Grundbegriffe der Pädagogik und Erziehungswissenschaft
Erziehungspraxis bezeichnet das praktische Handeln in erzieherischen Situationen mit bestimmten Absichten. Dem gegenüber steht die Erziehungswissenschaft, die sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung des Gegenstandsbereichs der Erziehung beschäftigt. Der Begriff Pädagogik fungiert als Oberbegriff für beides.
Erziehung selbst ist ein zwischenmenschlicher, sozialer Prozess, der stark von der Beziehung zwischen Erziehendem und zu Erziehendem geprägt ist. Sie verfolgt bestimmte Ziele und will das Verhalten relativ dauerhaft verändern. Dabei kann sie aus drei Perspektiven betrachtet werden:
- Als Enkulturation: Hilfe beim Erlernen kultureller Lebensweisen
- Als Sozialisation: Unterstützung beim Erwerb gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit
- Als Personalisation: Hilfe bei der Entwicklung der Persönlichkeit
Aha-Moment: Zwischen Theorie und Praxis besteht immer eine Wechselwirkung! Eine Theorie ist nie ohne Praxis möglich und umgekehrt. Dieses Verständnis ist zentral für dein Pädagogik-Studium.
Die Mannigfaltigkeit des Erziehungsgeschehens entsteht durch die Einmaligkeit der beteiligten Personen, die spezifischen Situationen, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Ansprüche. Gleichzeitig gibt es eine gewisse Einheitlichkeit – beide stehen in einer wechselseitigen Beziehung.






