Einstellungssystem und Bedeutsamkeit
Das Einstellungssystem beschreibt sowohl die Verbindungen zwischen den Komponenten einer Einstellung als auch die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Einstellungen einer Person.
Beispiel: Eine positive Einstellung zur Kirche kann mit Einstellungen zu Politik oder Gentechnik zusammenhängen.
Die Bedeutsamkeit oder Zentralität einer Einstellung spielt eine wichtige Rolle:
- Zentrale Einstellungen sind für die Person wichtig und werden intensiv vertreten.
- Periphere Einstellungen sind weniger bedeutsam und werden kaum verteidigt.
Highlight: Zentrale Einstellungen sind schwer zu ändern, periphere Einstellungen lassen sich leichter beeinflussen.
Die Einstellungsänderung hängt also stark von der Zentralität der Einstellung ab. Bei zentralen Einstellungen ist die Möglichkeit zur Beeinflussung gering, bei peripheren Einstellungen deutlich höher.
Das Verhältnis von Einstellung und Verhalten ist komplex. Es gibt verschiedene Gründe für mögliche Unstimmigkeiten:
- Verhalten wird auch von externen Faktoren beeinflusst.
- Mehrere Einstellungen können für ein Verhalten relevant sein.
- Gesellschaftliche Normen können von persönlichen Einstellungen abweichen.
Beispiel: Jemand kann eine positive Einstellung zum Umweltschutz haben, aber aus Bequemlichkeit trotzdem Auto fahren.
Die soziale Anpassungsfunktion von Einstellungen kann dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten an gesellschaftliche Erwartungen anpassen, auch wenn es ihrer persönlichen Einstellung widerspricht.








