Enzyme als Biokatalysatoren
Enzyme sind Biokatalysatoren, die biochemische Reaktionen bei Körpertemperatur ermöglichen. Sie senken die benötigte Aktivierungsenergie und beschleunigen Stoffwechselprozesse, ohne selbst verbraucht zu werden.
Die Struktur von Proteinen ist entscheidend für ihre Funktion. Durch Peptidbindungen werden Aminosäuren zu Polypeptidketten verknüpft, wodurch die Primärstruktur entsteht. Die Sekundärstruktur bildet sich durch Wasserstoffbrückenbindungen, die je nach Ladung der Aminosäuren entweder eine schraubenförmige α-Helix oder eine β-Faltblatt-Struktur formen. Die Tertiärstruktur beschreibt die räumliche Anordnung der Polypeptidkette, während die Quartärstruktur die Anordnung mehrerer Polypeptidketten zueinander darstellt.
Enzyme arbeiten hochspezifisch an ihrem aktiven Zentrum, einer Vertiefung mit bestimmten Bindungsstellen für das Substrat. Dieses passt nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip genau ins aktive Zentrum, wobei neuere Erkenntnisse das Induced-Fit-Modell bevorzugen, bei dem das Substrat eine Konformationsänderung im Enzym verursacht.
Gut zu wissen: Bei Temperaturen über 40°C können Enzyme denaturieren – ihre Struktur wird zerstört und sie verlieren ihre Funktionsfähigkeit. Die richtige Temperatur für optimale Enzymaktivität ist daher entscheidend!










































