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Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst

Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst

 www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 1
Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst!
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Klaus Schenck

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www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 1 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina 2. Abgrenzung Freizeitsport- Leistungssport Das Thema „Kampf gegen sich selbst“ lässt sich nicht allgemein auf Sport beziehen. Dafür muss man Leistungssport von Freizeitsport abgrenzen. Eine mögliche Definition für Leistungssport wäre: Leistungssport ist ein ständiges Training mit steter Reizsteigerung zur Erzielung von permanenter Leistungssteigerung, verbunden mit regelmäßigem Abruf der Leistung auf Wettkämpfen. Der Leistungssport nimmt einen Großteil der Zeit des Sportlers ein. In manchen Sportarten wird er sogar als Beruf ausgeübt, in anderen zusätzlich zur beruflichen Tätigkeit. In vielen Fällen wird er auch nach der sportlichen Karriere zum Beruf. Dagegen lässt sich der Freizeitsport wie folgt definieren: Er dient zur Freizeitgestaltung und zur Pflege von sozialen Kontakten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Spaß an der Bewegung und man verpflichtet sich nicht zu regelmäßigem Training und zur Teilnahme an Wettkämpfen. Aufgrund dieser Abgrenzung wird deutlich, warum der Kampf gegen sich selbst nur in Verbindung mit Leistungssport auftritt und nicht im Sport allgemein. Denn Sport auf freiwilliger Basis ist nicht verbunden mit Druck und hohen Erwartungen, die sowohl durch die eigene Person als auch von außenstehenden Personen ausgeübt werden. 3. Körperlicher Kampf Leistungssport ist nicht nur ein direkter Kampf bzw. ein direkter Wettbewerb gegen den Gegner, sondern oft auch gegen sich selbst. Eine Art dieses...

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Kampfes ist der körperliche Kampf. Inwiefern ein Sportler gegen seinen eigenen Körper kämpft, wird in den nachfolgenden Situationen eines Trainings bzw. eines Wettkampfes verdeutlicht. Fotos wurden fürs Internet gelöscht! 1 www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 2 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina 3.1 Im Training Die Ausdauer kann man z.B. durch Joggen verbessern. Doch hierbei kommt man nur selten an seine Grenzen. Ausdauer durch Joggen verbessert man, indem man die Dauer Schritt für Schritt erhöht, jedoch nicht die Belastung. Der Kampf beginnt erst, wenn man z.B. bei unwirtlichen Bedingungen laufen gehen muss. Denn Joggen bei angenehmem Wetter fällt dem Sportler leichter als bei schlechtem Wetter, bei dem er sich erst aufraffen muss. Eine andere und intensivere Art des Konditionstrainings ist der sogenannte „Japanlauf“. Hier ist die körperliche Belastung höher als beim Joggen. Der Sportler kommt an seine Grenzen und muss auch darüber hinaus gehen. Je nachdem, in welchem Umfang man den Japanlauf trainiert, kann er zur völligen Erschöpfung und Ermüdung der Muskeln innerhalb von kurzer Zeit führen. Der Japanlauf läuft wie folgt ab: Man definiert zwei Linien, die ca. zehn Meter voneinander entfernt liegen. In der Hälfte der Strecke steht eine typische, etwa kniehohe Holzbank, wie man sie in Sporthallen findet. (Abb.1) Die Aufgabe des Laufes besteht darin, so schnell wie möglich die Zehn-Meter-Strecke von der ersten Linie, über die Holzbank, zur zweiten Linie zu sprinten und wieder zurück. Einmal hin und zurück, sprich 20 Meter, bezeichnet man als einen Durchgang. Eine Einheit besteht aus einer Steigerung der Durchgänge. Das heißt, man beginnt mit einem Durchgang (20m) gefolgt von einer Minute Pause. Danach kommen zwei Durchgängen direkt hintereinander (40m). Wieder folgt eine Minute Pause. Die Anzahl der Durchgänge steigert sich so lange, bis fünf Durchgänge hintereinander erreicht werden. Das heißt also, dass der letzte Lauf der Länge eines 100m-Sprints entspricht. Danach ist eine Einheit beendet. Durch die Steigerung der Durchgänge pro Lauf steigern sich automatisch auch Reiz und Belastung sehr schnell und somit auch