CAM-Pflanzen - Meister der Wassereinsparung
CAM-Pflanzen wie Kakteen und Dickblattgewächse haben einen besonderen Trick entwickelt: Sie öffnen ihre Spaltöffnungen nachts und schließen sie tagsüber. Dies ist genau umgekehrt zu normalen Pflanzen und hilft ihnen, Wasser zu sparen.
Nachts, wenn es kühler ist, öffnen CAM-Pflanzen ihre Spaltöffnungen (Stomata) und nehmen CO₂ auf. Dieses CO₂ wird an Phosphoenolpyruvat (PEP) gebunden und als Malat (Salz der Apfelsäure) in der Vakuole gespeichert. Der Säuregehalt in den Zellen steigt dadurch während der Nacht deutlich an - man kann die Blätter tatsächlich saurer schmecken!
Tagsüber bleiben die Stomata geschlossen, um Wasserverlust bei Hitze zu vermeiden. Das gespeicherte Malat wird aus den Vakuolen in die Chloroplasten transportiert, wo CO₂ freigesetzt und im Calvin-Zyklus zur Glukoseproduktion verwendet wird. So können die Pflanzen Fotosynthese betreiben, ohne tagsüber ihre Spaltöffnungen zu öffnen.
💡 Wusstest du? Bei CAM-Pflanzen sinkt der pH-Wert in den Zellen nachts von pH 6 auf pH 4 - sie werden also tatsächlich saurer, wenn sie CO₂ speichern!
Diese zeitliche Trennung der CO₂-Aufnahme (nachts) und Verarbeitung (tagsüber) macht CAM-Pflanzen ideal für extreme Standorte mit hohen Temperaturen und Wassermangel.






