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Lernzettel zur Heitmeyer

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 PÄDAGOGIK-KLAUSUR NR. 1
Das Desintegrations- Verunsicherungs-Gewalt-Konzept nach Heitmeyer
* in Bezug auf
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PÄDAGOGIK-KLAUSUR NR. 1 Das Desintegrations- Verunsicherungs-Gewalt-Konzept nach Heitmeyer * in Bezug auf Soziale Beziehungen, Lebensplanungskonzept, Mitgliedschaften mehr Entscheidungsspielräume Individualisierung (=Ablösung von vorgegeben fixierten Biographien; das Individusum ist für seine eigene Biographie selont verantwortlich. verursacht AMBIVALENZ mehr Entscheidungszwänge (komplizierte Suchbewegungen) a) die Steigerung des materiellen Lebensstandards (ermöglicht mehr konsum und individuelle Lebensführung), b) die angestiegene soziale und geografische Mobiliti der Bevölkerung (vor allem durch zunehmende Berufsfähigkeit von Frauen) c) die Bildungsexpansion (höhere Bildung, längere Ausbildungszeit) Probleme bei Identitäsentwicklung: ↳a) Bewusstsein von sich selbst (emotionale Sicherheit) ↳b) Handlungsfähigkeiten und sicherheiten in verschiedenen Bereichen Kann ermöglichen - und wird angetrieben durch: (= Schattenseiten von Individualisierung; konkrete Erfahrung o. Befürchtung) 1.) Auflösung/Gefährdung sozialer Beziehungen und Vergemeinschaffungsformen ↳ Familie: Auflösen von traditionellen Familien Strukturen, weniger Interaktion mit Geschwistern, familiäre Krisen ↳ Gleichaltrige: Vergleiche mit anderen, konkurrenz kampf, Anforderung der Gesellschaft, Bindungsängste 2.) Auflösung/Gefährdung der Verständigung über gemeinsame soziale Wert- und Normvorstellungen ↳ Traditionen gehen verloren, führt zu Unsicherheit ↳ Sind Kritik ausgesetzt da sie Werte und Normen individueller ausrichten Sind mit ihren Problemen alleina, da sie immer individueller werden 3.) Auflösung/Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen ↳ werden unsicherer in ihrer Wahl (z. B. Politik) - in den Bereichen weniger Selbstwertgefühl führt zu Problemen im späteren Leben (kein Ausbildungsplatz) können führen zu Lo Opfer: Willkürlich gewählt b) instrumentelle Gewalt: (z.B. Raubüberfall) Verunsicherung Stimulierende Verunsicherung: aktiver, konstruktiver Umgang mit Problemen Paralysierende Verunsicherung: sie kann lähmen (von Problemen davonlaufen) Überwältigende Verunsicherung: scheinbar hilflose/sinnlose Handlungsweisen im schlimmsten Fall: Gewalt 1) emotionale...

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komponente: Zukunftsängste, niedriges Selbstwertgefühl o. Unsicherheitsgefühl 2) Handlungssicherheit: Orientierungs-, Entscheidungs-, Wirsamkeitsprobleme kann verarbeitet werden in Form von 4 Opfer: ausgewählt und Tat ist geplant Lernzettel Gewalt bzw. aggressives Verhalten c) regressive Gewalt: (z. B. Rassismus) ↳ Ziel: Aufhebung von sozialen, beruflichen o. politischen Desintegrationspotentialen durch Gewalt → Indi- viduum will überlegenheit ausdrücken La Opfer: meist politische, religiöse o. ethische Minderheiten a) expressive Gewalt: (z. B. Schlägerei) 4 Ziel: Individuum will wahrgenommen werden. Durch das Ausüben von Gewalt erhält es Aufmerk- samkeit und seine Einzigartigkeit soll verdeut- Licht werden. Lo Ziel: Individuum will Probleme versuchen mit Gewalt zu lösen um, Z.B. Anschluss zu finden d) autoaggressive Gewalt: :.B. Ritzen) 4D Gewalt, die gegen einen selbst gerichtet ist →im schlimmsten Fall Suizid SMART & wärts Wilhelm Heitmeyer Desintegrations-Verunsicherungs-Modell Der deutsche Soziologieprofessor Wilhelm Heitmeyer untersucht seit Jahrzehnten die Ursachen für die Entstehung von Gewalt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei in der Erforschung der gesellschaftlichen Desintegration als eine Folge der gesell- schaftlichen Individualisierung. Heitmeyers betont damit die Wichtigkeit (re-)soziali- sierender Maßnahmen anstelle von Jugendarrest. DIE AMBIVALENZ DER GESELLSCHAFTLICHEN