Blutgerinnung - Wenn Blut fest wird
Wenn ihr ein Blutröhrchen stehen lasst, gerinnt es und bildet ein Blutgerinnsel (Thrombus). Das besteht aus Blutzellen und dem klebrigen Protein Fibrin. Um das zu verhindern, müssen die Röhrchen vor der Entnahme eine gerinnungshemmende Substanz enthalten.
Die Blutgerinnung läuft in drei Schritten ab: Erst kommt es zur Gefässreaktion - die verletzten Gefässe ziehen sich zusammen und rollen sich nach innen. Dann folgt die Blutstillung - Thrombozyten werden aktiviert, werden stachelig und ballen sich zusammen, um einen Pfropf zu bilden.
Schliesslich startet die eigentliche Gerinnung: In einer Kettenreaktion aktivieren sich Plasmaproteine (Gerinnungsfaktoren) gegenseitig. Am Ende entsteht festes, fadenförmiges Fibrin, das sich netzartig um den Thrombus legt.
Die Zusammensetzung des Blutes: 5-6 Liter Gesamtvolumen, 42% Blutkörperchen, 58% Plasma. Das Plasma besteht aus 90% Wasser, 8% Proteinen und 2% anderen Stoffen.
Wichtig für die Praxis: Verwendet immer die richtigen Röhrchen - mit oder ohne Gerinnungshemmer, je nach gewünschter Untersuchung!