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Wilhelm Heitmeyer

30.5.2022

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Gewalttheorien - Der soziologische Erklärungsansatz nach Wilhelm Heitmeyer
Allgemeines
Heitmeyer hat einen sozialpsychologischen Ansatz form
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Heitmeyer hat einen sozialpsychologischen Ansatz form
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Heitmeyer hat einen sozialpsychologischen Ansatz form
Gewalttheorien - Der soziologische Erklärungsansatz nach Wilhelm Heitmeyer
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Heitmeyer hat einen sozialpsychologischen Ansatz form

Gewalttheorien - Der soziologische Erklärungsansatz nach Wilhelm Heitmeyer Allgemeines Heitmeyer hat einen sozialpsychologischen Ansatz formuliert, der die Gewaltentstehung auf drei verschiedenen Ebenen untersucht, die in ihrer Wechselwirkung unterschieden werden müssen. Individualisierung. Als Grundlage für Gewaltentstehung hat Heitmeyer die Individualisierung in den Blick genommen. Nach Heitmeyer beschreibt die Individualisation, dass man sich durch Sozialisation und durch die produktive Realitätsverarbeitung individualisiert und sich gleichzeitig in die Gesellschaft integriert. Es herrscht ein Ambivalenz, das heißt, dass die Entscheidungsräume als auch die Entscheidungszwänge zunehmen und die Ambivalenz führt zu einem Entscheidungsdruck. Desintegrationspotential Der durch die Ambivalenz entstandene Druck kann zur Desintegration führen. Heitmeyer geht davon aus, das jeder ein Desintegrationspotenzial besitzt. Wenn man nicht in der Lage ist, sich vollständig zu individualisieren bildet sich dieses Potential aus. So ist man unfähig, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Desintegration Auflösung oder Gefährdung von sozialen Beziehungen und Vergemeinschaftsformen Änderung von Familienkonstellationen (Scheidungsfall) Konkurrenzdruck unter Gleichaltrigen. Auflösung oder Gefährdung der Verständigung über gemeinsame soziale Wert- und Normvorstellungen Veränderung der Werte und Normen Verschiebung von Stellenwerten Auflösung oder Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen Politisches Interesse nimmt ab, Distanz Sprachbarrieren, Arbeitslosigkeit Verunsicherung Verunsicherung wird angenommen wenn; •Unlösbarkeit • Unklarheit Unberechenbarkeit von zukünftigen Ereignissen & Anforderungen Achtung & Missachtung durch andere, Unklar über eigenen Status = Zwischen Selbstwert und Erfahrungen = Diskrepanzen Inkonsistenz • Ratlosigkeit Versagen = Ausdruck nicht erreichbarer Ziele, nicht den Erwartungen entsprechend Es hängt von einem Zusammenwirken von äußeren Faktoren und inneren Verarbeitungsmustern ab, welche...

