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Der Weg zum deutschen Nationalstaat

Der Weg zum deutschen Nationalstaat

 Der Weg zum deutschen Nationalstaat
Die Anfänge der nationalen Bewegung:
(Vormärz 1800-1830)
Restauration:
Europäische Herrscher mussten na
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(Vormärz 1800-1830)
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In der Zusammenfassung findet ihr Deutschlands Weg zum Nationalstaat zwischen 1800-1849: 1) Die Anfänge der nationalen Bewegung (1800-1830) 2) Der Wunsch nach Einheit und sein Scheitern (1830-1849)

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Der Weg zum deutschen Nationalstaat Die Anfänge der nationalen Bewegung: (Vormärz 1800-1830) Restauration: Europäische Herrscher mussten nach dem Sieg über Napoleon die Verhältnisse in Europa neu ordnen - Eine veränderte Staatenwelt in Verbindung mit der Verbreitung von revolutionären Ideen aus Frankreich führte zu dieser Neu-Organisation - Wiener Kongress (1814/15) Das Ziel war es, die alten Machtverhältnisse vor der französischen Revolution (Absolutismus) wiederherzustellen. Weitere Ziele waren die Beibehaltung der Vorrangstellung der Adligen und die legitime Staatsgewalt der Herrscherhäuser – Souveränität, Legitimität, Restauration und Mächtegleichgewicht Restauration: Wiederherstellung der alten politischen Ordnung Souveränität: Gemeinsamer Kampf der unterschiedlichen Monarchen gegen revolutionäre Ideen und Bewegungen Legitimität: Herrschaft der Monarchen durch Gott legitimiert - Altes Recht durch Gottesgnadentum Mächtegleichgewicht: Soll erzielt werden, um Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden Die Frage des deutschen Nationalstaats war noch nicht geklärt, wobei es die Gründung des Deutschen Bund gab - Lockerer Staatenbund mit 35 souveränen Fürsten und vier freien Städten mit einem Bundestag in Frankfurt Außerdem entstand die sogenannte Heilige Allianz – Die Großmächte Russland, Österreich und Preußen schlossen sich einer Allianz an, um sich gegen die zunehmenden revolutionären Bewegungen zu wehren 1814/15 : ● Sicherung der Fürstenherrschaft Bollwerk gegen revolutionäre Erhebungen National-liberale Bewegungen: Im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelte sich eine nationalliberale Bewegung, die bald in einen Konflikt mit den restaurativen Großmächten gelang - Grundsatz der Bewegungen war vor allem Freiheit, Gleichheit und Demokratie, aber auch andere Prinzipien: Prinzipien: ● ● ● Grundideen...

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und Ideale der französischen Revolution - Freiheit, Gleichheit und Demokratie. ● Auch der Gegenentwurf zur alten Ordnung - National, liberal, Individualistisch und frei, Wir-Gefühl und Wichtigkeit einer Nationsbildung Beweggründe: Ein verstärktes Wir- Gefühl sorgte für ein größeres Umdenken - Kampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft stärkte dieses Gefühl: Verfassungsstaat und die Herrschaft des Rechts. Mit dem verstärkten Wir-Gefühl geht auch der gemeinsame Feind einher – Zur Überzeugung der nationalen Ideen trug unteranderem auch die „Befreiung“ von dem gemeinsamen Feind, der Unterdrückung durch Adel und anderen Ländern, bei. Vor allem dieser gemeinsame Feind überzeugte viele Bürger, die neuen Ideen der Freiheit zu verbreiten und sich gegen bisherige Verhältnisse aufzulehnen Der Aufstieg des Bürgertums - Unzufriedenheit mit politischen- sowohl sozialen Verhältnissen der ständischen Ordnung sorgte für ein Umdenken: Wirtschaftliche Interessen an einem gemeinsamen Nationalstaat - Durch einen Nationalstaat würden aufwendige und teure Grenzen wegfallen, was vor allem ein Beweggrund für das Bürgertum war Das wachsende Bewusstsein