Entwicklung und Merkmale moderner Kriege
Die Natur des Krieges hat sich im 21. Jahrhundert grundlegend verändert. Zwischenstaatliche Kriege sind unwahrscheinlicher geworden, da sie zu kostspielig sind. Stattdessen verlagern große Staaten ihre Interessenkonflikte in andere Länder.
Highlight: Moderne Kriege ähneln eher Bürgerkriegen, da die Zivilbevölkerung stärker involviert wird. Sie werden als transnationale Kriege bezeichnet, bei denen größere Staaten oft eine dominierende Rolle spielen.
Die Ziele und die Wahrnehmung von Kriegen haben sich ebenfalls gewandelt:
- Kriegsziele haben sich verändert
- Kriege sind in der öffentlichen Meinung unsympathischer geworden
- Es gibt einen Wandel vom Primat der institutionalisierten Politik zum Primat der ethnonationalen Gruppeninteressen
Definition: Neue Kriege zeichnen sich durch Veränderungen in den Bedingungen (z.B. nationalstaatlicher Legitimationsverlust), Akteuren (Entstaatlichung), Zielen (innergesellschaftlicher Machtgewinn) und Mitteln (Entgrenzung, Entrechtlichung, Entpolitisierung) aus.
Das Fazit ist eine Chaotisierung der Kriegsführung. Bemerkenswert ist, dass die Fähigkeit, "neue" Kriege zu führen, nicht mehr von der technischen Entwicklung militärischer Großgeräte oder stabiler Staatlichkeit abhängt, sondern primär von finanziellen Ressourcen.