ein mögliches Erreichen der Schmerzgrenze. ¹ http://www.hubertbeck.de/media/Marathon-Mann$2C$20Fritz$20Berger.jpg, 05.01.2010 www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 3 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina Abb. 1: Japanlauf 10 Meter Linie 2 Holzbank Linie 1 Start/Ziel Neben dem Konditionstraining gibt es das Krafttraining, das ebenfalls vom Sportler Arbeit erfordert, bei der nicht der Spaßfaktor entscheidend ist, sondern ein Zuwachs an Kraft. Meistens trainiert man die Kraft in einem Fitnessstudio an Geräten, aber auch durch z.B. Liegestütze oder Sit-Ups. Das Ziel des Krafttrainings ist das Erhöhen der Maximalkraft eines Muskels, denn Schnelligkeit und Ausdauer eines Sportlers sind von ihr abhängig.2 „Maximalkraft ist die größtmögliche Kraft, die willkürlich gegen einen Widerstand ausgeübt werden kann". 3 Ein Freizeitsportler trainiert ca. bei einer Reizschwelle von 50% der Maximalkraft.4 Bei einem Leistungssportler hingegen liegt die Reizschwelle bei über 85%. Das heißt, die Belastungsintensität ist sehr viel höher und Verletzungsgefahr und Gesundheitsrisiken steigen. Denn durch die Pressatmung verringert sich die Durchblutung von Herz und Gehirn um die Hälfte.5 Durch die sehr hohe Belastungsintensität gelangt man ebenfalls sehr schnell an die Schmerzgrenze. Die Muskeln beginnen zu ermüden und fangen an stark zu 2 vgl.: Fit sein durch Ausdauer und Kraft, S. 43 3 ebd, S. 42 4vgl.: Fit sein durch Ausdauer und Kraft, S.46 5 vgl.: ebd, S.45 www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13/S. 4 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina brennen und zu zittern, bis sie vollkommen erschöpft sind. Erst dann fängt der Muskel an zu wachsen und die Maximalkraft erhöht sich. Doch auch nach dem Krafttraining ist der Sportler noch Schmerzen ausgesetzt. Aufgrund der starken Milchsäurebildung im Muskel während des anstrengenden Krafttrainings kommt es anschließend zu starkem, meist tagelangem Muskelkater. 3.2 Im Wettkampf Im Wettkampf werden die Fähigkeiten, die man sich im Training angeeignet hat, abgerufen. Doch Wettkampfbedingungen sind nochmals zusätzliche Belastungen für den Körper, die man im Training aus Zeitgründen nicht simulieren und trainieren kann. Hat man einen Wettkampf, der sich zeitlich oft über den ganzen Tag zieht, begonnen, hat man nicht die Möglichkeit ihn zu unterbrechen oder wie im Training Pausen einzubauen, wenn die Kraft nachlässt. Ein Wettkampf besteht aus starren Strukturen und festgelegten Zeitvorgaben, nach denen sich ein Sportler richten muss, egal, ob er erschöpft, müde oder mit seinen Kräften am Ende ist. Während eines Fechtwettkampfes ist der Veranstalter verpflichtet den Fechtern zwischen den Gefechten mindestens 10 Minuten Pause zu gewähren. Hat ein Fechter jedoch schon einen ganzen Wettkampftag hinter sich, lassen Kraft und Ausdauer nach. Er hat jedoch wegen der offiziellen Vorschriften nicht die Möglichkeit sich eine längere Pause zu gönnen und muss im schlechtesten Fall nach 10 Minuten völlig erschöpft wieder zum Gefecht antreten, denn sonst gilt das Gefecht für ihn als verloren und er ist aus dem Wettkampf ausgeschieden. Auf der anderen Seite stehen die sehr langen Pausen und Unterbrechungen während eines Wettkampfes. Der Sportler muss sich und seine Muskeln die ganze Zeit über bis zum nächsten Sprint, Sprung etc. warmhalten, da sonst eventuell Verletzungen auftreten können und vor allem die Muskeln im kalten Zustand nicht die erwartete Leistung erbringen können. Skispringer haben z.B. zwischen ihren Sprüngen eine bis zwei Stunden Pause. Während dieser Pausen müssen sie darauf achten, dass der Körper nicht auskühlt, wobei sie gegenüber Sportlern, die Sommersportarten betreiben, noch www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 5 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina zusätzlich im Nachteil sind. Denn wegen der winterlichen Bedingungen, denen sie zwangsläufig ausgesetzt sind, kühlt der Körper noch schneller aus. Kurz vor dem nächsten Sprung muss der Skispringer sich nochmals richtig, durch z.B. Sprünge aus dem Stand, aufwärmen. Das Warmhalten während der langen Wartezeit und das immer wieder neue Aufwärmen vor dem Sprung sind hohe Belastungen für den Körper und verbrauchen zusätzlich zum eigentlichen Sprung viel Energie, was den Springer schnell ermüden lässt. Trotz dieser Schwierigkeiten muss der Sportler einen möglichen Widerwillen überwinden und darf seinen Siegeswillen nicht verlieren. 