Musik /

Motivisch-Thematische Arbeit

Motivisch-Thematische Arbeit

user profile picture

Celi

56 Followers
 

Musik

 

12/13

Lernzettel

Motivisch-Thematische Arbeit

 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi
Fachbegriffe:
Artikulation: differenzierte Gestaltung von Tonerzeugung, geltend für alle Instrumente (staccato

Kommentare (1)

Teilen

Speichern

25

- Fachbegriffe + Erklärung - Harmonielehre (Parallel- und Gegenklänge) - Musikalische Einheiten - Sonatenhauptsatzform - Themenverarbeitung - Wesen der Sonate nach L. Balet und E. Rebling - Teilanalyse des Streichquartetts Op. 76, 3. Satz von F. J. Haydn

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Fachbegriffe: Artikulation: differenzierte Gestaltung von Tonerzeugung, geltend für alle Instrumente (staccato, legato, ...) oder bestimmte Spielweise eines Instruments (pizzicato, arco,...) Binäre Teilung: Teilung von Notenwerten in jeweils zwei gleichlange kleinere Notenwerte Ternäre Teilung: Teilung von Notenwerte in jeweils drei gleichlange kleinere Notenwerte Tonart: Ordnungssystem zur Organisation des Tonmaterials Tonleiter: Auflistung aller vorkommenden Töne in einer Tonart Motivisch-Thematische Arbeit Halbtonleiter: chromatische Tonleiter nur aus Halbtonschritten bestehend Ganztonleiter: nur aus Ganztonschritten bestehend Diatonik: Musik ist diatonisch, wenn sie nur Tonmaterial einer Tonart verwendet → aus Ganz- und Halbtonschritten bestehend → Dur, Moll, Kirchentonarten Chromatik: diatonische Material ergänzt durch eigentlich nicht tonleitereigene Töne Pentatonik: Tonmaterial bestehend aus fünf verschiedenen Tönen Enharmonik: jeder Ton hat zwei verschiedene Namen (enharmonische Verwechslung) Harmonik: Akkordstruktur und seine Charakterisierung Harmonisch: den Zusammenklang betreffend, keine Wertung Kadenz: harmonische Schlusswendung innerhalb oder am Ende eines Stückes Melodie: zusammenhängende Abfolge unterschiedlicher Tonhöhen Schritt: melodische Fortschreitung von einer kleinen oder großen Sekunde Sprung: melodische Fortschreitung von einer Terz oder größer Melodik: Abfolge der Tonhöhen eines Stücks zueinander Modulation: Tonartwechsel Rhythmus: regelt Ablauf der Tonlängen einer Komposition Dynamik: Lautstärkevorgänge Tempo: Geschwindigkeit eines Stücks Form: beschreibt den Aufbau eines Stückes, also die Abfolge von größeren musikalischen Abschnitten Metrum: gleichmäßige und unbetonte Unterteilung der Zeit Takt: gliedert Musik in unterschiedliche Abschnitte Auftakt: Beginn eines Motivs / Themas vor der ersten Taktzählzeit Zählzeiten: Untergliederung eines Taktes Homophonie: Satztechnik, in der die verschiedenen Stimmen...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

