Inkongruenz und Abwehrmechanismen in Rogers Theorie
In der personenzentrierten Theorie nach Rogers spielt das Konzept der Inkongruenz eine zentrale Rolle. Inkongruenz beschreibt die Diskrepanz zwischen dem realen Selbst (wie man tatsächlich ist) und dem idealen Selbst (wie man sein möchte oder glaubt, sein zu müssen).
Definition: Inkongruenz in der Psychologie nach Rogers bezieht sich auf den Zustand, in dem das Selbstkonzept einer Person nicht mit ihren tatsächlichen Erfahrungen übereinstimmt.
Diese Inkongruenz kann zu verschiedenen psychischen Problemen führen, von Neurose bis hin zu schweren psychischen Störungen. Rogers erklärt, dass Menschen Abwehrmechanismen entwickeln, um mit dieser Inkongruenz umzugehen.
Beispiel: Ein Inkongruenz Beispiel wäre eine Person, die sich selbst als freundlich und hilfsbereit sieht (ideales Selbst), in Wirklichkeit aber oft unfreundlich und egoistisch handelt (reales Selbst).
Zu den von Rogers beschriebenen Abwehrmechanismen gehören:
- Verneinung (Denial): Die Weigerung, bedrohliche Erfahrungen wahrzunehmen.
- Verzerrte Wahrnehmung: Die Uminterpretation von Situationen, um sie weniger bedrohlich erscheinen zu lassen.
Highlight: Die Inkongruenz Rogers Theorie betont, dass diese Abwehrmechanismen zwar kurzfristig Schutz bieten, langfristig aber zu einer Vergrößerung der Kluft zwischen realem und idealem Selbst führen können.
Rogers betont, dass das Ziel der Therapie darin besteht, die Inkongruenz zu reduzieren und eine größere Übereinstimmung zwischen Selbst und Erfahrung zu erreichen. Dies führt zu einer einheitlicheren und gesünderen Persönlichkeit.