4. Mentaler Kampf Zu dem Kampf gegen sich selbst gehört nicht nur der körperliche Kampf. Ein wesentlicher Bestandteil ist auch der Kampf gegen die eigene Psyche - der mentale Kampf. Um den Sportler während dieses Kampfes zu unterstützen, gibt es extra dafür ausgebildete Sportpsychologen. In dem nachfolgenden Interview mit der Sportpsychologin des Olympiastützpunktes Tauberbischofsheim, Silvia Amend, wird unter anderem erklärt, wie solch ein mentaler Kampf aussehen kann und konkret verdeutlicht an dem Beispiel „Fechten“. Welche Hauptaufgaben hat ein Sportpsychologe? „Meine Hauptaufgabe liegt darin, den Sportler in seiner Fähigkeit zur Selbstregulation langfristig zu coachen, sodass er mit den Bedingungen im Training und im Wettkampf angemessen umgehen kann. Selbstregulation ist die individuelle Anpassung an aktuelle Bedingungen und Veränderungen in der Situation. Der Sportler sollte sein eigenes Selbstbild so entwickeln können, dass er weiß, was ihn definiert und was ihn stark macht. Treten problematische Situationen auf, sollte er sich selbstregulatorisch angemessen verändern können. Solche Situationen bespreche ich mit den Sportlern. Sie üben sie im Training und

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Der Sportler kommt an seine Grenzen und muss auch darüber hinaus gehen. Je nachdem, in welchem Umfang man den Japanlauf trainiert, kann er zur völligen Erschöpfung und Ermüdung der Muskeln innerhalb von kurzer Zeit führen. Der Japanlauf läuft wie folgt ab: Man definiert zwei Linien, die ca. zehn Meter voneinander entfernt liegen. In der Hälfte der Strecke steht eine typische, etwa kniehohe Holzbank, wie man sie in Sporthallen findet. (Abb.1) Die Aufgabe des Laufes besteht darin, so schnell wie möglich die Zehn-Meter-Strecke von der ersten Linie, über die Holzbank, zur zweiten Linie zu sprinten und wieder zurück. Einmal hin und zurück, sprich 20 Meter, bezeichnet man als einen Durchgang. Eine Einheit besteht aus einer Steigerung der Durchgänge. Das heißt, man beginnt mit einem Durchgang (20m) gefolgt von einer Minute Pause. Danach kommen zwei Durchgängen direkt hintereinander (40m). Wieder folgt eine Minute Pause. Die Anzahl der Durchgänge steigert sich so lange, bis fünf Durchgänge hintereinander erreicht werden. Das heißt also, dass der letzte Lauf der Länge eines 100m-Sprints entspricht. Danach ist eine Einheit beendet. Durch die Steigerung der Durchgänge pro Lauf steigern sich automatisch auch Reiz und Belastung sehr schnell und somit auch ein mögliches Erreichen der Schmerzgrenze. ¹ http://www.hubertbeck.de/media/Marathon-Mann$2C$20Fritz$20Berger.jpg, 05.01.2010 www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 3 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina Abb. 1: Japanlauf 10 Meter Linie 2 Holzbank Linie 1 Start/Ziel Neben dem Konditionstraining gibt es das Krafttraining, das ebenfalls vom Sportler Arbeit erfordert, bei der nicht der Spaßfaktor entscheidend ist, sondern ein Zuwachs an Kraft. Meistens trainiert man die Kraft in einem Fitnessstudio an Geräten, aber auch durch z.B. Liegestütze oder Sit-Ups. Das Ziel des Krafttrainings ist das Erhöhen der Maximalkraft eines Muskels, denn Schnelligkeit und Ausdauer eines Sportlers sind von ihr abhängig.2 „Maximalkraft ist die größtmögliche Kraft, die willkürlich gegen einen Widerstand ausgeübt werden kann". 3 Ein Freizeitsportler trainiert ca. bei einer Reizschwelle von 50% der Maximalkraft.4 Bei einem Leistungssportler hingegen liegt die Reizschwelle bei über 85%. Das heißt, die Belastungsintensität ist sehr viel höher und Verletzungsgefahr und Gesundheitsrisiken steigen. Denn durch die Pressatmung verringert sich die Durchblutung von Herz und Gehirn um die Hälfte.5 Durch die sehr hohe Belastungsintensität gelangt man ebenfalls sehr schnell an die Schmerzgrenze. Die Muskeln beginnen zu ermüden und fangen an stark zu 2 vgl.: Fit sein durch Ausdauer und Kraft, S. 43 3 ebd, S. 42 4vgl.: Fit sein durch Ausdauer und Kraft, S.46 5 vgl.: ebd, S.45 www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13/S. 4 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina brennen und zu zittern, bis sie vollkommen erschöpft sind. Erst dann fängt der Muskel an zu wachsen und die Maximalkraft erhöht sich. Doch auch nach dem Krafttraining ist der Sportler noch Schmerzen ausgesetzt. Aufgrund der starken Milchsäurebildung im Muskel während des anstrengenden Krafttrainings kommt es anschließend zu starkem, meist tagelangem Muskelkater. 