den gleichen Rhythmus in unterschiedlichen Tonhöhen spielen Polyphonie: die Stimmen eines Stückes spielen gleichzeitig einen unterschiedlichen Rhythmus auf unterschiedlichen Tonhöhen, gleichberechtigte Stimmen Unisono: alle Instrumente spielen den gleichen Rhythmus auf der gleichen Tonhöhe Lied: Musikstück mit Gesang und einem Begleitinstrument in der klassischen Musik Satzstruktur: Verhältnis der verschiedenen musikalischen Ebenen zueinander (z. B. Melodie vs Begleitung) Motiv: kleinste melodische oder rhythmische Sinneinheit eines Stücks Thema: Melodie, wichtiger und häufig vorkommender Baustein einer Melodie Sequenzierung: unmittelbare Wiederholung eines Motivs / Themas auf einer anderen Tonstufe, eine Sequenz entsteht; wenn nicht direkt folgend dann -> Wiederholung, Wiederaufgreifen, Zitat, ggf. transponiert Imitation: im polyphonen Satz die Wiederholung eines Motivs / Themas in einer anderen Stimme, dabei Überschneidung möglich (Engführung) Register: bestimmter klanglicher Abschnitt eines Instruments Stimme: menschliche Stimme als Klangerzeuger; Rolle eines Instruments / einer Instrumentengruppe innerhalb einer Komposition Wiederholung, Variation und Kontrast: wichtige formale Grundprinzipien 1 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Harmonie: Hauptdreiklänge: Stufe 1, 4 und 5 (legen die Tonart fest); Kadenzschema: T-S-D-T Authentischer Schluss: Dominante - Tonika B Plagaler Schluss: Subdominante - Tonika (schwächer, fehlende Leittonspannung) Dur 2b Es 3b C g Parallelklänge Gegenklänge F d b 56/7# Des Dur C 19 a Moll Ges/Fis Kadenzschema variieren: e Akkordschreibweise: G Dominantseptakkord 1# h 2#D fis 3# A es/dis 6b/6# H Cis 4# E gis 76/5# E Mollparallele (kleines p tiefgesetzt -> p) Parallelklang eine kleine Terz tiefer als der Hauptdreiklang Gegenklang eine große Terz höher als der Hauptdreiklang Do Re Mi Fa Sol La Si Die italienische Stammtonreihe: C d e f Motivisch-Thematische Arbeit 0.0 0 Nebendreiklänge: Stufe 2, 3, 6 und 7 a h Moll Durparallele (großes P hochgesetzt -> >P) Parallelklang eine kleine Terz höher als der Hauptdreiklang Eine Nebenfunktion kann als Vertreter für die Hauptfunktion in der Kadenz auftreten -> Vertreterklänge Eine Hauptfunktion kann das Tongeschlecht ändern -> Variantklänge Septimenakkorde: Erweiterung des Dreiklangs durch eine Terz Gegenklang eine große Terz tiefer als der Hauptdreiklang Doppeldominante: Dominante der Dominante Vorhaltsquartsextakkord vor der Dominante: zweite Umkehrung des Tonika-Dreiklangs vor einer Dominante Verkürzter Dominantseptakkord: Dominantseptakkord ohne Grundton Zahl unter Akkord: tiefster Ton → bei 3 Terz (1. Umkehrung) und bei 5 Quinte (2. Umkehrung) im Bass Zahl über Akkord: höchster Ton (3 o. 5) 2 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Musikalische Einheiten: - Thema 1 in der Haupttonart Phrase: entspricht der Länge eines Atems Satz: vergleichbar dem Satz in der Sprache Periode: symmetrisches Melodiemodell entsprechend einem zweiteiligen Vers Frage-Antwort-Struktur einer Periode: Phrase Gegenphrase Phrasenwiederholung Schlussphrase Vordersatz (endet nicht auf dem Grundton = offen) Nachsatz (endet auf dem Grundton = - geschlossen) Periode (8-taktig) Weitere Typen der Periodenbildung: Barocker Fortspinnungstyp Motiv a Klassischer Liedtyp Motiv a Phrase; Aufstellung Motiv a b Klassischer Entwicklungstyp Phrase a' Vordersatz (Halbsatz) Sonatenhauptsatzform: Exposition Überleitung b Thema 2 in nah verwandter Tonart (dominantische Tonart) Soggetto und Fortspinnung a' a' Schlussgruppe Beantwortung mit Halbschluss (D) C Veränderte Wiederholung a' b' Motivisch-Thematische Arbeit tritt im ersten Satz von Sonaten, Sinfonien und Streichquartetten auf ital. sonata = Klingstück ΟΔΟ Durchführung a' Verarbeitung beider Themen -> motivisch-thematische Arbeit Zerlegung und neue Zusammensetzung der Themen Rhythmische oder harmonische (Modulation) Veränderung ,,Streitgespräch" der beiden Themen a' Veränderte Wiederholung a' Wörtliche oder leicht variierte Wiederholung der Exposition Nachsatz (Halbsatz) b' b Sequenz Entwicklung