Deutsch /

Dialekte Sachtextanalyse

Dialekte Sachtextanalyse

 Probleme durch die
türkisch Herkunft
selbst nicht zu
beseitiger
Kein
Bewusstsein
für die Bedeutung d.
Sprache
Wichtigkeit bedes
Sprache
The

Dialekte Sachtextanalyse

user profile picture

Lina🦦

33 Followers

Teilen

Speichern

38

 

11/12/13

Ausarbeitung

„Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft“ Klausurtypische Aufgabenstellungen

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Probleme durch die türkisch Herkunft selbst nicht zu beseitiger Kein Bewusstsein für die Bedeutung d. Sprache Wichtigkeit bedes Sprache These, Antithere Folgerung Erklärug Misch- надав sprache bikyt Probleme fil diz Kinde нелискажем Muhammet Mertek Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft (2004) ₁ Seit Jahren beobachte ich türkische Kinder in ihrem schulischen und gesellschaftlichen Alltag. Hier stoßen sie auf große Probleme in puncto Sprache, Kultur, Identitätsbildung, Integration und Sozialisation. Manch- mal habe ich Zweifel, ob sie in der Lage sein werden, diese großen Prob- 5 leme bewältigen zu können. [...] Die erste Barriere für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation der Migrantenkinder ist das Sprachproblem. Die meisten von ihnen verfügen über eine ,doppelte Halbsprachigkeit'. Das heißt, dass sie weder ihre Muttersprache noch die deutsche Sprache wirklich 10 beherrschen, sondern vielmehr eine Misch-Masch-Sprache sprechen. Von einem Bewusstsein für die Bedeutung der Sprache kann gegenwär- tig weder beim Kind noch im Elternhaus die Rede sein. Wenn aber viele Migrantenkinder bis zum Kindergartenbesuch ausschließlich in türki- scher Sprache erzogen werden, müssen sie besonders im Kindergarten 15 sprachlich stark gefördert werden. Anderenfalls nimmt man in Kauf, dass sich, wie besonders in den letzten Jahren festzustellen ist, immer mehr Migrantenkinder mit einem großen Sprachdefizit an den Grund- schulen anmelden. In diesem Zusammenhang wäre es absurd, die deutsche und die türki- 20 Sche Sprache auf eine Konkurrenzebene zu ziehen. Beide Sprachen sind gleichermaßen wichtig, und Kinder sind durchaus in der Lage, auch beide Sprachen richtig zu erlernen. Das Problem...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

