Der Erste Weltkrieg und die Februarrevolution
Der Erste Weltkrieg spielte eine entscheidende Rolle für den Verlauf der russischen Revolution 1917. Die militärischen Misserfolge Russlands offenbarten die Rückständigkeit und Unterlegenheit des Landes in Bezug auf Industrie und Ausrüstung. Die hohen Kriegsopferzahlen führten zu einem massiven Vertrauensverlust in die militärische Führung und den Zaren.
Highlight: Der Erste Weltkrieg war ein Katalysator für die Revolution, da er die Schwächen des zaristischen Systems schonungslos offenlegte.
Die sich verschärfende Wirtschaftskrise und Lebensmittelknappheit führten zu einer Welle von Streiks und Demonstrationen. Diese Unruhen gipfelten in der Februarrevolution 1917, die am 23. Februar (nach dem julianischen Kalender) begann.
Vocabulary: Februarrevolution - Der erste Teil der Russischen Revolution, der zur Abdankung des Zaren und zur Bildung einer provisorischen Regierung führte.
Die Februarrevolution 1917 einfach erklärt:
- Ansteigende Radikalisierung der Bevölkerung
- Soldaten, die eigentlich die Unruhen beseitigen sollten, stellten sich auf die Seite der Demonstranten
- Zar Nikolaus II. musste abdanken
- Die Partei der Sozialrevolutionäre übernahm die provisorische Regierung
Parallel zur provisorischen Regierung bildeten sich die Petrograder Sowjets (Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte). Dies führte zu einer Doppelherrschaft Russland 1917, bei der die provisorische Regierung und die Sowjets um die Macht konkurrierten.
Definition: Doppelherrschaft - Eine Situation, in der zwei rivalisierende Machtstrukturen (hier die provisorische Regierung und die Sowjets) nebeneinander existieren.
Während sich die provisorische Regierung hauptsächlich auf die Kriegsführung konzentrierte, versuchten die Sowjets, die wirtschaftlichen Probleme und die schlechte Versorgungslage zu verbessern. In dieser Situation kehrte Wladimir Lenin aus dem Exil zurück und befürwortete die Übernahme der Macht durch die Sowjets und die Beendigung des Krieges.
Quote: Lenin: "Alle Macht den Sowjets!" - Dieser Slogan wurde zum Leitspruch der Bolschewiki in ihrer Kampagne zur Machtübernahme.


