und Steigerung mit Halbschluss (D) b' b" B Reprise ODO-OA! b' Beantwortung mit Ganzschluss (T) C' Auch das zweite Thema steht jetzt in der Haupttonart C Coda Schlussteil eines musikalischen Satzes 3 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Themenverarbeitung: Abspaltung: Teile aus Thema / Phrase / Motiv werden abgeschnitten, sodass nur noch ein Teil übrig bleibt Rhythmische Veränderung Diastemische Veränderung: Veränderung der Intervallstruktur Augmentation: alle Notenlängen werden verdoppelt, verdreifacht, ... Diminution: alle Notenlängen werden halbiert, geviertelt, ... Umkehrung: horizontales Vertauschen der Tonhöhenbewegungsrichtung Krebs: ein Motiv / Thema wird rückwärts gespielt; vertikale Spiegelung Fugato: ein Motiv / Thema wandert durch die Stimmen Motivisch-Thematische Arbeit Engführung/Verdichtung: ein Motiv/Thema wird gleichzeitig (teils etwas versetzt) in verschi. Stimmen gespielt Motiv-Synthese: aus den gewonnenen Teilen (z. B. durch Abspaltung) wird ein neues richtiges Thema Sequenzierung: Motiv / Thema wird auf einer anderen Tonstufe wiederholt, häufig 3-4x je einen Ton tiefer Sequenzdialog: Frage-Antwort-Spiel; St.1 spielt eine Melodie -> St. 2 spielt gleiche Melodie eine Quinte tiefer als St.1 -> St.1 spielt gleiche Melodie einen Ton tiefer als vorher -> St.2 wieder eine Quinte tiefer als St.1 -> ... Motivisch-thematische Entwicklung vorwärts und rückwärts betrachten! Ein Motiv / Thema ist das, was der Komponist zum Motiv / Thema macht, aber das wird erst im Laufe der Entwicklung klar - Wesen der Sonate laut Leo Balet und Eberhard Rebling: Normalerweise wird das Schema einer Sonate wie oben dargestellt und das Wesen der Sonate ist die Themenverarbeitung → FALSCH! Ja, in einer Sonate gibt es die thematische Arbeit, aber es ist nicht ihr Wesen → sondern eher der Spannungsablauf der durch die Harmonik erzeugt wird Die graphische Darstellung des großen harmonischen Spannungsablauf würde dasselbe Bild ergeben, wie der Spannungsablauf eines einzelnen Themas Themenaufstellung und Durchführung wäre das Crescendozeichen Reprise und Coda wären das Decrescendozeichen Eigentlicher Sinn der Sonatenhauptsatzform → Auslösung von differenziertesten Gefühlsspannungen und -entspannungen Harmonische Spannungsablauf wäre ohne Thema und Gegenthema nicht möglich → Schlussfolgerung, dass die Themenverarbeitung das Wesen der Sonate ausmachen ist falsch 4 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Streichquartett Op.76, 3.Satz von Franz Joseph Haydn: Homophoner Satz Endet in Terzlage und damit trotz Ganzschluss leicht öffnend Umspielt den Ton e Thema 1 harmonisch stabil und in sich ruhend Schlusskadenz S6/5-D²-T beginnt auftaktig Erklingt kontrastiv im Piano Auffallend großer Intervallsprung (fast 2 Oktaven) Führt leittönig zum Halbschluss auf der Dominante Von Synkopen geprägt wird von der ersten Violine vorgestellt Polyphoner Satz Beginnt auf der Quinte Charakteristischer Triller Charakteristische staccato-Artikulation Besteht aus zwei sequenzierten kleinen Terzen, die anschließend auf den Grundton führen Allegro Violine Quellen: Haydn Op. 76, 3.Satz 4 verschiedene motivische Möglichkeiten Auch später verwendet Haydn Motive aus dem Hauptsatz und neue Ideen für seine motivisch-thematische Entwicklung Es gibt kein zweites Thema → monothematisch Motivisch-Thematische Arbeit Material und Wissen aus dem Unterricht Motiv 1 X X Motiv 2 X X X X Themendualismus, zwei kontrastierende Themen X X X Beethoven Sinfonie No.5, 1.Satz Alles ist aus dem zentralen Motiv abgeleitet Motiv 3 X X X X X Motiv 4 X X Wirkung der Motive: (prinzipiell für jeden Menschen unterschiedlich) Motiv 1: tänzerisch, lebhaft, vorstellend, Verkündung, aufweckend, springend, festlich Motiv 2: strukturiert, geordnet, anschleichend, leicht, ruhig, entspannt, heimlich, hinterhältig Motiv 3: durcheinander, unstimmig, betrunken, zart, lebendig, träumerisch, zierlich, ausgelassen, fröhlich Motiv 4: ernst, setzte ein Ende / Punkt, streng, stolpernd, kraftvoll, starr, gesprungen, klar, eindeutig X X X X X Hauptthema Seitenthema LO 5