ist nur: Viele türkische Eltern neigen dazu zu sagen, ihre Kinder sollten zunächst die türkische Sprache erlernen, um den Kontakt zu ihren Wurzeln nicht zu verlieren. 25 Andere wiederum befürchten, ein Erlernen der Muttersprache könnte ihre Kinder davon abhalten, Deutsch zu lernen. Die Eltern von Migran- tenkindern sollten sich in jedem Fall der Tatsache bewusst sein, dass die deutsche Sprache, unabhängig von der Bedeutung der Muttersprache, die wesentliche Sprache ihrer Kinder sein wird. Dies ist ein Faktum. Die 30 deutsche Sprache entscheidet über die Zukunft der Kinder, die hier in Deutschland leben. Deutsche und türkische Kinder werden im schuli- schen Alltag mit den gleichen Maßstäben gemessen. Um weiterkommen zu können, müssen die Migrantenkinder also die deutsche Sprache be- herrschen. Andererseits ist die Muttersprache natürlich vor allem für 35 ihre Persönlichkeitsentwicklung von Bedeutung. Vor dem Besuch eines Kindergartens sollte die Muttersprache so intensiv wie möglich geför- dert werden, um den Kindern eine Sprachbasis zu schaffen. Dabei soll- te man unbedingt versuchen darauf zu achten, dass sich keine Misch- Masch-Sprache entwickelt. Eine Misch-Masch-Sprache stellt ein Sprachdefizit dar, das in gewis- 40 Sem Maße sogar die geistige Entwicklung der Migrantenkinder behin- dern kann. Die meisten dieser Kinder sind dann nicht in der Lage, ih- re Gefühle und Gedanken in einer Sprache zum Ausdruck zu bringen. Wenn es um eine Darstellung eines Sachverhalts oder der eigenen Mei- 45 nung zu einem bestimmten Thema geht, können sie sich allenfalls ganz knapp in nur einer Sprache äußern. Sie fallen schnell in eine gemischte Sprache, weil es ihnen am entsprechenden Wortschatz mangelt. Eine Sprache zumindest müssen sie richtig beherrschen, und das ist die deut- 50 sche Sprache - unabhängig von der Unumstrittenheit der Bedeutung der Muttersprache/[...] Die Wege durch das Labyrinth der Gesellschaft sind verschlungen. Wenn die türkischen Kinder eine Chance haben sollen, ihren eigenen Weg zu finden, müssen sich zunächst einmal ihre Eltern 55 bewegen. Leider ist derzeit die Mehrheit von ihnen nicht in der Lage, mit dieser Herausforderung fertig zu werden. Also müssen sie von der Schu- le, von Bildungsinstitutionen und Vereinen Unterstützung erhalten. Auf der anderen Seite müssen sich aber auch die Schulen bewegen und zu Orten eines aufrichtigen friedvollen Miteinanders werden. [...] (http://www.mmertek.de/index.php/kolumnen/gesellschaft/item/57-tuerkische-kinder-im-labyrinth- der-gesellschaft, Abruf: 3.3.2021) 1-5 G - 48 Feststellury Erklärun Problemstellung 19 Faktenargument. übe, legun Deutsch und Türkisch sollte nicht in konkurrens Steter, Deutsch wesentlich Kompromis 38 так тепендинит verweis Normatives Argument 39-51 Fazit Nometiv Sachtextanalyse - Dialekte Aufgabe 1: Analysiere den vorliegenden Text, indem du die Positionen von M. Mertek zur Zweisprachigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund herausarbeitest und erläuterst, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollen. befasst Die vorliegende Kolumne „Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft" wurde von Muhammet Mertek im Jahre 2004 verfasst. Der Autor sich mit den Entwicklungsproblemen, die Migrantenkinder, vor