INDIVIDUALISIERUNG Oder: Warum es uns gleichzeitig besser und schlechter geht Individualisierung ist zentrale Eigenschaft der modernen Gesellschaft Folgen der Individualisierung sind Ambivalenzen (gleichzeitige Vor- und Nachteile) →vermehrte Handlungsmöglichkeiten, aber auch wachsende Risiken → Mehr Entscheidungsspielräume, aber auch mehr Entscheidungszwang → Mehr Gleichheit, aber auch mehr Konkurrenzdruck → Mehr Freiheit, aber auch weniger gesicherten Lebensverlauf WACHSENDE GESELLSCHAFTLICHE + DESINTEGRATIONSPOTENTIALE Oder: Warum manche gesellschaftlich ausgeschlossen sind Die Bewältigung der Ambivalenzen wäre mit genügend sozialen Ressourcen zu bewältigen. Heitmeyer stellt jedoch zunehmende Desintegration fest: Verlust traditioneller Lebenszusammenhänge → mehr Scheidungsfamilien, weniger (Sport-) Vereine, größere Anonymität in der Stadt, etc... Auflösung gesicherter Werte und Normen (z. B. ,,kein Sex vor der Ehe" oder Religion). Auch als Wertepluralismus bezeichnet. Abnehmende gesellschaftliche Teilhabe → Rückzug aus öffentlichen Angelegenheiten VERUNSICHERUNG GEWALT ALS EINE FORM DER VERARBEITUNG VON VERUNSICHERUNG Oder: Warum Gewalt subjektiv eben doch sinnvoll ist Gewalt kann eine Form der Verarbeitung der subjektiven Verunsicherung sein. Instrumentelle Gewalt → Gewalt als Mittel zur Zielerreichung Expressive Gewalt → Gewalt als Ausdruck von Einzigartigkeit Regressive Gewalt → Kollektive, politisch Motivierte Gewalt Ⓒ SMARTwärts 2020 Anwendung: Prävention und Vorbeugung von Gewalt Härtere Strafen im Jugendarrest dienen wenig zur Vorbeugung von Gewalt, da Ursachen unverändert bleiben. Sinnvoller sind integrative Maßnahmen (Sportvereine, schulische In- tegration statt Abschieben auf Hauptschulen, berufliche Perspekti- ven) sowie klare Konsequenzen (,,Schuss vor den Bug") bei Ersttätern. Für die Bekämpfung von (...) Gewalt gibt es keine Alterna- tive: Es geht um die Verhinde- rung von sozialer Desintegra- tion - von Kindheit an. W. Heitmever Dieser LERNZETTEL und viele mehr, gratis auf www.smartwärts.de Hat dir dieser LERNZETTEL geholfen? Ich freue mich über jede Kaffee-Spende! Einleitung Individualisierung Desintegration Verunsicherung Gewalt Gewalt - Wilhelm Heitmeyer Wilhelm Heitmeyer ist Soziologe und forscht zu verschiedenen Gewaltsphänomenen in der Gesellschaft, wie z. B. Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit. Er entwickelte das Sozialisationsmodell, welches beschreibt, wie Gewalt überhaupt entsteht. Das Sozialisationsmodell ist in vier Punkte unterteilt. Man kann sich diese Punkte wie in einem Flussdiagramm vorstellen. Ganz oben steht die Individualisierung. Daraus folgen die Desintegrationspotentiale, die dann wiederum zu Verunsicherungen führen können. Dies kann in einer Form von Gewalt enden. Mit der Individualisierung ist gemeint, dass jeder Mensch Gestalter seines eigenen Lebens ist. Daher nimmt immer mehr die Entscheidungsfähigkeit bzw. der Entscheidungszwang zu. Entscheidungsfähigkeit und Entscheidungszwang werden angetrieben durch die Steigerung des materiellen Lebensstandards, die angestiegene soziale und geografische Mobilität der Bevölkerung und durch die Bildungsexpansion. Dieser Individualisierungsprozess kann zu Problemen in der Identitätsentwicklung führen. Hierbei spricht Heitmeyer von Desintegrationspotenzialen und/oder -Erfahrungen. Dabei sind die Bereiche soziale Beziehungen und Vergemeinschaffungsformen, Verständigung über gemeinsame soziale Wert- und Normvorstellungen und die Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen gefährdet bzw. werden allesamt aufgelöst. Als nächstes können diese Auflösungen/Gefährdungen der Desintegrationspotentiale und/oder -Erfahrung zur Verunsicherung führen. Die Verunsicherung ist durch die Komponenten Emotionalität (Zukunftsängste, niedriges Selbstwertgefühl oder Unsicherheitsgefühl) und Handlungssicherheiten (Orientierungs-, Entscheidungs-, Wirksamkeitsprobleme) gekennzeichnet. Bei dem Individuum kann eine