Sektoren der Wirtschaft und Tertiärisierung
Der Strukturwandel im Ruhrgebiet lässt sich anhand der Veränderungen in den verschiedenen Wirtschaftssektoren nachvollziehen.
Definition: Die Wirtschaft wird in drei Hauptsektoren unterteilt:
- Primärer Sektor: Agrarwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau
- Sekundärer Sektor: Produzierendes Gewerbe (Industrie und Handwerk)
- Tertiärer Sektor: Dienstleistungen (Handel, Finanz-, Bildungs-, Gesundheitswesen, Tourismus)
Ein zentraler Aspekt des Strukturwandels ist der Prozess der Tertiärisierung:
Definition: Tertiärisierung bezeichnet die Verlagerung von Arbeitsplätzen vom primären und sekundären Sektor in den tertiären Sektor.
Dieser Prozess ist typisch für Ballungsräume in Industrieländern und kennzeichnet den Wandel zur postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft.
Highlight: Die Tertiärisierung im Ruhrgebiet führte zu einem Rückgang der Beschäftigung in der Montanindustrie bei gleichzeitiger Zunahme von Dienstleistungsarbeitsplätzen.
In den 1990er Jahren wurde zusätzlich der Begriff des quartären Sektors eingeführt:
Definition: Der quartäre Sektor umfasst Dienstleistungen ohne eigentlichen Erwerbscharakter, wie Forschung, Lehre und öffentliche Verwaltung.
Diese Entwicklung zeigt die zunehmende Bedeutung von Wissen und Information in modernen Volkswirtschaften.