einer gemeinsamen Kulturnation - Verstärktes Nationalbewusstsein und Diskussionen über kulturelle Werte: Insbesondere das Bildungsbürgertum (Studenten) trug diese Interessen - Angehende Bürger tragen diese Ideen weiter. Ein ebenfalls wichtiger Beweggrund waren die Vorbild oder Leitfiguren – Hermann Mythos war sowohl Vorbild als auch Leitfigur - Stärkte das Nationalbewusstsein und Wir-Gefühl. Ausprägung dieser Bewegungen: Zu Beginn des 19 Jahrhunderts wurden die national-liberalen Bewegungen in ganz Europa immer weiter verbreitet - Es entwickelten sich erste Forderungen: Forderungen: ● Staatliche Einheit - Nationalstaat Deutschland Abschaffung der ständischen Gesellschaftsordnung - Verfassungen über Menschenrechte, frei, gleich und politische Mitbestimmung • Abschaffung des Gottesgnadentum, der Territorialstaaten und der Vorrechte des Adels Die Wirtschaft solle sich frei entfalten können – Keine Beschränkungen durch Grenzen oder ähnliches Diese auch bekannte „Liberale Emanzipations- und Oppositionsideologie" war der Gegenentwurf zu der alten Ordnung und löste so nicht nur im Vormärz, sondern auch in der deutschen Revolution Konflikte zwischen Revolutionären und Restauratoren aus: Aus diesem Grund waren vor allem die Großmächte gegen die Revolutionäre, da nationalen und liberale Ideen in ihren Ländereien schädlich wären – Einflussgebiet der Monarchie. Trotzdem hielten die revolutionären Bewegungen an und es gab erste Proteste/Versammlungen: Wartburgfest: Das Wartburgfest war eine der ersten großen Versammlungen/Proteste gegen den Wiener Kongress und die darin beschlossenen Prinzipien: ● Versammlung von Studenten und Professoren, die für eine Verfassung und ein geeinigtes Deutschland protestierten (1817) ***** **** Aufgrund des Wiener Kongress und den Beschlüssen, das alte System wiederherzustellen, trafen sich insbesondere die Studenten, da diese wie bereits genannt vor allem nationale und liberale Ideen vorwiesen - Burschenschafften, in denen neue Ideen sehr verbreitet waren. Karlsbader Beschlüsse: Die immer größer werdenden nationalen Bewegungen waren vor allem für die Großmächte wie Österreich oder Preußen ein großes Problem - Ein nationaler Gedanke wäre in dem Einflussgebiet einer Monarchie wie Österreich schädlich – Er musste größtenteils unterdrückt bzw. bekämpft werden: ● Die Karlsbader Beschlüsse waren ein erster Schritt, die immer größer werdenden national-liberalen Bewegungen zu unterdrücken (1819): Hintergrund waren vor allem die national-liberalen Bewegungen, das Wartburgfest und die Ermordung am konservativen Kotzebue, der von Studenten ermordet wurde - Großes Misstrauen der Monarchen gegenüber der revolutionären Bewegungen. Beschlüsse: Die Beschlüsse wurden von vielen Vertreter deutscher Staaten unter Fürst Metternich beschlossen, der ebenfalls revolutionäre Ideen unterdrücke wollte: ● Verbot der Burschenschaften - Da Burschenschaften Ausgangspunkt für neue Ideen waren und diese auch zu revolutionären Bewegungen führten, wurden diese verboten Entlassung von bestimmten Professoren – Da Professoren mit nationaler Gesinnung im Kontakt mit den Studenten waren und so national-liberale Ideen vermittelten, wurden diese entlassen. Überwachung der Universitäten - Sie waren Ausgangspunkt revolutionärer Ideen und wurden jetzt durch Spitzel überwacht – Vorbeugung und Unterdrückung ● Zensur - Kontrolle der Presse auf ihre Gesinnung und Absichten, um neue Ideen aktiv zu verhindern Diese Beschränkungen wurden vom damaligen Bundestag in Frankfurt beschlossen und revolutionäre Bewegungen in dem damaligen deutschen Bund wurden verlangsamt. Der Weg zum deutschen Nationalstaat Der Wunsch nach Einheit und sein Scheitern: (1830-1849) Vorrevolutionärer Vormärz: Die