Das Rubikon-Modell und das Zürcher Ressourcen Modell erklären die Phasen...
Motivation: Rubikon-Modell und Zürcher Ressourcen Modell einfach erklärt

Anwendungsbeispiele der Motivationsmodelle
Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung des Rubikon-Modells und des Zürcher Ressourcen Modells anhand konkreter Beispiele.
Zunächst wird das Rubikon-Modell am Beispiel "Johannes möchte mit dem Rauchen aufhören" erläutert:
- Abwägen: Johannes wägt die Vor- und Nachteile des Rauchstopps ab.
- Planen: Er setzt sich ein konkretes Ziel, innerhalb eines Monats komplett auf Zigaretten zu verzichten.
- Handeln: Johannes reduziert schrittweise seinen Zigarettenkonsum.
- Bewerten: Er erreicht sein Ziel und genießt die Vorteile des Nichtrauchens.
Beispiel: Das Rubikon-Modell beispiel rauchen zeigt, wie eine Person von der Absicht über die Planung zur konkreten Handlung und schließlich zur Zielerreichung gelangt.
Anschließend wird das Zürcher Ressourcen Modell am Beispiel "Anna möchte nach Amerika auswandern" dargestellt:
- Unbewusste Bedürfnisse und Wünsche: Anna verspürt den Wunsch nach Veränderung.
- Motive: Sie entwickelt ein bewusstes Interesse an einer Auswanderung nach Amerika.
- Intention: Anna fokussiert sich intensiv auf das Thema Auswanderung.
Highlight: Das Zürcher Ressourcen Modell einfach erklärt zeigt, wie unbewusste Bedürfnisse zu konkreten Handlungsabsichten werden können.
Beide Beispiele verdeutlichen, wie die Modelle in der Praxis angewendet werden können, um Motivations- und Entscheidungsprozesse zu verstehen und zu steuern. Sie bieten wertvolle Einblicke in die Phasen der Zielsetzung und -erreichung, die in verschiedenen Bereichen wie Pädagogik, Psychologie und persönlicher Entwicklung genutzt werden können.

Motivation und Handlungssteuerung
Das Kapitel befasst sich mit den grundlegenden Konzepten der Motivation und stellt zwei wichtige Modelle vor: das Rubikon-Modell und das Zürcher Ressourcen Modell.
Zunächst wird der Begriff Motivation definiert als ein gedankliches Konstrukt für Prozesse, die Verhalten durch nicht-erkennbare Beweggründe (Motive) aktivieren und steuern. Motivation zeichnet sich durch Aktivierung, Richtung, Intensität und Ausdauer aus.
Definition: Motivation ist ein gedankliches Konstrukt für Prozesse, die Verhalten durch von außen nicht-erkennbare Beweggründe (Motive) aktivieren, sowie dieses hinsichtlich seiner Richtung, Intensität und Ausdauer steuern.
Es wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Intrinsische Motivation entsteht aus eigenem Antrieb und Interesse, während extrinsische Motivation durch äußere Anreize oder Belohnungen gesteuert wird.
Beispiel: Hobbys sind ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation, da das Ausführen der Aktivität selbst die Belohnung darstellt.
Das Rubikon-Modell der Handlungsphasen, entwickelt von Heinz Heckhausen, beschreibt menschliches Handeln in einer chronologischen Abfolge von fünf Phasen:
- Bedürfnisse
- Motive
- Intention
- Präaktionale Vorbereitung
- Handlung
Highlight: Der "Rubikon" im Modell symbolisiert den Punkt, an dem eine Entscheidung für eine Handlung getroffen wird und es kein Zurück mehr gibt.
Auf Grundlage des Rubikon-Modells entwickelte Maja Storch das Zürcher Ressourcen Modell, welches selbstgesteuertes Lernen erleichtern und bei der Selbstmotivation helfen soll. Dieses Modell betont die Rolle unbewusster Prozesse und somatischer Marker bei der Handlungssteuerung.
Vocabulary: Somatische Marker sind automatische Körperreaktionen, die als Signal der emotionalen Befindlichkeit dienen und beispielsweise als Startsignal für eine Handlung wirken können.
Wir dachten schon, du fragst nie...
Bei der intrinsischen Motivation kommt der Antrieb von innen heraus - du machst etwas, weil es dir Freude bereitet oder dich persönlich erfüllt. Im Gegensatz dazu entsteht extrinsische Motivation durch äußere Anreize wie Belohnungen, Noten oder Anerkennung. In der Pädagogik wird oft versucht, intrinsische Motivation zu fördern, da sie meist zu nachhaltigerem Lernen führt.
Das Rubikon-Modell besteht aus 4 Phasen: Abwägen, Planen, Handeln und Bewerten. Es beschreibt, wie wir von einem Wunsch zur tatsächlichen Handlung kommen. Im Alltag kannst du es anwenden, indem du bei wichtigen Entscheidungen erst Vor- und Nachteile abwägst, dann konkrete Pläne entwickelst, diese umsetzt und anschließend reflektierst. Ein typisches Fallbeispiel wäre das Aufhören mit dem Rauchen, wobei du schrittweise deinen Konsum reduzierst und einen klaren Zeitplan festlegst.
Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) ist ein Selbstmanagement-Training, das in fünf Phasen abläuft und besonders unbewusste Bedürfnisse berücksichtigt. Im Unterschied zum Rubikon-Modell bezieht das ZRM auch Bildsprache und unbewusste Prozesse mit ein. Das ZRM nutzt oft Bilder als Ressourcen, um Emotionen anzusprechen und Ziele zu visualisieren. Ein typisches Beispiel wäre jemand, der auswandern möchte und sich durch Bilder des Ziellandes motiviert, konkrete Schritte zu planen und umzusetzen.
In der Schule kannst du das Rubikon-Modell besonders gut bei längerfristigen Projekten oder beim Lernen für Prüfungen anwenden. Ein gutes Beispiel in der Schule wäre die Vorbereitung auf das Abitur: Du wägst ab, welche Fächer Priorität haben, planst deinen Lernplan, setzt diesen um und bewertest nach jeder Prüfung deine Ergebnisse. Lehrer könnten das Modell auch im Unterricht kurz erklären, um Schülern zu helfen, ihre Lernprozesse besser zu strukturieren und Motivation aufrechtzuerhalten.
Weitere Quellen
-
Motivation und Handeln von Heckhausen & Heckhausen, Springer Verlag 2018, Lehrbuch, Standardwerk zu Motivationstheorien mit ausführlicher Darstellung des Rubikon-Modells und aktuellen Forschungsergebnissen - Link
-
Motivation und Persönlichkeit von Maja Storch & Frank Krause, Hogrefe Verlag 2017, Lehrbuch, Umfassende Einführung in das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) mit Fallbeispielen und praktischen Übungen - Link
-
Selbstbestimmung und Motivation im Unterricht von Edward L. Deci & Richard M. Ryan, Klett Verlag 2019, Fachbuch, Grundlagen der intrinsischen und extrinsischen Motivation im pädagogischen Kontext mit Praxisbezug - Link
-
Lernmotivation und Bildungserfolg: Theorie und Praxis von Falko Rheinberg & Regina Vollmeyer, Cornelsen 2019, Praxishandbuch, Verständliche Erklärung verschiedener Motivationsmodelle mit Arbeitsblättern und Unterrichtskonzepten - Link
Weiter erforschen
-
Selbstreflexionsübung: Führe ein 7-Tage-Motivationstagebuch mit deinen eigenen Zielen. Wende dabei die vier Phasen des Rubikon-Modells an und notiere, in welcher Phase du dich jeweils befindest.
-
Projektarbeit: Entwickle ein Poster oder eine digitale Präsentation, die das Zürcher Ressourcen Modell und das Rubikon-Modell vergleicht. Finde eigene Beispiele aus dem Schulleben für beide Modelle.
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Zunächst wird das Rubikon-Modell am Beispiel "Johannes möchte mit dem Rauchen aufhören" erläutert:
- Abwägen: Johannes wägt die Vor- und Nachteile des Rauchstopps ab.
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Zunächst wird der Begriff Motivation definiert als ein gedankliches Konstrukt für Prozesse, die Verhalten durch nicht-erkennbare Beweggründe (Motive) aktivieren und steuern. Motivation zeichnet sich durch Aktivierung, Richtung, Intensität und Ausdauer aus.
Definition: Motivation ist ein gedankliches Konstrukt für Prozesse, die Verhalten durch von außen nicht-erkennbare Beweggründe (Motive) aktivieren, sowie dieses hinsichtlich seiner Richtung, Intensität und Ausdauer steuern.
Es wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Intrinsische Motivation entsteht aus eigenem Antrieb und Interesse, während extrinsische Motivation durch äußere Anreize oder Belohnungen gesteuert wird.
Beispiel: Hobbys sind ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation, da das Ausführen der Aktivität selbst die Belohnung darstellt.
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In der Schule kannst du das Rubikon-Modell besonders gut bei längerfristigen Projekten oder beim Lernen für Prüfungen anwenden. Ein gutes Beispiel in der Schule wäre die Vorbereitung auf das Abitur: Du wägst ab, welche Fächer Priorität haben, planst deinen Lernplan, setzt diesen um und bewertest nach jeder Prüfung deine Ergebnisse. Lehrer könnten das Modell auch im Unterricht kurz erklären, um Schülern zu helfen, ihre Lernprozesse besser zu strukturieren und Motivation aufrechtzuerhalten.
Weitere Quellen
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Motivation und Handeln von Heckhausen & Heckhausen, Springer Verlag 2018, Lehrbuch, Standardwerk zu Motivationstheorien mit ausführlicher Darstellung des Rubikon-Modells und aktuellen Forschungsergebnissen - Link
-
Motivation und Persönlichkeit von Maja Storch & Frank Krause, Hogrefe Verlag 2017, Lehrbuch, Umfassende Einführung in das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) mit Fallbeispielen und praktischen Übungen - Link
-
Selbstbestimmung und Motivation im Unterricht von Edward L. Deci & Richard M. Ryan, Klett Verlag 2019, Fachbuch, Grundlagen der intrinsischen und extrinsischen Motivation im pädagogischen Kontext mit Praxisbezug - Link
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