Segregation und städtische Prozesse
Segregation ist die bewusste oder freiwillige räumliche Trennung gesellschaftlicher Gruppen in Städten. Sie kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen und ist ein wichtiges Konzept in der Geographie und Soziologie.
Es gibt drei Hauptformen der Segregation: Die ethnische Segregation trennt Menschen nach Herkunft, Kultur oder Religion. Die soziale Segregation unterscheidet nach Einkommen, Bildung oder sozialer Schicht. Bei der demographischen Segregation erfolgt die Trennung nach Altersgruppen.
Ursachen für Segregation sind vielfältig. Menschen bevorzugen oft Wohngebiete mit ähnlichen sozialen Gruppen. Auch fehlendes Integrationsvermögen, berufliche Faktoren und die Situation auf dem Wohnungsmarkt spielen eine Rolle. Vorurteile der einheimischen Bevölkerung können die sozialräumliche Segregation verstärken.
Gut zu wissen: Segregation hat nicht nur negative Folgen! Sie kann auch zu starken Gemeinschaften und Netzwerken führen, während die negativen Aspekte Überalterung, steigende Kriminalität und soziale Brennpunkte umfassen.
In Städten beobachten wir verschiedene Prozesse: Bei der Suburbanisierung ziehen Wohlhabende in Vororte, was zu mehr Pendlerverkehr führt. Die Ghettoisierung beschreibt die Entstehung von Brennpunktvierteln mit hoher Kriminalität. Bei der Gentrifizierung werden unattraktive Stadtteile modernisiert, was zur Verdrängung der ursprünglichen Bewohner führt. Die Reurbanisierung bringt Menschen zurück in die Innenstädte. Gated Communities stellen eine extreme Form sozialer Abgrenzung dar.
Diese städtischen Prozesse hängen eng mit dem Phänomen der Segregation zusammen und zeigen, wie sich unsere Städte ständig verändern - ein faszinierendes Thema für die Erdkunde!