Harmonielehre und Kadenzbildung
Dieser Abschnitt befasst sich mit den Grundlagen der Harmonielehre und der Kadenzbildung, die für das Verständnis der harmonischen Struktur in der Sonatenhauptsatzform von großer Bedeutung sind.
Die Hauptdreiklänge auf den Stufen 1, 4 und 5 legen die Tonart fest. Das grundlegende Kadenzschema wird als T-S-D-T (Tonika-Subdominante-Dominante-Tonika) vorgestellt.
Definition: Der authentische Schluss besteht aus der Folge Dominante-Tonika, während der plagale Schluss die Folge Subdominante-Tonika aufweist und als schwächer gilt aufgrund der fehlenden Leittonspannung.
Es werden verschiedene Dur- und Molltonarten mit ihren Vorzeichen präsentiert. Zudem werden Konzepte wie Parallelklänge und Gegenklänge eingeführt, die wichtig für die harmonische Analyse sind.
Example: In C-Dur ist a-Moll die Mollparallele, während in a-Moll C-Dur die Durparallele ist.
Die Möglichkeiten zur Variation des Kadenzschemas werden erläutert, einschließlich der Verwendung von Nebendreiklängen als Vertreter für Hauptfunktionen und der Änderung des Tongeschlechts von Hauptfunktionen (Variantklänge).
Highlight: Der Dominantseptakkord und die Doppeldominante sind wichtige harmonische Elemente, die in der Sonatenhauptsatzform oft zur Spannungssteigerung eingesetzt werden.
Abschließend wird die Akkordschreibweise erklärt, einschließlich der Bedeutung von Zahlen unter und über den Akkorden zur Angabe der Bassnote und des höchsten Tons.
Diese harmonischen Konzepte sind grundlegend für die Analyse der harmonischen Entwicklung in einer Sonatenhauptsatzform, insbesondere für das Verständnis der harmonischen Spannung zwischen Haupt- und Seitenthema und deren Auflösung in der Reprise.






