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Gewalt-Heitmeyer

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Hannah

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Pädagogik

 

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Gewalt-Heitmeyer

 Allgemeine Vorbemerkung
Gewalt ist eine Form devianten, d.h. abweichenden Verhaltens
Gewalt
- oft werden die Begriffe Gewalt und Aggression

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Gewalt-Heitmeyer Zusammenfassung

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Allgemeine Vorbemerkung Gewalt ist eine Form devianten, d.h. abweichenden Verhaltens Gewalt - oft werden die Begriffe Gewalt und Aggressionen synonym benutzt, obwohl sie nicht die selbe Bedeutung haben. > Aggressionen: innere kraft, welche zum Handeln drängt →→ aggressive Impulse können unterschiedlich verarbeitet werden: - Unterdrückung - konstruktive Energie (Sport) - destruktive Energie Aggressive Impulse gehören zur natürlichen (überlebensnotwendigen) Grundausstattung des Menschen →→ lassen sich unter bestimmten umständen schnell aktivieren (Aggressionen und gewalttätiges Verhalten) → auf aggressiven Impulsen beruhendes gewalttätiges Handeln ist an körperliche Reaktionen gekoppelt, die sich bis in rauschhafte Zustände steigern können -Auftreten von Aggressionen und Gewalt sowie der umgang damit hängen in menschlichen Gesellschaften eng mit sozialen und kulturellen Faktoren zusammen. Die Begrenzung von Gewalt durch juristische Normen und soziale Werte stellt eine Kulturleistung dar, die stets gefährdet ist. - ge schlechts spezifische Unterschiede im Bezug auf körperliche Gewalt Des gibt auch gewalttätige Frauen, empirisch gesehen handelt es sich bei physischer Gewalt jedoch vor allem um ein männliches Phänomen ↳ Mehrheit aller Männer ist nicht gewaltaffin Sozialpsychologischer Desintegrationsansatz von Heitmeyer Kerngedanken -beleuchtet die gesellschaftlichen und sozialen Faktoren, die zur Entstehung von Jugendgewalt beitragen - erklärt aggressives, gewalttätiges Verhalten als Folge von Desintegrationserfahrungen und Perspektivlosigkeit - Gewalt als kompensationsmittel Pluralisierungs- und Individualisierungsprozesse (vor allem in modernen Industriegesellschaften) sind ambivalent →→ Menschen verfügen über mehr Optionen ↳ Entscheidungsfreiheiten aber auch Entscheidungszwänge als Resultat →→ müssen...