stimulierende Verunsicherung auftreten, dabei geht es aktiv mit den Problemen um. Eine paralysierende Verunsicherung tritt ein, wenn die Probleme das Individuum lähmen. Die überwältigende Verunsicherung zeigt scheinbar hilflose oder sinnlose Handlungsweisen auf und kann im schlimmsten Fall zur Gewalt verarbeitet werden. Die am Ende ausgelöste Gewalt kann sich in vier verschiedenen Formen zeigen: bei der expressiven Gewalt versucht das Individuum Aufmerksamkeit zu bekommen und will seine Einzigartigkeit verdeutlichen durch das Ausüben von Gewalt an willkürlich gewählte Opfer. Wenn das Individuum versucht Probleme mit Gewalt zu lösen, welche hier allerdings nur Mittel zum Zweck ist, dann nennt man diese Form von Gewalt Gewalt instrumentelle Gewalt. Die Tat ist hier geplant und das Opfer wurde gezielt ausgesucht. Die regressive Gewalt wird vom Individuum angewandt, wenn es um politische Motive geht. Mit dieser Art von Gewalt werden Feindbilder konstruiert, um sich einen Platz in der Gesellschaft zu sichern und dabei zu versuchen die eigene Desintegration rückgängig zu machen. Oftmals richtet sich dabei die Gewalt gegen Minderheiten. Die autoaggressive Gewalt richtet sich gegen das Individuum selbst und führt im schlimmsten Fall zu Suizid. Hurrelmann: Entwicklungsaufgaben (Qualifizieren, Binden, Konsumieren, Partizipieren) → Entwicklungsdruck (krisenhafte Formen der Sozialisation) ↳denken, man muss mit den Anderen mitziehen 9. Maxim →Entwicklungsaufgaben werden wegen Gesellschaftlichen Veränderungen Schwieriger zu bewältigen sein MERKEN: >Steigerung des materiellen Lebenstandards => Können zu Gewalt führen > angestiegene soziale und geographische Mobilität der Bevölkerung >Bildungsexpansion >Soziale Beziehungen / Vergemeinschaffungsformen >verständigung über gemeinsame soziale Wert- & Normvorstellungen >Teilnahme bereitschaft an gesell. Instutitionen Verunsicherung >stimulierende > paralysierende >überwältigende >expressive >instrumentelle >regressive >autoaggressive Gewalt SMART & wärts Der Soziologe und Bildungswissenschaftler Klaus Hurrelmann widmet seine Arbeit der Erforschung ju- gendlicher Lebenswelten und Sozialisation. Er beschreibt Jugend als gesellschaftsgeschichtlich neue Le- bensphase, in deren Zentrum die Persönlichkeitsentwicklung als produktive Verarbeitung der inneren und der äußeren Realität steht. Die Grundzüge dieser Entwicklung stellt er in 10 Maximen dar. Jugendliche sind schöpferische Konstrukteure ihrer Persönlichkeit Die Jugend ist eine einzigartige Lebensphase (nicht länger Übergang oder verlängerte Kindheit) mit dem Ziel der: Entwicklung einer Persönlichkeit Entwicklung einer Geschlechterrolle Bewältigung der Entwicklungsaufgaben 1. Binden (Partnerschaft / Familie) Hurrelmanns Modell der produktiven Realitätsverarbeitung 2. Konsumieren (Nutzung des Warenmarktes) 3. Qualifizieren (Berufsvorbereitung) 4. Partizipieren (Teilnahme an Gesellschaft) Innere Realität (Körper, Psyche, Intelligenz) Bei krisenhafter Sozialisation entsteht Entwicklungsdruck. → Bewältigung durch Unterstützung seitens personaler und sozialer Ressourcen Unterstützt die Sozialisation als Personale Ressourcen Strebt nach → Individuation Äußere Realität (Sozialisationsinstanzen, Fami- lie, Peers, Schule, Medien) Unterstützt die Sozialisation als Soziale Ressourcen Strebt nach → Integration Die Ungleichheit in Deutschland wächst - und am stärksten betroffen sind die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft. Klaus Hurrelmann (E₁¹) Sozialisation (die dynamische und produktive Verarbei- tung der inneren und äußeren Realität) Entwicklung einer balancierten ICH-Identität als Produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität, Wechselspiel von Anlage und Umwelt, Synthese des Spannungsverhältnisses von Individu- ation und Integration. Dieser LERNZETTEL und viele mehr, gratis auf www.smartwärts.de SMARTwärts 2020 Hat dir dieser LERNZETTEL geholfen? Ich freue mich über jede Kaffee-Spende!

