit dem arbeiten, off weg 4 45 50 55 Mädchen." Der Vater fragt: ,,Aber muss man denn sein ganzes Leben von morgens bis abends für die Kinder da sein?" Ich warte eine Weile, lasse bewusst die Frage länger im Raum stehen und frage dann zurück: ,,Wie viele Stunden haben Sie denn für Betty in dieser Woche gehabt?" Der Vater denkt nach und gibt dann zur Antwort: ,,Wenn ich ehrlich bin, ... keine... ich habe sie kaum gesehen." Auszug 2: Der Fall Betty Marlen Berg Betty wirkt sehr egoistisch bzw. besitzergreifend, da sie ihre Zeit bzw. Stunde mit niemandem teilen will und Eifersucht gegenüber anderen Kindern äußert. Das Kind missbilligt zudem das Öffnen der Fenster, aus Angst, dass jemand hinein steigen könnte. Sie legt ein sehr herrisches und kommandierendes Verhalten an den Tag und äußert gegenüber der Therapeutin Kritik bezüglich deren Aussehens und macht ihr entsprechend Vorschriften. Häufig sagt sie der Therapeutin auch, sie würde sie hassen. In den ersten Sitzungen und Monaten fallen zudem folgende Verhaltensweisen auf: Betty trinkt aus der Nuckelflasche, nascht zahlreiche Bonbons/ Süßigkeiten, geht mit viel Freude auf Töpfchen und spricht stolz über ihre Ausscheidungsprodukte. Demgegenüber zeigt sie einen gewissen Waschzwang, da sie sich mit großem Eifer reinlich wäscht. Dieser Vorgang dauert oft lange und die Wahl des saubersten" Handtuches zieht sich in die Länge. Die ersten Begegnungen mit der Therapeutin sind von einer körperlichen Distanziert geprägt und das Kind vermeidet Berührungen. 1 Ein Wochenbett dient der Mutter und dem Kind zur Erholung nach der Entbindung. 2 Ca. im 2.-4. Lebensjahr zeigt sich die Trotzphase eines Kindes, die von stärkerer Gegenwehr geprägt es. Das Kind versucht vermehrt, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Expansionsdiang autonomes Erlunden ● • Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud Aufgabe 1: Beschreiben Sie das problematische Verhalten Bettys, welches die Eltern dazu veranlasst hat, ihre Tochter in eine Therapie zu schicken. Erreicht: Name: Der Prüfling... ... formuliert einen Einleitungssatz, z. B. Das vorliegende Fallbeispiel „Betty" ist in zwei Auszüge gegliedert, die 1991 von Anneliese Ude- Pestel und 2007 von Marlen Berg veröffentlicht wurden. Die darin beschriebene sechsjährige Betty treibt ihre Familie aufgrund ihrer aggressiven Verhaltensweisen gegen sich selbst und ihre Therapiestelle wendet. Familienmitglieder in den Wahnsinn, weshalb sich die Mutter nun hilfesuchend an eine • ... beschreibt das problematische Verhalten Bettys in etwa wie folgt: ● Kindermädchen Lisa zusammen. Betty ist sechs Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihrem zweijährigen Bruder sowie dem Die Mutter sucht die Therapie auf, da Betty ihr tags und nachts die Nerven raubt: Sie will zwischen den Eltern schlafen und legt sich nach dem Verbot vor deren Schlafzimmertür, sie wirft sich vor Wut auf den Boden, reißt sich die Haare raus und will nackt herumlaufen. Auch ihren jüngeren Bruder hasst und schlägt sie. • Betty erscheint der Mutter insgesamt gefühlskalt, denn von ihr möchte sie keine Zärtlichkeit. Die Mutter berichtet weiterhin, dass sie bei Bettys Geburt keine Freude an dem kleinen Stiefmutter zu bekämpfen hatte. Mädchen empfinden konnte, da sie zeitgleich unter Depressionen den Verlust ihrer eigenen ... formuliert eine Einleitung/ Überleitung ... führt zunächst in die theoretischen Grundlagen ein, unter Berücksichtigung folgender Aspekte: Sie fühlte sich in Bettys ersten