zunehmend schlechter werdenden Verhältnisse der 1840er Jahre und die Julirevolution 1830 in Frankreich entfachten die national-liberalen Bewegungen erneut Bevölkerungswachstum und Ernährungskrisen führte zu Massenelend und die Not der damaligen Bevölkerung stieg: 28 1 FEB MAR Die sozial- und politisch motivierten Unruhen stiegen, was die Fürsten und Monarchen verunsicherte - Ideen des Liberalismus gegen die Ideen der Wiederherstellung der alten Macht Hambacher Fest: Trotz Zensur und Versammlungsverboten schlossen sich in den 1840er Jahren immer mehr Menschen aufgrund von sozialen Problemen zusammen - Es entstanden politische Richtungen wie Konservatismus, Liberalismus, Sozialismus und demokratische Radikalismus Das gemeinsame Ziel des Nationalstaats blieb jedoch! Die neu-angefachten national-liberalen Bewegungen und die Julirevolution in Frankreich 1830 sorgten für viele Versammlungen der aufgebrachten Revolutionäre: Das Hambacher Fest entsteht als größte Revolutionäre Kundgebung gegen die Zensur und Restauration und für die nationale Einheit sowie Freiheit und Souveränität (1832) Die vor allem deutschsprachigen Teilnehmer forderten Freiheit, nationale Einheit und Souveränität und versammelten sich trotz der Karlsbader Beschlüsse. Diese und viele weitere Proteste stärkten die national-liberalen Bewegungen und motivierten die Bevölkerung sich gegen die Zensur und Versammlungsverbote durchzusetzen: ● Die zunehmenden Unruhen sowie die wirtschaftliche Not der Bevölkerung die sich zum Beispiel durch de ,,Weber-Aufstand" zeigten führten letztendlich zur Eskalation dieser Proteste und zur sogenannten Märzrevolution: Märzrevolution: Anfang 1848 verstärkten sich die Proteste in Europa so stark wie nie zuvor - Eine ,,Protestwelle" entstand, die sich vor allem in den Städten zeigte: ● ● Bürger in den Städten nutzten die Unzufriedenheit der Unterschichten, die unter wirtschaftlicher Not und ähnlichen Problemen litten und konnten so ihr Aufbegehren gegen den Obrigkeitsstaat verdeutlichen. ● Im ländlichen Bereich erhoben sich die Bauern gegenüber den Adligen, an die sie Abgaben leisten mussten. Gemäßigte Revolution: Aufgrund der vielen bewegten Massen in den Städten und den großen Unruhen der Bauern auf dem Land, gaben Monarchen und Fürsten schneller nach, als sich die Revolutionäre gedacht hätten - Reformbereite Regierungen setzten ein und die Revolutionäre stellen Forderungen: ● Die wichtigsten Beweggründe waren auch hier der gemeinsame Feind: Die Adligen oder ähnliche, da sie für die schlechten Verhältnisse verantwortlich waren Ein Beispiel wären die Barrikadenkämpfe in Berlin und Wien im März 1848- Auch hier konnten sich die Märzforderungen: Bewegungen durchsetzen und die alten Mächte zogen sich zurück. Bürgerliche Rechte: Deutsche Staaten waren sehr autoritär geprägt, weswegen die Bürger mehr Rechte für jeden Einzelnen forderten Verfassung: Es sollte eine Verfassung ausgearbeitet werden, die weniger Macht für die Monarchen und mehr Sicherheit sowie Ordnung für die Bürger sichern würde: ,,Herrschaft des Rechts" Einigung Deutschlands: Aus dem deutschsprachigen Flickenteppich von verschiedenen Fürstentümer soll ein deutscher Nationalstaat mit gleicher Gesetzgebung und Regierung werden Die Forderungen sollten vor allem durch die Verständigung mit den alten Mächten durchgesetzt werden – Dabei sollten diese Bewegungen schnell in parlamentarische Bahnen gelenkt werden. Trotzdem scheiterte eine grundsätzliche Systemveränderung, wobei eine Nationalversammlung gebilligt wurde, die diese Forderungen ausarbeiten sollte. Monarchen und Fürsten werden zwar nicht gänzlich vertrieben, machen jedoch Zugeständnisse wie die Ausarbeitung von Verfassungen, Einsetzung von liberalen Ministern