Rechtsformen im Überblick
Einzelunternehmen sind der einfachste Weg in die Selbstständigkeit - du brauchst keine besonderen Formalitäten und kannst sofort loslegen. Als Einzelunternehmer trägst du aber das volle finanzielle Risiko, denn du haftest mit deinem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen.
Die OHG (Offene Handelsgesellschaft) braucht mindestens zwei Personen und muss ins Handelsregister eingetragen werden. Der große Vorteil: Ihr könnt den Gesellschaftsvertrag frei gestalten und habt eine hohe Kreditwürdigkeit. Der Nachteil: Alle Gesellschafter haften unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.
Merktipp: Je einfacher die Gründung, desto höher meist das persönliche Haftungsrisiko!
Bei der KG (Kommanditgesellschaft) gibt es zwei Arten von Gesellschaftern: Der Komplementär führt das Geschäft und haftet voll, während der Kommanditist nur mit seiner Einlage haftet. Das macht die KG besonders attraktiv für Investoren, die sich nicht am Tagesgeschäft beteiligen wollen.
Die GmbH bietet dir den großen Vorteil der beschränkten Haftung - du haftest nur mit dem Gesellschaftsvermögen, nicht mit deinem Privatvermögen. Dafür brauchst du aber ein Mindestkapital von 25.000€ und musst viel Bürokratie in Kauf nehmen.
UG und AG sind weitere Kapitalgesellschaften mit beschränkter Haftung. Die UG ist die "kleine Schwester" der GmbH mit nur 1€ Mindestkapital, während die AG mit 50.000€ Grundkapital vor allem für größere Unternehmen interessant ist.