beiden Lebensjahren mit der Situation überfordert, konnte Betty nicht stillen und gibt zu, dass Betty sicher mehr Liebe hätte erfahren sollen, wenngleich sie das Kind zum eigenen Trost häufiger aufsuchte. Die Reinlichkeitserziehung ließ die Mutter früh einsetzen, mit 1,5 Jahren war Betty sauber. Die Mutter berichtet aber auch von Situationen, in denen sie Betty später noch Klapse geben musste, weil diese mit ihrem Urin spielte und ihn über den Teppich kippte. Weiterhin geht aus dem Bericht der Mutter hervor, dass bereits vier Kindermädchen in der Familie tätig waren, die Mutter selbst aber von zuhause aus arbeitet und ebenfalls häufig anwesend sei, sie sich aber manchmal in dieser Situation überfordert fühlt und alleine oder mit ihrem Mann für einige Tage verreist. Zudem scheint Betty ihren Vater kaum zu sehen. Der zweite Auszug zeigt weitere problematische Verhaltensweisen Bettys, besitzergreifende und eifersüchtige Züge und zu hoher Konsum von Süßigkeiten sowie einem ausgeprägten Waschzwang. wie Der Therapeutin gegenüber äußert sie sich weiterhin häufiger herablassend, kommandierend und körperlich distanziert. Grundannahmen der Psychoanalyse (Triebsteuerung, psychische Determiniertheit, topologisches Modell) Instanzenmodell ICH-Schwäche inkl. Verschiedener Formen Abwehrmechanismen Phasenmodell psychosexueller Entwicklung ... analysiert anschließend den Fall Betty in etwa wie folgt: Bettys Mutter berichtet, dass sie bei der Geburt des Mädchens unter dem Verlust ihrer eigenen Stiefmutter litt und sich deshalb kaum an dem Kind erfreuen konnte. Ihr fehlte die Kraft Betty zu stillen und sie gesteht ein, dass das Mädchen zu wenig Liebe bekam, sie sich ihr aber hin und wieder zuwandte, wenn sie eigenen Trost suchte. Später setzte sie immer wieder 1 22 Gesamtpunktzahl Aufgabe 1 Aufgabe 2: Erklären Sie das Verhalten Bettys unter Einbezug Ihrer fachtheoretischen Kenntnisse über die psychoanalytischen Theorieansätze nach Sigmund Freud. Der Prüfling... 2 3 2 3 2 3 1 1 2 10 Pkt. 2 Pkt. 2 Erreicht Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud verschiedene Kindermädchen ein. Betty befindet sich zu dieser Zeit in der oralen Phase, der Mund bildet die erogene Zone, die Triebbefriedigung findet über das Lutschen, Kauen, Beißen und im Besonderen über den Stillvorgang und mütterliche Zuwendung und Hautkontakt statt. In Bettys Fall ist von emotionaler Versagung auszugehen. Weiterhin wurde das Kind nicht gestillt. Betty hatte vermutlich auch unter der nur teilweisen Zuwendung der Mutter und wechselnden Kindermädchen zu leiden. Name: ➜In der Langzeitfolge entwickelt das Mädchen Essschwierigkeiten, Ekelgefühle und starkes Daumenlutschen, obwohl sie bereits sechs Jahre alt ist (Fixierungen und Regressionen in diese(r) Phase. Der zweite Auszug zeigt zudem, dass sie aus der Nuckelflasche trinkt und zahlreiche Bonbons isst. Auch dadurch zeigen sich Fixierungen in dieser Phase. ➜Betty verhält sich der Therapeutin gegenüber distanziert und meidet Berührungen. Auch zu sein. dies scheint eine Konsequenz aus der fehlenden Zuwendung der Mutter in der oralen Phase Über die Zeit der analen Phase (2.