Deine Bio-Kenntnisse aus der 11. Klasse - von der DNA... Mehr anzeigen
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Genetik - Grundlagen
DNA-Replikation ist wie eine perfekte Kopiermachine in deinen Zellen. Die Helicase trennt die DNA-Stränge auf, während einzelsträngige Proteine verhindern, dass sie sich wieder verbinden. Die DNA-Polymerase baut dann neue Stränge - den Leitstrang kontinuierlich und den Folgestrang in kleinen Okazaki-Fragmenten.
Der genetische Code funktioniert wie eine universelle Sprache aller Lebewesen. Drei Basen bilden ein Codon, das für eine bestimmte Aminosäure steht. Dieser Code ist bei allen Lebewesen identisch - ein starker Beweis für die gemeinsame Evolution.
Bei Prokaryoten läuft die Genregulation sehr effizient ab: Substratinduktion sorgt dafür, dass Enzyme nur dann produziert werden, wenn ihr Substrat da ist. Endproduktrepression stoppt die Produktion, sobald genug Endprodukt vorhanden ist.
Merktipp: Die DNA-Replikation läuft immer von 5' zu 3' - deshalb entstehen die Okazaki-Fragmente!

Proteinbiosynthese und Genregulation
Transkription und Translation sind die beiden Hauptschritte der Proteinherstellung. Bei der Transkription kopiert die RNA-Polymerase die DNA-Information in mRNA. Bei Eukaryoten wird diese dann noch durch Splicing bearbeitet - Introns werden rausgeschnitten, Exons zusammengefügt.
Die Translation läuft im Zytoplasma ab. tRNA-Moleküle bringen die passenden Aminosäuren zu den Ribosomen, wo sie nach dem mRNA-Plan zusammengebaut werden. Start- und Stoppcodons markieren Anfang und Ende.
Eukaryoten haben viel komplexere Regulationsmechanismen als Prokaryoten. Transkriptionsfaktoren, Enhancer und Silencer steuern, wann welche Gene abgelesen werden. RNA-Interferenz kann sogar schon fertige mRNA zerstören.
Aha-Moment: Alternatives Splicing ermöglicht es, aus einem Gen verschiedene Proteine zu machen - wie ein Baukasten!

Zellzyklus, Mutationen und Biotechnologie
Der Zellzyklus gliedert sich in Interphase und Mitose. In der S-Phase wird die DNA verdoppelt, in der Mitose auf zwei Tochterzellen verteilt. Die Meiose ist speziell für die Geschlechtszellen - sie halbiert den Chromosomensatz und sorgt durch Crossing-over für genetische Vielfalt.
Mutationen können auf verschiedenen Ebenen auftreten: Punktmutationen betreffen einzelne Basen, Chromosomenmutationen ganze Chromosomenabschnitte. Manche sind stumm, andere können Krebs verursachen. Proto-Onkogene und Tumor-Suppressorgene kontrollieren normalerweise das Zellwachstum.
Stammzellen sind echte Alleskönner. Embryonale Stammzellen können sich in jeden Zelltyp entwickeln (pluripotent), adulte Stammzellen sind spezialisierter. In der Gentherapie versucht man, defekte Gene zu reparieren - ethisch aber sehr umstritten.
Wichtig für die Klausur: Unterscheide zwischen somatischer Gentherapie (nur beim Patienten) und Keimbahntherapie (wird vererbt)!

Ökologie - Grundlagen
Ökologie untersucht, wie Lebewesen mit ihrer Umwelt und untereinander interagieren. Abiotische Faktoren wie Temperatur oder pH-Wert wirken genauso wichtig wie biotische Faktoren - andere Lebewesen.
Jede Art hat ihre ökologische Nische - das ist ihr "Beruf" im Ökosystem. Die Optimumkurve zeigt, bei welchen Bedingungen eine Art am besten lebt. Euryöke Arten haben breite Toleranzbereiche, stenöke Arten sind Spezialisten.
Nahrungsketten und Nahrungsnetze zeigen die Energieflüsse im Ökosystem. Produzenten (meist Pflanzen) stehen an der Basis, Konsumenten verschiedener Ordnungen darüber. Destruenten recyceln die organische Substanz.
Eselsbrücke: Die Liebig'sche Regel ist wie ein Fass mit verschieden hohen Dauben - das kürzeste Brett bestimmt den Wasserpegel!

