Kostentheorie und Kostenarten
Die Kostentheorie bildet die Grundlage für das Verständnis und die Analyse von Kosten in Unternehmen.
Definition: Kosten sind der bewertete Güteverzehr zum Zwecke der Leistungserstellung.
Diese Definition beinhaltet drei wesentliche Elemente:
- Bewertung: Ausdrücken in Geld (€)
- Güterverzehr: Verbrauch von Dingen mit Wert
- Leistungsbezogenheit: Bezug auf den Betriebszweck
Es gibt zwei Hauptarten von Kosten:
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Fixe Kosten: Diese sind unabhängig von der Produktionsmenge. Beispiele sind Miete, Abschreibungen, Grundgebühren bei Energiekosten, Gehälter, Zinsen und Steuern.
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Variable Kosten: Diese sind abhängig von der Produktionsmenge. Beispiele sind Fertigungslöhne, Energiekosten (Energieverbrauch), Transportkosten, Rohstoffe, Betriebsstoffe, Hilfsstoffe und Provisionen.
Vocabulary: Der Beschäftigungsgrad (BG) gibt an, zu welchem Prozentsatz die Kapazität ausgelastet ist. Er wird berechnet als: BG = (tatsächlich produzierte Menge / Kapazitätsgrenze) x 100
Ein wichtiges Konzept in der Kostentheorie sind Nutz- und Leerkosten:
- Nutzkosten sind der Teil der fixen Kosten, welcher der Kapazitätsauslastung entspricht.
- Leerkosten sind der Teil der fixen Kosten, welcher der Nicht-Auslastung entspricht.
Example: Bei einem Beschäftigungsgrad von 40% und Fixkosten von 90.000 € ergeben sich: Leerkosten = x 90.000 € = 54.000 € Nutzkosten = 40% x 90.000 € = 36.000 €
Die variablen Kosten können in verschiedenen Verhältnissen zur Produktionsmenge stehen:
a) Proportionales Verhältnis (linearer Verlauf) b) Überproportionales Verhältnis (progressiver Verlauf) c) Unterproportionales Verhältnis (degressiver Verlauf)
Highlight: Die Berechnung der kritischen Menge ist ein wichtiges Instrument zur Bestimmung des Break-Even-Punkts, an dem die Kosten zweier Produktionsverfahren gleich sind.