Musik /

Motivisch-Thematische Arbeit

Motivisch-Thematische Arbeit

user profile picture

Celi

56 Followers
 

Musik

 

12/13

Lernzettel

Motivisch-Thematische Arbeit

Dieser Inhalt ist nur in der Knowunity App verfügbar.

 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi
Fachbegriffe:
Artikulation: differenzierte Gestaltung von Tonerzeugung, geltend für alle Instrumente (staccato

App öffnen

Teilen

Speichern

25

Kommentare (1)

G

So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

- Fachbegriffe + Erklärung - Harmonielehre (Parallel- und Gegenklänge) - Musikalische Einheiten - Sonatenhauptsatzform - Themenverarbeitung - Wesen der Sonate nach L. Balet und E. Rebling - Teilanalyse des Streichquartetts Op. 76, 3. Satz von F. J. Haydn

Ähnliche Knows

4

Musikanalyse

Know Musikanalyse thumbnail

1210

 

11/12/13

Epochen, Begriffe und Techniken - Grundlagen

Know Epochen,  Begriffe und Techniken - Grundlagen thumbnail

4373

 

11/12/13

1

Grundlagen

Know Grundlagen thumbnail

1008

 

12

Klassik Musik

Know Klassik Musik  thumbnail

1047

 

12

Mehr

Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Fachbegriffe: Artikulation: differenzierte Gestaltung von Tonerzeugung, geltend für alle Instrumente (staccato, legato, ...) oder bestimmte Spielweise eines Instruments (pizzicato, arco,...) Binäre Teilung: Teilung von Notenwerten in jeweils zwei gleichlange kleinere Notenwerte Ternäre Teilung: Teilung von Notenwerte in jeweils drei gleichlange kleinere Notenwerte Tonart: Ordnungssystem zur Organisation des Tonmaterials Tonleiter: Auflistung aller vorkommenden Töne in einer Tonart Motivisch-Thematische Arbeit Halbtonleiter: chromatische Tonleiter nur aus Halbtonschritten bestehend Ganztonleiter: nur aus Ganztonschritten bestehend Diatonik: Musik ist diatonisch, wenn sie nur Tonmaterial einer Tonart verwendet → aus Ganz- und Halbtonschritten bestehend → Dur, Moll, Kirchentonarten Chromatik: diatonische Material ergänzt durch eigentlich nicht tonleitereigene Töne Pentatonik: Tonmaterial bestehend aus fünf verschiedenen Tönen Enharmonik: jeder Ton hat zwei verschiedene Namen (enharmonische Verwechslung) Harmonik: Akkordstruktur und seine Charakterisierung Harmonisch: den Zusammenklang betreffend, keine Wertung Kadenz: harmonische Schlusswendung innerhalb oder am Ende eines Stückes Melodie: zusammenhängende Abfolge unterschiedlicher Tonhöhen Schritt: melodische Fortschreitung von einer kleinen oder großen Sekunde Sprung: melodische Fortschreitung von einer Terz oder größer Melodik: Abfolge der Tonhöhen eines Stücks zueinander Modulation: Tonartwechsel Rhythmus: regelt Ablauf der Tonlängen einer Komposition Dynamik: Lautstärkevorgänge Tempo: Geschwindigkeit eines Stücks Form: beschreibt den Aufbau eines Stückes, also die Abfolge von größeren musikalischen Abschnitten Metrum: gleichmäßige und unbetonte Unterteilung der Zeit Takt: gliedert Musik in unterschiedliche Abschnitte Auftakt: Beginn eines Motivs / Themas vor der ersten Taktzählzeit Zählzeiten: Untergliederung eines Taktes Homophonie: Satztechnik, in der die verschiedenen Stimmen...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich Einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

