Du denkst, Zähne sind nur zum Kauen da? Weit gefehlt!... Mehr anzeigen
Lernfeld 2: Patienten empfangen und begleiten – Lernzettel









Zahnaufbau und Gebissarten
Stell dir vor, deine Zähne sind wie kleine Eisberge - das meiste siehst du gar nicht! Jeder Zahn besteht aus drei Hauptteilen: der Zahnkrone (Corona), die du siehst, dem Zahnhals (Cervix) am Übergang und der Zahnwurzel (Radix) im Kiefer.
Innen wird's interessant: Der harte Zahnschmelz (Enamelum) schützt das Zahnbein (Dentin), in dem das Zahnmark (Pulpa) mit Nerven und Blutgefäßen sitzt. Das Zahnfleisch (Gingiva) umgibt alles schön.
Als Kind hast du 20 Milchzähne: 2 Schneidezähne, 1 Eckzahn und 2 Milchmolaren pro Kieferseite - aber keine Prämolaren! Als Erwachsener sind's 32 bleibende Zähne: 2 Schneidezähne, 1 Eckzahn, 2 Prämolaren und 3 Molaren pro Seite. Der dritte Molar? Das ist dein Weisheitszahn!
Merktipp: Milchgebiss = 20 Zähne, bleibendes Gebiss = 32 Zähne

Das FDI-Schema - Zahnbezeichnungen leicht gemacht
Vergiss komplizierte Namen! Das FDI-Schema (Federation Dentaire International) nummeriert jeden Zahn mit nur zwei Ziffern. Die erste Ziffer zeigt den Quadranten (Kieferbereich), die zweite den Zahn innerhalb dieses Bereichs.
Bei bleibenden Zähnen sind die Quadranten 1-4 (oben rechts, oben links, unten links, unten rechts). Bei Milchzähnen entsprechend 5-8. Gezählt wird immer von der Mitte nach außen.
Beispiel gefällig? Dein oberer rechter Eckzahn heißt "13" (Quadrant 1, Zahn 3). Der untere linke Weisheitszahn ist "38" (Quadrant 3, Zahn 8). Super praktisch beim Zahnarzt!
Praxistipp: Die Quadranten gehen im Uhrzeigersinn: oben rechts (1), oben links (2), unten links (3), unten rechts (4)

Richtungsangaben am Zahn
Zahnärzte sprechen ihre eigene Sprache - aber die ist eigentlich ziemlich logisch! Labial und bukkal bedeuten zur Lippe bzw. Wange hin, lingual zur Zunge und palatinal zum Gaumen.
Mesial heißt zur Zahnbogenmitte hin, distal davon weg. Approximal bezeichnet die Nachbarzahnseite, interdental den Zwischenraum. An der Kaufläche sagst du okklusal, an der Schneidekante inzisal.
Weitere wichtige Begriffe: zervikal (am Zahnhals), apikal (an der Wurzelspitze), koronal (an der Krone) und gingival (am Zahnfleisch). Klingt kompliziert? Mit etwas Übung wird's automatisch!
Eselsbrücke: Mesial = zur Mitte, Distal = davon weg (wie "Distanz")

Gebissentwicklung - Vom Milchzahn zum Weisheitszahn
Deine Zähne haben ein ziemlich durchgetaktetes Leben! Das Milchgebiss arbeitet vom 6. Lebensmonat bis zum 12. Lebensjahr, dann kommt das bleibende Gebiss. Dazwischen hast du ein Wechselgebiss - eine wilde Mischung aus beiden.
Die erste Dentition (Zahndurchbruch) startet zwischen dem 6. und 8. Monat mit den mittleren Schneidezähnen. Dann folgen seitliche Schneidezähne, erster Molar, Eckzahn und zweiter Molar. Milchzähne sind kleiner und heller als bleibende Zähne.
Beim Zahnwechsel lösen sich die Milchzahnwurzeln auf, bis die Zähne ausfallen. Der 6-Jahr-Molar kommt als erster bleibender Zahn, die Weisheitszähne erst ab 16 Jahren. Milchzähne haben übrigens eine wichtige Platzhalterfunktion für die nachkommenden Zähne!
Fun Fact: Ein erschwerter Zahndurchbruch heißt "Dentitio difficilis" - klingt dramatischer als es ist!