und die Hinarbeitung zu einem Nationalstaat. Jedoch sind diese Forderungen meist leere Versprechungen, um sich an der Macht zu halten. Trotzdem wird eine Nationalversammlung gebilligt, die diese Forderungen größtenteils ausarbeiten soll (1848) Ringen um den Nationalstaat: Die Ausarbeitung einer Verfassung dauerte sehr lange und ging bis in den März 1849 hinein - Das erste vom Volk ausgehende Verfassungswerk wurde beschlossen: Die Pauls Kirchenverfassung: ● Diese Verfassung sichert: Die Garantie der Grundrechte, die Staatsform der konstitutionellen Monarchie und eine Entscheidung über den Nationalstaat Deutschland und dessen Grenzen. Grenzfrage - Sprach- oder Territorialprinzip ? Während der Nationalversammlung gab es viele Auseinandersetzungen zur Verfassung, jedoch auch zu der Nationalstaatsfrage in Deutschland: Wie sollten die Grenzen verlaufen und welche Grenzen sollten festgelegt werden ?: ● Im Herbst 1848 wurde zunächst die „großdeutsche Lösung“ festgelegt, die vor allem alle deutschsprachigen Gebiete zu einem Nationalstaat erklären sollte. Nordsee Dabei sollten die Grenzen entweder nach Territorialprinzip, also alle Staaten des damaligen deutschen Bund oder nach dem Sprachprinzip, also alle deutschsprachigen Gebiete zugeteilt werden. Österreich lehnte diesen Grenzbeschluss ab und brachte einen Gegenentwurf, die ,,großösterreichische Lösung", die auch viele nicht deutschsprachige Gebiete zum deutschen Nationalstaat erklären würde. Beschlossen wurde schließlich die „kleindeutsche Lösung", die Österreich aus dem deutschen Nationalstaat ausschließen sollte. Hamburg Berlin Frankfurt/M. München Mittelmeer Ostsee Dresden KAISERTUM Wien Kanigsberg ÖSTERREICH A Kleindeutsche Lösung. Belgrad Nordsee Hamburg Berlin Frankfurt/M München, Mittelmeer Ostsee Dresden 30 KAISERTUM Wien Kongsberg ÖSTERREICH A Großdeutsche Lösung. grad Nordsee Hamburg Berlin Frankfurt/M. München, Mittelmeer Ostsee Dresden Königsberg KAISERTUM Wien ÖSTERREICH A Großösterreichische Lösung. Belgrad Zerschlagung der deutschen Revolution: Trotz der großen Proteste vieler Bürger und der neu ausgearbeiteten Verfassung scheiterte die Revolution 1848/49 – Die Großmächte Österreich und Preußen und große deutsche Bundesstaaten lehnten die Reichsverfassung ab. Gründe: ● ● Die Nationalversammlung dauerte über ein Jahr – Sie hat sehr lange gedauert und die Monarchien konnten sich in dieser Zeit wieder stärken Verabschiedung der Verfassung im Jahr 1849 – Der preußische König lehnt die Kaiserkrone ab und der eigentliche beschlossene Nationalstaat wird nicht verwirklicht ● Der Grund, warum er die Kaiserkrone abgelehnt hat, war vor allem die geringe Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit, die er trotz der Kaiserkrone hätte - Konstitutionelle Monarchie Auch erneute Aufstände und Proteste durch radikal-Demokraten werden von österreichischen und preußischen Truppen niedergeschlagen Folgen: ● Großmächte Österreich und Preußen konsolidieren sich und bestimmen die weiteren Entwicklungen: Die Monarchien und Einzelstaaten werden wieder gestärkt und es entsteht kein deutscher Nationalstaat Der Sieg der Restauratoren sorgt für einen Widerspruch in der Gesellschaft - Ideen des Nationalismus und der Demokratie: Bürger ziehen sich aus politischen Entscheidungen zurück und die Monarchien werden wieder gestärkt. Ist die Revolution gescheitert ? Auch wenn kein deutscher Nationalstaat entstanden ist und sich die Monarchien und Einzelstaaten wieder gestärkt haben, hat diese Revolution für Impulse im Bezug zur Freiheit und Demokratie gesorgt, die langfristige eine große Wirkung haben. Außerdem wurde das erste Mal ein vom Volk aufgebrachtes Verfassungswerk beschlossen - Mit Grundrechten ! Quellen für die Logos/Grafiken: https://app.simpleclub.com/topic/K3LPOfuBIG9QMMNUrGlz_ZD57sfmbq2bxNV0jiiNf

