Grundlagen der Bioelektrizität
Stell dir vor, dein Körper wäre ein gigantisches Smartphone - ohne Elektrizität würde nichts funktionieren. Elektrische Phänomene sind für alle Lebewesen überlebenswichtig, denn sowohl Darmzellen als auch Neuronen sind elektrisch geladen.
Besonders spezialisiert auf elektrische Signale sind Sinnes-, Haut- und Nervenzellen. Sie können nicht nur auf elektrische Impulse reagieren, sondern auch selbst welche erzeugen - wie kleine biologische Batterien.
Da Lebewesen zu 80% aus Wasser bestehen, fließen die Ionenströme in wässriger Lösung. Der Strom wird hier von Ionen getragen, nicht von Elektronen wie in deinem Handy-Ladekabel. Kationen (positiv geladen) wandern zur Kathode, Anionen (negativ geladen) zur Anode.
Die Zellmembran wirkt wie ein super dünner Isolator und trennt die Ladungen. Diese Lipiddoppelschicht ist weniger als 10 nm dünn - das ist etwa 10.000 Mal dünner als ein menschliches Haar! Durch Ionenkanäle können trotzdem gezielt bestimmte Ionen passieren, als wären es winzige Türen für verschiedene Teilchen.
Merke dir: Die Zellmembran funktioniert wie ein Kondensator - sie speichert elektrische Ladung und erzeugt dadurch das Membranpotential.