3.2 Im Wettkampf Im Wettkampf werden die Fähigkeiten, die man sich im Training angeeignet hat, abgerufen. Doch Wettkampfbedingungen sind nochmals zusätzliche Belastungen für den Körper, die man im Training aus Zeitgründen nicht simulieren und trainieren kann. Hat man einen Wettkampf, der sich zeitlich oft über den ganzen Tag zieht, begonnen, hat man nicht die Möglichkeit ihn zu unterbrechen oder wie im Training Pausen einzubauen, wenn die Kraft nachlässt. Ein Wettkampf besteht aus starren Strukturen und festgelegten Zeitvorgaben, nach denen sich ein Sportler richten muss, egal, ob er erschöpft, müde oder mit seinen Kräften am Ende ist. Während eines Fechtwettkampfes ist der Veranstalter verpflichtet den Fechtern zwischen den Gefechten mindestens 10 Minuten Pause zu gewähren. Hat ein Fechter jedoch schon einen ganzen Wettkampftag hinter sich, lassen Kraft und Ausdauer nach. Er hat jedoch wegen der offiziellen Vorschriften nicht die Möglichkeit sich eine längere Pause zu gönnen und muss im schlechtesten Fall nach 10 Minuten völlig erschöpft wieder zum Gefecht antreten, denn sonst gilt das Gefecht für ihn als verloren und er ist aus dem Wettkampf ausgeschieden. Auf der anderen Seite stehen die sehr langen Pausen und Unterbrechungen während eines Wettkampfes. Der Sportler muss sich und seine Muskeln die ganze Zeit über bis zum nächsten Sprint, Sprung etc. warmhalten, da sonst eventuell Verletzungen auftreten können und vor allem die Muskeln im kalten Zustand nicht die erwartete Leistung erbringen können. Skispringer haben z.B. zwischen ihren Sprüngen eine bis zwei Stunden Pause. Während dieser Pausen müssen sie darauf achten, dass der Körper nicht auskühlt, wobei sie gegenüber Sportlern, die Sommersportarten betreiben, noch www.KlausSchenck.de / Hausarbeiten 2009/2010/ Philosophie-Psychologie / WG 13 / S. 5 Leistungssport - auch Kampf gegen sich selbst! Christina zusätzlich im Nachteil sind. Denn wegen der winterlichen Bedingungen, denen sie zwangsläufig ausgesetzt sind, kühlt der Körper noch schneller aus. Kurz vor dem nächsten Sprung muss der Skispringer sich nochmals richtig, durch z.B. Sprünge aus dem Stand, aufwärmen. Das Warmhalten während der langen Wartezeit und das immer wieder neue Aufwärmen vor dem Sprung sind hohe Belastungen für den Körper und verbrauchen zusätzlich zum eigentlichen Sprung viel Energie, was den Springer schnell ermüden lässt. Trotz dieser Schwierigkeiten muss der Sportler einen möglichen Widerwillen überwinden und darf seinen Siegeswillen nicht verlieren. 4. Mentaler Kampf Zu dem Kampf gegen sich selbst gehört nicht nur der körperliche Kampf. Ein wesentlicher Bestandteil ist auch der Kampf gegen die eigene Psyche - der mentale Kampf. Um den Sportler während dieses Kampfes zu unterstützen, gibt es extra dafür ausgebildete Sportpsychologen. In dem nachfolgenden Interview mit der Sportpsychologin des Olympiastützpunktes Tauberbischofsheim, Silvia Amend, wird unter anderem erklärt, wie solch ein mentaler Kampf aussehen kann und konkret verdeutlicht an dem Beispiel „Fechten“. Welche Hauptaufgaben hat ein Sportpsychologe? „Meine Hauptaufgabe liegt darin, den Sportler in seiner Fähigkeit zur Selbstregulation langfristig zu coachen, sodass er mit den Bedingungen im Training und im Wettkampf angemessen umgehen kann. Selbstregulation ist die individuelle Anpassung an aktuelle Bedingungen und Veränderungen in der Situation. Der Sportler sollte sein eigenes Selbstbild so entwickeln können, dass er weiß, was ihn definiert und was ihn stark macht. Treten problematische Situationen auf, sollte er sich selbstregulatorisch angemessen verändern können. Solche Situationen bespreche ich mit den Sportlern. Sie üben sie im Training und