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Der Weg zum deutschen Nationalstaat Die Anfänge der nationalen Bewegung: (Vormärz 1800-1830) Restauration: Europäische Herrscher mussten nach dem Sieg über Napoleon die Verhältnisse in Europa neu ordnen - Eine veränderte Staatenwelt in Verbindung mit der Verbreitung von revolutionären Ideen aus Frankreich führte zu dieser Neu-Organisation - Wiener Kongress (1814/15) Das Ziel war es, die alten Machtverhältnisse vor der französischen Revolution (Absolutismus) wiederherzustellen. Weitere Ziele waren die Beibehaltung der Vorrangstellung der Adligen und die legitime Staatsgewalt der Herrscherhäuser – Souveränität, Legitimität, Restauration und Mächtegleichgewicht Restauration: Wiederherstellung der alten politischen Ordnung Souveränität: Gemeinsamer Kampf der unterschiedlichen Monarchen gegen revolutionäre Ideen und Bewegungen Legitimität: Herrschaft der Monarchen durch Gott legitimiert - Altes Recht durch Gottesgnadentum Mächtegleichgewicht: Soll erzielt werden, um Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden Die Frage des deutschen Nationalstaats war noch nicht geklärt, wobei es die Gründung des Deutschen Bund gab - Lockerer Staatenbund mit 35 souveränen Fürsten und vier freien Städten mit einem Bundestag in Frankfurt Außerdem entstand die sogenannte Heilige Allianz – Die Großmächte Russland, Österreich und Preußen schlossen sich einer Allianz an, um sich gegen die zunehmenden revolutionären Bewegungen zu wehren 1814/15 : ● Sicherung der Fürstenherrschaft Bollwerk gegen revolutionäre Erhebungen National-liberale Bewegungen: Im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelte sich eine nationalliberale Bewegung, die bald in einen Konflikt mit den restaurativen Großmächten gelang - Grundsatz der Bewegungen war vor allem Freiheit, Gleichheit und Demokratie, aber auch andere Prinzipien: Prinzipien: ● ● ● Grundideen...

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Vor allem dieser gemeinsame Feind überzeugte viele Bürger, die neuen Ideen der Freiheit zu verbreiten und sich gegen bisherige Verhältnisse aufzulehnen Der Aufstieg des Bürgertums - Unzufriedenheit mit politischen- sowohl sozialen Verhältnissen der ständischen Ordnung sorgte für ein Umdenken: Wirtschaftliche Interessen an einem gemeinsamen Nationalstaat - Durch einen Nationalstaat würden aufwendige und teure Grenzen wegfallen, was vor allem ein Beweggrund für das Bürgertum war Das wachsende Bewusstsein einer gemeinsamen Kulturnation - Verstärktes Nationalbewusstsein und Diskussionen über kulturelle Werte: Insbesondere das Bildungsbürgertum (Studenten) trug diese Interessen - Angehende Bürger tragen diese Ideen weiter. Ein ebenfalls wichtiger Beweggrund waren die Vorbild oder Leitfiguren – Hermann Mythos war sowohl Vorbild als auch Leitfigur - Stärkte das Nationalbewusstsein und Wir-Gefühl. Ausprägung dieser Bewegungen: Zu Beginn des 19 Jahrhunderts wurden die national-liberalen Bewegungen in ganz Europa immer weiter verbreitet - Es entwickelten sich erste Forderungen: Forderungen: ● Staatliche Einheit - Nationalstaat Deutschland Abschaffung der ständischen Gesellschaftsordnung - Verfassungen über Menschenrechte, frei, gleich und politische Mitbestimmung • Abschaffung des Gottesgnadentum, der Territorialstaaten und der Vorrechte des Adels Die Wirtschaft solle sich frei entfalten können – Keine Beschränkungen durch Grenzen oder ähnliches Diese auch bekannte „Liberale Emanzipations- und Oppositionsideologie" war der Gegenentwurf zu der alten Ordnung und löste so nicht nur im Vormärz, sondern auch in der deutschen Revolution Konflikte zwischen