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Chancen und Risiken von sozialen Medien für die Identitätsentwicklung

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Luisa

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 Chancen und Risiken von Sozialen Medien
• bei der Identitätsentwicklung
Alpha/Beta Welt
Alpha Wett - reale Welt
=
Beta Welt Medien-Welt
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Zusammenfassung Soziale Medien - Alpha-/Beta-Welt - Medienverständnis von Kindern - Chancen + Risiken - Medienkompetenz (D. Baake) - Medienpädagogische Konzepte - Digitaler Unterricht ja/nein - Theorievorstellung

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Chancen und Risiken von Sozialen Medien • bei der Identitätsentwicklung Alpha/Beta Welt Alpha Wett - reale Welt = Beta Welt Medien-Welt ! → Optimale Sozialisationsumwelt besteht aus reichhaltigem Angebot beider Welten ↳ Somit sind soziale Medien eine wichtige Sozialisationsinstanz 8 Alpha und Beta Welt beeinflussen sich gegenseitig! Medienverständnis von Kindern Beim Medienverständnis spielen sowohl kognitive, als auch Sozialmoralische Fähigkeiten eine Rolle. Dabei gilt Geistige Operationen, die in der Realität nicht möglich sind, sind auch im Bezug auf Medien nicht möglich. 0-2 Jahre •Aufmerksamkeit nur für kurze Sequenzen • Wiedererkennung wichtig (Piaget: Objektpermanenz/sensomotorische Stufe) 3-6 Jahre Einfache Episoden werden verstanden → nur bei Bezug auf die eigene Person (Piaget: präoperationale Stufe → Egozentrismus) - Einfache Spiele möglich. . 6-10 Jahre Sendungen werden differenziert betrachtet • taktische / 3D-Spiele sind möglich (Piaget: voranschreitende Dezentrierung) 10-13 Jahre • Interessen reichen über unmittelbare Welt hinaus (Piaget: formaloperationale • Internet für Informations-/Unterhaltungszwecke selbstständig nutzbar 14 + Jahre • Fähigkeiten ähnlich denen von Erwachsenen, meist ausgeprägter Stufe) Chancen und Risiken im Überblick Chancen . • Selbstkonstruktion /-darstellung → Erweiterung der realen Identität (Krappmann Identitätsdarstellung) •Unterstützung (Hurrelmann: Soziale → informative Unterstützung Ressourcen) → emotionale Unterstützung → Unterstützung durch wertschätzung •Orientierung ● → Identitätsangebote (Hurrelmann: Individuation) → Vorbilder Beziehungsmanagement (Hurrelmann: Binden) • · Räume der vergemeinschaftung → Integration Risiken Selektive Selbstdarstellung → verzerrtes Selbstbild (2Mead: Selbst- bewusstsein; y Hurrelmann: pers. Identität) • Verlust von sozialen Kompetenzen → Integration in Alpha Welt erschwert (Krappmann: Überbetonung phantom uniqueness; Hurrelmann Vernach - lässigung von Integration) : → Bindungsstörungen (Hurrelmann Binden) → Verlust von Bewältigungsstrategien. Konflikte in Alpha Welt anspruchsvoller (Hurrelmann: personale Ressourcen; Krappmann: Probleme...

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mit Ambiguitäts- ·Cybermobbing toleranz) • Identitätsdiebstahl •Suchtverhalten ( Hurrelmann: Konsumieren) → vernachlässigung von Entwicklungs- aufgaben, z. B. Bildung ( Hurrelmann Qualifizieren) Überanpassung (Konformismus), um Likes zu bekommen (2 Krappmann/Hurrelmann: überbetonung von phantom normalcy /soz. Identität) • Fixierung auf Vorbilder → keine wirklich eigene" Identität Es gibt viele Risiken für die Identitätsentwicklung im Umgang mit Medien. Diese entstehen aber meist aus fehlender Medienkompetenz und/oder durch einen übermäßigen / unkontrollierten Konsum. Mit der richtigen Medienerziehung ist es möglich, die Medienkompetenz zu stärken und so die Chancen für die Identitätsentwicklung von sozialen Medien zu nutzen. Medienkompetenz (D. Baake) Nach Dieter Baake lässt sich die Medienkompetenz in vier Teilbereiche unterteilen. Für einen reflektierten Umgang mit Medien sollten alle vier Bereiche gleichermaßen gefördert werden. Medienkritik • gesellschaftspolitisches Hintergrundwissen z. B. Interessen der Konzerne / „gläserne Menschen" / Fake News · Reflexion des eigenen Konsums • Reflexion ethischer Aspekte Medienkunde • grundlegende Kenntnisse → Das Netz vergisst nichts" • technische Expertise → Sicherheitseinstellungen