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Formen die Verunsicherung annimmt. = Zwischen eigenen Erwartungen, Verhalten anderer und atsächlicher Platzierung Über Orientierungsmarken = Lähmend, man kann nichts dagegen tun = Auseinandersetzung mit dem Problem Verunsicherung kann zu Gewalt führen Paralysierende Verunsicherung Stimulierende Verunsicherung = Gewalt Es kann zu verschiedenen Arten von Gewalt kommen Expressive Gewalt Instrumentelle Gewalt Regressive Gewalt Autoaggressive Gewalt = = = = Präsentation von Einzigartigkeit, Opfer ist beliebig und zweitrangig, erhöhte Aufmerksamkeit, ist nur dem Situationsgefühl abhängig Emperische Ergebnisse Problemlösung mit Gewalt, Opfer ist bestimmt, Anschluss, Sicherung von Positionen und Aufstieg, Radikalisierung und Ausnutzung von Freiheitsräumen An nationalen und ethnischen Kategorien ausgerichtet, Politische Motive Zum Beispiel Selbstverletzung, Suizid Ambivalenz Ambivalenz bezeichnet ein Erleben, das wesentlich geprägt ist von einem inneren Konflikt. Dabei bestehen in einer Person sich widersprechende Wünsche, Gefühle und Gedanken gleichzeitig nebeneinander und führen zu inneren Spannungen. Fehlende Unterstützung durch Familie und Freunde Starker Konformitätsdruck durch die Freundesgruppe Unterstützendes Familienklima hat hohe zusammenhänge mit dem Selbstwert der Jugendlichen und dem Gefühl akzeptiert zu sein Erst wenn ein positives Selbstwertgefühl und Sicherheit in sozialen Situationen gegeben ist, sind Jugendliche offen für neue Erfahrungen Unabhängig von Eltern ihren Lebensweg zu finden Jugendliche müssen auf sich selbst vertrauen Desintegration durch Instabilität in der Familie. DESINTEGRATION. Rapide Veränderungen der Familienkonstellation Abwesenheit eines Elternteils (Scheidungsfall) Es entstehen intensive Bindungsängsten Es entsteht ein erhöhter Autonomiespielraum •Die Kinder tragen automatisch mehr Verantwortung Emotionale Desintegration • Gewalt in der Familie • Äußere Intaktheit •Einzelne werden nicht anerkannt Anerkennungsvakuum Das Grundbedürfnis nach Liebe wird nicht erfüllt Es entsteht Konkurrenzverhalten Geschwisterlos Aufwachsen • Wichtige Kompetenzen für soziale Interaktion werden nicht oder nur unvollständig ausgeprägt: Durchsetzungskraft, Respekt Inkonsistentes Elternverhalten •Inkonsistentes Verhalten unter den Eltern selbst oder den Kind gegenüber •Das Internalisieren von Werten fällt schwer, weil inkonsequent vermittelt wird Veränderung des Lebensrythmus •Wenn Eltern viel arbeiten müssen, wird die Interaktion mit dem Kind in kleine Zeitlücken "verlegt", was nicht angemessen ist Desintegration durch Auflösung von gemeinsamen Werten •Traditionelle Vorgaben an soziale Strukturen / Handlungsmuster fallen we •Das Individuum muss eigenverantwortlich handeln •Das Resultat ist allgemeine Verunsicherung Desintegration durch mangelnde Teilnahme an gesellschaftlichen Institutuionen • Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz / Job zu bekommen • Unterschiedliche Arbeitsorientierung = Labilsierung kontinuierlicher Berufsperspektive Berufliche Desintegration HEITMEYERS SOZIOLOGISCHES GEWALT-KONZEPT Individualisierungsprozess - Individuum Selbstentfaltung - Eigeninitiative - Selbstverwirklichung - Ich-Identität - Gedanken & Ansprüche - Persönlichkeit Entscheidungsfreiheit zunahme von - als Zielperspektive von Erziehung und Bildung - im Bildungsbereich - Lebenslauf variabel, offen Entscheidungsdruck Aufgabe jedes einzelnen - Individuum als Gestalter seines eigenen Lebens - Bewältigung der selbst verursachten Problemen - Entscheidungsoffene Biografie Desintegrationspotentiale Auflösung und Gefährdung Paralysierende Verunsicherung Stimulierende Verunsicherung zunahme von - von sozialen Beziehungen z.B. Familie/Freunden - von Werte und Normenvorstellungen - der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen Verunsicherung = Entscheidungszwänge = Lähmend, man kann nichts dagegen tun Gewalt Auseinandersetzung mit dem Problem Verunsicherung kann zu Gewalt führen destruktive Umsetzung von Aggressionen, also einer Kraft die zum Handel drängt Expressive Gewalt Instrumentelle Gewalt = Problemlösung mit Gewalt, Opfer ist bestimmt = Politische Motive zum Beispiel AFD Autoaggressive Gewalt = Autoaggressive Gewalt zum Beispiel Selbstverletzung Regressive Gewalt = Präsentation von Einzigartigkeit, Opfer ist beliebig, Aufmerksamkeit