Pflegediagnose - Grundlagen und Aufbau
Pflegediagnosen sind viel mehr als nur eine Liste von Problemen - sie bilden das Herzstück eurer pflegerischen Arbeit. Während ihr bei Pflegeproblemen frei formulieren könnt, folgen Pflegediagnosen einer einheitlichen Terminologie und einem festen Aufbau.
Das PÄS(R)-Schema ist euer wichtigstes Werkzeug: P steht für den Pflegediagnosetitel, Ä für die Ätiologien (also die Ursachen), S für die sichtbaren Symptome und R für die Ressourcen des Patienten. Dieses Schema sorgt dafür, dass ihr nichts Wichtiges überseht.
Je nach Situation verwendet ihr unterschiedliche Arten: Problemfokussierte Pflegediagnosen (PÄS) bei aktuellen Problemen, Risikopflegediagnosen (PRi) bei Gefahren und Gesundheitsförderungsdiagnosen (PS) bei Präventionsmaßnahmen. Syndrompflegediagnosen bündeln mehrere zusammenhängende Probleme.
Merktipp: Das PÄS-Schema funktioniert wie ein Rezept - alle Zutaten müssen stimmen, damit das Ergebnis passt!