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immer komplexere Lebensaufgaben bewältigen, währrend sich gleichzeitig der Rückhalt verringert, den Menschen durch stabile vergemeinschaftungs- formen haben ↳ Individualisierungsprozesse sind mit Gefährdungen und Risiken verbunden - Individualisierungsprozesse enthalten Desintegrationspotenziale → durch Schwächung tradierter sozialer Beziehungen und Abnahme allgemeingültiger Normen und Werte ↳ verstärkt werden die Prozesse durch eine zunehmende ökonomische und soziale ungleichheit, die mit Ausgrenzung verbunden ist - Desintegrationspotenziale gibt es auf verschiedenen Ebenen > Familie: -Wandel von Ehe und Familien (Scheidungen, Patchwork familien, Alleinerziehende,...). LD Folge: Familienstrukturen und familiäre Bindungen werden fragiler - gibt es auch in äußerlich intakten Familien emotionale Desintegrationspotenziale => Familie als ein zentraler Einflussfaktor für die verunsicherung von Jugendlichen. Wenn Jugendliche in ihren Familien nicht die notwendige Aufmerksamkeit, Anerkennung und unterstützung bekommen, schlägt sich das auf ihr Selbstwertgefühl nieder und verunsichert sie. > Institutionen und soziale Gemeinschaften: - Mitgliedschaften in vereinen, christlichen Kirchen, verbänden (z. B. Gewerkschaften und Parteien hat stark abgenommen ↳ traditionelle soziale Gemeinschaften (z. B. Kirchengemeinde) haben an Bindekraft verloren. > Gesellschaftliche Werte: Durch unserer pluralistischen Gesellschaft existieren kaum noch allgemein verbindliche Normen, Werte und Verhaltensstandards. LD Wertepluralismus > Sozialstruktur / soziale ungleichheit: Menschen mit schlechten Bildungsqualitäten, arm oder arbeitslos sind, oder einer sozialen Randgruppe angehören haben nur geringe Möglichkeiten zur ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Teilhabe an unserer Gesellschaft → gilt auch für Menschen aus prekären Beschäftigungsverhältnissen → durch unsicherheiten des Arbeitsmarktes werden bei vielen Menschen Abstiegsångste ausgelöst Sozialpsychologischer Desintegrationsansatz von Heitmeyer Kerngedanken Verunsicherung bei Jugendlichen durch den mit dem Individualisierungsprozess verbundenen Risiken →äußern sich in emotionaler Form (z. B. Zukunftsångste, niedriges selbstwertgefühl, Form von Handlungs unsicherheiten) →gilt besonders bei Jugendlichen mit Desintegrationspotentialen → Form der verarbeitung von Unsicherheitsgefühlen: gewalttätiges Verhalten ↳D Bei Menschen mit Desintegrationserfahrungen ist das Risiko größer, dass ihre Hemmschwelle gegenüber Gewalt sinkt, als bei Menschen die gesellschaft- lich und familiär gut integriert sind Gewalttätiges verhalten kann unterschiedliche Motive haben: > Expressive Gewalt wird ausgeübt, um aggressive Spannungen auszuleben, Macht auszuüben und statusgewinn über stärke zu erzielen. Dies ist häufig bei Gewalt unter Jugendlichen der Fall. Da diese Form von Gewalt oft unberechenbar ist, die Opfer beliebig ausgewählt werden und Zufälle dabei eine große Rolle spielen, erscheint sie vielen Menschen als besonders bedrohlich.. > Instrumentelle Gewalt wird bewusst als Mittel eingesetzt, um ökonomische oder soziale Ziele zu erreichen, die man ohne den Einsatz von Gewalt nicht erreichen kann. > Regressive Gewalt ist politisch und ideologisch motiviert. Es geht dabei - zumindest vordergründig- um Gewalt gegen politische Gegner oder Menschen anderer Nationalität oder ethnischer Herkunft. > Auto aggressive Gewalt richtet sich gegen die eigene Person. Sie ist ein ventil für psychische Spannungen, für die eine Person keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten hat. Pädagogische Perspektive - nach Heitmey er wirken sich alle Maßnahmen allgemein positiv und auch gewaltpräventiv aus, die Kindern und Jugendlichen Desintegrationspotenziale ersparen und dazu beitragen, dass sie Anerkennung erhalten und ein positives Selbstwertgefühl entwickeln. → Schulische Institutionen und die Bildungspolitik können einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der sozialen integration leisten. ・generelle verbesserung der Bildungschancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher ist dringend notwendig soll die spätere ökonomische und soziale Teilhabe verbessern durch Maßnahmen wie z. B. Frühförderung o.ā., welche die schulischen Leistungen vebessern - soziale Integration durch Sportvereine, Jugendgruppen.... unterstützen

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Allgemeine Vorbemerkung Gewalt ist eine Form devianten, d.h. abweichenden Verhaltens Gewalt - oft werden die Begriffe Gewalt und Aggressionen synonym benutzt, obwohl sie nicht die selbe Bedeutung haben. > Aggressionen: innere kraft, welche zum Handeln drängt →→ aggressive Impulse können unterschiedlich verarbeitet werden: - Unterdrückung - konstruktive Energie (Sport) - destruktive Energie Aggressive Impulse gehören zur natürlichen (überlebensnotwendigen) Grundausstattung des Menschen →→ lassen sich unter bestimmten umständen schnell aktivieren (Aggressionen und gewalttätiges Verhalten) → auf aggressiven Impulsen beruhendes gewalttätiges Handeln ist an körperliche Reaktionen gekoppelt, die sich bis in rauschhafte Zustände steigern können -Auftreten von Aggressionen und Gewalt sowie der umgang damit hängen in menschlichen Gesellschaften eng mit sozialen und kulturellen Faktoren zusammen. Die Begrenzung von Gewalt durch juristische Normen und soziale Werte stellt eine Kulturleistung dar, die stets gefährdet ist. - ge schlechts spezifische Unterschiede im Bezug auf körperliche Gewalt Des gibt auch gewalttätige Frauen, empirisch gesehen handelt es sich bei physischer Gewalt jedoch vor allem um ein männliches Phänomen ↳ Mehrheit aller Männer ist nicht gewaltaffin Sozialpsychologischer Desintegrationsansatz von Heitmeyer Kerngedanken -beleuchtet die gesellschaftlichen und sozialen Faktoren, die zur Entstehung von Jugendgewalt beitragen - erklärt aggressives, gewalttätiges Verhalten als Folge von Desintegrationserfahrungen und Perspektivlosigkeit - Gewalt als kompensationsmittel Pluralisierungs- und Individualisierungsprozesse (vor allem in modernen Industriegesellschaften) sind ambivalent →→ Menschen verfügen über mehr Optionen ↳ Entscheidungsfreiheiten aber auch Entscheidungszwänge als Resultat →→ müssen...

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