Steuern sind ein wichtiger Teil des Geschäftslebens - aber keine... Mehr anzeigen
Alles über Steuern: Umsatzsteuer, Arten, Rückerstattung und Nachzahlung





Die Umsatzsteuer verstehen
Die Umsatzsteuer begegnet dir täglich beim Einkaufen - sie ist nämlich eine Verbrauchssteuer, die letztendlich du als Endverbraucher zahlst. Das Besondere: Sie wird indirekt über die Unternehmen an das Finanzamt weitergeleitet, daher nennt man sie auch indirekte Steuer.
In Deutschland gibt es drei verschiedene Steuersätze: Den Regelsteuersatz von 19% (normale Waren), den ermäßigten Satz von 7% (Grundnahrungsmittel, Bücher, Museen) und 0% für spezielle Fälle wie Banktätigkeiten oder Arztleistungen.
Für Unternehmen funktioniert das System anders als für dich als Privatperson. Beim Einkauf zahlen sie Vorsteuer, die sie vom Finanzamt zurückbekommen können. Beim Verkauf kassieren sie Umsatzsteuer von ihren Kunden, die sie dann an das Finanzamt weiterleiten müssen.
Wichtig: Innerhalb der EU brauchen Unternehmen eine spezielle USt-IdNr. und es gilt immer der Steuersatz des Käuferlandes!

Berechnung der Zahllast
Die UST-Zahllast zu berechnen ist eigentlich ganz einfach - du kannst es über den Mehrwert oder über die Konten machen. Bei der Mehrwert-Methode rechnest du: Verkaufswert minus Einkaufswert = Mehrwert, dann 19% davon als Zahllast.
Die zweite Methode arbeitet mit den Konten VORST (Vorsteuer) und UST (Umsatzsteuer). Du sammelst alle Vorsteuern auf der einen Seite und alle Umsatzsteuern auf der anderen Seite. Am Ende ziehst du die Vorsteuer von der Umsatzsteuer ab.
Das Ergebnis ist deine Zahllast, die du monatlich oder vierteljährlich bis zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt überweisen musst. Die Buchung ist simpel: Du schließt die Vorsteuer über das UST-Konto ab und überweist dann den Rest.
Praxis-Tipp: Die Umsatzsteuer-Voranmeldung muss pünktlich sein - Verspätung kostet Geld!

Steuerarten und ihre Buchung
Steuern lassen sich in direkte Steuern (wie Einkommensteuer) und indirekte Steuern (wie Umsatzsteuer) unterteilen. Für die Buchführung ist aber eine andere Einteilung wichtiger.
Aktivierungspflichtige Steuern wie die Grunderwerbsteuer werden zu den Anschaffungskosten dazugerechnet. Private Steuern des Unternehmers buchst du auf das Privatkonto. Betriebliche Steuern wie Gewerbesteuer sind Aufwendungen und schmälern den Gewinn.
Erfolgsneutrale Steuern wie die Umsatzsteuer beeinflussen den Gewinn nicht, weil sie nur durchgereicht werden. Die Umsatzsteuer ist daher keine Belastung für das Unternehmen, sondern nur ein "Durchlaufposten".
Merkhilfe: Umsatzsteuer = erfolgsneutral, Gewerbesteuer = Aufwand!

Steuerrückerstattungen und Nachzahlungen
Manchmal zahlst du als Unternehmen zu viel oder zu wenig Steuern im Voraus - dann gibt's Rückerstattungen oder Nachzahlungen vom Finanzamt. Die Buchung hängt davon ab, ob es sich um betriebliche oder private Steuern handelt.
Bei betrieblichen Steuerrückerstattungen buchst du einen Ertrag auf das Konto "Periodenfremde Erträge". Das erhöht deinen Gewinn. Bei privaten Rückerstattungen wird es als Privateinlage behandelt.
Steuernachzahlungen funktionieren umgekehrt: Betriebliche Nachzahlungen sind Aufwendungen und verringern den Gewinn. Private Nachzahlungen behandelst du als Privatentnahme über das Privatkonto.
Wichtig: Steuerrückerstattungen aus dem Vorjahr sind immer "periodenfremd" - sie gehören ja eigentlich zum letzten Jahr!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Steuerrückerstattungen und Nachzahlungen
Manchmal zahlst du als Unternehmen zu viel oder zu wenig Steuern im Voraus - dann gibt's Rückerstattungen oder Nachzahlungen vom Finanzamt. Die Buchung hängt davon ab, ob es sich um betriebliche oder private Steuern handelt.
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