allem mit türkischer Herkunft, in Deutschland durch ihre doppelte Halbsprachigkeit erleiden und stellt dar, wie der Umgang mit dieser erfolgen sollte. Zunächst lässt sich die Kolumne in fünf Abschnitte gliedern. Der erste Abschnitt (Z. 1-5) handelt davon, dass der Kolumnist Probleme bei Kindern türkischer Herkunft beobachtet, was ihn vor die Frage stellt, ob diese in der Lage seien diese zu überwinden. Darauf folgt der zweite Abschnitt (Z. 6-18), in dem die angesprochenen Probleme näher erläutert werden. Hierzu verwendet Mertek den Begriff der ,,doppelten Halbsprachigkeit" (zit. Z.8) der Migrantenkinder, welche seiner Ansicht nach dazu führt, dass diese kein Bewusstsein für die Bedeutung von Sprache haben. Im nachfolgenden Abschnitt (Z.19-38) stellt Mertek nun dar, dass beide erlernten Sprachen nicht in Konkurrenz stehen sollten, da beide wichtig sind, befürwortet jedoch, dass die deutsche Sprache wichtiger für die Zukunft der Kinder sei, die Muttersprache hingegen die aber für Persönlichkeitsentwicklung, der Eltern auftritt. wobei ein Problem für die Seite Schließlich behandelt der vierte Abschnitt (Z. 39-51) das Entstehen der Misch-Masch-Sprache, welche Mertek als äußerst problematisch darstellt und somit befürwortet, dass die deutsche Sprache beherrscht werden muss, um Probleme zu vermeiden. Im letzten Abschnitt (Z. 51-59) spricht der Autor erneut die Herausforderungen an und erläutert, dass das Problem bei den Eltern liegt und somit Bildungsinstitutionen die Förderung der Problemlösung unterstützen muss, um Migrantenkinder sprachlich in die Gesellschaft zu integrieren. Um die Leserinnen und Leser des Textes von seiner Meinung zu überzeugen, stellt Mertek mehrere Thesen auf und belegt diese anschließend argumentativ. Im ersten Abschnitt stellt der Autor eine Feststellung dar, in welcher er angibt, dass er Probleme bei türkischen Kindern im Bereich von Sprache, Kultur, Identitätsbildung, Integration und Sozialisation beobachtet (vgl. Z 1ff.). Darauffolgend stellt er seine Überlegung dar, und zwar, dass er Zweifel daran habe, ob diese Probleme von den Kindern zu bewältigen seien (vgl. Z. 3 ff.). Diese These und seine Zweifel sind die Schwerpunkte seiner Kolumne und sollen somit das Interesse des Lesers wecken, was geschieht, da er sich auf eine spezielle soziale Gruppe und auf dessen Leben in Deutschland bezieht, wessen Wohl und Integration erwünscht ist. durch Im zweiten Abschnitt stellt Mertek die zentrale These auf, dass Migrantenkinder ihr Sprachproblem Schwierigkeiten in der Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation haben (vgl. 6f.). Dies erklärt er durch die sogenannte doppelte Halbsprachigkeit die dazu führt, dass die Kinder ein Misch-Masch aus beiden nicht vollständig erlernten Sprachen verwenden und somit kein Gefühl für die Bedeutung von Sprache entwickeln und dieses auch nicht von ihren Eltern vermittelt bekommen (vgl. Z. 7-12). Anschließend stellt Mertek ein Beispiel dar, in welchem er erläutert, dass Kinder die bis zum Kindergarten ausschließlich türkisch sprechen im Kindergarten besonders sprachlich gefördert werden müssen. Diese Problemdarstellung liefert das Faktenargument, dass wenn dies nicht der Fall ist ein großer Sprachdefizit zustande kommt, der in der