Mediennutzung • für eigene Zwecke sinvolle Nutzung •Selbstregulation → Beherrschung der Medien, nicht anders herum Mediengestaltung • Weiterentwicklung der Medien Medienpädagogische Konzepte Bewahrpädagogisches Konzept →Medienkontakte einschränken + • keine problemematischen Erfahrungen. • besonders kleine Kinder wären von Medien überfordert Reparierendes Konzept →Verarbeitungshilfen geben ● (problematische) Erfahrungen machen lassen. • nachher Hilfestellung zur Bewältigung geben + • Probleme werden direkt erkannt Reflektieren des eigenen Verhaltens Aufklärendes Konzept ➜ die Medien durchschauen + •Ältere holen sich Medienerfahrungen anderswo • keine Möglichkeit Medienkompetenz aufzubauen → Gefahr von risikobehafteten Erfahrungen später ist groß •Manipulationsabsichten erklären •Institutionen der Gesellschaft kritisch erfassen problematische Erfahrungen werden unwahrscheinlicher • Erlangung von Medienkompetenz → insbesondere von Medienkritik Problematische Erfahrungen werden weiterhin gemacht und ggf. nicht ausreichend aufgearbeitet Langzeitfolgen •Gefahr von einseitiger, negativer Sicht auf Medien → vernachlässigung der Chancen Reflexives Konzept → Medienalltag bewusst gestalten Frage nach dem was und warum" 01 + ·bewusster Umgang mit Medienkonsum → reduziert Suchtgefahr → Aufbau Medienkompetenz ● Handlungsorientierte Konzept → zum Prosumenten werden •Aktiver Nutzer werden (Produzent + Konsument von Medien) + • Prinzip Geben →→ Nehmen →voneinander profitieren •Medienkompetenz • Eingliederung in Community : Digitaler Unterricht? Vorteile →Medienerziehung sollte individuell angepasst und unter Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes des Kindes erfolgen. Dazu können und sollten die medienpädagogischen Konzepte kombiniert werden. . · Vermittlung von Medienkompetenz → Risiken im Hinblick auf Medien minimieren • Online - Lernspiele → Vertiefung des Lernstoffs → keine Blamage bei Fehlern gestärktes Selbstbewusstsein (Mead) autonomie förderndes Lernen (Motessori) Flexibilität ·für jüngere Kinder überfordernd → keine zeitliche/räumliche Abhängigkeit • Vorbereitung auf Ausbildung / Studium (Hurrelmann: Qualifizieren) . Nachteile •Multitasking kann zu zusätzlichem Stress führen • Konzentrationsstörungen durch Ablenkung • Persönlicher Kontakt reduziert • Veränderung der Motivation: Unterrichtsstoff jederzeit verfügbar • Vergrößerung sozialer Ungleichheiten (Hurrelmann: äußere Realität/Maxime) • Vernachlässigung von motorischen Fähigkeiten (2 Montessori: Lernen durch Bewegung/Lernen als Sinneserfahrung) Medien können eine sinnvolle Ergänzung zum regulären Unterricht darstellen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Medienkompetenz und daraus folgend die Minimierung von Risiken für Kinder und Jugendliche beim privaten Medienkonsum. Der Einsatz von Medien als Unterrichtsmittel sollte stets individuell an den Lern- und Entwicklungsstand angepasst werden. Chancen und Risiken von Sozialen Medien bei der Identitätsentwicklung Unsere Sozialisationsumwelt besteht sowohl aus der Alpha-, also der realen, und der Beta-, also der medialen Welt. Dabei beeinflussen sie sich gegenseitig. Daher sind auch Soziale Medien eine wichtige Sozialisationsinstanz. Ab wann Kinder und Jugendliche wie mit Medien umgehen können, hängt sowohl mit ihren sozialmoralischen, als auch kognitiven Fähigkeiten zusammen. Dabei gilt: Geistige Operationen, die in der Realität nicht möglich sind, sind auch im Bezug auf Medien nicht möglich. Soziale Medien bieten viele Chancen, aber auch Risiken für die Identitätsentwicklung. So geben sie Jugendlichen die Möglichkeit der Selbstdarstellung. So können sie ihre reale Identität um eine mediale Komponente erweitern. Außerdem erhalten sie in sozialen Netzwerken informative und emotionale Unterstützung bei Problemen und erfahren Wertschätzung. Soziale Medien können auch durch Identitätsangebote und Vorbilder Orientierung bei der Identitätsfindung bieten. Ebenso sind sie Räume der Vergemeinschaftung und fördern damit die Integration und das Beziehungsmanahement. Auf der anderen Seite laufen Jugendliche Gefahr ein verzerrtes Selbstbild zu erhalten und soziale Kompetenzen zu verlernen. Dadurch wird die Integration in der Realität erschwert und Bindungsstörungen werden wahrscheinlicher. Außerdem ist es möglich in ein Suchtverhalten abzurutschen. Dann werden in der Realität eventuell Entwicklungsaufgaben vernachlässigt, was sich entwicklungshemmend auswirkt. Ebenso besteht die Gefahr der Überanpassung und Fixierung auf Vorbilder. Dies hätte zur Folge, dass der Jugendliche keine wirklich „eigene“ Identität ausbilden kann. