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Die kindliche Wirklichkeitserfassung

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Grundlegende Begriffe
Epistemologie: Synonym für die Erkenntnistheorie, Frage nach den Bedingungen von

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Grundlegende Begriffe Kurzbiografie Jean Piaget Komplexaufgaben zur Thematik

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Die kindliche Wirklichkeitserfassung Grundlegende Begriffe Epistemologie: Synonym für die Erkenntnistheorie, Frage nach den Bedingungen von begründetem Wissen Egozentrismus: man ist das Zentrum vom Geschehen und bewertet alles von seinem eigenen Standpunkt bzw. aus seiner eigenen Perspektive, man ist nicht dazu in der Lage, andere Perspektiven zu sehen, Konzentration auf sich selbst kindlicher Realismus: es existiert nur das, was das Kind wahrnimmt, dazu gehören auch Fantasien und Vorstellungen des Kindes (also nicht unbedingt real ist) prälogisches Denken: Kind orientiert sich nur an sichtbaren Veränderungen kindlicher Animismus: Ansicht, dass unbelebte Dinge leben, Dingen werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben/Personifizierung von Dingen Artifizialismus: Annahme über die Entstehung von Dingen und Gegenständen (aus menschlicher Hand bzw. Hand Gottes) kindlicher Anthropomorphismus: Dingen werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben bzw. Fähigkeiten, die das Kind selbst hat; Vermenschlichung von Gegenständen zweckgerichtetes Deuten: alle Vorgänge in der Umwelt passieren aus einem bestimmten Grund bzw. haben einen bestimmten Zweck magisches Denken: Kinder können sich Dinge nicht naturwissenschaftlich erklären, weshalb sie eigene, oft naive Deutungen haben zirkuläres Denken: eine Ursache hat viele Wirkungen, die wiederum auch unterschiedliche Wirkungen haben, die wiederum auch Auswirkungen haben... auf Dauer zu anstrengend bzw. einfach zu viel, weshalb man immer auf die erste Ursache eingeht und nicht weiterdenkt Wichtige Persönlichkeiten Jean Piaget: * 09.08.1896 in Neuchatel † 16.09.1980 in Genf Schweizer Biologe, Pionier der kognitiven Entwicklungspsychologie, Begründer der genetischen Epistemologie veröffentlichte bereits als Kind viele biologische Aufsätze mit...

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22 abgeschlossenes Biologiestudium 1933-1971 Leiter des Instituts Jean-Jacques Rousseau (Hochschule für Pädagogik) in Genf 1923 heiratete er Valentine Chatenay, mit der er drei Kinder hatte, die Studienobjekte für seine Intelligenzforschung von der Geburt bis zum Erstspracherwerb waren Komplexaufgaben 1) Piaget wollte die Lösung für das Problem der Erkenntnis finden, wobei er grundsätzlich auf biologische Lösungen zurückgriff. Er beschäftigte sich ebenfalls eine Zeit lang mit der Philosophie, die ihn jedoch nicht befriedigte. Bei Überlegungen über die Entstehung und Entwicklung von Erkenntnis wollte er nicht mehr auf philosophische Theorien zurückgreifen, weshalb er erstmal durch Überlegungen auf die Psychologie stieß. Er arbeitete deshalb erstmal in einer psychiatrischen Klinik, mit dessen Auffassung er jedoch nicht zufrieden war. Nach dem Umzug nach Paris arbeitete er mit Theodore Simon zusammen an Intelligenztests für Parises Kinder zusammen, weshalb er sich mit kindlichen Denkprozessen auseinandersetzte, die hinter deren Antworten steckten. 2) Beim kindlichen Egozentrismus handelt es sich darum, dass das Kind nicht erfassen kann, dass es neben seiner eigenen Meinung und seinen eigenen Erfahrungen andere Meinungen und Erfahrungen gibt. In dem Fall kann das Kind sich nicht in andere Personen hineinversetzen und deshalb andere Meinungen bzw. Erfahrungen nicht nachvollziehen. Diese Haltung des Kindes spiegelt sich vor allem im kindlichen Denken, der Wahrnehmung, Sprache und dem Handeln wieder. Der kindliche Realismus ist die kindliche Auffassung, dass nur das existiert, was das Kind unmittelbar wahrnehmen kann. Nach der Auffassung existiert jedoch auch das, was in seiner Fantasie/seinen Träumen existiert, was also nicht real existent ist. Dabei besteht eine unabtrennliche Verbindung zwischen Traum und der Realität. 