Revolutionären und Restauratoren aus: Aus diesem Grund waren vor allem die Großmächte gegen die Revolutionäre, da nationalen und liberale Ideen in ihren Ländereien schädlich wären – Einflussgebiet der Monarchie. Trotzdem hielten die revolutionären Bewegungen an und es gab erste Proteste/Versammlungen: Wartburgfest: Das Wartburgfest war eine der ersten großen Versammlungen/Proteste gegen den Wiener Kongress und die darin beschlossenen Prinzipien: ● Versammlung von Studenten und Professoren, die für eine Verfassung und ein geeinigtes Deutschland protestierten (1817) ***** **** Aufgrund des Wiener Kongress und den Beschlüssen, das alte System wiederherzustellen, trafen sich insbesondere die Studenten, da diese wie bereits genannt vor allem nationale und liberale Ideen vorwiesen - Burschenschafften, in denen neue Ideen sehr verbreitet waren. Karlsbader Beschlüsse: Die immer größer werdenden nationalen Bewegungen waren vor allem für die Großmächte wie Österreich oder Preußen ein großes Problem - Ein nationaler Gedanke wäre in dem Einflussgebiet einer Monarchie wie Österreich schädlich – Er musste größtenteils unterdrückt bzw. bekämpft werden: ● Die Karlsbader Beschlüsse waren ein erster Schritt, die immer größer werdenden national-liberalen Bewegungen zu unterdrücken (1819): Hintergrund waren vor allem die national-liberalen Bewegungen, das Wartburgfest und die Ermordung am konservativen Kotzebue, der von Studenten ermordet wurde - Großes Misstrauen der Monarchen gegenüber der revolutionären Bewegungen. Beschlüsse: Die Beschlüsse wurden von vielen Vertreter deutscher Staaten unter Fürst Metternich beschlossen, der ebenfalls revolutionäre Ideen unterdrücke wollte: ● Verbot der Burschenschaften - Da Burschenschaften Ausgangspunkt für neue Ideen waren und diese auch zu revolutionären Bewegungen führten, wurden diese verboten Entlassung von bestimmten Professoren – Da Professoren mit nationaler Gesinnung im Kontakt mit den Studenten waren und so national-liberale Ideen vermittelten, wurden diese entlassen. Überwachung der Universitäten - Sie waren Ausgangspunkt revolutionärer Ideen und wurden jetzt durch Spitzel überwacht – Vorbeugung und Unterdrückung ● Zensur - Kontrolle der Presse auf ihre Gesinnung und Absichten, um neue Ideen aktiv zu verhindern Diese Beschränkungen wurden vom damaligen Bundestag in Frankfurt beschlossen und revolutionäre Bewegungen in dem damaligen deutschen Bund wurden verlangsamt. Der Weg zum deutschen Nationalstaat Der Wunsch nach Einheit und sein Scheitern: (1830-1849) Vorrevolutionärer Vormärz: Die zunehmend schlechter werdenden Verhältnisse der 1840er Jahre und die Julirevolution 1830 in Frankreich entfachten die national-liberalen Bewegungen erneut Bevölkerungswachstum und Ernährungskrisen führte zu Massenelend und die Not der damaligen Bevölkerung stieg: 28 1 FEB MAR Die sozial- und politisch motivierten Unruhen stiegen, was die Fürsten und Monarchen verunsicherte - Ideen des Liberalismus gegen die Ideen der Wiederherstellung der alten Macht Hambacher Fest: Trotz Zensur und Versammlungsverboten schlossen sich in den 1840er Jahren immer mehr Menschen aufgrund von sozialen Problemen zusammen - Es entstanden politische Richtungen wie Konservatismus, Liberalismus, Sozialismus und demokratische Radikalismus Das gemeinsame Ziel des Nationalstaats blieb jedoch! Die neu-angefachten national-liberalen Bewegungen und die Julirevolution in Frankreich 1830 sorgten für viele Versammlungen der aufgebrachten Revolutionäre: Das Hambacher Fest entsteht als größte Revolutionäre Kundgebung gegen die Zensur und Restauration und für die nationale Einheit sowie Freiheit und Souveränität (1832) Die vor allem deutschsprachigen Teilnehmer forderten