Grundschule zu schwerwiegenden Problemen führt (vgl. Z. 12-18). Im dritten Abschnitt greift Mertek erneut die zentrale These auf und begründet anhand dieser, dass eine Konkurrenzebene zwischen deutsch und türkisch durch Eltern geschaffen wird (vgl. Z. 19ff.). Dies erklärt er mithilfe der These, dass einige türkische Eltern möchten, dass ihre Kinder zunächst türkisch lernen, um ihre Wurzeln nicht zu verlieren (vgl. Z. 22 ff.). Die Antithese gibt wiederrum an, dass andere Eltern denken, dass das Erlernen der Muttersprache kontraproduktiv für das Erlernen der deutschen Sprache ist (vgl. Z. 25 ff.). Diese These und Antithese beantwortet Mertek mit dem Faktenargument, dass die deutsche Sprache essentiell für Migrantenkinder sei und über ihre Zukunft entscheide (vgl. Z. 26.- 31). Die Muttersprache sollte hierbei unabhängig von der kulturellen Bedeutung sein, was ein manipulatives Argument darstellt, da die deutsche Sprache so als wichtigere Sprache dargestellt wird. Dies widerlegt Mertek jedoch zuvor, da er ausdrücklich beide Sprachen als gleichermaßen wichtig beschreibt (vgl. Z. 20ff.). Weiterführend stellt Mertek die These auf, dass Kinder in Deutschland unabhängig von ihrer Herkunft im schulischen Alltag gemessen werden und die Migrantenkinder somit die deutsche Sprache beherrschen müssen, um mithalten zu können (vgl. Z. 31-34). Die Antithese hierzu lautet, dass die Muttersprache die jedoch essentiell für Persönlichkeitsentwicklung sei (vgl. Z. 34 f.). Dieses indirekte Argument besagt somit, dass die Kinder sich mit Kenntnissen über ihre differenziert entwickeln. Muttersprache Darauffolgend gibt Mertek ein normatives Argument, um seine These zu bestärken. Dieses besagt, dass vor dem Kindergarten die Muttersprache als Sprachbasis gefördert werden sollte, unteranderem die um Persönlichkeitsentwicklung zu fördern (vgl. Z. 35-38). Nach einer kritischen Betrachtung des Themas folgert Mertek im vierten Abschnitt, dass eine Misch-Masch-Sprache, als Sprachdefizit die geistige Entwicklung der Kinder behindern kann. Diese These begründet er damit, dass die Kinder nicht in der Lage seien sich auszudrücken egal, ob Gefühle, Gedanken oder die eigene Meinung, wodurch er ein normatives Argument darstellt (vgl. Z. 41-46). Außerdem erklärt Mertek die Misch-Masch-Sprache dadurch, dass der Wortschatz mangelnd ist und somit auf den Wortschatz der anderen Sprache zurückgegriffen werden muss (vgl. Z. 47). Dies führt Mertek zu dem Entschluss, dass die deutsche Sprache richtig beherrscht werden muss, um die Probleme, welche aufgrund von Sprache existieren, zu beseitigen. Im letzten Abschnitt greift Mertek erneut die These auf, dass die Kinder Schwierigkeiten aufgrund ihrer Eltern haben, da sie anhand deren Meinung und Entscheidungen Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Daraus schlussfolgert Mertek, dass seine Zweifel, dass Kinder nicht alleine ihre sprachlich bedingten Probleme lösen können wahr sind und diese somit auf Unterstützung von außerhalb, also im schulischen und institutionellen Rahmen angewiesen sind. Er zieht sein Fazit durch ein indirektes Argument, welches besagt, dass die Kinder nur eine Chance haben, wenn ein friedevolles Miteinander herrscht, durch welches sie unterstützt werden (vgl. Z. 55-59).