3) Der Unterschied zwischen erwachsenen und kindlichen Egozentrismus besteht darin, dass es bei dem Kind nicht wirklich was mit der Person selbst zu tun hat, sondern nur mit der Wahrnehmung der Umwelt des Kindes. Beim Erwachsenen hingegen bezieht er sich auf die Person selbst, wobei egozentrische Erwachsene von einer Unverwundbarkeit der eigenen Person ausgehen, also die Umwelt und sich selbst mit einbeziehen. Diese unverwundbare Ansicht der eigenen Persönlichkeit kann dazu führen, dass Personen grundsätzlich risikobereiter sind, da sie davon ausgehen, dass sie keinen Schaden von ihrem Verhalten davontragen. 4) Beim prälogischen Denken orientiert sich das Kind nur an einem einzigen Faktor, nämlich der sichtbaren Veränderung. Das heisst, dass das Kind noch nicht dazu in der Lage ist, mehrere Faktoren auf einmal zu beachten. Ein Beispiel dafür wäre, dass Kinder denken, dass größere Menschen gleichzeitig älter sind. Sie sehen den Faktor des Wachstums nicht und kennen nur den Fakt, dass Erwachsene, die also älter sind als sie selbst, größer sind, weshalb sie es direkt mit allen Menschen in ihrer Umgebung verknüpfen. Beim Egozentrismus weiss das Kind noch nicht, dass es neben seiner Meinung und Erfahrung noch andere Meinungen gibt, die ebenfalls richtig sein könnten. Es ist nicht in der Lage, sich in andere Situationen oder Personen hineinzuversetzen und ihren Standpunkt bzw. ihre Perspektive zu verstehen. nicht Beim Anthropomorphismus gibt das Kind den Dingen aus seiner Umgebung die selben Eigenschaften, die es selbst hat. Dabei unterscheidet es jed zwischen unbelebten und belebten Dingen und tendiert dazu, Dinge zu vermenschlichen. Beim kindlichen Animismus kriegen unbelebte Dinge menschliche Eigenschaften und können ebenfalls Gefühle empfinden. Das Verhalten des Kindes beeinflusst somit ebenfalls das „Empfinden“ der Dinge. Beim kindlichen Artifizialismus denkt das Kind, dass alles in der Welt von menschlicher Hand bzw. vom Menschen geschaffen wurde. Dabei sind alle Dinge künstlich, also 'artifiziell' erschaffen und erfüllen eine bestimmte Moral. Die Eltern des Kindes werden oft auch als Erschaffer von etwas gesehen, da diese einen großen Einfluss im Leben des Kindes spielen. Beim zweckgerichteten Deuten passiert für das Kind nichts einfach so und existiert wegen einem bestimmten Grund bzw. erfüllt eine Funktion. Das Kind kann sich also nur schwer vorstellen, dass etwas ohne eine bestimmte Absicht passiert und keinen Zweck für jemanden hat. Beim magischen Denken kennen Kinder naturwissenschaftliche Vorgänge bzw. den Hintergrund von bestimmten Dingen noch nicht, weshalb sie sich die Ursache von Dingen selbst erklären. Beim zirkulären Denken geht man davon aus, dass eine Sache bestimmte Auswirkungen hat. Diese Auswirkungen können ebenfalls weitere Dinge bewirken, wobei immer mehr Dinge miteinander verknüpft werden. 5) prälogisches Denken: Ein Beispiel dafür wäre, dass Kinder denken, dass größere Menschen gleichzeitig älter sind. Sie sehen den Faktor des Wachstums nicht und kennen nur den Fakt, dass Erwachsene, die also älter sind als sie selbst, größer sind, weshalb sie es direkt mit allen Menschen in ihrer Umgebung verknüpfen. Egozentrismus: Kinder denken z.B., dass es dunkel wird, damit es schlafen kann oder dass Bienen nur dafür da sind, um Honig für den Menschen zu produzieren. Anthropomorphismus: Wenn sich das Kind an einem Tisch stößt, ist es ein böser Tisch. kindlicher Animismus: Das Kind fühlt sich schuldig, wenn das Kuscheltier nicht mit im Bett liegt, weil dieses sonst allein und traurig ist. kindlicher Artifizialismus: Kinder denken, dass