Paul Cézanne - Grundlagen und Malstil
Paul Cézanne suchte in seiner Kunst nach der Wahrheit hinter den flüchtigen Eindrücken. Anders als andere Impressionisten wollte er das Dauerhafte und Beständige in der Natur einfangen. Den Berg Mont Sainte-Victoire malte er deshalb unzählige Male - jedes Mal auf der Suche nach dem Kern der Wahrheit.
Seine Farbgebung folgte eigenen Gesetzen und orientierte sich nicht streng an der Realität. Hauptsächlich verwendete er Blau, Grün und Ocker und setzte bewusst Komplementärkontraste ein. Die Farben lösten sich von der reinen Gegenstandsbeschreibung und wurden zu Energien, die sich überlagern und durchdringen.
Besonders charakteristisch sind seine Tachés - die stark erkennbaren Pinselstriche. Cézanne ließ oft Stellen der Leinwand frei (Nonfinito) und modulierte die Farben zu einer eigenen Bildharmonie. Seine Alla Prima-Maltechnik bedeutete, dass er die Farben direkt und spontan auf die Leinwand setzte.
Merke dir: Cézanne wollte keine Kopie der Natur schaffen, sondern eine eigenständige künstlerische Realität parallel dazu!





