NS-Erziehung: Wenn Pädagogik zur Manipulation wird
Die nationalsozialistische Erziehung zeigt erschreckend, wie Bildung pervertiert werden kann. Das Erziehungsziel war ein "neuer Mensch" - körperlich stark, charakterlich "hart" und geistig auf Rassenideologie gepolt.
Das Menschenbild war klar: Kämpfer für Deutschland, völkisch geprägt, ohne Individualität. Der "totale Erziehungsstaat" wollte Gleichschaltung statt Vielfalt. Die Rassenlehre teilte Menschen in "höhere" und "niedere Rassen" ein - mit verheerenden Folgen.
In Schulen wurde massiv indoktriniert: Körperkult, Führerkult, Vorbereitung auf den Krieg, Ausschluss von Juden. Die Hitlerjugend setzte auf "Erziehung durch Verführung" - mit Fahrten, Gemeinschaftsgefühl und dem trügerischen Versprechen von Bedeutsamkeit.
Die Erlebnispädagogik wurde missbraucht: Gemeinsame emotionale Erfahrungen sollten soziale Zugehörigkeit schaffen, aber nur innerhalb der NS-Ideologie. "Du bist nichts, dein Volk ist alles" war das perfide Motto.
Warnung: Die Faszination funktionierte durch das Versprechen von Zugehörigkeit, Bedeutung und Sicherheit - Grundbedürfnisse, die auch heute missbraucht werden können.