Seen und Flüsse von Menschen ausgegraben wurden und mit Wasser gefüllt wurden, die aus Brunnen stammen. zweckgerichtetes Denken: Kinder gehen davon aus, dass die Sonne scheint, damit man baden gehen kann oder dass der Ball von der Wand abprallt, damit man ihn wieder auffangen kann. magisches Denken: Kinder glauben an den Weihnachtsmann, da sie sich noch nicht vorstellen können, dass die Eltern die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen. Diesen Gedanken könnte man damit verknüpfen, dass die Kinder davon ausgehen, dass die Eltern schlafen, weil sie selbst schlafen, und diese somit gar nicht dazu in der Lage sind, die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. zirkuläres Denken: Warum ist es warm draußen? Damit ich baden kann. Warum kann ich baden? Weil es draußen warm ist. 6) Ich denke, dass die Merkmale kein Ausdruck von kindlichen Mängeln sind, da sie nur Versuche des Kindes sind, ihr Umwelt besser verstehen zu können. Die Kinder nehmen es sich zur Aufgabe, die Umwelt und auch sich selbst zu erkennen bzw. zu untersuchen, weshalb in dieser Phase möglich ist, dass nicht in der Lage sind, auf andere und ihre Bedürfnisse zu achten. Dabei denken sie, die Welt gehöre ihnen allein, was wiederum zu einem egoistischen Verhalten führt. Erwachsene sollten in dem Fall genau dieses Verhalten berücksichtigen und wissen, dass die Kinder nicht imstande sind, andere Bedürfnisse einzuschätzen und diese zu respektieren. Aus diesem Grund sollten Erwachsene, wenn sie denken, dass das Kind egoistisch handeln, nicht all zu streng und nachsichtiger sein. Ebenfalls sollten die Probleme der jeweiligen Entwicklungsstufe nicht all zu schwer oder einfach sein, damit sich das Kind altersgemäß entwickeln kann. Das Kind soll dabei die gegebenen Probleme möglichst selbstständig lösen und sich somit gut genug mit seiner Umwelt auseinandersetzen.

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Grundlegende Begriffe Kurzbiografie Jean Piaget Komplexaufgaben zur Thematik

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Die kindliche Wirklichkeitserfassung Grundlegende Begriffe Epistemologie: Synonym für die Erkenntnistheorie, Frage nach den Bedingungen von begründetem Wissen Egozentrismus: man ist das Zentrum vom Geschehen und bewertet alles von seinem eigenen Standpunkt bzw. aus seiner eigenen Perspektive, man ist nicht dazu in der Lage, andere Perspektiven zu sehen, Konzentration auf sich selbst kindlicher Realismus: es existiert nur das, was das Kind wahrnimmt, dazu gehören auch Fantasien und Vorstellungen des Kindes (also nicht unbedingt real ist) prälogisches Denken: Kind orientiert sich nur an sichtbaren Veränderungen kindlicher Animismus: Ansicht, dass unbelebte Dinge leben, Dingen werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben/Personifizierung von Dingen Artifizialismus: Annahme über die Entstehung von Dingen und Gegenständen (aus menschlicher Hand bzw. Hand Gottes) kindlicher Anthropomorphismus: Dingen werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben bzw. Fähigkeiten, die das Kind selbst hat; Vermenschlichung von Gegenständen zweckgerichtetes Deuten: alle Vorgänge in der Umwelt passieren aus einem bestimmten Grund bzw. haben einen bestimmten Zweck magisches Denken: Kinder können sich Dinge nicht naturwissenschaftlich erklären, weshalb sie eigene, oft naive Deutungen haben zirkuläres Denken: eine Ursache hat viele Wirkungen, die wiederum auch unterschiedliche Wirkungen haben, die wiederum auch Auswirkungen haben... auf Dauer zu anstrengend bzw. einfach zu viel, weshalb man immer auf die erste Ursache eingeht und nicht weiterdenkt Wichtige Persönlichkeiten Jean Piaget: * 09.08.1896 in Neuchatel † 16.09.1980 in Genf Schweizer Biologe, Pionier der kognitiven Entwicklungspsychologie, Begründer der genetischen Epistemologie veröffentlichte bereits als Kind viele biologische Aufsätze mit...