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Ritzen) 4D Gewalt, die gegen einen selbst gerichtet ist →im schlimmsten Fall Suizid SMART & wärts Wilhelm Heitmeyer Desintegrations-Verunsicherungs-Modell Der deutsche Soziologieprofessor Wilhelm Heitmeyer untersucht seit Jahrzehnten die Ursachen für die Entstehung von Gewalt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei in der Erforschung der gesellschaftlichen Desintegration als eine Folge der gesell- schaftlichen Individualisierung. Heitmeyers betont damit die Wichtigkeit (re-)soziali- sierender Maßnahmen anstelle von Jugendarrest. DIE AMBIVALENZ DER GESELLSCHAFTLICHEN INDIVIDUALISIERUNG Oder: Warum es uns gleichzeitig besser und schlechter geht Individualisierung ist zentrale Eigenschaft der modernen Gesellschaft Folgen der Individualisierung sind Ambivalenzen (gleichzeitige Vor- und Nachteile) →vermehrte Handlungsmöglichkeiten, aber auch wachsende Risiken → Mehr Entscheidungsspielräume, aber auch mehr Entscheidungszwang → Mehr Gleichheit, aber auch mehr Konkurrenzdruck → Mehr Freiheit, aber auch weniger gesicherten Lebensverlauf WACHSENDE GESELLSCHAFTLICHE + DESINTEGRATIONSPOTENTIALE Oder: Warum manche gesellschaftlich ausgeschlossen sind Die Bewältigung der Ambivalenzen wäre mit genügend sozialen Ressourcen zu bewältigen. Heitmeyer stellt jedoch zunehmende Desintegration fest: Verlust traditioneller Lebenszusammenhänge → mehr Scheidungsfamilien, weniger (Sport-) Vereine, größere Anonymität in der Stadt, etc... Auflösung gesicherter Werte und Normen (z. B. ,,kein Sex vor der Ehe" oder Religion). 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Gewalt gibt es keine Alterna- tive: Es geht um die Verhinde- rung von sozialer Desintegra- tion - von Kindheit an. W. Heitmever Dieser LERNZETTEL und viele mehr, gratis auf www.smartwärts.de Hat dir dieser LERNZETTEL geholfen? Ich freue mich über jede Kaffee-Spende! Einleitung Individualisierung Desintegration Verunsicherung Gewalt Gewalt - Wilhelm Heitmeyer Wilhelm Heitmeyer ist Soziologe und forscht zu verschiedenen Gewaltsphänomenen in der Gesellschaft, wie z. B. Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit. Er entwickelte das Sozialisationsmodell, welches beschreibt, wie Gewalt überhaupt entsteht. Das Sozialisationsmodell ist in vier Punkte unterteilt. Man kann sich diese Punkte wie in einem Flussdiagramm vorstellen. Ganz oben steht die Individualisierung. Daraus folgen die Desintegrationspotentiale, die dann wiederum zu Verunsicherungen führen können. Dies kann in einer Form von Gewalt enden. Mit der Individualisierung ist gemeint, dass jeder Mensch Gestalter seines eigenen Lebens ist. Daher nimmt immer mehr die Entscheidungsfähigkeit bzw. der Entscheidungszwang zu. Entscheidungsfähigkeit und Entscheidungszwang werden angetrieben durch die Steigerung des materiellen Lebensstandards, die angestiegene soziale und geografische Mobilität der Bevölkerung und durch die Bildungsexpansion. Dieser Individualisierungsprozess kann zu Problemen in der Identitätsentwicklung führen. Hierbei spricht Heitmeyer von Desintegrationspotenzialen und/oder -Erfahrungen. Dabei sind die Bereiche soziale Beziehungen und Vergemeinschaffungsformen, Verständigung über gemeinsame soziale Wert- und Normvorstellungen und die Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen gefährdet bzw. werden allesamt aufgelöst. Als nächstes können diese Auflösungen/Gefährdungen der Desintegrationspotentiale und/oder -Erfahrung zur Verunsicherung führen. Die Verunsicherung ist durch die Komponenten Emotionalität (Zukunftsängste, niedriges Selbstwertgefühl oder Unsicherheitsgefühl) und Handlungssicherheiten (Orientierungs-, Entscheidungs-, Wirksamkeitsprobleme) gekennzeichnet. Bei dem Individuum kann eine stimulierende Verunsicherung auftreten, dabei geht