Freiheit, nationale Einheit und Souveränität und versammelten sich trotz der Karlsbader Beschlüsse. Diese und viele weitere Proteste stärkten die national-liberalen Bewegungen und motivierten die Bevölkerung sich gegen die Zensur und Versammlungsverbote durchzusetzen: ● Die zunehmenden Unruhen sowie die wirtschaftliche Not der Bevölkerung die sich zum Beispiel durch de ,,Weber-Aufstand" zeigten führten letztendlich zur Eskalation dieser Proteste und zur sogenannten Märzrevolution: Märzrevolution: Anfang 1848 verstärkten sich die Proteste in Europa so stark wie nie zuvor - Eine ,,Protestwelle" entstand, die sich vor allem in den Städten zeigte: ● ● Bürger in den Städten nutzten die Unzufriedenheit der Unterschichten, die unter wirtschaftlicher Not und ähnlichen Problemen litten und konnten so ihr Aufbegehren gegen den Obrigkeitsstaat verdeutlichen. ● Im ländlichen Bereich erhoben sich die Bauern gegenüber den Adligen, an die sie Abgaben leisten mussten. Gemäßigte Revolution: Aufgrund der vielen bewegten Massen in den Städten und den großen Unruhen der Bauern auf dem Land, gaben Monarchen und Fürsten schneller nach, als sich die Revolutionäre gedacht hätten - Reformbereite Regierungen setzten ein und die Revolutionäre stellen Forderungen: ● Die wichtigsten Beweggründe waren auch hier der gemeinsame Feind: Die Adligen oder ähnliche, da sie für die schlechten Verhältnisse verantwortlich waren Ein Beispiel wären die Barrikadenkämpfe in Berlin und Wien im März 1848- Auch hier konnten sich die Märzforderungen: Bewegungen durchsetzen und die alten Mächte zogen sich zurück. 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Monarchen und Fürsten werden zwar nicht gänzlich vertrieben, machen jedoch Zugeständnisse wie die Ausarbeitung von Verfassungen, Einsetzung von liberalen Ministern und die Hinarbeitung zu einem Nationalstaat. Jedoch sind diese Forderungen meist leere Versprechungen, um sich an der Macht zu halten. Trotzdem wird eine Nationalversammlung gebilligt, die diese Forderungen größtenteils ausarbeiten soll (1848) Ringen um den Nationalstaat: Die Ausarbeitung einer Verfassung dauerte sehr lange und ging bis in den März 1849 hinein - Das erste vom Volk ausgehende Verfassungswerk wurde beschlossen: Die Pauls Kirchenverfassung: ● Diese Verfassung sichert: Die Garantie der Grundrechte, die Staatsform der konstitutionellen Monarchie und eine Entscheidung über den Nationalstaat Deutschland und dessen Grenzen. Grenzfrage - Sprach- oder Territorialprinzip ? 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München Mittelmeer Ostsee Dresden KAISERTUM Wien Kanigsberg ÖSTERREICH A Kleindeutsche Lösung. Belgrad Nordsee Hamburg Berlin Frankfurt/M München, Mittelmeer Ostsee Dresden 30 KAISERTUM Wien Kongsberg ÖSTERREICH A Großdeutsche Lösung. grad Nordsee Hamburg Berlin Frankfurt/M. München, Mittelmeer Ostsee Dresden Königsberg KAISERTUM Wien ÖSTERREICH A Großösterreichische Lösung. Belgrad Zerschlagung der deutschen Revolution: Trotz der großen Proteste vieler Bürger und der neu ausgearbeiteten Verfassung scheiterte die Revolution 1848/49 – Die Großmächte Österreich und Preußen und große deutsche Bundesstaaten lehnten die Reichsverfassung ab. 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Ist die Revolution gescheitert ? Auch wenn kein deutscher Nationalstaat entstanden ist und sich die Monarchien und Einzelstaaten wieder gestärkt haben, hat diese Revolution für Impulse im Bezug zur Freiheit und Demokratie gesorgt, die langfristige eine große Wirkung haben. Außerdem wurde das erste Mal ein vom Volk aufgebrachtes Verfassungswerk beschlossen - Mit Grundrechten ! Quellen für die Logos/Grafiken: https://app.simpleclub.com/topic/K3LPOfuBIG9QMMNUrGlz_ZD57sfmbq2bxNV0jiiNf