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22 abgeschlossenes Biologiestudium 1933-1971 Leiter des Instituts Jean-Jacques Rousseau (Hochschule für Pädagogik) in Genf 1923 heiratete er Valentine Chatenay, mit der er drei Kinder hatte, die Studienobjekte für seine Intelligenzforschung von der Geburt bis zum Erstspracherwerb waren Komplexaufgaben 1) Piaget wollte die Lösung für das Problem der Erkenntnis finden, wobei er grundsätzlich auf biologische Lösungen zurückgriff. Er beschäftigte sich ebenfalls eine Zeit lang mit der Philosophie, die ihn jedoch nicht befriedigte. Bei Überlegungen über die Entstehung und Entwicklung von Erkenntnis wollte er nicht mehr auf philosophische Theorien zurückgreifen, weshalb er erstmal durch Überlegungen auf die Psychologie stieß. Er arbeitete deshalb erstmal in einer psychiatrischen Klinik, mit dessen Auffassung er jedoch nicht zufrieden war. Nach dem Umzug nach Paris arbeitete er mit Theodore Simon zusammen an Intelligenztests für Parises Kinder zusammen, weshalb er sich mit kindlichen Denkprozessen auseinandersetzte, die hinter deren Antworten steckten. 2) Beim kindlichen Egozentrismus handelt es sich darum, dass das Kind nicht erfassen kann, dass es neben seiner eigenen Meinung und seinen eigenen Erfahrungen andere Meinungen und Erfahrungen gibt. In dem Fall kann das Kind sich nicht in andere Personen hineinversetzen und deshalb andere Meinungen bzw. Erfahrungen nicht nachvollziehen. Diese Haltung des Kindes spiegelt sich vor allem im kindlichen Denken, der Wahrnehmung, Sprache und dem Handeln wieder. Der kindliche Realismus ist die kindliche Auffassung, dass nur das existiert, was das Kind unmittelbar wahrnehmen kann. Nach der Auffassung existiert jedoch auch das, was in seiner Fantasie/seinen Träumen existiert, was also nicht real existent ist. Dabei besteht eine unabtrennliche Verbindung zwischen Traum und der Realität. 3) Der Unterschied zwischen erwachsenen und kindlichen Egozentrismus besteht darin, dass es bei dem Kind nicht wirklich was mit der Person selbst zu tun hat, sondern nur mit der Wahrnehmung der Umwelt des Kindes. Beim Erwachsenen hingegen bezieht er sich auf die Person selbst, wobei egozentrische Erwachsene von einer Unverwundbarkeit der eigenen Person ausgehen, also die Umwelt und sich selbst mit einbeziehen. Diese unverwundbare Ansicht der eigenen Persönlichkeit kann dazu führen, dass Personen grundsätzlich risikobereiter sind, da sie davon ausgehen, dass sie keinen Schaden von ihrem Verhalten davontragen. 4) Beim prälogischen Denken orientiert sich das Kind nur an einem einzigen Faktor, nämlich der sichtbaren Veränderung. Das heisst, dass das Kind noch nicht dazu in der Lage ist, mehrere Faktoren auf einmal zu beachten. Ein Beispiel dafür wäre, dass Kinder denken, dass größere Menschen gleichzeitig älter sind. Sie sehen den Faktor des Wachstums nicht und kennen nur den Fakt, dass Erwachsene, die also älter sind als sie selbst, größer sind, weshalb sie es direkt mit allen Menschen in ihrer Umgebung verknüpfen. Beim Egozentrismus weiss das Kind noch nicht, dass es neben seiner Meinung und Erfahrung noch andere Meinungen gibt, die ebenfalls richtig sein könnten. Es ist nicht in der Lage, sich in andere Situationen oder Personen hineinzuversetzen und ihren Standpunkt bzw. ihre Perspektive zu verstehen. nicht Beim Anthropomorphismus gibt das Kind den Dingen aus seiner Umgebung die selben Eigenschaften, die es selbst hat. Dabei unterscheidet es jed zwischen unbelebten und belebten Dingen und tendiert dazu, Dinge zu vermenschlichen. Beim kindlichen Animismus kriegen unbelebte Dinge menschliche Eigenschaften und können ebenfalls Gefühle empfinden. Das Verhalten des