es aktiv mit den Problemen um. Eine paralysierende Verunsicherung tritt ein, wenn die Probleme das Individuum lähmen. Die überwältigende Verunsicherung zeigt scheinbar hilflose oder sinnlose Handlungsweisen auf und kann im schlimmsten Fall zur Gewalt verarbeitet werden. Die am Ende ausgelöste Gewalt kann sich in vier verschiedenen Formen zeigen: bei der expressiven Gewalt versucht das Individuum Aufmerksamkeit zu bekommen und will seine Einzigartigkeit verdeutlichen durch das Ausüben von Gewalt an willkürlich gewählte Opfer. Wenn das Individuum versucht Probleme mit Gewalt zu lösen, welche hier allerdings nur Mittel zum Zweck ist, dann nennt man diese Form von Gewalt Gewalt instrumentelle Gewalt. Die Tat ist hier geplant und das Opfer wurde gezielt ausgesucht. Die regressive Gewalt wird vom Individuum angewandt, wenn es um politische Motive geht. Mit dieser Art von Gewalt werden Feindbilder konstruiert, um sich einen Platz in der Gesellschaft zu sichern und dabei zu versuchen die eigene Desintegration rückgängig zu machen. Oftmals richtet sich dabei die Gewalt gegen Minderheiten. Die autoaggressive Gewalt richtet sich gegen das Individuum selbst und führt im schlimmsten Fall zu Suizid. Hurrelmann: Entwicklungsaufgaben (Qualifizieren, Binden, Konsumieren, Partizipieren) → Entwicklungsdruck (krisenhafte Formen der Sozialisation) ↳denken, man muss mit den Anderen mitziehen 9. Maxim →Entwicklungsaufgaben werden wegen Gesellschaftlichen Veränderungen Schwieriger zu bewältigen sein MERKEN: >Steigerung des materiellen Lebenstandards => Können zu Gewalt führen > angestiegene soziale und geographische Mobilität der Bevölkerung >Bildungsexpansion >Soziale Beziehungen / Vergemeinschaffungsformen >verständigung über gemeinsame soziale Wert- & Normvorstellungen >Teilnahme bereitschaft an gesell. Instutitionen Verunsicherung >stimulierende > paralysierende >überwältigende >expressive >instrumentelle >regressive >autoaggressive Gewalt SMART & wärts Der Soziologe und Bildungswissenschaftler Klaus Hurrelmann widmet seine Arbeit der Erforschung ju- gendlicher Lebenswelten und Sozialisation. Er beschreibt Jugend als gesellschaftsgeschichtlich neue Le- bensphase, in deren Zentrum die Persönlichkeitsentwicklung als produktive Verarbeitung der inneren und der äußeren Realität steht. Die Grundzüge dieser Entwicklung stellt er in 10 Maximen dar. Jugendliche sind schöpferische Konstrukteure ihrer Persönlichkeit Die Jugend ist eine einzigartige Lebensphase (nicht länger Übergang oder verlängerte Kindheit) mit dem Ziel der: Entwicklung einer Persönlichkeit Entwicklung einer Geschlechterrolle Bewältigung der Entwicklungsaufgaben 1. Binden (Partnerschaft / Familie) Hurrelmanns Modell der produktiven Realitätsverarbeitung 2. Konsumieren (Nutzung des Warenmarktes) 3. Qualifizieren (Berufsvorbereitung) 4. Partizipieren (Teilnahme an Gesellschaft) Innere Realität (Körper, Psyche, Intelligenz) Bei krisenhafter Sozialisation entsteht Entwicklungsdruck. → Bewältigung durch Unterstützung seitens personaler und sozialer Ressourcen Unterstützt die Sozialisation als Personale Ressourcen Strebt nach → Individuation Äußere Realität (Sozialisationsinstanzen, Fami- lie, Peers, Schule, Medien) Unterstützt die Sozialisation als Soziale Ressourcen Strebt nach → Integration Die Ungleichheit in Deutschland wächst - und am stärksten betroffen sind die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft. Klaus Hurrelmann (E₁¹) Sozialisation (die dynamische und produktive Verarbei- tung der inneren und äußeren Realität) Entwicklung einer balancierten ICH-Identität als Produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität, Wechselspiel von Anlage und Umwelt, Synthese des Spannungsverhältnisses von Individu- ation und Integration. 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