den gleichen Rhythmus in unterschiedlichen Tonhöhen spielen Polyphonie: die Stimmen eines Stückes spielen gleichzeitig einen unterschiedlichen Rhythmus auf unterschiedlichen Tonhöhen, gleichberechtigte Stimmen Unisono: alle Instrumente spielen den gleichen Rhythmus auf der gleichen Tonhöhe Lied: Musikstück mit Gesang und einem Begleitinstrument in der klassischen Musik Satzstruktur: Verhältnis der verschiedenen musikalischen Ebenen zueinander (z. B. Melodie vs Begleitung) Motiv: kleinste melodische oder rhythmische Sinneinheit eines Stücks Thema: Melodie, wichtiger und häufig vorkommender Baustein einer Melodie Sequenzierung: unmittelbare Wiederholung eines Motivs / Themas auf einer anderen Tonstufe, eine Sequenz entsteht; wenn nicht direkt folgend dann -> Wiederholung, Wiederaufgreifen, Zitat, ggf. transponiert Imitation: im polyphonen Satz die Wiederholung eines Motivs / Themas in einer anderen Stimme, dabei Überschneidung möglich (Engführung) Register: bestimmter klanglicher Abschnitt eines Instruments Stimme: menschliche Stimme als Klangerzeuger; Rolle eines Instruments / einer Instrumentengruppe innerhalb einer Komposition Wiederholung, Variation und Kontrast: wichtige formale Grundprinzipien 1 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Harmonie: Hauptdreiklänge: Stufe 1, 4 und 5 (legen die Tonart fest); Kadenzschema: T-S-D-T Authentischer Schluss: Dominante - Tonika B Plagaler Schluss: Subdominante - Tonika (schwächer, fehlende Leittonspannung) Dur 2b Es 3b C g Parallelklänge Gegenklänge F d b 56/7# Des Dur C 19 a Moll Ges/Fis Kadenzschema variieren: e Akkordschreibweise: G Dominantseptakkord 1# h 2#D fis 3# A es/dis 6b/6# H Cis 4# E gis 76/5# E Mollparallele (kleines p tiefgesetzt -> p) Parallelklang eine kleine Terz tiefer als der Hauptdreiklang Gegenklang eine große Terz höher als der Hauptdreiklang Do Re Mi Fa Sol La Si Die italienische Stammtonreihe: C d e f Motivisch-Thematische Arbeit 0.0 0 Nebendreiklänge: Stufe 2, 3, 6 und 7 a h Moll Durparallele (großes P hochgesetzt -> >P) Parallelklang eine kleine Terz höher als der Hauptdreiklang Eine Nebenfunktion kann als Vertreter für die Hauptfunktion in der Kadenz auftreten -> Vertreterklänge Eine Hauptfunktion kann das Tongeschlecht ändern -> Variantklänge Septimenakkorde: Erweiterung des Dreiklangs durch eine Terz Gegenklang eine große Terz tiefer als der Hauptdreiklang Doppeldominante: Dominante der Dominante Vorhaltsquartsextakkord vor der Dominante: zweite Umkehrung des Tonika-Dreiklangs vor einer Dominante Verkürzter Dominantseptakkord: Dominantseptakkord ohne Grundton Zahl unter Akkord: tiefster Ton → bei 3 Terz (1. Umkehrung) und bei 5 Quinte (2. Umkehrung) im Bass Zahl über Akkord: höchster Ton (3 o. 5) 2 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Musikalische Einheiten: - Thema 1 in der Haupttonart Phrase: entspricht der Länge eines Atems Satz: vergleichbar dem Satz in der Sprache Periode: symmetrisches Melodiemodell entsprechend einem zweiteiligen Vers Frage-Antwort-Struktur einer Periode: Phrase Gegenphrase Phrasenwiederholung Schlussphrase Vordersatz (endet nicht auf dem Grundton = offen) Nachsatz (endet auf dem Grundton = - geschlossen) Periode (8-taktig) Weitere Typen der Periodenbildung: Barocker Fortspinnungstyp Motiv a Klassischer Liedtyp Motiv a Phrase; Aufstellung Motiv a b Klassischer Entwicklungstyp Phrase a' Vordersatz (Halbsatz) Sonatenhauptsatzform: Exposition Überleitung b Thema 2 in nah verwandter Tonart (dominantische Tonart) Soggetto und Fortspinnung a' a' Schlussgruppe Beantwortung mit Halbschluss (D) C Veränderte Wiederholung a' b' Motivisch-Thematische Arbeit tritt im ersten Satz von Sonaten, Sinfonien und Streichquartetten auf ital. sonata = Klingstück ΟΔΟ Durchführung a' Verarbeitung beider Themen -> motivisch-thematische Arbeit Zerlegung und neue Zusammensetzung der Themen Rhythmische oder harmonische (Modulation) Veränderung ,,Streitgespräch" der beiden Themen a' Veränderte Wiederholung a' Wörtliche oder leicht variierte Wiederholung der Exposition Nachsatz (Halbsatz) b' b Sequenz