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die meisten Risiken aus fehlender Medienkompetenz und/oder durch einen übermäßigen Konsum entstehen. Mit der richtigen Medienerziehung ist es möglich, die Medienkompetenz zu stärken und so die Chancen von Sozialen Medien für die Identitätsentwicklung zu nutzen. Nach Dieter Baake lässt sich die Medienkompetenz in vier Teilbereiche unterteilen. Für einen reflektierten Umgang mit Medien sollten alle vier Teilbereiche gleichermaßen gefördert werden. Diese sind Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Um den Umgang mit Medien zu erlernen gibt es verschiedene medienpädagogische Konzepte. Das bewahrpädagogische Konzept besteht darin, die Medienkontakte der Kinder weitestgehend einzuschränken. Das reparierende Konzept setzt auf die Unterstützung durch Verarbeitungshilfen. Bei dem aufklärenden Konzept sollen die Kinder und Jugendlichen lernen die Medien zu durchschauen und das reflexive Konzept stellt die bewusste Gestaltung des Medienalltags in den Mittelpunkt. Schließlich gibt es noch das handlungsorientierte Konzept, bei dem die Kinder und Jugendlichen zu Prosumenten, also aktiven Nutzern, werden sollen. Insgesamt ist festzuhalten, dass Medienerziehung stets indiv und dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder angepasst sein sollte. Dazu können und sollten die verschiedenen medienpädagogischen Konzepte miteinander kombiniert werden.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Medienkritik • gesellschaftspolitisches Hintergrundwissen z. B. Interessen der Konzerne / „gläserne Menschen" / Fake News · Reflexion des eigenen Konsums • Reflexion ethischer Aspekte Medienkunde • grundlegende Kenntnisse → Das Netz vergisst nichts" • technische Expertise → Sicherheitseinstellungen Mediennutzung • für eigene Zwecke sinvolle Nutzung •Selbstregulation → Beherrschung der Medien, nicht anders herum Mediengestaltung • Weiterentwicklung der Medien Medienpädagogische Konzepte Bewahrpädagogisches Konzept →Medienkontakte einschränken + • keine problemematischen Erfahrungen. • besonders kleine Kinder wären von Medien überfordert Reparierendes Konzept →Verarbeitungshilfen geben ● (problematische) Erfahrungen machen lassen. • nachher Hilfestellung zur Bewältigung geben + • Probleme werden direkt erkannt Reflektieren des eigenen Verhaltens Aufklärendes Konzept ➜ die Medien durchschauen + •Ältere holen sich Medienerfahrungen anderswo • keine Möglichkeit Medienkompetenz aufzubauen → Gefahr von risikobehafteten Erfahrungen später ist groß •Manipulationsabsichten erklären •Institutionen der Gesellschaft kritisch erfassen problematische Erfahrungen werden unwahrscheinlicher • Erlangung von Medienkompetenz → insbesondere von Medienkritik Problematische Erfahrungen werden weiterhin gemacht und ggf. nicht ausreichend aufgearbeitet Langzeitfolgen •Gefahr von einseitiger, negativer Sicht auf Medien → vernachlässigung der Chancen Reflexives Konzept → Medienalltag bewusst gestalten Frage nach dem was und warum" 01 + ·bewusster Umgang mit Medienkonsum → reduziert Suchtgefahr → Aufbau Medienkompetenz ● Handlungsorientierte Konzept → zum Prosumenten werden •Aktiver Nutzer werden (Produzent + Konsument von Medien) + • Prinzip Geben →→ Nehmen →voneinander profitieren •Medienkompetenz • Eingliederung in Community : Digitaler Unterricht? Vorteile →Medienerziehung sollte individuell angepasst und unter Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes des Kindes erfolgen. Dazu können und sollten die medienpädagogischen Konzepte kombiniert werden. . · Vermittlung von Medienkompetenz → Risiken im Hinblick auf Medien minimieren • Online - Lernspiele → Vertiefung des