-3. Lebensjahr) berichtet die Mutter, dass sie schon mit der Reinlichkeitserziehung begonnen hat, als Betty sieben Monate alt ist und sie dadurch mit 1,5 Jahren bereits sauber ist. Sie erzählt auch, dass sie Betty Klapse verpasste, wenn sie trotz ihrer Reinlichkeit mit ihrem Urin spielte. ➜Freud zufolge befindet sich das Kind in der analen Phase, seine erogene Zone bilden die Ausscheidungsorgane, insbesondere der Anus. Das Kind erzielt seine Triebbefriedigung über schmerzhaft-lustvolles Zurückhalten und Abgeben der Ausscheidungsprodukte und eventuellem Spiel mit seinen" erzeugten Produkten. Eine ebenfalls große Rolle spielt der zunehmende Expansionsdrang der Kinder. Betty wurde für ihr Spiel mit den Ausscheidungsprodukten (körperlich) bestraft und dadurch auch ihr Expansionsdrang stark eingeschränkt. Die Reinlichkeitserziehung setzte ungeduldig und deutlich zu früh ein. ➜Das Mädchen leidet weiterhin an wechselnden Bezugspersonen und zuweilen Abwesenheit der Mutter/Eltern. Sowohl für diese, als auch die phallische Phase mangelt es dadurch an Bezugspersonen und harmonischem Familienklima. ➜Langzeitfolgen deuten auf hier auf Fixierungen und Regressionen hin. Betty verhält sich egoistisch und besitzergreifend, was auf das fehlende Lob der Eltern ihrer Eltern (Kot abgeben Geschenk) zurückzuführen ist. Die Regression äußert sich darin, dass Betty auch mit sechs Jahren und damit über die anale Phase hinaus weiterhin mit viel Freude auf das Töpfchen geht und mit Stolz auf ihre Ausscheidungsprodukte reagiert. Bettys phallische Phase (3.-6. Lebensjahr) verlief laut Bericht der Mutter bisher ebenfalls eher problematisch, sie berichtet, dass Betty ihr den Schlaf raubt, weil sie zwischen den Eltern schlafen möchte und auf das Verbot dazu so reagiert, dass sie sich vor die Schlafzimmertür legt. Weiterhin reißt sie sich die Kleider vom Leib und will nackt herumlaufen, hasst ihren Bruder und schlägt ihn und will keinerlei Zärtlichkeit von der Mutter. ➜Nach Freud befindet sich Bett mit ihrem Alter am Ende der phallischen Phase, in der die Genitalregion die erogene Zone bildet und das Kind beginnt, seine Geschlechtsorgane zu erkunden, Unterschiede zum anderen Geschlecht wahrzunehmen (Zeige- und Schautrieb, Kastrationskomplex/ Penisneid) und in den Ödipus-Komplex gerät. Dass Betty nackt herumlaufen will, liegt an ihrem Zeigetrieb, dass sie zwischen ihren Eltern schlafen möchte, hängt mit dem Ödipus-Komplex zusammen. Ihre Mutter wird zu ihrer Rivalin (deshalb meidet sie deren Zärtlichkeiten, befindet sich in einem ewigen Kampf" mit der Mutter), die Zuwendung richtet sich an den Vater, der aber kaum Zeit mit dem Mädchen wird. verbringt. Daher ist fraglich, ob Betty ihren Ödipus-Komplex überwunden hat/ überwinden 6 1 4 1 2 ... nennt weitere sachbezogene Aspekte, z. B. 2 ZP ➜Bettys Hass auf ihren Bruder könnte aus Konkurrenz um die Liebe der Eltern oder Max möglichem Penisneid resultieren. Die Regressionen in die orale und phallische Phase zeigen, dass sie um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern buhlt. 6 2 1 Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud ... stellt Bezüge zum Instanzenmodell her, z.B. Zum derzeitigen Zeitpunkt scheint Bettys ES stark ausgeprägt, sie widersetzt sich, verhält sich unangemessen, schlägt um sich, zieht sich die Haare raus etc. Möglicherweise entwickelt das Mädchen eine ICH-Schwäche, wenn ihre moralische Seite durch insbesondere die Erziehung künftig nicht stärker ausgeprägt wird und das Mädchen sich weiterhin häufig alleine oder im Kampf mit den Eltern befindet. 