Schneidezähne - Die Abbeißer
Deine Schneidezähne (Incisivi) sind die Stars beim Abbeißen! Sie haben eine schaufelförmige Krone, sind einwurzelig und haben auf der Rückseite zwei Randleisten plus ein kleines Höckerchen (Tuberkulum).
Im Oberkiefer ist der mittlere Schneidezahn breiter als der seitliche. Im Unterkiefer sind alle Schneidezähne kleiner, und der mittlere ist sogar schmaler als der seitliche. Jeder hat normalerweise einen Wurzelkanal, im Unterkiefer manchmal auch zwei.
Ohne deine Schneidezähne könntest du schlecht abbeißen oder bestimmte Laute sprechen. Sie sind quasi deine ersten Helfer beim Essen und bei der Kommunikation!
Wichtig: Schneidezähne sind nicht nur zum Kauen da, sondern auch für die Lautbildung beim Sprechen!

Eckzähne - Die Reißzähne
Eckzähne (Canini) sind die Kraftpakete deines Gebisses! Sie haben sehr lange, kräftige Wurzeln und eine spitze Schneidekante - die Eckzahnspitze. Auf der Rückseite findest du zwei Randleisten und eine Mittelleiste, die sich in einem Tuberkulum treffen.
Obere Eckzähne sind größer als untere und haben meist einen Wurzelkanal. Untere Eckzähne können ein bis zwei Wurzelkanäle haben. Sie sind die längsten Zähne in deinem Mund!
Als Reißzähne halten sie die Nahrung beim Abbeißen fest. Evolutionär gesehen waren sie mal noch wichtiger - bei unseren Vorfahren waren sie richtige Waffen!
Coole Tatsache: Eckzähne haben die längsten Wurzeln aller Zähne - echte Anker im Kiefer!

Prämolaren - Die Vorzerkleinerier
Prämolaren (Vormahlzähne) sind deine Allrounder für die Grobzerkleinerung! Sie haben eine Kaufläche mit zwei Höckern (bikuspidat), die durch Fissuren (Rillen) getrennt sind. Der zweite untere Prämolar kann sogar zwei bis drei Höcker haben.
Die meisten Prämolaren sind einwurzelig, aber Achtung: Der erste obere Prämolar hat zwei Wurzeln - eine bukkal (zur Wange), eine palatinal (zum Gaumen). Diese Gabelung heißt Bifurkation.
Ohne Prämolaren wäre Kauen ziemlich mühsam - sie zerkleinern dein Essen vor, damit die Molaren es richtig zermahlen können. Teamwork im Mund!
Besonderheit: Nur der erste obere Prämolar hat zwei Wurzeln - alle anderen sind einwurzelig!

Molaren - Die Mahlmaschinen
Molaren (Mahlzähne) sind die Schwerarbeiter deines Gebisses! Sie haben meist vier Höcker, der erste untere Molar sogar fünf. Die Fissuren bilden im Oberkiefer ein schräg liegendes H, im Unterkiefer eher ein Kreuz.
Obere Molaren haben drei Wurzeln (zwei bukkal, eine palatinal) - das nennt man Trifurkation. Untere Molaren haben zwei Wurzeln (mesial und distal) - eine Bifurkation. Ziemlich stabile Konstruktion!
Ihre Hauptaufgabe? Nahrung zermahlen! Ohne deine Molaren müsstest du alles pürieren. Sie sind die letzten in der Nahrungskette - nach ihnen geht's direkt in den Magen.
Technik-Tipp: Trifurkation = drei Wurzeln (oben), Bifurkation = zwei Wurzeln (unten)
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Die App ist sehr einfach zu bedienen und gut gestaltet. Ich habe bisher alles gefunden, wonach ich gesucht habe, und konnte viel aus den Präsentationen lernen! Ich werde die App definitiv für ein Schulprojekt nutzen! Und natürlich hilft sie auch sehr als Inspiration.
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Lernfeld 2: Patienten empfangen und begleiten – Lernzettel
Du denkst, Zähne sind nur zum Kauen da? Weit gefehlt! Dein Gebiss ist ein ziemlich komplexes System, das sich von der Geburt bis ins Erwachsenenalter entwickelt. Zeit, mal genauer hinzuschauen, was da eigentlich in deinem Mund abgeht.

