Meads Konzept der Identität: I und Me
Mead beschreibt die Identität (Self) als Zusammenspiel von Fremdbild und Selbstbild. Das Self besteht aus zwei Komponenten: dem "I" und dem "Me".
Definition:
- Das "Me" ist das reflektierte Ich, die kontrollierende Seite, die die eigene Rolle an der Auffassung anderer überprüft.
- Das "I" ist das impulsive Ich, aus dem Kreativität, Spontaneität und Bedürfnisse entspringen.
Das Wechselspiel zwischen "I" und "Me" bildet die Identität (Self). Dieses Konzept ist vergleichbar mit Freuds Modell von Es (I) und Über-Ich (Me).
Vocabulary:
- Role taking: Übernahme einer bestehenden Rolle (im Play)
- Role making: Eigenständige Gestaltung einer Rolle in der Gesellschaft (ermöglicht persönliche Entfaltung)
Mead betont die Bedeutung des Spiels für die soziale Entwicklung:
- Spiel ist ein Vorgang der Interaktion
- Es erfordert eine gemeinsame Definition der Sinnperspektive
- Spiel und Alltagskommunikation sind flexible Systeme mit Offenheit und Ungewissheit
- Kinder lernen die Balance zwischen "I" und "Me"
Highlight: Ziel des Spiels ist die Entwicklung sozialer Grundfertigkeiten wie Ambiguitätstoleranz, Bedürfnisrepräsentation und Empathiefähigkeit.





