3 ... erkennt den Abwehrmechanismus der Projektion (Betty überträgt ihren Hass auf die Mutter und die Art, wie sie von dieser angesprochen wird, auf die Therapeutin (s. 2. Auszug) ... formuliert ein Fazit. Erkennt dabei, dass Bettys Verhalten in Bezug auf Freuds Theorieansätze zum Teil gewöhnlich ist, aber der Umgang der Eltern damit das problematische ist. Der Prüfling... ... formuliert eine Einleitung/ Fragestellung 3 Gesamtpunktzahl Aufgabe 2 41 Aufgabe 3: Entwickeln Sie auf Basis Ihrer Fachkenntnisse- und auch unter Einbezug des psychosozialen Erklärungsmodells nach Erikson-konkrete Handlungsvorschläge, um Bettys zukünftige Entwicklung positiv zu beeinflussen. Beurteilen Sie abschließend auch die Erfolgschancen Ihrer Maßnahmen. ... entwickelt in Anlehnung an die Einleitung/ Fragestellung Kriterien zur näheren Überprüfung, z.B. • Förderung des Zusammenhalts Bettys mit ihrem jüngeren Bruder, Minimierung ihrer Aggressivität Harmonisches Familienklima herstellen/ Umgang mit dem Ödipus-Konflikt verbessern Stärkere Förderung des moralischen Verhaltens (Über-Ich) Förderung ihres Werksinns in der Schulzeit mit dem Ziel der Sublimierung ● Name: ... führt kurz in die theoretischen Grundlagen zu Erikson ein, unter Berücksichtigung u.a. folgender Aspekte: ● ● • ● • Psychosoziales Modell (Einbezug sozialer Bezugspersonen) 8 Stadien, Benennung der ersten vier Stadien, Persönlichkeitsentwicklung Epigenetisches Prinzip Krisen im Fokus jedes Stadiums, Verhältnis psychosozialer Gesundheit gg. Psychosoziale Störung ... entwickelt ausgehend von den gewählten Kriterien und unter Berücksichtigung fachlicher Kenntnisse Handlungsoptionen, z.B.: Gemeinsame Interessen zwischen Betty und ihrem Bruder aber vor allem auch der Mutter finden, damit Betty mit den ihr verhassten Familienmitgliedern positive Ereignisse verbinden kann. Möglicherweise Sport zum Abbau ihrer Aggressionen Mehr Zeit für Betty, die Kinder mit in die Kurzurlaube nehmen. Betty mal was mit ihrem Vater unternehmen lassen. Ihren Wunsch, im elterlichen Bett zu schlafen, nicht so stark ablehnen, sondern behutsam mit der Situation umgehen. Dafür mehr Zeit am Tag mit dem Vater schaffen. Mutter sollte weniger strafend und mehr Vorbildfunktion einnehmen, verständnisvoll auf Bettys Abweisungen reagieren, es weiter versuchen, das Kind mit Dingen locken, die es gerne mag... Mehr Zeit mit der Familie fördert auch Bettys bisher schwach ausgebildetes Über-Ich. Strafen müssen transparent sein und deutlich artikuliert sein. Betty braucht Möglichkeiten, Initiative zu zeigen aber auch deutliche Grenzen in ihrem Verhalten. Mehr Lob für angemessenes Verhalten, insbesondere dem Bruder gegenüber. Gleichmäßigere Verteilung der Aufmerksamkeit, Betty muss spüren, dass sie von beiden Elternteilen geliebt wird (und zwar genauso stark, wie ihr Bruder). 2 ZP Bettys schulische Stärken herausfinden und weiter fördern. Kontakt unter Gleichaltrigen/ finden von Freunden fördern und bestärken. Betty auch hieran deutlich machen, bei welchem Pkt. 2 4 5 Erreicht Erwartungshorizont zur 1. Pädagogikklausur Q1 LK Thema: Psychoanalytische Theorieansätze nach Sigmund Freud Verhalten andere Kinder sie meiden würden und warum. Gleichzeitig ihre positiven Seiten und ihre Stärken (auch charakterlich) betonen. Dem Kind im Umgang mit Gleichaltrigen und schulischen Herausforderungen ein positives Selbstbild vermitteln... ... zieht ein beurteilendes Fazit, in dem die Chancen und Grenzen der Ideen abgewogen werden Darstellungsleistung (ca. 10%) ● ● ● führt seine Gedanken klar und schlüssig aus strukturiert seine Darstellung sachgerecht verwendet eine differenzierte und präzise Sprache (Fachsprache) gestaltet seine Arbeit formal ansprechend beachtet Rechtschreibung und Grammatik verwendet Textbelege und Zitate usw. ~ A-2 Name: 10 6 10