Das Zweikreissystem im Industriellen Rechnungswesen: Grundlagen und Konzepte
Das Industrielles Rechnungswesen - IKR basiert auf einem ausgeklügelten Zweikreissystem, das die Finanzbuchhaltung und die Kosten- und Leistungsrechnung miteinander verbindet. Der erste Rechnungskreis (Finanzbuchhaltung) konzentriert sich auf die externe Rechnungslegung und ermittelt das Gesamtergebnis des Unternehmens durch die Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen.
Definition: Der Rechnungskreis I (Finanzbuchhaltung) unterliegt gesetzlichen Vorschriften und bildet die Grundlage für den Jahresabschluss. Alle Geschäftsvorfälle werden hier nach handels- und steuerrechtlichen Vorgaben erfasst.
Im zweiten Rechnungskreis erfolgt die interne Kosten- und Leistungsrechnung (KLR). Hier werden betriebsbezogene Aufwendungen in Kosten und betriebsbezogene Erträge in Leistungen umgewandelt. Diese Transformation ermöglicht eine präzise Analyse der betrieblichen Wirtschaftlichkeit.
Der Abgrenzungsbereich zwischen beiden Rechnungskreisen spielt eine zentrale Rolle. Hier werden neutrale Aufwendungen und Erträge identifiziert, die nicht mit dem eigentlichen Betriebszweck zusammenhängen. Diese Differenzierung ist essentiell für die Ermittlung des tatsächlichen Betriebsergebnisses.