Deutsch /

Dialekte Sachtextanalyse

user profile picture

Lina🦦  

Follow

33 Followers

 Probleme durch die
türkisch Herkunft
selbst nicht zu
beseitiger
Kein
Bewusstsein
für die Bedeutung d.
Sprache
Wichtigkeit bedes
Sprache
The

App öffnen

„Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft“ Klausurtypische Aufgabenstellungen

Ähnliche Knows

user profile picture

8

Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft (2014)

Know Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft (2014) thumbnail

48

 

11

user profile picture

13

Erstspracherwerb- Referat

Know Erstspracherwerb- Referat thumbnail

12

 

10

L

5

Sachtextvergleich "Der Zug ist abgefahren" und "Deutsch muss als Wissenschaftssprache erhalten bleiben"

Know Sachtextvergleich "Der Zug ist abgefahren" und "Deutsch muss als Wissenschaftssprache erhalten bleiben" thumbnail

74

 

11/12

C

8

Deutsch Abi Spracherwerb & Sprache, Denken, Wirklichkeit

Know Deutsch Abi Spracherwerb & Sprache, Denken, Wirklichkeit  thumbnail

125

 

11/12/13

Probleme durch die türkisch Herkunft selbst nicht zu beseitiger Kein Bewusstsein für die Bedeutung d. Sprache Wichtigkeit bedes Sprache These, Antithere Folgerung Erklärug Misch- надав sprache bikyt Probleme fil diz Kinde нелискажем Muhammet Mertek Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft (2004) ₁ Seit Jahren beobachte ich türkische Kinder in ihrem schulischen und gesellschaftlichen Alltag. Hier stoßen sie auf große Probleme in puncto Sprache, Kultur, Identitätsbildung, Integration und Sozialisation. Manch- mal habe ich Zweifel, ob sie in der Lage sein werden, diese großen Prob- 5 leme bewältigen zu können. [...] Die erste Barriere für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation der Migrantenkinder ist das Sprachproblem. Die meisten von ihnen verfügen über eine ,doppelte Halbsprachigkeit'. Das heißt, dass sie weder ihre Muttersprache noch die deutsche Sprache wirklich 10 beherrschen, sondern vielmehr eine Misch-Masch-Sprache sprechen. Von einem Bewusstsein für die Bedeutung der Sprache kann gegenwär- tig weder beim Kind noch im Elternhaus die Rede sein. Wenn aber viele Migrantenkinder bis zum Kindergartenbesuch ausschließlich in türki- scher Sprache erzogen werden, müssen sie besonders im Kindergarten 15 sprachlich stark gefördert werden. Anderenfalls nimmt man in Kauf, dass sich, wie besonders in den letzten Jahren festzustellen ist, immer mehr Migrantenkinder mit einem großen Sprachdefizit an den Grund- schulen anmelden. In diesem Zusammenhang wäre es absurd, die deutsche und die türki- 20 Sche Sprache auf eine Konkurrenzebene zu ziehen. Beide Sprachen sind gleichermaßen wichtig, und Kinder sind durchaus in der Lage, auch beide Sprachen richtig zu erlernen. Das Problem...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