Kindes beeinflusst somit ebenfalls das „Empfinden“ der Dinge. Beim kindlichen Artifizialismus denkt das Kind, dass alles in der Welt von menschlicher Hand bzw. vom Menschen geschaffen wurde. Dabei sind alle Dinge künstlich, also 'artifiziell' erschaffen und erfüllen eine bestimmte Moral. Die Eltern des Kindes werden oft auch als Erschaffer von etwas gesehen, da diese einen großen Einfluss im Leben des Kindes spielen. Beim zweckgerichteten Deuten passiert für das Kind nichts einfach so und existiert wegen einem bestimmten Grund bzw. erfüllt eine Funktion. Das Kind kann sich also nur schwer vorstellen, dass etwas ohne eine bestimmte Absicht passiert und keinen Zweck für jemanden hat. Beim magischen Denken kennen Kinder naturwissenschaftliche Vorgänge bzw. den Hintergrund von bestimmten Dingen noch nicht, weshalb sie sich die Ursache von Dingen selbst erklären. Beim zirkulären Denken geht man davon aus, dass eine Sache bestimmte Auswirkungen hat. Diese Auswirkungen können ebenfalls weitere Dinge bewirken, wobei immer mehr Dinge miteinander verknüpft werden. 5) prälogisches Denken: Ein Beispiel dafür wäre, dass Kinder denken, dass größere Menschen gleichzeitig älter sind. Sie sehen den Faktor des Wachstums nicht und kennen nur den Fakt, dass Erwachsene, die also älter sind als sie selbst, größer sind, weshalb sie es direkt mit allen Menschen in ihrer Umgebung verknüpfen. Egozentrismus: Kinder denken z.B., dass es dunkel wird, damit es schlafen kann oder dass Bienen nur dafür da sind, um Honig für den Menschen zu produzieren. Anthropomorphismus: Wenn sich das Kind an einem Tisch stößt, ist es ein böser Tisch. kindlicher Animismus: Das Kind fühlt sich schuldig, wenn das Kuscheltier nicht mit im Bett liegt, weil dieses sonst allein und traurig ist. kindlicher Artifizialismus: Kinder denken, dass Seen und Flüsse von Menschen ausgegraben wurden und mit Wasser gefüllt wurden, die aus Brunnen stammen. zweckgerichtetes Denken: Kinder gehen davon aus, dass die Sonne scheint, damit man baden gehen kann oder dass der Ball von der Wand abprallt, damit man ihn wieder auffangen kann. magisches Denken: Kinder glauben an den Weihnachtsmann, da sie sich noch nicht vorstellen können, dass die Eltern die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen. Diesen Gedanken könnte man damit verknüpfen, dass die Kinder davon ausgehen, dass die Eltern schlafen, weil sie selbst schlafen, und diese somit gar nicht dazu in der Lage sind, die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. zirkuläres Denken: Warum ist es warm draußen? Damit ich baden kann. Warum kann ich baden? Weil es draußen warm ist. 6) Ich denke, dass die Merkmale kein Ausdruck von kindlichen Mängeln sind, da sie nur Versuche des Kindes sind, ihr Umwelt besser verstehen zu können. Die Kinder nehmen es sich zur Aufgabe, die Umwelt und auch sich selbst zu erkennen bzw. zu untersuchen, weshalb in dieser Phase möglich ist, dass nicht in der Lage sind, auf andere und ihre Bedürfnisse zu achten. Dabei denken sie, die Welt gehöre ihnen allein, was wiederum zu einem egoistischen Verhalten führt. Erwachsene sollten in dem Fall genau dieses Verhalten berücksichtigen und wissen, dass die Kinder nicht imstande sind, andere Bedürfnisse einzuschätzen und diese zu respektieren. Aus diesem Grund sollten Erwachsene, wenn sie denken, dass das Kind egoistisch handeln, nicht all zu streng und nachsichtiger sein. Ebenfalls sollten die Probleme der jeweiligen Entwicklungsstufe nicht all zu schwer oder einfach sein, damit sich das Kind altersgemäß entwickeln kann. Das Kind soll dabei die gegebenen Probleme möglichst selbstständig lösen und sich somit gut genug mit seiner Umwelt auseinandersetzen.