Populationsökologie und Anpassungen
Die Bergmann'sche Regel besagt, dass Tiere in kälteren Gebieten größer sind . Die Allen'sche Regel erklärt, warum Eisbären kleine Ohren haben - weniger Wärmeverlust über die Körperanhänge.
Populationswachstum ist selten unbegrenzt. Dichteabhängige Faktoren wie Nahrungsmangel bremsen große Populationen stärker als kleine. Die Lotka-Volterra-Regeln beschreiben die zyklischen Schwankungen zwischen Räubern und Beutetieren.
R-Strategen setzen auf Masse - viele Nachkommen, wenig Brutpflege. K-Strategen investieren in Klasse - wenige Nachkommen, aber intensive Betreuung. Menschen sind typische K-Strategen.
Praxisbezug: Mäuse sind R-Strategen (viele Junge, kurzes Leben), Elefanten sind K-Strategen (wenige Junge, lange Brutpflege).

Angewandte Ökologie und Stoffkreisläufe
Neobiota - also Neophyten (Pflanzen) und Neozoen (Tiere) - können Ökosysteme massiv verändern. Sie haben oft keine natürlichen Feinde und verdrängen einheimische Arten.
Der Kohlenstoffkreislauf verbindet alle Lebensformen: Fotosynthese bindet CO₂, Atmung setzt es wieder frei. Die Fotoreaktion läuft in den Chloroplasten ab, die Synthesereaktion fixiert das CO₂ zu Zucker.
Seen verändern sich im Jahresverlauf dramatisch. Die Dichteanomalie des Wassers sorgt für Zirkulationen im Frühling und Herbst, die Nährstoffe verteilen. Oligotrophe Seen sind nährstoffarm und klar, eutrophe Seen nährstoffreich und trüb.
Umweltbezug: Die Eutrophierung durch Düngemittel ist ein Hauptproblem für Gewässer - zu viele Nährstoffe lassen Algen explodieren!

Neurobiologie - Grundlagen
Neuronen sind die Grundbausteine deines Nervensystems. Sie bestehen aus Dendriten (Eingänge), Soma (Zellkörper), Axon (Leitung) und Endknöpfchen (Ausgänge). Die Myelinschicht isoliert das Axon und beschleunigt die Weiterleitung.
Das Ruhepotenzial liegt bei etwa -70mV. Wird der Schwellenwert überschritten, öffnen sich Natriumkanäle - ein Aktionspotenzial entsteht nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Die Refraktärphase verhindert Rückwärtsleitung.
An Synapsen wird die elektrische Information in chemische umgewandelt. Calciumionen lösen die Freisetzung von Neurotransmittern aus. EPSP (erregende Potenziale) und IPSP (hemmende Potenziale) werden summiert.
Alltagsbezug: Koffein blockiert Adenosin-Rezeptoren - deshalb macht es wach, obwohl du eigentlich müde bist!

Gehirn, Lernen und Sinneswahrnehmung
Das Großhirn ist dein Leistungszentrum, das Rückenmark leitet Informationen weiter und steuert Reflexe - automatische Reaktionen ohne Beteiligung des Gehirns.
Neuroplastizität ermöglicht Lernen: Häufig genutzte Verbindungen werden stärker, ungenutzte verschwinden. Das Gedächtnismodell unterscheidet Kurzzeitgedächtnis (begrenzte Kapazität) und Langzeitgedächtnis (verschiedene Typen wie episodisch, prozedural).
Fototransduktion im Auge wandelt Licht in Nervenimpulse um. Stäbchen sind für Hell-Dunkel-Sehen zuständig, Zapfen für Farben. Laterale Inhibition verstärkt Kontraste und macht Kanten deutlicher sichtbar.
Lernstrategie: Dein Gehirn lernt am besten ohne Stress, mit positiven Emotionen und durch Wiederholung - nutze das für deine Bio-Vorbereitung!


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DNA-Replikation ist wie eine perfekte Kopiermachine in deinen Zellen. Die Helicase trennt die DNA-Stränge auf, während einzelsträngige Proteine verhindern, dass sie sich wieder verbinden. Die DNA-Polymerase baut dann neue Stränge - den Leitstrang kontinuierlich und den Folgestrang in kleinen Okazaki-Fragmenten.
Der genetische Code funktioniert wie eine universelle Sprache aller Lebewesen. Drei Basen bilden ein Codon, das für eine bestimmte Aminosäure steht. Dieser Code ist bei allen Lebewesen identisch - ein starker Beweis für die gemeinsame Evolution.
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Stammzellen sind echte Alleskönner. Embryonale Stammzellen können sich in jeden Zelltyp entwickeln (pluripotent), adulte Stammzellen sind spezialisierter. In der Gentherapie versucht man, defekte Gene zu reparieren - ethisch aber sehr umstritten.
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