Lernstoffs → keine Blamage bei Fehlern gestärktes Selbstbewusstsein (Mead) autonomie förderndes Lernen (Motessori) Flexibilität ·für jüngere Kinder überfordernd → keine zeitliche/räumliche Abhängigkeit • Vorbereitung auf Ausbildung / Studium (Hurrelmann: Qualifizieren) . Nachteile •Multitasking kann zu zusätzlichem Stress führen • Konzentrationsstörungen durch Ablenkung • Persönlicher Kontakt reduziert • Veränderung der Motivation: Unterrichtsstoff jederzeit verfügbar • Vergrößerung sozialer Ungleichheiten (Hurrelmann: äußere Realität/Maxime) • Vernachlässigung von motorischen Fähigkeiten (2 Montessori: Lernen durch Bewegung/Lernen als Sinneserfahrung) Medien können eine sinnvolle Ergänzung zum regulären Unterricht darstellen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Medienkompetenz und daraus folgend die Minimierung von Risiken für Kinder und Jugendliche beim privaten Medienkonsum. Der Einsatz von Medien als Unterrichtsmittel sollte stets individuell an den Lern- und Entwicklungsstand angepasst werden. Chancen und Risiken von Sozialen Medien bei der Identitätsentwicklung Unsere Sozialisationsumwelt besteht sowohl aus der Alpha-, also der realen, und der Beta-, also der medialen Welt. Dabei beeinflussen sie sich gegenseitig. Daher sind auch Soziale Medien eine wichtige Sozialisationsinstanz. Ab wann Kinder und Jugendliche wie mit Medien umgehen können, hängt sowohl mit ihren sozialmoralischen, als auch kognitiven Fähigkeiten zusammen. Dabei gilt: Geistige Operationen, die in der Realität nicht möglich sind, sind auch im Bezug auf Medien nicht möglich. Soziale Medien bieten viele Chancen, aber auch Risiken für die Identitätsentwicklung. So geben sie Jugendlichen die Möglichkeit der Selbstdarstellung. So können sie ihre reale Identität um eine mediale Komponente erweitern. Außerdem erhalten sie in sozialen Netzwerken informative und emotionale Unterstützung bei Problemen und erfahren Wertschätzung. Soziale Medien können auch durch Identitätsangebote und Vorbilder Orientierung bei der Identitätsfindung bieten. Ebenso sind sie Räume der Vergemeinschaftung und fördern damit die Integration und das Beziehungsmanahement. Auf der anderen Seite laufen Jugendliche Gefahr ein verzerrtes Selbstbild zu erhalten und soziale Kompetenzen zu verlernen. Dadurch wird die Integration in der Realität erschwert und Bindungsstörungen werden wahrscheinlicher. Außerdem ist es möglich in ein Suchtverhalten abzurutschen. Dann werden in der Realität eventuell Entwicklungsaufgaben vernachlässigt, was sich entwicklungshemmend auswirkt. Ebenso besteht die Gefahr der Überanpassung und Fixierung auf Vorbilder. Dies hätte zur Folge, dass der Jugendliche keine wirklich „eigene“ Identität ausbilden kann. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die meisten Risiken aus fehlender Medienkompetenz und/oder durch einen übermäßigen Konsum entstehen. Mit der richtigen Medienerziehung ist es möglich, die Medienkompetenz zu stärken und so die Chancen von Sozialen Medien für die Identitätsentwicklung zu nutzen. Nach Dieter Baake lässt sich die Medienkompetenz in vier Teilbereiche unterteilen. Für einen reflektierten Umgang mit Medien sollten alle vier Teilbereiche gleichermaßen gefördert werden. Diese sind Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Um den Umgang mit Medien zu erlernen gibt es verschiedene medienpädagogische Konzepte. Das bewahrpädagogische Konzept besteht darin, die Medienkontakte der Kinder weitestgehend einzuschränken. Das reparierende Konzept setzt auf die Unterstützung durch Verarbeitungshilfen. Bei dem aufklärenden Konzept sollen die Kinder und Jugendlichen lernen die Medien zu durchschauen und das reflexive Konzept stellt die bewusste Gestaltung des Medienalltags in den Mittelpunkt. Schließlich gibt es noch das handlungsorientierte Konzept, bei dem die Kinder und Jugendlichen zu Prosumenten, also aktiven Nutzern, werden sollen. Insgesamt ist festzuhalten, dass Medienerziehung stets indiv und dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder angepasst sein sollte. Dazu können und sollten die verschiedenen medienpädagogischen Konzepte miteinander kombiniert werden.