ist nur: Viele türkische Eltern neigen dazu zu sagen, ihre Kinder sollten zunächst die türkische Sprache erlernen, um den Kontakt zu ihren Wurzeln nicht zu verlieren. 25 Andere wiederum befürchten, ein Erlernen der Muttersprache könnte ihre Kinder davon abhalten, Deutsch zu lernen. Die Eltern von Migran- tenkindern sollten sich in jedem Fall der Tatsache bewusst sein, dass die deutsche Sprache, unabhängig von der Bedeutung der Muttersprache, die wesentliche Sprache ihrer Kinder sein wird. Dies ist ein Faktum. Die 30 deutsche Sprache entscheidet über die Zukunft der Kinder, die hier in Deutschland leben. Deutsche und türkische Kinder werden im schuli- schen Alltag mit den gleichen Maßstäben gemessen. Um weiterkommen zu können, müssen die Migrantenkinder also die deutsche Sprache be- herrschen. Andererseits ist die Muttersprache natürlich vor allem für 35 ihre Persönlichkeitsentwicklung von Bedeutung. Vor dem Besuch eines Kindergartens sollte die Muttersprache so intensiv wie möglich geför- dert werden, um den Kindern eine Sprachbasis zu schaffen. Dabei soll- te man unbedingt versuchen darauf zu achten, dass sich keine Misch- Masch-Sprache entwickelt. Eine Misch-Masch-Sprache stellt ein Sprachdefizit dar, das in gewis- 40 Sem Maße sogar die geistige Entwicklung der Migrantenkinder behin- dern kann. Die meisten dieser Kinder sind dann nicht in der Lage, ih- re Gefühle und Gedanken in einer Sprache zum Ausdruck zu bringen. Wenn es um eine Darstellung eines Sachverhalts oder der eigenen Mei- 45 nung zu einem bestimmten Thema geht, können sie sich allenfalls ganz knapp in nur einer Sprache äußern. Sie fallen schnell in eine gemischte Sprache, weil es ihnen am entsprechenden Wortschatz mangelt. Eine Sprache zumindest müssen sie richtig beherrschen, und das ist die deut- 50 sche Sprache - unabhängig von der Unumstrittenheit der Bedeutung der Muttersprache/[...] Die Wege durch das Labyrinth der Gesellschaft sind verschlungen. Wenn die türkischen Kinder eine Chance haben sollen, ihren eigenen Weg zu finden, müssen sich zunächst einmal ihre Eltern 55 bewegen. Leider ist derzeit die Mehrheit von ihnen nicht in der Lage, mit dieser Herausforderung fertig zu werden. Also müssen sie von der Schu- le, von Bildungsinstitutionen und Vereinen Unterstützung erhalten. Auf der anderen Seite müssen sich aber auch die Schulen bewegen und zu Orten eines aufrichtigen friedvollen Miteinanders werden. [...] (http://www.mmertek.de/index.php/kolumnen/gesellschaft/item/57-tuerkische-kinder-im-labyrinth- der-gesellschaft, Abruf: 3.3.2021) 1-5 G - 48 Feststellury Erklärun Problemstellung 19 Faktenargument. übe, legun Deutsch und Türkisch sollte nicht in konkurrens Steter, Deutsch wesentlich Kompromis 38 так тепендинит verweis Normatives Argument 39-51 Fazit Nometiv Sachtextanalyse - Dialekte Aufgabe 1: Analysiere den vorliegenden Text, indem du die Positionen von M. Mertek zur Zweisprachigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund herausarbeitest und erläuterst, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollen. befasst Die vorliegende Kolumne „Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft" wurde von Muhammet Mertek im Jahre 2004 verfasst. Der Autor sich mit den Entwicklungsproblemen, die Migrantenkinder, vor allem mit türkischer Herkunft, in Deutschland durch ihre doppelte Halbsprachigkeit erleiden und stellt dar, wie der Umgang mit dieser erfolgen sollte. Zunächst lässt sich die Kolumne in fünf Abschnitte gliedern. Der erste Abschnitt (Z. 1-5) handelt davon, dass der Kolumnist Probleme bei Kindern türkischer Herkunft beobachtet, was ihn vor die Frage stellt, ob diese in der Lage seien diese zu überwinden. Darauf folgt der zweite Abschnitt (Z. 6-18), in dem die angesprochenen Probleme näher erläutert werden. Hierzu verwendet Mertek den Begriff der ,,doppelten Halbsprachigkeit" (zit. Z.8) der Migrantenkinder, welche seiner Ansicht nach dazu führt, dass diese kein Bewusstsein für die Bedeutung von Sprache haben. Im nachfolgenden Abschnitt (Z.19-38) stellt Mertek nun dar, dass beide erlernten Sprachen nicht in Konkurrenz stehen sollten, da beide wichtig sind, befürwortet jedoch, dass die deutsche Sprache wichtiger für die Zukunft der Kinder sei, die Muttersprache hingegen die aber für Persönlichkeitsentwicklung, der Eltern auftritt. wobei ein Problem für die Seite Schließlich behandelt der vierte Abschnitt (Z. 39-51) das Entstehen der Misch-Masch-Sprache, welche Mertek als äußerst problematisch darstellt und somit befürwortet, dass die deutsche Sprache beherrscht werden muss, um Probleme zu vermeiden. Im letzten Abschnitt (Z. 51-59) spricht der Autor erneut die Herausforderungen an und erläutert, dass das Problem bei den Eltern liegt und somit Bildungsinstitutionen die Förderung der Problemlösung unterstützen muss, um Migrantenkinder sprachlich in die Gesellschaft zu integrieren. Um die Leserinnen und