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Stell dir vor, deine Zähne sind wie kleine Eisberge - das meiste siehst du gar nicht! Jeder Zahn besteht aus drei Hauptteilen: der Zahnkrone (Corona), die du siehst, dem Zahnhals (Cervix) am Übergang und der Zahnwurzel (Radix) im Kiefer.
Innen wird's interessant: Der harte Zahnschmelz (Enamelum) schützt das Zahnbein (Dentin), in dem das Zahnmark (Pulpa) mit Nerven und Blutgefäßen sitzt. Das Zahnfleisch (Gingiva) umgibt alles schön.
Als Kind hast du 20 Milchzähne: 2 Schneidezähne, 1 Eckzahn und 2 Milchmolaren pro Kieferseite - aber keine Prämolaren! Als Erwachsener sind's 32 bleibende Zähne: 2 Schneidezähne, 1 Eckzahn, 2 Prämolaren und 3 Molaren pro Seite. Der dritte Molar? Das ist dein Weisheitszahn!
Merktipp: Milchgebiss = 20 Zähne, bleibendes Gebiss = 32 Zähne

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Bei bleibenden Zähnen sind die Quadranten 1-4 (oben rechts, oben links, unten links, unten rechts). Bei Milchzähnen entsprechend 5-8. Gezählt wird immer von der Mitte nach außen.
Beispiel gefällig? Dein oberer rechter Eckzahn heißt "13" (Quadrant 1, Zahn 3). Der untere linke Weisheitszahn ist "38" (Quadrant 3, Zahn 8). Super praktisch beim Zahnarzt!
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Zahnärzte sprechen ihre eigene Sprache - aber die ist eigentlich ziemlich logisch! Labial und bukkal bedeuten zur Lippe bzw. Wange hin, lingual zur Zunge und palatinal zum Gaumen.
Mesial heißt zur Zahnbogenmitte hin, distal davon weg. Approximal bezeichnet die Nachbarzahnseite, interdental den Zwischenraum. An der Kaufläche sagst du okklusal, an der Schneidekante inzisal.
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Die erste Dentition (Zahndurchbruch) startet zwischen dem 6. und 8. Monat mit den mittleren Schneidezähnen. Dann folgen seitliche Schneidezähne, erster Molar, Eckzahn und zweiter Molar. Milchzähne sind kleiner und heller als bleibende Zähne.
Beim Zahnwechsel lösen sich die Milchzahnwurzeln auf, bis die Zähne ausfallen. Der 6-Jahr-Molar kommt als erster bleibender Zahn, die Weisheitszähne erst ab 16 Jahren. Milchzähne haben übrigens eine wichtige Platzhalterfunktion für die nachkommenden Zähne!
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Deine Schneidezähne (Incisivi) sind die Stars beim Abbeißen! Sie haben eine schaufelförmige Krone, sind einwurzelig und haben auf der Rückseite zwei Randleisten plus ein kleines Höckerchen (Tuberkulum).
Im Oberkiefer ist der mittlere Schneidezahn breiter als der seitliche. Im Unterkiefer sind alle Schneidezähne kleiner, und der mittlere ist sogar schmaler als der seitliche. Jeder hat normalerweise einen Wurzelkanal, im Unterkiefer manchmal auch zwei.
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Obere Eckzähne sind größer als untere und haben meist einen Wurzelkanal. Untere Eckzähne können ein bis zwei Wurzelkanäle haben. Sie sind die längsten Zähne in deinem Mund!
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Die meisten Prämolaren sind einwurzelig, aber Achtung: Der erste obere Prämolar hat zwei Wurzeln - eine bukkal (zur Wange), eine palatinal (zum Gaumen). Diese Gabelung heißt Bifurkation.
Ohne Prämolaren wäre Kauen ziemlich mühsam - sie zerkleinern dein Essen vor, damit die Molaren es richtig zermahlen können. Teamwork im Mund!
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Obere Molaren haben drei Wurzeln (zwei bukkal, eine palatinal) - das nennt man Trifurkation. Untere Molaren haben zwei Wurzeln (mesial und distal) - eine Bifurkation. Ziemlich stabile Konstruktion!
Ihre Hauptaufgabe? Nahrung zermahlen! Ohne deine Molaren müsstest du alles pürieren. Sie sind die letzten in der Nahrungskette - nach ihnen geht's direkt in den Magen.
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