Entwicklung und Steigerung mit Halbschluss (D) b' b" B Reprise ODO-OA! b' Beantwortung mit Ganzschluss (T) C' Auch das zweite Thema steht jetzt in der Haupttonart C Coda Schlussteil eines musikalischen Satzes 3 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Themenverarbeitung: Abspaltung: Teile aus Thema / Phrase / Motiv werden abgeschnitten, sodass nur noch ein Teil übrig bleibt Rhythmische Veränderung Diastemische Veränderung: Veränderung der Intervallstruktur Augmentation: alle Notenlängen werden verdoppelt, verdreifacht, ... Diminution: alle Notenlängen werden halbiert, geviertelt, ... Umkehrung: horizontales Vertauschen der Tonhöhenbewegungsrichtung Krebs: ein Motiv / Thema wird rückwärts gespielt; vertikale Spiegelung Fugato: ein Motiv / Thema wandert durch die Stimmen Motivisch-Thematische Arbeit Engführung/Verdichtung: ein Motiv/Thema wird gleichzeitig (teils etwas versetzt) in verschi. Stimmen gespielt Motiv-Synthese: aus den gewonnenen Teilen (z. B. durch Abspaltung) wird ein neues richtiges Thema Sequenzierung: Motiv / Thema wird auf einer anderen Tonstufe wiederholt, häufig 3-4x je einen Ton tiefer Sequenzdialog: Frage-Antwort-Spiel; St.1 spielt eine Melodie -> St. 2 spielt gleiche Melodie eine Quinte tiefer als St.1 -> St.1 spielt gleiche Melodie einen Ton tiefer als vorher -> St.2 wieder eine Quinte tiefer als St.1 -> ... Motivisch-thematische Entwicklung vorwärts und rückwärts betrachten! Ein Motiv / Thema ist das, was der Komponist zum Motiv / Thema macht, aber das wird erst im Laufe der Entwicklung klar - Wesen der Sonate laut Leo Balet und Eberhard Rebling: Normalerweise wird das Schema einer Sonate wie oben dargestellt und das Wesen der Sonate ist die Themenverarbeitung → FALSCH! Ja, in einer Sonate gibt es die thematische Arbeit, aber es ist nicht ihr Wesen → sondern eher der Spannungsablauf der durch die Harmonik erzeugt wird Die graphische Darstellung des großen harmonischen Spannungsablauf würde dasselbe Bild ergeben, wie der Spannungsablauf eines einzelnen Themas Themenaufstellung und Durchführung wäre das Crescendozeichen Reprise und Coda wären das Decrescendozeichen Eigentlicher Sinn der Sonatenhauptsatzform → Auslösung von differenziertesten Gefühlsspannungen und -entspannungen Harmonische Spannungsablauf wäre ohne Thema und Gegenthema nicht möglich → Schlussfolgerung, dass die Themenverarbeitung das Wesen der Sonate ausmachen ist falsch 4 Lernzettel Musik 13.1 Vorabi Streichquartett Op.76, 3.Satz von Franz Joseph Haydn: Homophoner Satz Endet in Terzlage und damit trotz Ganzschluss leicht öffnend Umspielt den Ton e Thema 1 harmonisch stabil und in sich ruhend Schlusskadenz S6/5-D²-T beginnt auftaktig Erklingt kontrastiv im Piano Auffallend großer Intervallsprung (fast 2 Oktaven) Führt leittönig zum Halbschluss auf der Dominante Von Synkopen geprägt wird von der ersten Violine vorgestellt Polyphoner Satz Beginnt auf der Quinte Charakteristischer Triller Charakteristische staccato-Artikulation Besteht aus zwei sequenzierten kleinen Terzen, die anschließend auf den Grundton führen Allegro Violine Quellen: Haydn Op. 76, 3.Satz 4 verschiedene motivische Möglichkeiten Auch später verwendet Haydn Motive aus dem Hauptsatz und neue Ideen für seine motivisch-thematische Entwicklung Es gibt kein zweites Thema → monothematisch Motivisch-Thematische Arbeit Material und Wissen aus dem Unterricht Motiv 1 X X Motiv 2 X X X X Themendualismus, zwei kontrastierende Themen X X X Beethoven Sinfonie No.5, 1.Satz Alles ist aus dem zentralen Motiv abgeleitet Motiv 3 X X X X X Motiv 4 X X Wirkung der Motive: (prinzipiell für jeden Menschen unterschiedlich) Motiv 1: tänzerisch, lebhaft, vorstellend, Verkündung, aufweckend, springend, festlich Motiv 2: strukturiert, geordnet, anschleichend, leicht, ruhig, entspannt, heimlich, hinterhältig Motiv 3: durcheinander, unstimmig, betrunken, zart, lebendig, träumerisch, zierlich, ausgelassen, fröhlich Motiv 4: ernst, setzte ein Ende / Punkt, streng, stolpernd, kraftvoll, starr, gesprungen, klar, eindeutig X X X X X Hauptthema Seitenthema LO 5