Leser des Textes von seiner Meinung zu überzeugen, stellt Mertek mehrere Thesen auf und belegt diese anschließend argumentativ. Im ersten Abschnitt stellt der Autor eine Feststellung dar, in welcher er angibt, dass er Probleme bei türkischen Kindern im Bereich von Sprache, Kultur, Identitätsbildung, Integration und Sozialisation beobachtet (vgl. Z 1ff.). Darauffolgend stellt er seine Überlegung dar, und zwar, dass er Zweifel daran habe, ob diese Probleme von den Kindern zu bewältigen seien (vgl. Z. 3 ff.). Diese These und seine Zweifel sind die Schwerpunkte seiner Kolumne und sollen somit das Interesse des Lesers wecken, was geschieht, da er sich auf eine spezielle soziale Gruppe und auf dessen Leben in Deutschland bezieht, wessen Wohl und Integration erwünscht ist. durch Im zweiten Abschnitt stellt Mertek die zentrale These auf, dass Migrantenkinder ihr Sprachproblem Schwierigkeiten in der Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation haben (vgl. 6f.). Dies erklärt er durch die sogenannte doppelte Halbsprachigkeit die dazu führt, dass die Kinder ein Misch-Masch aus beiden nicht vollständig erlernten Sprachen verwenden und somit kein Gefühl für die Bedeutung von Sprache entwickeln und dieses auch nicht von ihren Eltern vermittelt bekommen (vgl. Z. 7-12). Anschließend stellt Mertek ein Beispiel dar, in welchem er erläutert, dass Kinder die bis zum Kindergarten ausschließlich türkisch sprechen im Kindergarten besonders sprachlich gefördert werden müssen. Diese Problemdarstellung liefert das Faktenargument, dass wenn dies nicht der Fall ist ein großer Sprachdefizit zustande kommt, der in der Grundschule zu schwerwiegenden Problemen führt (vgl. Z. 12-18). Im dritten Abschnitt greift Mertek erneut die zentrale These auf und begründet anhand dieser, dass eine Konkurrenzebene zwischen deutsch und türkisch durch Eltern geschaffen wird (vgl. Z. 19ff.). Dies erklärt er mithilfe der These, dass einige türkische Eltern möchten, dass ihre Kinder zunächst türkisch lernen, um ihre Wurzeln nicht zu verlieren (vgl. Z. 22 ff.). Die Antithese gibt wiederrum an, dass andere Eltern denken, dass das Erlernen der Muttersprache kontraproduktiv für das Erlernen der deutschen Sprache ist (vgl. Z. 25 ff.). Diese These und Antithese beantwortet Mertek mit dem Faktenargument, dass die deutsche Sprache essentiell für Migrantenkinder sei und über ihre Zukunft entscheide (vgl. Z. 26.- 31). Die Muttersprache sollte hierbei unabhängig von der kulturellen Bedeutung sein, was ein manipulatives Argument darstellt, da die deutsche Sprache so als wichtigere Sprache dargestellt wird. Dies widerlegt Mertek jedoch zuvor, da er ausdrücklich beide Sprachen als gleichermaßen wichtig beschreibt (vgl. Z. 20ff.). Weiterführend stellt Mertek die These auf, dass Kinder in Deutschland unabhängig von ihrer Herkunft im schulischen Alltag gemessen werden und die Migrantenkinder somit die deutsche Sprache beherrschen müssen, um mithalten zu können (vgl. Z. 31-34). Die Antithese hierzu lautet, dass die Muttersprache die jedoch essentiell für Persönlichkeitsentwicklung sei (vgl. Z. 34 f.). Dieses indirekte Argument besagt somit, dass die Kinder sich mit Kenntnissen über ihre differenziert entwickeln. Muttersprache Darauffolgend gibt Mertek ein normatives Argument, um seine These zu bestärken. Dieses besagt, dass vor dem Kindergarten die Muttersprache als Sprachbasis gefördert werden sollte, unteranderem die um Persönlichkeitsentwicklung zu fördern (vgl. Z. 35-38). Nach einer kritischen Betrachtung des Themas folgert Mertek im vierten Abschnitt, dass eine Misch-Masch-Sprache, als Sprachdefizit die geistige Entwicklung der Kinder behindern kann. Diese These begründet er damit, dass die Kinder nicht in der Lage seien sich auszudrücken egal, ob Gefühle, Gedanken oder die eigene Meinung, wodurch er ein normatives Argument darstellt (vgl. Z. 41-46). Außerdem erklärt Mertek die Misch-Masch-Sprache dadurch, dass der Wortschatz mangelnd ist und somit auf den Wortschatz der anderen Sprache zurückgegriffen werden muss (vgl. Z. 47). Dies führt Mertek zu dem Entschluss, dass die deutsche Sprache richtig beherrscht werden muss, um die Probleme, welche aufgrund von Sprache existieren, zu beseitigen. Im letzten Abschnitt greift Mertek erneut die These auf, dass die Kinder Schwierigkeiten aufgrund ihrer Eltern haben, da sie anhand deren Meinung und Entscheidungen Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Daraus schlussfolgert Mertek, dass seine Zweifel, dass Kinder nicht alleine ihre sprachlich bedingten Probleme lösen können wahr sind und diese somit auf Unterstützung von außerhalb, also im schulischen und institutionellen Rahmen angewiesen sind. Er zieht sein Fazit durch ein indirektes Argument, welches besagt, dass die Kinder nur eine Chance haben, wenn ein friedevolles Miteinander herrscht, durch welches sie unterstützt werden (vgl. Z. 55-59).