C3- und C4-Pflanzen im Vergleich
C3-Pflanzen sind die häufigsten Pflanzen auf der Erde (etwa 85%). Ihr Name kommt daher, dass das erste stabile Produkt bei der CO₂-Fixierung ein Molekül mit drei Kohlenstoffatomen ist: die 3-Phosphoglycerinsäure. Diese Pflanzen nutzen direkt das Enzym Rubisco zur CO₂-Fixierung und sind besonders gut an gemäßigte Klimazonen angepasst.
C4-Pflanzen haben sich hingegen an heiße und trockene Klimazonen angepasst. Bei ihnen enthält das erste stabile Produkt der CO₂-Fixierung vier Kohlenstoffatome: Oxalacetat. Sie haben eine besondere Kranzanatomie entwickelt, bei der die CO₂-Fixierung in den Mesophyllzellen und die weitere Verarbeitung in den Bündelscheidenzellen stattfindet.
Der größte Unterschied zwischen beiden Pflanzentypen liegt in ihrer Effizienz unter verschiedenen Bedingungen. C3-Pflanzen leiden bei hohen Temperaturen unter Photorespiration, wobei Energie verloren geht. C4-Pflanzen minimieren dieses Problem durch ihre zweistufige CO₂-Fixierung und verbrauchen dadurch weniger Wasser.
💡 Merke: C4-Pflanzen wie Mais können in warmen, trockenen Regionen besser gedeihen als C3-Pflanzen wie Weizen, weil sie CO₂ effizienter nutzen und ihre Spaltöffnungen früher schließen können!
Typische C3-Pflanzen sind Weizen, Reis, Sojabohnen und Kartoffeln, während zu den C4-Pflanzen Mais, Zuckerrohr und Hirse gehören. Der Unterschied in der Blattanatomie ist deutlich: C4-Pflanzen besitzen die spezielle Kranzanatomie, während C3-Pflanzen eine homogene Verteilung der Mesophyllzellen aufweisen.